Sternbilder im November: 6 Ziele am Sternenhimmel
Zu den schönsten Sternbildern im November gehören Kassiopeia, Andromeda, Fische, Bildhauer, Phönix und Tukan. Novemberabende gegen 21:00 Uhr Ortszeit eignen sich als Ausgangspunkt für die Beobachtung. Kassiopeia, Andromeda und Fische sind für nördliche Beobachter günstiger, während Bildhauer, Phönix und Tukan auf der Südhalbkugel besser stehen. Um sie von Ihrem Standort aus zu finden, öffnen Sie die kostenlose App Star Walk 2, geben Sie den Namen des Sternbilds ein und folgen Sie dem Pfeil auf der Himmelskarte.
Inhalt
- Sternbilder im November: Schnellübersicht
- So finden Sie die sechs Sternbilder am November-Sternenhimmel
- Tipps zur Sternbildbeobachtung im November
- Himmelsereignisse im November 2026
- Sternbilder im November: Häufige Fragen
- Die schönsten Sternbilder und Sterne im November
Sternbilder im November: Schnellübersicht
Diese sechs Sternbilder stehen an Novemberabenden in den jeweils geeigneten Breiten günstig. Etwa 21:00 Uhr Ortszeit ist ein guter Ausgangspunkt; die beste Beobachtungszeit hängt jedoch von Datum und Standort ab.
Die folgenden Beschreibungen verwenden diese ungefähren Bewertungen der Erkennbarkeit:
- ☆☆☆ — hell und relativ leicht zu erkennen.
- ☆☆ — mäßig hell; mit etwas Mühe zu finden.
- ☆ — lichtschwach; am besten unter dunklem Himmel zu sehen.
| Sternbild | Sichtbarkeit | Hellster Stern | So finden Sie es |
|---|---|---|---|
| Kassiopeia | 90° N–20° S | Schedar | Suchen Sie nach der markanten W-Form. |
| Andromeda | 90° N–40° S | Alpheratz | Suchen Sie zwischen Kassiopeia und dem Pegasusquadrat. |
| Fische | 90° N–55° S | Alpherg | Suchen Sie den lichtschwachen Kleinen Ring nahe dem Pegasusquadrat. |
| Bildhauer | 40° N–90° S | Alpha Sculptoris | Nutzen Sie den hellen Fomalhaut im Südlichen Fisch als Wegweiser. |
| Phönix | 30° N–90° S | Ankaa | Orientieren Sie sich am hellen Achernar im Eridanus. |
| Tukan | 15° N–90° S | Alpha Tucanae | Suchen Sie nach der Kleinen Magellanschen Wolke. |
Die Breitengrade sind Näherungswerte für die praktische Sichtbarkeit der Hauptfigur eines Sternbilds. Nahe den Grenzen stehen manche Sterne sehr tief und sind schwer zu erkennen. Einzelne Sterne können auch außerhalb dieser Bereiche sichtbar sein.
So finden Sie die sechs Sternbilder am November-Sternenhimmel
Die sechs Sternbilder sind unterschiedlich anspruchsvoll. Kassiopeia ist an ihren hellen Sternen leicht zu erkennen; die Fische und die südlichen Sternbilder verlangen einen dunkleren Himmel. Hier erfahren Sie, wo Sie jedes Sternbild finden und welche Deep-Sky-Objekte sich lohnen.
Sternbild Kassiopeia
Kassiopeia ist ein auffälliges nördliches Sternbild. Ihre fünf hellsten Sterne bilden ein gut erkennbares W.
- Erkennbarkeit: ☆☆☆
- Sichtbare Breiten: 90° N–20° S
- Hellste Sterne: Schedar (2,2 mag), Gamma Cassiopeiae (veränderlich, 1,6–3,0 mag)
- Sehenswerte Deep-Sky-Objekte: Weißer-Rosen-Haufen (NGC 7789, 6,7 mag), Eulenhaufen (NGC 457, 6,4 mag)

Kassiopeia am November-Sternenhimmel finden
Kassiopeia liegt vom Großen Wagen aus gesehen auf der anderen Seite des Polarsterns. Diese Sternmuster sind hilfreiche Wegweiser am nördlichen Himmel.
Auf der Nordhalbkugel steht Kassiopeia an Novemberabenden hoch am nördlichen Himmel. In mittleren nördlichen Breiten ist ihre W-förmige Hauptfigur zirkumpolar: Sie sinkt nie unter den Horizont. Steht Kassiopeia hoch, ist der Große Wagen meist niedrig zu sehen — und umgekehrt.
Auf der Südhalbkugel steht Kassiopeia umso tiefer, je weiter man nach Süden kommt. Nahe dem Äquator ist ihr W noch am nördlichen Himmel sichtbar. Um 20° südlicher Breite bleibt es sehr niedrig, sodass ein freier Nordhorizont unerlässlich ist.
Kassiopeia enthält außerdem interessante Sternhaufen. Mit einem Fernglas oder kleinen Teleskop können Sie den Eulenhaufen (NGC 457) erkunden, dessen hellste Sterne wie zwei Augen wirken. Ein weiteres Ziel ist der Weiße-Rosen-Haufen (NGC 7789), der im Teleskop als dichte Ansammlung lichtschwacher Sterne erscheint.
Sternbild Kassiopeia: Mythologie
In der griechischen Mythologie war Kassiopeia eine eitle Königin. Sie prahlte, sie selbst oder ihre Tochter Andromeda sei schöner als die Meeresnymphen, die Nereiden. Ihr Hochmut erzürnte den Meeresgott Poseidon, der das Ungeheuer Ketos schickte, um ihr Königreich zu verwüsten.
Zur Strafe wurde Kassiopeia auf ihrem himmlischen Thron unter die Sterne versetzt. Während das Sternbild den nördlichen Himmelspol umkreist, scheint die Königin zeitweise kopfüber zu hängen — eine Erinnerung an ihre Eitelkeit.
Sternbild Andromeda
Andromeda ist ein nördliches Sternbild, das vor allem für die Andromedagalaxie bekannt ist: eines der entferntesten Objekte, die mit bloßem Auge sichtbar sind.
- Erkennbarkeit: ☆☆
- Sichtbare Breiten: 90° N–40° S
- Hellste Sterne: Alpheratz und Mirach (beide etwa 2,1 mag)
- Sehenswertes Deep-Sky-Objekt: Andromedagalaxie (M31, 3,4 mag)

Andromeda am November-Sternenhimmel finden
Andromeda liegt zwischen Kassiopeia und dem Pegasusquadrat. Ihr hellster Stern Alpheratz markiert eine Ecke des Quadrats und bietet einen günstigen Ausgangspunkt, um das Sternbild nachzuzeichnen.
In mittleren nördlichen Breiten steht Andromeda an Novemberabenden hoch und kann fast über den Zenit ziehen. Finden Sie das Pegasusquadrat und folgen Sie der Sternenkette, die von Alpheratz zur Hauptfigur Andromedas führt.
Auf der Südhalbkugel ist Andromeda am nördlichen Himmel sichtbar. Nahe dem Äquator steht sie günstig, mit zunehmender südlicher Breite jedoch immer tiefer. Weit im Süden ist unter Umständen nur ein Teil des Sternbilds zu sehen.
Die Hauptattraktion ist die Andromedagalaxie (M31), die nächste große Nachbargalaxie unserer Milchstraße. Suchen Sie zuerst Mirach in Andromeda und folgen Sie dann der kurzen Kette schwächerer Sterne in Richtung der Galaxie.
Unter dunklem Himmel erscheint M31 als schwacher, länglicher Lichtfleck. Ihr Leuchten stammt von Milliarden Sternen, deren Licht etwa 2,5 Millionen Jahre bis zur Erde unterwegs war. Damit gehört sie zu den entferntesten Objekten, die ohne optische Hilfsmittel sichtbar sind.
Die Andromedagalaxie zählt auch zu den einfachsten Deep-Sky-Zielen der Nordhalbkugel für Einsteiger. Unsere Infografik zeigt weitere Galaxien, Nebel und Sternhaufen, die mit dem Fernglas oder sogar mit bloßem Auge zu sehen sind.

Sternbild Andromeda: Mythologie
In der griechischen Mythologie war Andromeda die Tochter von König Kepheus und Königin Kassiopeia. Nachdem Kassiopeia Poseidon erzürnt hatte, verkündete ein Orakel, das Königreich könne nur gerettet werden, wenn Andromeda dem Meeresungeheuer Ketos geopfert werde.
Andromeda wurde an einen Felsen am Meer gekettet und dem Ungeheuer überlassen. Der Held Perseus entdeckte sie und eilte ihr zu Hilfe. Je nach Überlieferung besiegte er Ketos mit dem Schwert oder versteinerte es mit dem abgeschlagenen Haupt der Medusa.
Perseus befreite Andromeda, und später heirateten die beiden. Ihre Geschichte wird am Nachthimmel durch die benachbarten Sternbilder Andromeda, Perseus, Kassiopeia, Kepheus und Walfisch dargestellt.
Sternbild Fische
Die Fische sind ein großes, aber lichtschwaches Tierkreissternbild. Die Hauptsterne stellen zwei Fische dar, die durch lange Ketten schwacher Sterne verbunden sind.
- Erkennbarkeit: ☆
- Sichtbare Breiten: 90° N–55° S
- Hellster Stern: Alpherg (Eta Piscium, 3,6 mag)
- Sehenswertes Deep-Sky-Objekt: Phantomgalaxie (M74, 9,5 mag)

Die Fische am November-Sternenhimmel finden
Unter lichtverschmutztem Himmel sind die Fische schwer zu erkennen, da keiner ihrer Sterne besonders hell ist. Ein dunkler Beobachtungsort erleichtert es, ihre Hauptfigur nachzuzeichnen.
Beginnen Sie beim Pegasusquadrat. Suchen Sie daneben den Kleinen Ring der Fische: sieben schwache Sterne in einer kleinen, annähernd ovalen Form, die den westlichen Fisch markieren.
Der hellste Stern im Ring ist Gamma Piscium (3,7 mag). Der hellste Stern des gesamten Sternbilds, Alpherg (Eta Piscium, 3,6 mag), liegt außerhalb des Rings.
Folgen Sie vom Ring aus einer langen Kette schwacher Sterne zu Alrescha (Alpha Piscium). Dort treffen die Bänder zusammen, die beide Fische verbinden. Eine weitere Kette führt von Alrescha zum östlichen Fisch. Zusammen bilden diese Muster ein weit geöffnetes V.
Auf der Nordhalbkugel stehen die Fische an Novemberabenden günstig am südlichen Himmel. Ihre schwachen Sterne sind bei Lichtverschmutzung selbst dann schwer auszumachen, wenn das Sternbild hoch steht.
Auf der Südhalbkugel erscheinen die Fische am nördlichen Himmel. In niedrigen und mittleren südlichen Breiten können sie recht hoch steigen, weiter südlich werden sie schwieriger zu beobachten.
Die Fische beherbergen die Phantomgalaxie (M74), eine frontal sichtbare Spiralgalaxie mit einer scheinbaren Helligkeit von etwa 9,5 mag. Ihre geringe Flächenhelligkeit macht sie zu einem anspruchsvollen Ziel. Unter dunklem Himmel zeigt ein Teleskop ihren schwachen, nebligen Schimmer; für die Spiralarme sind größere Instrumente und günstige Bedingungen nötig.
Sternbild Fische: Mythologie
Der griechischen Sage zufolge flohen die Göttin Aphrodite und ihr Sohn Eros vor dem Ungeheuer Typhon. Sie verwandelten sich in Fische und sprangen in den Euphrat, um zu entkommen.
In einer Fassung banden sie sich mit einer Schnur zusammen, damit die Strömung sie nicht trennte. Das Sternbild zeigt die beiden durch ein Band verbundenen Fische und erinnert an ihre Flucht.
Sternbild Bildhauer
Der Bildhauer ist ein lichtschwaches südliches Sternbild zwischen Wassermann und Phönix. Ohne dunklen Himmel sind seine Sterne schwer zu erkennen.
- Erkennbarkeit: ☆
- Sichtbare Breiten: 40° N–90° S
- Hellster Stern: Alpha Sculptoris (4,3 mag)
- Sehenswerte Deep-Sky-Objekte: Sculptor-Galaxie (NGC 253, 8,0 mag), Perlenketten-Galaxie (NGC 55, 7,8 mag)

Den Bildhauer am November-Sternenhimmel finden
Der Bildhauer besitzt keine auffällige Figur für das bloße Auge. Seine drei hellsten Sterne liegen alle um die 4. Größenklasse und bilden ein lockeres Dreieck, das unter lichtverschmutztem Himmel schwer zu erkennen ist.
Das Sternbild liegt in einer lichtschwachen Region südlich des Walfischs. Der helle Fomalhaut im benachbarten Südlichen Fisch ist ein nützlicher Ausgangspunkt.
Auf der Nordhalbkugel erscheint der Bildhauer in geeigneten Breiten an Novemberabenden tief über dem Südhorizont. In mittleren nördlichen Breiten sind ein freier Horizont und dunkler Himmel wichtig. In Deutschland, Österreich und der Schweiz bleibt die Sicht auf das Sternbild eingeschränkt.
Auf der Südhalbkugel steigt der Bildhauer deutlich höher und kann in mittleren südlichen Breiten fast über den Zenit ziehen. Dann lassen sich seine schwachen Sterne leichter unterscheiden.
Die Sculptor-Galaxie (NGC 253) erscheint unter dunklem Himmel im Fernglas als länglicher Lichtfleck. Ein weiteres Ziel ist NGC 55, auch Perlenketten-Galaxie genannt.
Sternbild Bildhauer: Mythologie
Anders als die antiken griechischen Sternbilder hat der Bildhauer keine traditionelle Mythologie. Er wurde im 18. Jahrhundert vom französischen Astronomen Nicolas-Louis de Lacaille eingeführt.
Lacaille nannte ihn ursprünglich L’Atelier du Sculpteur, also „Werkstatt des Bildhauers“. Später wurde der Name zu Sculptor verkürzt. Wie mehrere andere Sternbilder Lacailles stellt er einen menschlichen Beruf statt einer mythologischen Figur dar.
Sternbild Phönix
Der Phönix ist ein südliches Sternbild. Sein hellster Stern Ankaa hilft dabei, die schwächeren Sterne zu finden.
- Erkennbarkeit: ☆
- Sichtbare Breiten: 30° N–90° S
- Hellster Stern: Ankaa (2,4 mag)
- Sehenswertes Deep-Sky-Objekt: IC 5328 (11,0 mag)

Den Phönix am November-Sternenhimmel finden
Am leichtesten erkennt man den Phönix an Ankaa, seinem hellsten Stern. Er gehört zu einer lichtschwachen Figur, die an einen Flugdrachen erinnert.
Ein guter Ausgangspunkt ist Achernar (0,4 mag), der helle Stern am südlichen Ende des Eridanus. Der Phönix liegt nahe Achernar, zwischen Bildhauer und Kranich.
Auf der Südhalbkugel steht der Phönix an Novemberabenden hoch am Himmel. Ankaa ist relativ leicht zu finden, doch die anderen Hauptsterne sind viel schwächer und erfordern einen dunkleren Himmel.
Um 30° nördlicher Breite bleibt der Phönix tief über dem Südhorizont. Weiter nördlich ist seine Hauptfigur im Allgemeinen nicht sichtbar; für Mitteleuropa ist er daher kein reguläres Beobachtungsziel.
Der Phönix enthält mehrere lichtschwache Galaxien, darunter IC 5328, eine elliptische Galaxie mit einer scheinbaren Helligkeit von etwa 11 mag. Zur Beobachtung ist ein Teleskop nötig.
Sternbild Phönix: Mythologie
Der Phönix ist nach dem sagenhaften Vogel benannt, der aus seiner eigenen Asche wiedergeboren wird. In der antiken Mythologie steht er für Erneuerung und Unsterblichkeit.
Das Sternbild gehört zu einer Gruppe südlicher Vogelsternbilder, zu der auch Kranich, Pfau, Tukan und Paradiesvogel zählen.
Es wurde Ende des 16. Jahrhunderts eingeführt. Der niederländische Kartograf Petrus Plancius nahm es anhand der Beobachtungen der Seefahrer Pieter Dirkszoon Keyser und Frederick de Houtman in einen Himmelsglobus auf. 1603 erschien es auch in Johann Bayers Sternatlas Uranometria.
Sternbild Tukan
Der Tukan ist ein südliches Sternbild, das für die Kleine Magellansche Wolke und den Kugelsternhaufen 47 Tucanae bekannt ist.
- Erkennbarkeit: ☆
- Sichtbare Breiten: 15° N–90° S
- Hellster Stern: Alpha Tucanae (2,8 mag)
- Sehenswerte Deep-Sky-Objekte: Kleine Magellansche Wolke (2,7 mag), 47 Tucanae (NGC 104, 4,0 mag)

Den Tukan am November-Sternenhimmel finden
Der Tukan liegt weit im südlichen Himmel, nahe dem südlichen Himmelspol. Ab etwa 35° südlicher Breite südwärts ist seine Hauptfigur zirkumpolar, bleibt also das ganze Jahr über dem Horizont. Novemberabende bieten günstige Beobachtungsbedingungen.
Auf der Südhalbkugel suchen Sie nach einer relativ schwachen Sterngruppe nahe dem südlichen Himmelspol. Obwohl die einzelnen Sterne nicht besonders hell sind, helfen zwei auffällige Deep-Sky-Objekte bei der Orientierung.
Das erste ist die Kleine Magellansche Wolke, eine nahe Zwerggalaxie, die unter dunklem Himmel als schwacher, nebliger Fleck erscheint. Das zweite ist 47 Tucanae (NGC 104), einer der hellsten Kugelsternhaufen am Nachthimmel. Mit bloßem Auge wirkt er wie ein unscharfer Punkt; im Fernglas oder Teleskop wird er noch eindrucksvoller.
Beide liegen im südlichen Teil des Tukans und stehen besonders günstig für Beobachter in Australien, im südlichen Afrika und im südlichen Südamerika.
Auf der Nordhalbkugel ist der Tukan im Allgemeinen unsichtbar. Nur nahe dem Äquator, südlich von etwa 15° nördlicher Breite, kann ein Teil sehr tief über dem Südhorizont sichtbar werden.
Sternbild Tukan: Mythologie
Das Sternbild stellt einen Tukan dar, einen tropischen Vogel mit einem großen, farbenprächtigen Schnabel.
Wie der Phönix ist es ein relativ modernes Sternbild, das Petrus Plancius Ende des 16. Jahrhunderts einführte. Grundlage waren die Beobachtungen der niederländischen Seefahrer Pieter Dirkszoon Keyser und Frederick de Houtman.
Es zeigt keine Gestalt aus antiken Mythen, sondern spiegelt das Interesse an exotischen Tieren wider, denen Europäer auf ihren frühen Reisen in die Südhalbkugel begegneten.
Tipps zur Sternbildbeobachtung im November
Für lichtschwache Sternbilder sind ein dunkler, klarer Himmel, wenig Mondlicht und ein freier Horizont ideal. Ein Fernglas kann Sterne und Deep-Sky-Objekte sichtbar machen, die mit bloßem Auge schwer zu erkennen sind.
- Beste Zeit: Beobachten Sie nach Einbruch vollständiger Dunkelheit, möglichst gegen 21:00–22:00 Uhr Ortszeit. Die genaue Position jedes Sternbilds hängt von Datum und Standort ab.
- Mondphase: Wählen Sie Nächte rund um den Neumond am 9. November 2026 um 08:02 Uhr MEZ (07:02 UTC). Etwa vom 7. bis 11. November sind die Bedingungen für schwache Sternbilder und Deep-Sky-Objekte günstig. Prüfen Sie die Mondphase in unserem Mondkalender.
- Standort: Suchen Sie einen dunklen Ort fernab von Lichtverschmutzung. Ein freier Südhorizont ist für nördliche Beobachter besonders wichtig, sofern Bildhauer und Phönix von ihrem Breitengrad aus sichtbar sind.
- Dunkeladaptation: Geben Sie Ihren Augen mindestens 20 Minuten, um sich an die Dunkelheit zu gewöhnen. Vermeiden Sie helle Handybildschirme oder nutzen Sie einen Rotlichtmodus, um die Anpassung zu erhalten.
- Ausrüstung: Die hellen Sterne von Kassiopeia und Andromeda sind mit bloßem Auge sichtbar. Ein Fernglas hilft bei den schwächeren Sternen in Fische, Bildhauer, Phönix und Tukan. Es eignet sich auch für helle Deep-Sky-Objekte wie die Andromedagalaxie und 47 Tucanae.
- Himmelskarte: Mit Star Walk 2 finden Sie Sternbilder von Ihrem Beobachtungsort aus. Geben Sie den Namen ein, wählen Sie das Sternbild aus und folgen Sie dem Pfeil auf der Himmelskarte.
Möchten Sie Sternbilder ohne App finden lernen? Unsere Infografik zu sieben leicht auffindbaren Sternbildern zeigt, wie vertraute Sternmuster als Wegweiser dienen.

Himmelsereignisse im November 2026
Neben den auffälligen Sternbildern bietet der November 2026 mehrere astronomische Ereignisse. Der Neumond am 9. November sorgt für dunkle Beobachtungsbedingungen, während die beiden Tauridenströme und die Leoniden Gelegenheit zur Sternschnuppenbeobachtung bieten.
Die angegebenen Meteorraten gelten für ideale Bedingungen: Der Radiant steht nahe dem Zenit, der Himmel ist dunkel und klar. Die tatsächlich sichtbare Zahl hängt von Radiantenhöhe, Mondlicht und örtlichen Bedingungen ab.
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4.–5. November 2026: Maximum der Südlichen Tauriden. Die Südlichen Tauriden erreichen ihr Hauptmaximum bei abnehmender Mondsichel. Die Internationale Meteororganisation nennt eine ideale Spitzenrate von etwa 5–10 Meteoren pro Stunde. Der Strom ist für langsame Meteore und gelegentliche helle Feuerkugeln bekannt.
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11.–12. November 2026: Maximum der Nördlichen Tauriden. Zum Maximum steht nur eine schmale zunehmende Mondsichel am Himmel, sodass wenig Mondlicht stört. Die Internationale Meteororganisation nennt eine ideale Rate von etwa fünf Meteoren pro Stunde. Wie die Südlichen Tauriden kann auch dieser Strom helle Feuerkugeln hervorbringen.
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13.–22. November 2026: Vier Planeten vor Sonnenaufgang. Merkur, Venus, Mars und Jupiter werden am Morgenhimmel sichtbar sein. Die Nordhalbkugel bietet bessere Bedingungen für die vollständige Reihe. An vielen südlichen Standorten bleibt Merkur zu tief für eine einfache Beobachtung. Um den 15.–16. November stehen Mars und Jupiter zudem nur etwa 1° auseinander.
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17.–18. November 2026: Maximum der Leoniden. Die Leoniden erreichen ihr reguläres Maximum laut Internationaler Meteororganisation um den 18. November gegen 00:45 Uhr MEZ (17. November, 23:45 UTC). Erwartet wird eine ideale Rate von etwa 15 Meteoren pro Stunde. Der zunehmende Halbmond erhellt den frühen Abend, nach Monduntergang verbessern sich die Bedingungen.
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24. November 2026: Biber-Supermond. Der Novembervollmond tritt um 15:53 Uhr MEZ (14:53 UTC) ein. Er ist zugleich ein Supermond und erscheint etwa 6,5 % größer und 13,5 % heller als ein durchschnittlicher Vollmond. Der Mond steht nahe den Plejaden im Stier, doch sein Licht erschwert die Beobachtung des Sternhaufens.
Weitere Beobachtungsgelegenheiten finden Sie in unserem Astronomiekalender für 2026.
Sternbilder im November: Häufige Fragen
Neben den sechs vorgestellten Sternbildern bietet der November weitere erkennbare Sternmuster und Himmelsobjekte. Hier sind zusätzliche Ziele.
Welche anderen Sternbilder sind im November sichtbar?
Neben Kassiopeia, Andromeda, Fische, Bildhauer, Phönix und Tukan sind Pegasus, Perseus, Widder, Stier und Walfisch am Novemberhimmel zu finden. Im Laufe des Monats wird auch Orion am späteren Abend immer auffälliger. Welche Sternbilder Sie sehen können, hängt von Standort und Beobachtungszeit ab.
Welche Sterne sind im November sichtbar?
Novemberabende bieten mehrere helle Sterne. Auf der Nordhalbkugel können Sie Schedar in Kassiopeia, Alpheratz in Andromeda und Aldebaran im Stier suchen. Auf der Südhalbkugel sind Ankaa im Phönix und Achernar im Eridanus nützliche Wegweiser. Die sichtbaren Sterne hängen von Standort und Uhrzeit ab.
Kann ich Orion im November sehen?
Ja. Orion wird im Laufe des Novembers immer auffälliger. Auf der Nordhalbkugel geht er am Abend auf und steht besonders spät in der Nacht und vor der Morgendämmerung günstig. Er ist auch von weiten Teilen der Südhalbkugel aus sichtbar. Seine drei Gürtelsterne machen ihn leicht erkennbar.
Kann ich den Kleinen Wagen im November sehen?
Ja. Der Kleine Wagen, ein Sternmuster im Kleinen Bären, ist von vielen nördlichen Standorten ganzjährig sichtbar, auch im November. Sein hellster Stern, der Polarstern, markiert das Ende der Deichsel und liegt nahe dem nördlichen Himmelspol. Die meisten anderen Sterne sind schwach, daher ist dunkler Himmel hilfreich.
Kann ich die Milchstraße im November sehen?
Ja. Unter dunklem Himmel ist die Milchstraße im November sichtbar; welche Bereiche zu sehen sind, hängt jedoch von Breitengrad und Uhrzeit ab. Auf der Nordhalbkugel verläuft ihr Band an Herbstabenden durch Kassiopeia und Perseus. Auch südliche Beobachter sehen Teile der Milchstraße, doch ihr Erscheinungsbild ändert sich mit Breitengrad und Nachtzeit.
Die schönsten Sternbilder und Sterne im November
Suchen Sie in nördlichen Breiten nach Kassiopeia, Andromeda und Fische, oder erkunden Sie auf der Südhalbkugel Bildhauer, Phönix und Tukan. Ein dunkler Abend rund um den Neumond am 9. November bietet die beste Sicht auf schwache Sterne und Galaxien. Öffnen Sie Star Walk 2, suchen Sie nach dem Sternbild und folgen Sie dem Pfeil auf der Himmelskarte, um es von Ihrem Standort aus zu finden.
