Halloween am Himmel: Gruselige Himmelswunder

Was könnte aufregender sein, als Halloween unter den Sternen zu verbringen und in die unheimlichen Tiefen des Alls zu blicken? Das Universum birgt Geheimnisse, die jede Gruselgeschichte übertreffen: Sterne, die wie zwinkernde Dämonen flackern, riesige kosmische Spinnen, leuchtende Feuerkugeln … Möchten Sie sie alle entdecken? Holen Sie sich die App Star Walk 2, Ihren Wegweiser durch den Halloween-Nachthimmel, und wagen Sie sich hinaus in den Kosmos!

Inhalt

Eine Halloween-Geschichte unter Sternen

Halloween Nachthimmel
Verirre dich nicht in den Sternen an Halloween-Nacht! Lass Star Walk 2 dich auf deinem Weg leiten.

Wagen Sie sich in der Halloween-Nacht weit weg von den Lichtern der Stadt, hinaus aufs dunkle, stille Land. Über Ihnen breitet sich der Himmel wie ein endloser Abgrund aus. Seine funkelnden Sterne wirken wie verborgene Augen, die jede Ihrer Bewegungen beobachten. Ziehen Sie Ihren dicksten Mantel an. Es wird eine lange, kalte Nacht …

Gehen Sie nicht allein. Nehmen Sie Freunde mit – gemeinsam fühlt man sich sicherer.

Süßigkeiten machen die Runde und sorgen für ein wenig Trost in der unheimlichen Stille. Doch Vorsicht vor klebrigen Händen: Ihre Linsen sollen sauber bleiben und Ihre Ausrüstung bereit für alles, was die Nacht Ihnen zeigen mag. Keine Schmierflecken am Teleskop. Der Himmel gewährt keine zweite Chance.

Die Sterne rufen nach Ihnen, ein kosmisches Labyrinth, das Sie in seinen Bann ziehen will. Verlieren Sie sich nicht darin: Öffnen Sie die App Star Walk 2, die Sie durch die weite, gespenstische Dunkelheit führt. Mit diesem Begleiter erschreckt Sie selbst das bedrohlich rote Glühen eines Sterns nicht. Richten Sie Ihr Handy furchtlos darauf und entdecken Sie: Dort lauert kein Dämon, sondern der Stern Aldebaran. Auch die geheimnisvollsten Himmelsereignisse überraschen Sie nicht unvorbereitet. Ein Blick in den Kalender der App genügt, und die Zukunft liegt vor Ihnen.

Am Ende der Nacht wird aus Furcht Staunen geworden sein. Sie haben in die tiefsten Geheimnisse des Universums geblickt und kehren lächelnd zurück. „Letztlich“, werden Sie sagen, „ist das alles nur zum Spaß.“

Was Sie am Halloween-Himmel 2026 sehen können

Himmlische Halloween-Überraschungen für alle

Hier finden Sie kosmische Wunder, die jeder sehen kann – ganz ohne Teleskop. Öffnen Sie einfach die Augen und genießen Sie die unheimliche Schönheit des Nachthimmels!

Der Halloween-Mond

Halloween Moon
Manche Leute nennen den Vollmond im Oktober auch Halloween-Mond, weil er so nah am Feiertag liegt. Auch wenn er nicht immer in die Halloween-Nacht fällt, trägt der Vollmond im Oktober oft zu einer unheimlichen Atmosphäre bei und bildet so eine passende Kulisse für die gruselige Jahreszeit.

Manche nennen den Oktobervollmond Halloween-Mond, doch er fällt nicht immer auf das Fest. 2026 ist am 26. Oktober Vollmond, Halloween folgt also erst einige Nächte später.

In der Nacht vom 31. Oktober auf den 1. November sehen Sie einen abnehmenden Mond zwischen Vollmond und letztem Viertel, dessen Scheibe noch zu mehr als der Hälfte beleuchtet ist. Er geht am späten Abend auf und sorgt für die passende Gruselstimmung. Was wird er bringen? Gutes oder Böses? Eines wissen wir sicher: Seine silberne Scheibe ist ein prachtvoller Anblick! Wenn Sie ein Fernglas oder Teleskop besitzen, folgen Sie dem Terminator, der Grenze zwischen Tag und Nacht auf dem Mond. Hier lassen lange Schatten Kraterwände und Gebirgskämme besonders deutlich hervortreten.

Sternschnuppen zu Halloween – Tauriden und Orioniden

Ende Oktober sind sowohl die Tauriden als auch die Orioniden aktiv. Keiner der beiden Meteorströme erreicht jedoch in der Halloween-Nacht sein Maximum.

Die Orioniden haben ihr Maximum vom 21. auf den 22. Oktober zu Halloween bereits hinter sich, bleiben aber bis zum 7. November aktiv. Sie sind für schnelle Meteore bekannt, die leuchtende Spuren hinterlassen können – die „Pfeile“ des Jägers am Himmel.

Die Tauriden bringen vergleichsweise wenige Meteore hervor, sind aber für gelegentliche helle „Halloween-Feuerkugeln“ bekannt. Der Strom hat zwei Zweige: die Nördlichen und die Südlichen Tauriden. Die Südlichen Tauriden zeigen breite Aktivitätsmaxima Mitte Oktober und um den 4.–5. November. Die Nördlichen Tauriden erreichen ihr Maximum am 11.–12. November.

Auch wenn kein Maximum direkt in die Halloween-Nacht fällt, können Sie bei klarem Himmel einige helle Orioniden und Tauriden entdecken. Der Nachteil: Der helle Mond geht am Abend auf und kann viele lichtschwache Meteore überstrahlen. Mehr über die Meteorströme im Oktober erfahren Sie in unserem ausführlichen Artikel.

Halloween-Planeten: Saturn, Jupiter und Mars

Die Planeten zu Halloween 2026
Suchen Sie in der Halloween-Nacht 2026 am Abend nach Saturn im Walfisch und später in der Nacht nach Jupiter im Löwen. Der rötliche Mars leuchtet in der Nähe von Jupiter.

Drei helle Planeten haben Sie in dieser Halloween-Nacht im Blick: Saturn übernimmt die Abendschicht, Jupiter und Mars kommen später in der Nacht dazu.

Saturn (0,5 mag) leuchtet im Sternbild Walfisch und steht bei Einbruch der Dunkelheit bereits über dem Horizont. Suchen Sie ihn im Laufe des Abends, solange er günstig für die Beobachtung steht.

Jupiter (−2,0 mag) geht später auf und ist in den Stunden vor der Morgendämmerung am besten zu sehen. Er leuchtet im Löwen, nahe Regulus, dem hellsten Stern des Sternbilds. In der Nähe finden Sie einen weiteren farbigen Besucher: Mars (0,9 mag), erkennbar an seinem rötlichen Licht.

Alle drei Planeten sind mit bloßem Auge sichtbar, doch ein Teleskop zeigt mehr. Halten Sie nach Saturns Ringen und Jupiters dunklen Wolkenbändern Ausschau. Unter guten Bedingungen können Sie sogar Jupiters Großen Roten Fleck erkennen, wenn er der Erde zugewandt ist – einen gewaltigen Sturm, der an ein „Zyklopenauge“ erinnert.

Sie werden auch beobachtet. Schauen Sie nicht zurück.

Beteigeuze

Beteigeuze
Beteigeuze ist von den meisten Orten der Erde zwischen September und März sichtbar und geht abends kurz nach Sonnenuntergang auf. Er ist der zweithellste Stern im Sternbild Orion und markiert die linke Schulter des Jägers.
  • Sternbild: Orion
  • Scheinbare Helligkeit: 0,0 bis 1,6 mag (veränderlich)
  • Beste Beobachtungsregion: beide Erdhalbkugeln

Sagen Sie den Namen dieses Sterns nicht dreimal … oder trauen Sie sich? Die schelmische Figur aus Tim Burtons Film Beetlejuice verdankt ihren Namen diesem roten Überriesen, der auf Englisch Betelgeuse heißt. Doch nicht nur der Name fasziniert Sternfreunde: Irgendwann wird dieser Stern als Supernova explodieren. Mehr über Beteigeuzes mögliche Supernova erfahren Sie in unserem Artikel. Selbst wenn wir die Explosion nicht miterleben, ist Beteigeuze für sich genommen ein beeindruckender Anblick.

Algol, der Dämonenstern

Algol, der Dämonenstern
Algol, im Volksmund auch Dämonenstern genannt, befindet sich im Sternbild Perseus, direkt unter dem "W" der Kassiopeia. Suchen Sie ihn abends am Nordosthimmel der Nordhalbkugel. Auf der Südhalbkugel ist er sehr schwer zu sehen.
  • Sternbild: Perseus
  • Scheinbare Helligkeit: 2,1 bis 3,4 mag (veränderlich)
  • Beste Beobachtungsregion: nördliche und tropische Breiten

Der Name Algol stammt vom arabischen „Al-Ghul“, was Ghoul bedeutet, also ein leichenfressendes Fabelwesen. In der griechischen Überlieferung hieß das Sternbild Perseus einst „Perseus und das Haupt der Medusa“. Algol stellte einen Teil von Medusas Kopf dar und erhielt den Titel „erster Stern der Gorgone“. In der hebräischen Folklore hieß Algol „Satans Haupt“, im 16. Jahrhundert war er auf Latein als „Haupt des Gespenstes“ bekannt.

Algols unheimlicher Ruf könnte daher stammen, dass er auf rätselhafte Weise dunkler und wieder heller wird. Jede Bedeckung dauert etwa 10 Stunden. Durch den Vergleich mit benachbarten Sternen können Sie die Veränderung mit bloßem Auge verfolgen. Im Maximum leuchtet Algol dreimal so hell wie im Minimum.

Heute wissen wir, dass Algol ein Dreifachsternsystem ist. Das unheimliche Verhalten entsteht, wenn der lichtschwächere Stern Beta Persei Aa2 vor dem helleren Beta Persei Aa1 vorbeizieht. Die beiden bilden einen sogenannten Bedeckungsveränderlichen. Der Zyklus wiederholt sich mit der Regelmäßigkeit eines Uhrwerks alle 2 Tage, 20 Stunden und 49 Minuten.

Anspruchsvollere Überraschungen: Deep-Sky-Objekte am Halloween-Himmel

Für die meisten Himmelsschätze in diesem Abschnitt brauchen Sie ein Fernglas oder Teleskop; einige lassen sich am besten fotografisch erfassen. Der Kohlensack ist eine Ausnahme: Unter dunklem Himmel sehen Sie ihn mit bloßem Auge.

Leider wird zu Halloween 2026 das Mondlicht die Beobachtung lichtschwacher Ziele erschweren. Dennoch finden Sie hier Anregungen für unheimliche Objekte, die Sie sich für eine mondlose Nacht vormerken können. Weniger gruselige, dafür hellere Deep-Sky-Objekte stellen wir in unseren Infografiken vor:

Kohlensacknebel (Caldwell 99)

Kohlensack-Nebel
Der Kohlensacknebel erscheint als dunkler, sternloser Fleck, der einen Teil der Milchstraße verdeckt. Er befindet sich östlich von Acrux (Alpha Crucis) im Sternbild Kreuz des Südens. Er ist einer der wenigen Nebel, die mit bloßem Auge sichtbar sind.
  • Sternbild: Kreuz des Südens
  • Beobachtung: mit bloßem Auge
  • Beste Beobachtungsregion: Südhalbkugel

Der Kohlensacknebel wirkt wie eine dunkle Lücke im hellen Sternenstrom der Milchstraße. Doch diese scheinbare Leere ist tatsächlich eine Wolke aus Gas und Staub, die das Licht dahinterliegender Sterne verdeckt. Er erstreckt sich über etwa 5° × 7°, liegt größtenteils im Kreuz des Südens und reicht bis in die Sternbilder Zentaur und Fliege.

Seine geheimnisvolle Dunkelheit fasziniert Menschen seit Jahrhunderten. Die Inka sahen darin eine Wunde in der Milchstraße, die ein zorniger Gott mit einem Tritt aufgerissen hatte. In manchen Überlieferungen australischer Aborigines bildet er den Kopf eines himmlischen Emus, dessen Körper sich entlang der Milchstraße über den Himmel zieht. Unter klarem, dunklem Südhimmel ist der Kohlensack mit bloßem Auge sichtbar. Ende Oktober ist jedoch nicht seine beste Jahreszeit: Von südlichen mittleren Breiten aus steht er abends niedrig und steigt vor der Morgendämmerung höher.

Hexenkopfnebel (NGC 1909)

Hexenhauptnebel
Der Oktober ist eine gute Zeit, um einen Blick auf den Reflexionsnebel NGC 1909 (den Hexenhauptnebel) in der Nordhalbkugel zu werfen, da er in diesem Monat gut sichtbar ist. In der Südhalbkugel kann der Hexenhauptnebel das ganze Jahr über beobachtet werden.
  • Sternbild: Eridanus
  • Beobachtung: am besten fotografisch; visuell schwierig
  • Beste Beobachtungsregion: beide Erdhalbkugeln

Mit seiner spitzen Nase und dem vorspringenden Kinn sieht der Hexenkopfnebel wie das Gesicht einer Hexe im Profil aus. Diese gespenstische Staubwolke leuchtet, weil sie das Licht des hellen Sterns Rigel reflektiert. Der Hexenkopfnebel nimmt eine große Himmelsfläche ein, doch sein schwaches Licht verteilt sich weit – das macht ihn zu einem schwierigen visuellen Ziel. Um sein Hexenprofil zu fotografieren, verwenden Sie ein Teleskop mit kurzer Brennweite oder ein Teleobjektiv. Achten Sie darauf, dass das Bildfeld Ihrer Kamera groß genug für den gesamten Nebel ist.

Hexenbesennebel (NGC 6960)

NGC 6960: Der Hexenbesennebel
NGC 6960 im Schwan ist der westliche Teil des Cirrusnebels, eines vor Tausenden von Jahren entstandenen Supernovaüberrests. Er liegt dem östlichen Teil gegenüber, zu dem NGC 6992 und NGC 6995 gehören.
  • Sternbild: Schwan
  • Beobachtung: Teleskop
  • Beste Beobachtungsregion: Nordhalbkugel

Jede Hexe braucht einen Besen – und am Himmel wartet einer im Schwan. Der Hexenbesennebel ist der westliche Teil des Cirrusnebels, einer riesigen Gaswolke, die durch die Explosion eines Sterns vor Tausenden von Jahren entstand. Seine dünnen, leuchtenden Filamente erinnern an die Borsten eines Besens.

Um Halloween sollten Beobachter in nördlichen mittleren Breiten früh am Abend danach suchen, bevor der Schwan tiefer sinkt. Mit geringer Vergrößerung sehen Sie im Teleskop mehr vom Nebel auf einmal. Ein O-III-Filter kann helfen, seine schwachen Filamente vor dem dunklen Himmel besser hervorzuheben.

Trotz ihrer zusammenpassenden Spitznamen liegen Hexenkopf und Hexenbesen am Himmel weit auseinander. Nebel sind schließlich für seltsame Beinamen bekannt, die wenig mit ihrer tatsächlichen Natur zu tun haben. Sie entstehen durch vertraute Formen, die Menschen darin erkennen. Sehen Sie diese Formen auch? Machen Sie unser Quiz und erraten Sie den Namen jedes Nebels anhand seines Bildes!

Guess the Nebula!
Astronomen sind merkwürdige Leute und sie benennen die Dinge oft nach ihren seltsamen Ideen. Mal sehen, wie seltsam Sie sind – versuchen Sie, den Namen eines Nebels anhand seines Bildes zu erraten!
Quiz starten!

Tarantelnebel (NGC 2070)

Tarantelnebel
Der Tarantelnebel befindet sich in der Großen Magellanschen Wolke (LMC), einer der uns nächstgelegenen Galaxien, und ist von der Südhalbkugel aus mit bloßem Auge als schwacher Fleck zu erkennen. Selbst ein kleines 7x50 Fernglas zeigt ihn im Detail.
  • Sternbild: Schwertfisch
  • Beobachtung: Fernglas
  • Beste Beobachtungsregion: Südhalbkugel

Der Nebel verdankt seinen Namen der Anordnung seiner hellen Bereiche, die an die Beine einer Vogelspinne erinnern. Der Name einer der größten Spinnen der Erde passt gut: Der Nebel erstreckt sich über fast 1.000 Lichtjahre. So ein Riese könnte glatt eine kosmische Spinnenphobie auslösen!

Eulennebel (M97)

Der Eulennebel
Der Eulennebel ist einer von nur vier planetarischen Nebeln, die im Messier-Katalog verzeichnet sind. Er wird dort als Messier 97 bezeichnet.
  • Sternbild: Großer Bär
  • Beobachtung: Teleskop; großes Fernglas unter sehr dunklem Himmel
  • Beste Beobachtungsregion: Nordhalbkugel

In den Tiefen des Alls wacht eine himmlische Eule über uns und gleitet lautlos durch den Kosmos. Unter sehr dunklem Himmel lässt sich der Eulennebel mit einem 20×80-Fernglas oder einem kleinen Teleskop entdecken. Erwarten Sie einen schwachen, runden Lichtfleck. Seine eulenartigen „Augen“ sind schwieriger zu erkennen. Ein größeres Teleskop, etwa mit 10 Zoll Öffnung, verbessert Ihre Chancen.

Phantomgalaxie (M74)

Phantomgalaxie
Die rund 32 Millionen Lichtjahre entfernte Phantomgalaxie ist ein Beispiel für eine Spiralgalaxie mit großem Design und ist von der Erde aus nahezu frontal sichtbar.
  • Sternbild: Fische
  • Beobachtung: Teleskop
  • Beste Beobachtungsregion: beide Erdhalbkugeln

Die Phantomgalaxie macht ihrem Namen alle Ehre: eine große, lichtschwache Spiralgalaxie mit einem diffusen Kern, umhüllt von nebelartigen Armen. Ihre geringe Flächenhelligkeit macht sie für Amateurbeobachter zu einem der schwierigsten Messier-Objekte. Unter dunklem Himmel kann ein kleines Teleskop M74 als schwachen, verwaschenen Fleck mit hellerem Zentrum zeigen. Die Spiralarme sind viel schwerer zu erkennen und erfordern hervorragende Bedingungen sowie ein größeres Teleskop. Ein Anblick für echte kosmische Geisterjäger!

Totenkopfnebel (NGC 246)

Der Schädelnebel
Der Schädelnebel ist am besten im Herbst auf der Nordhalbkugel und im Frühling auf der Südhalbkugel zu sehen, wenn er abends aufsteigt und seinen höchsten Punkt am Himmel erreicht.
  • Sternbild: Walfisch
  • Beobachtung: Teleskop
  • Beste Beobachtungsregion: beide Erdhalbkugeln

NGC 246 ist eine Gashülle, die ein alternder sonnenähnlicher Stern abgestoßen hat. In ihrem Zentrum sitzt ein Weißer Zwerg. Der Totenkopfnebel verdankt seinen unheimlichen Namen seiner ovalen Form und dunklen Lücken, die an einen Schädel erinnern. Seine Helligkeit wird zwar mit etwa 11 mag angegeben, doch durch seine große Ausdehnung und geringe Flächenhelligkeit ist er schwerer zu sehen, als man erwarten würde. Beobachten Sie NGC 246 am besten, wenn er an Ihrem Standort seinen höchsten Punkt am Himmel erreicht. Unter dunklem Himmel können kleinere Teleskope ein schwaches ovales Leuchten zeigen; größere Öffnungen machen mehr Struktur sichtbar.

Geisternebel (Sh2-136)

Geisternebel
Der Geisternebel im Kepheus ist ein Reflexionsnebel mit feinen Staub- und Gasstrukturen, die wie schwebende Geister im All wirken.
  • Sternbild: Kepheus
  • Beobachtung: am besten fotografisch; visuell schwierig
  • Beste Beobachtungsregion: Nordhalbkugel

Der Geisternebel ist ein etwa 1.200 Lichtjahre entfernter Reflexionsnebel. Staubranken und darin eingebettete junge Sterne verleihen ihm sein unheimliches, gespenstisches Aussehen. Er liegt nahe dem Irisnebel im Kepheus und steht in nördlichen Breiten an Spätsommer- und Herbstabenden günstig. Seine Geistergestalten treten auf lang belichteten Fotos hervor; visuell ist dieser Nebel ein äußerst schwieriges Ziel.

Suchen Sie weitere Deep-Sky-Objekte für die Zeit um Halloween? Lesen Sie unsere Artikel über die schönsten Ziele im Oktober und im November.

Tag der Dunklen Materie: Ein unsichtbarer Halloween-Gast

3D-Karte der Dunklen Materie
Dank Hubble können wir die Verteilung der Dunklen Materie im Weltall visualisieren. Die Karte zeigt das Universum, wie es vor Milliarden Jahren war – bis zur Hälfte seiner Existenz; die Entfernung von der Erde nimmt von links nach rechts zu.

Nicht jeder Halloween-Gast lässt sich sehen – auch nicht durch ein Teleskop. Der Tag der Dunklen Materie, der jedes Jahr rund um den 31. Oktober begangen wird, lädt dazu ein, eines der größten Rätsel des Universums zu erkunden. Dunkle Materie sendet kein Licht aus, absorbiert es nicht und reflektiert es auch nicht. Ihre Anwesenheit erkennen wir daher an ihrer Gravitationswirkung auf Sterne und Galaxien. Woraus sie besteht, wissen wir noch immer nicht.

Beschließen Sie Ihre Halloween-Beobachtung mit einer Galaxie. In nördlichen und tropischen Breiten bietet sich die Andromedagalaxie an: Unter einigermaßen dunklem Himmel zeigt ein Fernglas ihr helles Zentralgebiet. In südlichen mittleren Breiten können Sie die Große Magellansche Wolke beobachten.

Das schwache Leuchten, das Sie sehen, stammt von gewöhnlicher Materie, vor allem von Sternen. Astronomen vergleichen die Bewegungen von Sternen und Gas mit der Gravitationswirkung, die von der sichtbaren Materie zu erwarten wäre. Daraus schließen sie auf zusätzliche, unsichtbare Masse in ausgedehnten Halos aus Dunkler Materie. Die dunklen Flecken in den oben beschriebenen Nebeln sind etwas anderes: gewöhnlicher Staub, der Sternenlicht abschirmt, keine Dunkle Materie. Die unsichtbare Masse ist unser geheimnisvoller Halloween-Gast.

Der Halloween-Himmel: Fazit

Der Halloween-Nachthimmel hält unzählige kosmische Überraschungen bereit, von funkelnden Sternen bis zu unheimlichen Nebeln. Ob erfahrener Astronom oder neugieriger Einsteiger – dort oben gibt es für jeden etwas Faszinierendes. Mit Star Walk 2 als Wegweiser finden Sie die Himmelswunder, die Sie ins Staunen versetzen. Das Universum wartet: Fassen Sie Mut und greifen Sie nach den Sternen!

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