Astronomische Ereignisse im November: Was ist diesen Monat am Nachthimmel zu sehen?
Diese Himmelsereignisse im November 2026 sollten Sie nicht verpassen! Vier Planeten reihen sich vor Sonnenaufgang am Himmel auf, Mars und Jupiter bilden mit einem hellen Stern ein markantes Dreieck, und die Leoniden ziehen ihre Leuchtspuren durch die Nacht. Hinzu kommen der erste Supermond seit Januar 2026, ein schönes Dreieck aus dem Mond und zwei rötlichen Sternen sowie eine besondere Herausforderung: vier Galaxien in einer einzigen Nacht zu entdecken!
Ob Frühaufsteher oder Nachteule, es gibt reichlich zu sehen. Dieser Leitfaden enthält die besten Beobachtungstermine, Angaben zur Planetensichtbarkeit und den Mondphasen sowie Tipps für beide Halbkugeln. Sie möchten genau wissen, was von Ihrem Standort aus sichtbar ist? Die Sky Tonight App hilft Ihnen, jedes Ereignis an Ihrem Himmel zu finden.
Inhalt
- Die besten Himmelsereignisse im November 2026
- Kalender der Himmelsereignisse im November
- Der Mond im November 2026
- Astronomische Ereignisse im November 2026: Planeten
- Astronomische Ereignisse im November 2026: Sternbilder und Sterne
- Astronomische Ereignisse im November 2026: Meteorströme
- Astronomische Ereignisse im November 2026: Deep-Sky-Objekte
- Wichtige Novemberdaten der Astronomie- und Raumfahrtgeschichte
- Astronomische Ereignisse im November: Die wichtigsten Tipps
Die besten Himmelsereignisse im November 2026
- 13.–22. November – Vier-Planeten-Parade: Merkur, Venus, Mars und Jupiter reihen sich am Morgenhimmel auf. Alle vier sind hell genug für das bloße Auge. Dafür müssen Sie zwar vor Sonnenaufgang aufstehen, aber wann hätte das echte Sternfreunde je abgehalten? Besonders gut ist die Sicht auf der Nordhalbkugel; Merkur lässt sich etwa vom 20. bis 22. November am leichtesten finden.
- 17.–18. November – Maximum der Leoniden: Der bekannteste Meteorstrom des Novembers kehrt zurück und bringt unter idealen Bedingungen bis zu 15 Meteore pro Stunde. Die Leoniden sind für schnelle Meteore und spektakuläre historische Meteorstürme bekannt, darunter der legendäre Sturm von 1966. Dieses Jahr geht der Mond ungefähr um Mitternacht unter, sodass der Himmel in den besten Beobachtungsstunden vor Tagesanbruch dunkler ist.
- 22. November – Mars, Jupiter und Regulus bilden ein Dreieck: Suchen Sie vor Tagesanbruch nach einem kompakten Dreieck aus dem rötlichen Mars, dem strahlenden Jupiter und dem Stern Regulus. Die Figur erstreckt sich nur über wenige Grad; alle drei Eckpunkte sind leicht mit bloßem Auge sichtbar.
- 24. November – Biber-Supermond: Der Novembervollmond ist ein Supermond und erscheint etwas größer und heller als ein durchschnittlicher Vollmond. Traditionell wird er Bibermond genannt. Besonders schön ist der Anblick beim Mondaufgang, wenn der Mond nahe dem Horizont ungewöhnlich groß wirkt.
- 25.–26. November – Mond, Aldebaran und Beteigeuze bilden ein Dreieck: Der fast volle Mond gesellt sich zu zwei berühmten rötlichen Sternen, Aldebaran im Stier und Beteigeuze im Orion. Gemeinsam bilden sie ein großes, nahezu gleichseitiges Dreieck. Die etwa 20° weite Figur lässt sich ohne besondere Ausrüstung genießen.
Kalender der Himmelsereignisse im November

Die Datumsangaben im Gesamtkalender beziehen sich auf UTC+0. Je nach Zeitzone kann das Datum an Ihrem Standort abweichen. Die genauen örtlichen Zeiten und Daten aller Ereignisse finden Sie in der App Sky Tonight. Bei den Mondphasen ist zusätzlich die Mitteleuropäische Zeit angegeben.
Die Spalte „Sichtbarkeit“ zeigt, wie leicht sich das jeweilige Ereignis beobachten lässt:
- 🟢 Gut – unter normalen Bedingungen leicht mit bloßem Auge zu erkennen
- 🟡 Mäßig – sichtbar, erfordert aber möglicherweise Erfahrung oder optische Hilfsmittel
- 🔴 Schlecht – wegen ungünstiger Bedingungen schwer zu beobachten
- ⚫ Nicht sichtbar – das Ereignis lässt sich nicht unmittelbar visuell beobachten
Über die verlinkten Ereignisse gelangen Sie zu ausführlicheren Einzelbeiträgen.
¹Bei der Rückläufigkeit bezieht sich „Nicht sichtbar“ auf den Vorgang selbst: Auch wenn der Planet sichtbar ist, erkennt man seine Bewegungsumkehr nicht auf einen Blick. Dazu muss seine Position über mehrere Nächte verfolgt werden.
Sie möchten wissen, was heute Nacht sichtbar ist, oder Ihre Beobachtungswoche planen? Unser wöchentlicher Sternenhimmel-Leitfaden zeigt die besten aktuellen Himmelsereignisse.
Der Mond im November 2026
Der November hält für Mondbeobachter etwas Besonderes bereit: den ersten Supermond seit Januar 2026! Doch der Mondkalender bietet mehr als den Vollmond. Schauen wir uns die Novemberphasen an und finden heraus, wann sich der Mond selbst besonders lohnt und wann Sie den dunklen, mondlosen Himmel nutzen können.
24. November: Biber-Supermond

Am 24. November 2026 um 14:53 UTC, also um 15:53 MEZ (UTC+1), tritt der Vollmond im Sternbild Stier ein. Der Novembervollmond wird traditionell Bibermond genannt. Der Name verweist auf die Jahreszeit, in der Biber ihre Dämme und Bauten für den Winter fertigstellen. Früher stellten Jäger zu dieser Zeit außerdem Biberfallen auf, bevor Flüsse und Sümpfe zufroren.
Dieser Vollmond ist auch ein Supermond – der erste seit Januar 2026! Weil er näher an der Erde steht als gewöhnlich, erscheint er etwa 6,5 % größer und 13,5 % heller als ein durchschnittlicher Vollmond. Mit bloßem Auge ist der Unterschied möglicherweise schwer zu erkennen. Schön ist der Anblick trotzdem, besonders beim Mondaufgang.
Mehr erfahren: Vollmond im November 2026
Mondphasen im November 2026

- Letztes Viertel: 1. November 20:28 UTC; 1. November 21:28 MEZ (UTC+1)
- Neumond: 9. November 07:02 UTC; 9. November 08:02 MEZ (UTC+1)
- Erstes Viertel: 17. November 11:48 UTC; 17. November 12:48 MEZ (UTC+1)
- Vollmond: 24. November 14:53 UTC; 24. November 15:53 MEZ (UTC+1)
| Datum (MEZ) | Mondphase | Sichtbarkeit des Mondes |
|---|---|---|
| 1. November | Letztes Viertel | Am besten morgens sichtbar. Im Teleskop lassen sich Mondkrater und Gebirge am Terminator erkunden, der Grenze zwischen Licht und Schatten. |
| 9. November | Neumond | Der Mond ist nicht sichtbar. Damit ist dies die beste Zeit des Monats für lichtschwache Galaxien, Nebel und Sternhaufen. |
| 17. November | Erstes Viertel | Am besten abends sichtbar. Der halb beleuchtete Mond ist ein lohnendes Ziel für Fernglas oder Teleskop. |
| 24. November | Vollmond | Der volle Biber-Supermond geht etwa bei Sonnenuntergang auf und bleibt bis zum Morgen sichtbar. Sein helles Licht erschwert die Beobachtung schwacher Sterne und Deep-Sky-Objekte. |
Die genauen Mondaufgangs- und Monduntergangszeiten für Ihren Standort an jedem gewünschten Tag finden Sie in unserem Mondkalender. So können Sie Ihre Beobachtung planen.
Astronomische Ereignisse im November 2026: Planeten
Merkur und Venus kehren an den Morgenhimmel zurück, Mars und Jupiter nähern sich einander, und Uranus erreicht seine Opposition. Etwa vom 13. bis 22. November können Frühaufsteher sogar versuchen, vor Sonnenaufgang vier Planeten mit bloßem Auge zu entdecken! Saturn und Neptun bleiben unterdessen am Abendhimmel sichtbar.
Mehr erfahren: Welche Planeten sind heute Nacht sichtbar?
Planeten im November 2026: Sichtbarkeit auf der Nordhalbkugel
| Planet | Geeignete Ausrüstung | Beobachtungszeit | 1.–10. November | 11.–20. November | 21.–30. November |
|---|---|---|---|---|---|
| Merkur | Bloßes Auge | Morgens | ⚫ Nicht sichtbar | 🟡 Mäßig | 🟡 Mäßig |
| Venus | Bloßes Auge | Morgens | 🟡 Mäßig | 🟢 Gut | 🟢 Gut |
| Mars | Bloßes Auge | Späte Nacht / morgens | 🟢 Gut | 🟢 Gut | 🟢 Gut |
| Jupiter | Bloßes Auge | Späte Nacht / morgens | 🟢 Gut | 🟢 Gut | 🟢 Gut |
| Saturn | Bloßes Auge | Abends / nachts | 🟢 Gut | 🟢 Gut | 🟢 Gut |
| Uranus | Fernglas oder Teleskop | Nachts | 🟡 Mäßig | 🟡 Mäßig | 🟡 Mäßig |
| Neptun | Teleskop | Abends / nachts | 🟡 Mäßig | 🟡 Mäßig | 🟡 Mäßig |
-
Merkur (Jungfrau, Waage; Helligkeit etwa 3,3 bis −0,7 mag): Anfang November verbirgt sich Merkur im Glanz der Sonne, kehrt aber etwa zur Monatsmitte an den Morgenhimmel zurück. Die besten Bedingungen bietet die Zeit um den 20. November, wenn er seine größte westliche Elongation von 19,6° erreicht. Am 13. November wird er wieder rechtläufig und nimmt vom 13. bis 22. November mit Venus, Mars und Jupiter an der Planetenparade teil.
-
Venus (Jungfrau; Helligkeit etwa −4,2 bis −4,9 mag): Nach ihrer unteren Konjunktion Ende Oktober steigt Venus am Morgenhimmel rasch höher und wird zu einem strahlenden Objekt vor Tagesanbruch. Vom 3. bis 9. November steht sie nahe Spica, mit der engsten Annäherung am 9. November. Am 7. November zieht die schmale abnehmende Mondsichel sehr dicht an Venus vorbei; von manchen Orten ist eine Bedeckung zu sehen. Am 14. November wird Venus wieder rechtläufig. Sie ist außerdem Teil der Vier-Planeten-Parade vom 13. bis 22. November.
-
Mars (Löwe; Helligkeit etwa 0,9 bis 0,5 mag): Mars geht im Laufe des Novembers früher auf und wird heller. Damit lässt er sich in der späten Nacht und am Morgen zunehmend gut beobachten. Am 2. November passiert ihn der Mond in geringem Abstand; in einigen Regionen ist eine Bedeckung sichtbar. Am 16. November nähert sich Mars Jupiter, am 22. November bildet er mit Jupiter und Regulus ein kompaktes Dreieck. Am 25. November zieht er nur 1,6° nördlich an Regulus vorbei, und am 30. November kehrt der Mond in seine Nähe zurück.
-
Jupiter (Löwe; Helligkeit etwa −2,0 bis −2,2 mag): Jupiter leuchtet hell am späten Nacht- und Morgenhimmel und geht jeden Tag früher auf. Am 2. November zieht der Mond äußerst dicht an ihm vorbei und bedeckt ihn von manchen Orten aus. Am 16. November erreichen Jupiter und Mars ihren kleinsten Winkelabstand; am 22. November bilden beide mit Regulus ein markantes Dreieck. Eine weitere enge Mondbegegnung mit einer regional sichtbaren Bedeckung folgt am 30. November.
-
Saturn (Walfisch; Helligkeit etwa 0,5 bis 0,6 mag): Saturn bleibt abends leicht zu beobachten, geht im Laufe des Novembers aber immer früher unter. Am besten betrachten Sie ihn kurz nach Einbruch der Dunkelheit. Am 21. November passiert der Mond Saturn in etwa 6,8° Abstand und hilft, den Ringplaneten zu finden.
-
Uranus (Stier; Helligkeit etwa 5,6 mag): Uranus erreicht am 25. November die Opposition. Er ist dann am hellsten und die ganze Nacht sichtbar. Allerdings zieht der Vollmond am 24. November nur 5° am Planeten vorbei und erschwert seine Beobachtung selbst um die Opposition. Bessere Bedingungen bietet die Zeit um den Neumond am 9. November, wenn der Himmel deutlich dunkler ist. Fernglas oder Teleskop werden empfohlen.
-
Neptun (Fische; Helligkeit etwa 7,7 mag): Neptun bleibt am Abendhimmel sichtbar, doch sein Beobachtungsfenster verkürzt sich, weil er jede Nacht früher untergeht. Optische Hilfsmittel sind erforderlich; unter dunklem Himmel zeigt ihn ein Fernglas als schwachen Lichtpunkt. Am 20. November passiert der Mond Neptun in etwa 4,4° Abstand, wobei das Mondlicht die Beobachtung stört.
Planeten im November 2026: Sichtbarkeit auf der Südhalbkugel
| Planet | Geeignete Ausrüstung | Beobachtungszeit | 1.–10. November | 11.–20. November | 21.–30. November |
|---|---|---|---|---|---|
| Merkur | Bloßes Auge | Morgens | ⚫ Nicht sichtbar | 🔴 Schlecht | 🔴 Schlecht |
| Venus | Bloßes Auge | Morgens | 🔴 Schlecht | 🟡 Mäßig | 🟢 Gut |
| Mars | Bloßes Auge | Späte Nacht / morgens | 🟢 Gut | 🟢 Gut | 🟢 Gut |
| Jupiter | Bloßes Auge | Späte Nacht / morgens | 🟢 Gut | 🟢 Gut | 🟢 Gut |
| Saturn | Bloßes Auge | Abends / nachts | 🟢 Gut | 🟢 Gut | 🟢 Gut |
| Uranus | Fernglas oder Teleskop | Die ganze Nacht | 🟡 Mäßig | 🟡 Mäßig | 🟡 Mäßig |
| Neptun | Teleskop | Abends / nachts | 🟡 Mäßig | 🟡 Mäßig | 🟡 Mäßig |
-
Merkur (Jungfrau, Waage; Helligkeit etwa 3,3 bis −0,7 mag): Nach seiner unteren Konjunktion am 4. November kehrt Merkur an den Morgenhimmel zurück. In mittleren südlichen Breiten sind die Bedingungen jedoch schwierig. Selbst um seine größte westliche Elongation am 20. November bleibt er tief in der heller werdenden Dämmerung. Näher am Äquator sind die Chancen besser, ihn während der Vier-Planeten-Parade vom 13. bis 22. November zu entdecken.
-
Venus (Jungfrau; Helligkeit etwa −4,2 bis −4,9 mag): Venus wird zu einem strahlenden Morgenobjekt, entfernt sich am Himmel von der Sonne und wird im Laufe des Novembers heller. Suchen Sie vor Sonnenaufgang über dem östlichen Horizont nach ihr. Vom 3. bis 9. November steht sie nahe Spica, mit der engsten Annäherung am 9. November. Am 7. November passiert sie der Mond; am 14. November wird Venus wieder rechtläufig. Sie nimmt auch an der Vier-Planeten-Parade vom 13. bis 22. November teil.
-
Mars (Löwe; Helligkeit etwa 0,9 bis 0,5 mag): Mars fällt in der zweiten Nachthälfte zunehmend auf, da er früher aufgeht und heller wird. Am 2. November zieht der Mond dicht an ihm vorbei, am 16. November folgt eine Annäherung an Jupiter. Am 22. November bilden Mars, Jupiter und Regulus ein kompaktes Dreieck; am 25. November passiert Mars Regulus besonders dicht. Am 30. November gibt es eine weitere Mondbegegnung.
-
Jupiter (Löwe; Helligkeit etwa −2,0 bis −2,2 mag): Jupiter bleibt ein helles, leicht erkennbares Morgenobjekt und wird allmählich früher in der Nacht sichtbar. Am 2. November nähert sich ihm der Mond, am 16. November zieht Mars dicht vorbei. Am 22. November bildet Jupiter mit Mars und Regulus ein kleines Himmelsdreieck. Am 30. November kommt der Mond erneut nahe heran.
-
Saturn (Walfisch; Helligkeit etwa 0,5 bis 0,6 mag): Saturn steht günstig am Abendhimmel, auch wenn das Beobachtungsfenster gegen Monatsende kürzer wird. Suchen Sie ihn nach Sonnenuntergang und bewundern Sie mit einem Teleskop seine Ringe. Am 21. November zieht der Mond in etwa 6,8° Abstand an Saturn vorbei.
-
Uranus (Stier; Helligkeit etwa 5,6 mag): Uranus erreicht am 25. November die Opposition und ist die ganze Nacht sichtbar. Da er jedoch weit nördlich des Himmelsäquators steht, erscheint er von südlichen Breiten aus tiefer am Himmel. Fernglas oder Teleskop werden empfohlen. Am 24. November zieht der fast volle Mond nahe an Uranus vorbei.
-
Neptun (Fische; Helligkeit etwa 7,7 mag): Neptun ist am Abend und in der frühen Nacht sichtbar und geht im Laufe des Novembers zunehmend früher unter. Südliche Beobachter haben gute Möglichkeiten, ihn mit einem Teleskop zu sehen, besonders unter dunklem Himmel. Am 20. November passiert ihn der Mond; dessen Helligkeit macht Neptun allerdings schwerer erkennbar.
13.–22. November: Vier-Planeten-Parade

Vom 13. bis 22. November 2026 reihen sich Merkur, Venus, Mars und Jupiter am Morgenhimmel auf. Alle vier sind hell genug für das bloße Auge, auch wenn Merkur in der Dämmerung schwer zu finden sein kann, besonders in mittleren südlichen Breiten. Sie müssen lediglich vor Sonnenaufgang aufstehen – ein kleiner Preis für vier helle Planeten auf einmal!
Die besten Bedingungen bietet die Nordhalbkugel. Blicken Sie vor Sonnenaufgang in den östlichen Himmelsbereich: Die strahlende Venus und der schwer auffindbare Merkur stehen tief am Horizont, Mars und Jupiter leuchten weiter oben. Merkur ist die größte Herausforderung. Wählen Sie deshalb einen Ort mit freiem Horizont.
Welchen Termin sollten Sie wählen? Das hängt davon ab, was Sie sehen möchten:
- 14. November: Die Planeten nehmen am Himmel einen schmalen horizontalen Bereich ein.
- 15.–16. November: Mars und Jupiter erscheinen besonders dicht beieinander, mit etwa 1° Abstand.
- 20.–22. November: Merkur steht höher über dem Horizont und lässt sich leichter finden.
Um die Planeten von Ihrem genauen Standort aus zu finden, nutzen Sie die Funktion Planet Walk in der Star Walk 2 App.
Mehr erfahren: Planetenparade im November 2026
22. November: Mars, Jupiter und Regulus bilden ein Dreieck

Blicken Sie am 22. November 2026 vor Tagesanbruch zum Sternbild Löwe. Dort steht ein kompaktes, nahezu gleichschenkliges Dreieck aus Mars (0,6 mag), Jupiter (−2,2 mag) und Regulus (1,4 mag). Die drei hellen Objekte bilden ein markantes Muster; der rötliche Mars, der strahlende Jupiter und der bläulich-weiße Regulus sorgen für einen schönen Farbkontrast.
Das Dreieck misst nur jeweils 2,4° an seinen beiden kürzeren Seiten und 3,9° an der Basis. Es passt damit bequem in das Gesichtsfeld der meisten Ferngläser. Optische Ausrüstung ist aber nicht erforderlich: Alle drei Objekte sind leicht mit bloßem Auge zu sehen. Suchen Sie sie in den Stunden vor Sonnenaufgang im Löwen; die Form des Dreiecks verändert sich mit der Bewegung der Planeten allmählich.
Astronomische Ereignisse im November 2026: Sternbilder und Sterne
Auf der Nordhalbkugel ist der November eine gute Zeit für die auffälligen Sternbilder Kassiopeia, Andromeda und Fische sowie den lichtschwächeren Kepheus.

Auf der Südhalbkugel stehen im November mehrere kleinere Sternbilder günstig, darunter Bildhauer, Phönix, Tukan und Kleine Wasserschlange. Auch der Walfisch, eines der größten Sternbilder am Himmel, lässt sich jetzt besonders gut beobachten, da er abends hoch steigt.

Wenn Sie Schwierigkeiten haben, Sternbilder zu finden, hilft die Sky Tonight App. Geben Sie den Namen des gesuchten Sternbildes ein und tippen Sie auf das Zielsymbol. Die App zeigt seine Position passend zu Ihrem Standort. Für weitere Informationen tippen Sie auf den Namen.
Mehr erfahren: Sternbilder im November
25.–26. November: Mond, Aldebaran und Beteigeuze bilden ein Dreieck

Suchen Sie am späten Abend des 25. November oder vor Tagesanbruch am 26. November 2026 nach einem schönen Dreieck aus dem fast vollen Mond, Aldebaran (0,9 mag) und Beteigeuze (0,0–1,6 mag). Aldebaran, das orangefarbene Auge des Stiers, und Beteigeuze, die rötliche Schulter des Orion, bilden zwei Ecken; der helle Mond vervollständigt die Figur. Am schönsten ist die Gesamtansicht mit bloßem Auge. Alle drei Objekte sind hell genug, um auch aus einer Stadt sichtbar zu sein.
Die drei Objekte bilden ein großes, nahezu gleichseitiges Dreieck mit ungefähr 20° langen Seiten. Das entspricht etwa zwei Faustbreiten am ausgestreckten Arm! Die genaue Form und die beste Beobachtungszeit hängen von Ihrem Standort ab. Prüfen Sie die Konfiguration deshalb in Sky Tonight.
Astronomische Ereignisse im November 2026: Meteorströme
Fünf Meteorströme erreichen im November 2026 ihr Maximum. Die Südlichen und Nördlichen Tauriden bieten gute Chancen auf helle, langsame Meteore unter relativ dunklem Himmel. Die Leoniden sind der aktivste Strom des Monats, während zwei kleinere Ströme mit hellem Mondlicht konkurrieren müssen.
| Meteorstrom | Maximum (UTC) | Meteore pro Stunde | Sichtbarkeit | Am besten sichtbar von |
|---|---|---|---|---|
| Südliche Tauriden | 4.–5. November | 5–10 | 🟢 Gut | Beiden Halbkugeln |
| Nördliche Tauriden | 11.–12. November | 5 | 🟢 Gut | Beiden Halbkugeln |
| Leoniden | 17.–18. November | 15 | 🟢 Gut | Beiden Halbkugeln |
| Alpha-Monocerotiden | 21.–22. November | Variabel | 🔴 Schlecht | Beiden Halbkugeln |
| November-Orioniden | 27.–28. November | 3 | 🔴 Schlecht | Beiden Halbkugeln |
Diese Raten gelten bei dunklem Himmel und einem Radianten direkt über dem Beobachter. Tatsächlich sind meist weniger Meteore zu sehen.
Einzelheiten: Meteorströme im November
17.–18. November: Leoniden

Die Leoniden sind der bekannteste Meteorstrom des Novembers und liefern unter idealen Bedingungen bis zu 15 Meteore pro Stunde. Ihre Meteore gehören mit rund 71 km/s zu den schnellsten! Berühmt sind auch die spektakulären Meteorstürme: Während des legendären Ausbruchs von 1966 meldeten Beobachter in Nordamerika Tausende Meteore pro Stunde.
2026 wird das Maximum der Leoniden am 18. November um 00:45 MEZ (UTC+1), entsprechend dem 17. November um 23:45 UTC, erwartet. Der Mond im ersten Viertel erhellt den Abendhimmel, geht aber ungefähr um Mitternacht unter. Danach wird der Himmel für die Meteorbeobachtung dunkler. Die beste Zeit liegt nach Mitternacht und vor Tagesanbruch, wenn der Radiant im Löwen höher steigt. Ein großer Meteorsturm wird dieses Jahr nicht erwartet.
Mehr erfahren: Leoniden 2026
Weitere Meteorströme im November 2026
Vier weitere Meteorströme erreichen diesen Monat ihr Maximum:
- 4.–5. November – Südliche Tauriden: Bis zu 5–10 Meteore pro Stunde. Sie sind für langsame, helle Feuerkugeln bekannt. Die schmale abnehmende Mondsichel sorgt zum Maximum für gute Beobachtungsbedingungen.
- 11.–12. November – Nördliche Tauriden: Etwa 5 Meteore pro Stunde. Die schmale zunehmende Mondsichel stört kaum – eine gute Gelegenheit, nach Tauriden-Feuerkugeln Ausschau zu halten.
- 21.–22. November – Alpha-Monocerotiden: Ein schwer vorhersehbarer Strom, der in der Vergangenheit spektakuläre Ausbrüche gezeigt hat. Dieses Jahr erschwert allerdings der helle zunehmende Mond die Beobachtung.
- 27.–28. November – November-Orioniden: Ein schwacher Strom mit etwa 3 Meteoren pro Stunde. Der noch mehr als halb beleuchtete abnehmende Mond überstrahlt die meisten schwachen Meteore.
In unserem Artikel erfahren Sie, wie Sie Meteorströme erfolgreich beobachten. Anschließend können Sie Ihr Wissen im Sternschnuppen-Quiz testen!

Astronomische Ereignisse im November 2026: Deep-Sky-Objekte
Der November bietet zahlreiche Deep-Sky-Schätze: von Sternhaufen für das bloße Auge bis zu fernen Galaxien und farbenprächtigen Nebeln, die sich hervorragend für die Astrofotografie eignen. Lichtschwache Objekte beobachten Sie am besten um den Neumond am 9. November, wenn kein Mondlicht stört.
Auf der Nordhalbkugel lohnen sich die Hyaden und der Alpha-Persei-Haufen. Beide sind große Sternhaufen, die unter dunklem Himmel ohne Teleskop sichtbar sind. Ein Fernglas zeigt mehr Sterne in M34 im Perseus und M103 in der Kassiopeia. Für eine größere Herausforderung versuchen Sie, den Herznebel (IC 1805), eine riesige leuchtende Gaswolke in der Kassiopeia, oder die Phantomgalaxie (M74) zu fotografieren. Letztere ist eine schöne Spiralgalaxie in den Fischen, auf deren Scheibe wir nahezu senkrecht blicken.
Auf der Südhalbkugel ist der November ideal, um die Kleine Magellansche Wolke und 47 Tucanae zu bewundern. Beide sind unter dunklem Himmel mit bloßem Auge sichtbar. Mit dem Fernglas lässt sich NGC 362 finden, ein weiterer Kugelsternhaufen nahe der Kleinen Magellanschen Wolke. Mit einem Teleskop lohnt ein Versuch an NGC 1097, einer Balkenspiralgalaxie im Chemischen Ofen mit hellem Zentrum und weit geschwungenen Spiralarmen.
Mehr erfahren: Die besten Deep-Sky-Objekte im November
6.–12. November: Vier Galaxien in einer Nacht

Eine besondere Aufgabe für Sternfreunde auf der Südhalbkugel: Können Sie in einer Nacht vier Galaxien entdecken? Die Nächte um den Neumond am 9. November bieten mit dunklem Himmel und kaum Mondlicht eine gute Gelegenheit. Von Deutschland, Österreich und der Schweiz aus ist die gesamte Vierergruppe nicht sichtbar, da die Magellanschen Wolken unter dem Horizont bleiben. Der folgende Beobachtungsplan eignet sich für eine Reise auf die Südhalbkugel.
Beginnen Sie mit der Großen und der Kleinen Magellanschen Wolke am Südhimmel. Diese beiden benachbarten Zwerggalaxien gehören zu den am leichtesten sichtbaren Deep-Sky-Objekten der Südhalbkugel. Unter dunklem Himmel wirken sie wie schwach leuchtende Wolken. Suchen Sie anschließend das breite, neblige Band unserer eigenen Milchstraße, das sich über den Himmel zieht.
Das letzte und schwierigste Ziel ist die Andromedagalaxie. Suchen Sie tief am Nordhimmel nach einem schwachen, länglichen Lichtfleck. Um den 9. November erreicht Andromeda ihren höchsten Stand am späten Abend. Je weiter südlich Sie sich befinden, desto tiefer steht sie; südlich von etwa 49° südlicher Breite geht sie gar nicht auf. Die besten Chancen bieten Standorte zwischen 15° und 30° südlicher Breite, wo Andromeda noch ausreichend hoch steigt und die Magellanschen Wolken ebenfalls günstig stehen. Wählen Sie einen Ort mit sehr dunklem Himmel und freiem Nordhorizont. Ein Fernglas erleichtert das Auffinden von Andromeda, bei ausgezeichneten Bedingungen sind jedoch alle vier Galaxien mit bloßem Auge erkennbar.

Wichtige Novemberdaten der Astronomie- und Raumfahrtgeschichte
Der November ist reich an Meilensteinen der Raumfahrt und Astronomie. Diese fünf historischen Ereignisse sind diesen Monat einen Rückblick wert:
-
3. November 1957 – Laika erreicht als erstes Tier eine Erdumlaufbahn. Die Sowjetunion startete Sputnik 2 mit Laika, einer Straßenhündin aus Moskau, an Bord. Die Mission bewies, dass ein Lebewesen den Start in eine Umlaufbahn überstehen konnte. Laika selbst überlebte den Flug allerdings nicht. 2026 jährt sich diese historische Mission zum 69. Mal. Laika war eine von vielen Pioniergestalten der Raumfahrt. Wer hat noch Geschichte geschrieben? Finden Sie es in unserem Quiz zu den Ersten im Weltraum heraus.
-
14.–19. November 1969 – Apollo 12 erreicht den Mond. Nach dem Start am 14. November gelang Apollo 12 am 19. November die zweite bemannte Mondlandung. Der Start war besonders dramatisch: Kurz nach dem Abheben wurde die Saturn-V-Rakete zweimal vom Blitz getroffen! Trotzdem landeten die Astronauten erfolgreich auf dem Mond. Noch immer glauben manche Menschen, die Mondlandungen seien inszeniert gewesen. Warum eigentlich? Wir haben fünf der verbreitetsten Mythen über die Mondlandung widerlegt.
-
20. November 1998 – Der Bau der Internationalen Raumstation beginnt. Der Start von Sarja, dem ersten ISS-Modul, markierte den Beginn eines der ehrgeizigsten internationalen Raumfahrtprojekte der Menschheit. 2026 feiern wir den 28. Jahrestag dieses historischen Starts. Erfahren Sie, wie mit Sarja alles begann, und testen Sie anschließend Ihr Wissen im ISS-Quiz!
-
21. November 1676 – Ole Rømer zeigt, dass die Lichtgeschwindigkeit endlich ist. Der dänische Astronom untersuchte die Verfinsterungen des Jupitermondes Io und wies nach, dass sich Licht nicht augenblicklich ausbreitet. Seine bahnbrechende Entdeckung legte die Grundlage für die Messung der Lichtgeschwindigkeit. Diesen November jährt sie sich zum 350. Mal. Lernen Sie Io und die anderen faszinierenden Jupitermonde kennen – vielleicht inspirieren sie Sie ja zu einer eigenen Entdeckung!
-
29. November 1961 – Enos umrundet als erster Schimpanse die Erde. An Bord von Mercury-Atlas 5 absolvierte Enos zwei Erdumläufe und kehrte sicher zurück. Die erfolgreiche Mission ebnete den Weg für John Glenns historischen Orbitalflug im Februar 1962.
Astronomische Ereignisse im November: Die wichtigsten Tipps
Der November 2026 hat für jeden Sternfreund etwas zu bieten! Frühaufsteher erleben eine Parade von vier Planeten und das kompakte Dreieck aus Mars, Jupiter und Regulus. Nachteulen können nach Leoniden Ausschau halten, den Biber-Supermond bewundern oder den Mond in einem großen Dreieck mit Aldebaran und Beteigeuze entdecken.
Für den dunkelsten Himmel planen Sie Ihre Beobachtungen um den Neumond am 9. November, besonders wenn Sie Deep-Sky-Objekte erkunden oder auf der Südhalbkugel vier Galaxien in einer Nacht finden möchten. Bevorzugen Sie helle, leicht erkennbare Ziele, verpassen Sie den Supermond am 24. November nicht.
Mit Sky Tonight erfahren Sie, was von Ihrem Standort aus sichtbar ist, und wählen die beste Zeit für einen Blick nach oben. Klaren Himmel!
