Regulus: Hellster Stern im Löwen
Mit einer scheinbaren Helligkeit von 1,4 mag überstrahlt Regulus alle anderen Sterne im Löwen und ist von beiden Erdhalbkugeln aus mit bloßem Auge sichtbar. Mit Sky Tonight finden Sie Regulus an Ihrem Himmel, wählen eine passende Beobachtungszeit und verfolgen seine Begegnungen mit Mond und Planeten.
Inhalt
- Was ist Regulus?
- Regulus (Alpha Leonis) im Überblick: Sterntyp, Farbe, Entfernung und Temperatur
- Wo steht Regulus am Himmel?
- Wann ist Regulus sichtbar? Beste Beobachtungszeit und kommende Ereignisse
- Wissenswertes über Regulus
- Regulus in der Astrologie: Bedeutung des königlichen Sterns
- Regulus in Mythologie und Kultur
- Regulus: Hellster Stern im Sternbild Löwe
Was ist Regulus?
Regulus ist ein heißer, blauweißer Hauptreihenstern, der etwa 79 Lichtjahre von der Erde entfernt ist. Er markiert das Herz des Sternbilds Löwe und steht am unteren Ende der Sternfigur Sichel des Löwen. Obwohl Regulus wie ein einzelner Lichtpunkt erscheint, gehört er zu einem Vierfachsternsystem. Seine extrem schnelle Rotation verleiht ihm außerdem eine ungewöhnliche, abgeplattete Form.
Regulus (Alpha Leonis) im Überblick: Sterntyp, Farbe, Entfernung und Temperatur
Hier finden Sie die wichtigsten Eigenschaften von Regulus, darunter Sterntyp, Helligkeit, Entfernung zur Erde und physikalische Merkmale.
- Offizieller Name: Regulus, Alpha Leonis, Alpha Leo, α Leo
- Weitere Namen: Cor Leonis, Löwenherz, Basiliskos, Qalb al-Asad, Kabeleced, Rex
- Katalogbezeichnungen: 32 Leonis, HIP 49669, HR 3982, HD 87901, TYC 833-1381-1
- Sternbild: Löwe
- Sterntyp: Hauptreihenstern der Spektralklasse B8
- Rektaszension: 10 h 08 min 22,04 s
- Deklination: +11° 58′ 02,1″
- Scheinbare Helligkeit: 1,4 mag
- Absolute Helligkeit: −0,6 mag
- Masse: 3,8 Sonnenmassen
- Leuchtkraft: 341 Sonnenleuchtkräfte
- Radius: am Äquator etwa 4,2 Sonnenradien
- Oberflächentemperatur: 12.460 K
- Entfernung zur Erde: 79,3 Lichtjahre
- Rotationsperiode: 16 Stunden
Das Sternsystem Regulus: Regulus A, B und C
Regulus erscheint zwar als einzelner Stern, ist aber ein System aus vier Sternen, die zwei Paare bilden. Das erste Paar, Regulus A, besteht aus einem hellen blauweißen Stern der Spektralklasse B8 IVn und einem lichtschwachen Begleiter. Dieser ist vermutlich ein Vorläufer eines Weißen Zwergs, also ein Sternrest, der sich zu einem Weißen Zwerg entwickelt. Der helle Stern ist mit bloßem Auge sichtbar, sein Begleiter wurde jedoch noch nie direkt abgebildet. Zunächst schlossen Astronomen aus der Bewegung des hellen Sterns auf dessen Existenz; später wiesen sie Anzeichen seines Lichts in spektroskopischen Beobachtungen nach.
Regulus B ist etwa 8 mag hell und steht ungefähr 3 Bogenminuten vom hellen Hauptstern entfernt. Bei guten Bedingungen können Sie versuchen, ihn mit einem ruhig abgestützten 10×50-Fernglas zu erkennen. Er ist ein kühler orangefarbener Zwergstern der Spektralklasse K2 V. Regulus B hat einen eigenen Begleiter, Regulus C, einen Roten Zwerg der Spektralklasse M4V. Um Regulus C zu sehen, benötigen Sie ein leistungsfähiges Teleskop.
Wo steht Regulus am Himmel?
Regulus ist der 21.-hellste Stern am Himmel und gehört damit zu den hellsten von der Erde aus sichtbaren Sternen. Er steht im Sternbild Löwe und ist einer der drei hellen Sterne des Frühlingsdreiecks, einer leicht erkennbaren Sternfigur. Seine scheinbare Helligkeit beträgt 1,4 mag; damit ist er ohne Teleskop oder Fernglas gut mit bloßem Auge sichtbar.
Regulus mithilfe der Sichel des Löwen finden
Eine klassische Methode, Regulus am Nachthimmel aufzuspüren, ist die Orientierung an anderen Himmelsobjekten. Regulus gehört zur Sichel des Löwen, einer Sternfigur, die einem spiegelverkehrten Fragezeichen ähnelt. Suchen Sie zunächst nach der Sichel in dem Himmelsstreifen, in dem auch Mond und Planeten stehen, also nahe der Ekliptik.
Auf der Nordhalbkugel können Sie auch den bekannten Großen Wagen nutzen, eine Sternfigur des Großen Bären. Suchen Sie die beiden Sterne an der Seite des Wagenkastens, die der Deichsel am nächsten liegt: Megrez, wo die Deichsel am Kasten ansetzt, und Phecda. Ziehen Sie gedanklich eine Linie von Megrez durch Phecda und verlängern Sie sie über Phecda hinaus um etwa den zehnfachen Abstand der beiden Sterne. So gelangen Sie in Richtung Regulus. Auch Planeten ziehen durch diese Himmelsregion. Damit Sie Regulus nicht mit Venus verwechseln, lesen Sie unseren Artikel über die Unterschiede zwischen Planeten und Sternen.

Regulus mit Sky Tonight finden
Den Nachthimmel zu erkunden ist spannend – und mit einer passenden Astronomie-App wie Sky Tonight auch ganz einfach. So finden Sie Regulus mit Sky Tonight:
- Öffnen Sie die Suchleiste der App und geben Sie „Regulus“ ein.
- Tippen Sie rechts neben dem passenden Suchergebnis auf die blaue Zielscheibe. Die App zeigt die Position des Sterns auf der Himmelskarte an.
- Tippen Sie unten rechts auf die blaue Kompass-Schaltfläche. Die App nutzt den Standort Ihres Geräts, um die Bildschirmansicht am tatsächlichen Himmel über Ihnen auszurichten.
- Bewegen Sie das Gerät in Richtung des weißen Pfeils, bis Sie Regulus auf dem Bildschirm und am echten Himmel sehen.
Neben dem hellen Regulus bietet Sky Tonight Tausende weitere Himmelsobjekte zum Entdecken. Sehen Sie sich unsere Videoanleitungen an, um die Möglichkeiten der App auszuschöpfen.

Wann ist Regulus sichtbar? Beste Beobachtungszeit und kommende Ereignisse
Regulus ist die meiste Zeit des Jahres sichtbar. Nur von Anfang August bis Anfang September steht er für kurze Zeit zu nahe an der Sonne. Im September kehrt er an den Morgenhimmel zurück: in mittleren nördlichen Breiten meist Anfang des Monats, in mittleren südlichen Breiten etwas später. Etwa ab Mitte Februar lässt er sich während der Nacht beobachten. Regulus ist sowohl von der Nord- als auch von der Südhalbkugel aus sichtbar. In südlichen Breiten erscheint sein Sternbild Löwe gegenüber der Ansicht aus nördlichen Breiten auf dem Kopf.
Von Ende März bis Mai lässt sich Regulus besonders bequem beobachten, da er dann am Abend seinen höchsten Stand am Himmel erreicht.
Hier finden Sie kommende Himmelsereignisse mit Regulus. Die Angaben zu Konjunktionen und größten Annäherungen beziehen sich auf den Erdmittelpunkt; die Stadttabellen zeigen den Anblick vom jeweiligen Beobachtungsort. Mit Konjunktion ist hier die gleiche Rektaszension gemeint. Sie fällt nicht unbedingt mit dem kleinsten Winkelabstand zusammen. Im Kalender von Sky Tonight können Sie sehen, wie die Ereignisse an Ihrem Standort aussehen, und Erinnerungen einstellen, damit Sie keines verpassen.
3.–4. November 2026: Mond nahe Regulus
- Zeitpunkt der größten Annäherung: 3. November 08:40 UTC (3. November 09:40 MEZ (UTC+1))
- Abstand bei der größten Annäherung: 0°45′
- Zeitpunkt der Konjunktion: 3. November 09:20 UTC (3. November 10:20 MEZ (UTC+1))
- Abstand bei der Konjunktion: 0°50′
Am 3. November zieht die abnehmende Mondsichel sehr nahe an Regulus (1,4 mag) im Sternbild Löwe vorbei. Beide Objekte sind mit bloßem Auge sichtbar; ein Fernglas ermöglicht einen genaueren Blick.
In Nordamerika erscheinen Mond und Regulus besonders dicht beieinander, und zwar vor der Morgendämmerung am 3. November. Auch in Europa und Afrika ist das Paar am frühen Morgen sichtbar. In Ostasien und Australien sieht man die beiden Objekte in größerem Abstand, da die größte Annäherung nach dem örtlichen Sonnenaufgang stattfindet. In den ausgewählten Städten Deutschlands, Österreichs und der Schweiz beträgt der kleinste beobachtbare Abstand 1,8–2,0°.
| Stadt | Zeitzone | Sichtbar ab | Sichtbar bis | Bester Zeitpunkt | Winkelabstand | Tiefstes Objekt | Höhe | Sonnenhöhe |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Berlin, Deutschland | UTC+01:00 (UTC+1) | 3. November 01:30 | 3. November 06:30 | 3. November 06:30 | 1,9° | Mond | 48° | −6° |
| Hamburg, Deutschland | UTC+01:00 (UTC+1) | 3. November 01:45 | 3. November 06:45 | 3. November 06:45 | 1,8° | Mond | 47° | −6° |
| München, Deutschland | UTC+01:00 (UTC+1) | 3. November 01:40 | 3. November 06:30 | 3. November 06:30 | 1,9° | Regulus | 51° | −6° |
| Frankfurt am Main, Deutschland | UTC+01:00 (UTC+1) | 3. November 01:50 | 3. November 06:45 | 3. November 06:45 | 1,8° | Mond | 50° | −6° |
| Wien, Österreich | UTC+01:00 (UTC+1) | 3. November 01:20 | 3. November 06:10 | 3. November 06:10 | 2,0° | Regulus | 51° | −6° |
| Zürich, Schweiz | UTC+01:00 (UTC+1) | 3. November 01:55 | 3. November 06:40 | 3. November 06:40 | 1,8° | Regulus | 52° | −6° |
- Sichtbarkeitskriterien: Beide Objekte stehen mindestens 10° über dem Horizont, die Sonne unter −6°.
- Sichtbar ab und bis: Grenzen des Beobachtungsfensters, das den besten Zeitpunkt enthält.
- Bester Zeitpunkt: Der Moment, in dem Mond und Regulus vom angegebenen Ort aus den kleinsten Winkelabstand haben und die Sichtbarkeitskriterien erfüllt sind.
- Winkelabstand: Topozentrischer Winkelabstand zwischen Mondmittelpunkt und Regulus zum besten Zeitpunkt.
- Höhe: Höhe des tiefer stehenden Objekts zum besten Zeitpunkt. Die Sonnenhöhe gilt für denselben Moment.
- Tabellenwerte: Alle Zeiten sind Ortszeiten, auf fünf Minuten gerundet. Abstände und Höhen wurden für den exakten besten Zeitpunkt vor der Zeitrundung berechnet und auf 0,1° beziehungsweise 1° gerundet. Die Sichtbarkeitskriterien werden vor dem Runden angewendet; angezeigte Grenzzeiten können daher geringfügig außerhalb des gültigen Bereichs liegen.
3. November 2026: Regulusbedeckung durch den Mond in Südamerika
- Weltweiter Beginn der Bedeckung: 3. November 06:59 UTC (3. November 07:59 MEZ (UTC+1))
- Weltweites Ende der Bedeckung: 3. November 10:24 UTC (3. November 11:24 MEZ (UTC+1))
Der oben angegebene weltweite Beginn und das Ende bezeichnen den ersten und letzten Kontakt irgendwo auf der Erde. Die örtlichen Zeiten stehen unten.
Am selben Tag wird der Mond Regulus bedecken und den Stern vorübergehend hinter seiner Scheibe verbergen. Die Bedeckung ist in Teilen Südamerikas sichtbar, darunter Bolivien, Chile, Brasilien, Paraguay und Argentinien. Sie findet in den frühen Morgenstunden statt: Der Stern verschwindet am beleuchteten Mondrand und tritt später am dunklen Rand wieder hervor. Mit einem Fernglas oder kleinen Teleskop lässt sich das Ereignis besser verfolgen. Deutschland, Österreich und die Schweiz liegen außerhalb der Bedeckungszone; von dort aus zieht der Mond am Stern vorbei. Die Tabelle nennt Ortszeiten für südamerikanische Städte, in denen das Ereignis sichtbar ist.
| Stadt | Zeitzone | Eintritt | Austritt | Mondhöhe | Sonnenhöhe |
|---|---|---|---|---|---|
| La Paz, Bolivien | BOT (UTC−4) | 3. November 03:07 | 3. November 04:14 | 14° | −37° |
| Sucre, Bolivien | BOT (UTC−4) | 3. November 03:12 | 3. November 04:23 | 17° | −33° |
| Santa Cruz de la Sierra, Bolivien | BOT (UTC−4) | 3. November 03:12 | 3. November 04:23 | 20° | −32° |
| Santiago, Chile | CLST (UTC−3) | 3. November 04:32 | 3. November 05:37 | 11° | −24° |
| Salta, Argentinien | ART (UTC−3) | 3. November 04:20 | 3. November 05:32 | 17° | −28° |
| Rondonópolis, Brasilien | AMT (UTC−4) | 3. November 03:21 | — | 30° | −23° |
| Asunción, Paraguay | PYT (UTC−3) | 3. November 04:29 | — | 25° | −20° |
| Brasília, Brasilien | BRT (UTC−3) | 3. November 04:33 | — | 38° | −15° |
| Buenos Aires, Argentinien | ART (UTC−3) | 3. November 04:46 | — | 22° | −13° |
- Sichtbarkeitskriterien: Beim Eintritt steht der Mond mindestens 10° über dem Horizont, die Sonne unter −12°.
- Eintritt und Austritt: Zeitpunkte, zu denen Regulus hinter dem Mondrand verschwindet und wieder hervortritt. Ein Strich bedeutet, dass die Sichtbarkeitskriterien beim Austritt nicht mehr erfüllt sind.
- Mond- und Sonnenhöhe: Höhen über dem Horizont zum Zeitpunkt des Eintritts, auf 1° gerundet.
- Tabellenwerte: Alle Angaben sind Ortszeiten mit einer Genauigkeit von ungefähr einer Minute. Die Kontaktzeiten wurden für die Stadtzentren berechnet und können je nach Standort und unregelmäßigem Mondrand geringfügig abweichen.
22. November 2026: Mars, Jupiter und Regulus bilden ein Dreieck

Vor der Morgendämmerung am 22. November bilden Mars (0,6 mag), Jupiter (−2,1 mag) und Regulus (1,4 mag) im Löwen ein nahezu gleichschenkliges Dreieck. Die gesamte Figur passt bequem in das Gesichtsfeld eines üblichen Fernglases und ist auch mit bloßem Auge sichtbar.
Jupiter ist der hellste Lichtpunkt, Mars erscheint rötlich orange und Regulus blauweiß. In mittleren nördlichen Breiten steht das Trio höher am Himmel, es ist aber auch von der Südhalbkugel aus zu sehen.
| Stadt | Zeitzone | Sichtbar ab | Sichtbar bis | Bester Zeitpunkt | Tiefstes Objekt | Höhe | Sonnenhöhe |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Berlin, Deutschland | UTC+01:00 (UTC+1) | 22. November 00:15 | 22. November 07:00 | 22. November 01:10 | Regulus | 18° | −54° |
| Hamburg, Deutschland | UTC+01:00 (UTC+1) | 22. November 00:30 | 22. November 07:20 | 22. November 01:10 | Regulus | 16° | −54° |
| München, Deutschland | UTC+01:00 (UTC+1) | 22. November 00:25 | 22. November 06:55 | 22. November 01:10 | Regulus | 17° | −59° |
| Frankfurt am Main, Deutschland | UTC+01:00 (UTC+1) | 22. November 00:35 | 22. November 07:15 | 22. November 01:10 | Regulus | 15° | −58° |
| Wien, Österreich | UTC+01:00 (UTC+1) | 22. November 00:10 | 22. November 06:35 | 22. November 01:10 | Regulus | 21° | −57° |
| Zürich, Schweiz | UTC+01:00 (UTC+1) | 22. November 00:40 | 22. November 07:05 | 22. November 01:10 | Regulus | 15° | −60° |
- Sichtbarkeitskriterien: Alle drei Objekte stehen mindestens 10° über dem Horizont, die Sonne unter −6°.
- Bester Zeitpunkt: Der Moment innerhalb des angegebenen Fensters, in dem der Betrag der Differenz zwischen den Winkelabständen Mars–Jupiter und Mars–Regulus am kleinsten ist.
- Höhe: Höhe des tiefsten der drei Objekte zum besten Zeitpunkt. Die Sonnenhöhe gilt für denselben Moment.
- Beobachtungsbedingungen: In den ausgewählten Städten steht das tiefste Objekt zum besten Zeitpunkt 15–21° hoch. Fällt dieser Moment in die Morgendämmerung, bietet eine frühere Beobachtung einen dunkleren Himmel bei nahezu unveränderter Dreiecksform. Der helle zunehmende Mond, dessen Scheibe mehr als zur Hälfte beleuchtet ist, kann den Kontrast verringern, solange er über dem Horizont steht.
- Tabellenwerte: Alle Zeiten sind Ortszeiten, auf fünf Minuten gerundet. Die Höhen wurden für den exakten besten Zeitpunkt vor der Zeitrundung berechnet und auf 1° gerundet. Die Sichtbarkeitskriterien werden vor dem Runden angewendet; angezeigte Grenzzeiten können daher geringfügig außerhalb des gültigen Bereichs liegen.
24.–27. November 2026: Mars zieht an Regulus vorbei
- Zeitpunkt der Konjunktion: 24. November 22:03 UTC (24. November 23:03 MEZ (UTC+1))
- Abstand bei der Konjunktion: 1°48′
- Zeitpunkt der größten Annäherung: 26. November 05:15 UTC (26. November 06:15 MEZ (UTC+1))
- Abstand bei der größten Annäherung: 1°43′
Vom 24. bis 27. November zieht Mars (0,6 mag) nahe an Regulus (1,4 mag) im Sternbild Löwe vorbei. Beide sind mit bloßem Auge sichtbar und passen gemeinsam bequem in das Gesichtsfeld eines Fernglases.
Dies ist eine gute Gelegenheit, den rötlich orangefarbenen Mars mit dem blauweißen Regulus zu vergleichen. Suchen Sie das Paar etwa ab Mitternacht bis zur Morgendämmerung. Auf der Nordhalbkugel stehen die Objekte höher, auf der Südhalbkugel tiefer am nördlichen Himmel.
| Stadt | Zeitzone | Sichtbar ab | Sichtbar bis | Bester Zeitpunkt | Marshöhe | Regulushöhe | Sonnenhöhe |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Berlin, Deutschland | UTC+01:00 (UTC+1) | 26. November 00:00 | 26. November 07:05 | 26. November 07:00 | 49° | 47° | −7° |
| Hamburg, Deutschland | UTC+01:00 (UTC+1) | 26. November 00:15 | 26. November 07:25 | 26. November 06:55 | 49° | 47° | −10° |
| München, Deutschland | UTC+01:00 (UTC+1) | 26. November 00:10 | 26. November 07:00 | 26. November 07:00 | 53° | 52° | −6° |
| Frankfurt am Main, Deutschland | UTC+01:00 (UTC+1) | 26. November 00:20 | 26. November 07:20 | 26. November 07:00 | 52° | 51° | −9° |
| Wien, Österreich | UTC+01:00 (UTC+1) | 25. November 23:50 | 26. November 06:40 | 26. November 06:40 | 53° | 52° | −6° |
| Zürich, Schweiz | UTC+01:00 (UTC+1) | 26. November 00:25 | 26. November 07:10 | 26. November 07:00 | 55° | 53° | −7° |
- Sichtbarkeitskriterien: Beide Objekte stehen mindestens 10° über dem Horizont, die Sonne unter −6°.
- Sichtbar ab und bis: Grenzen des Beobachtungsfensters, das den besten Zeitpunkt enthält.
- Bester Zeitpunkt: Der Moment, in dem Mars und Regulus vom angegebenen Ort aus den kleinsten Winkelabstand haben und die Sichtbarkeitskriterien erfüllt sind.
- Höhen: Höhen von Mars, Regulus und Sonne zum besten Zeitpunkt.
- Beobachtungsbedingungen: Maßgeblich für den besten Zeitpunkt ist der kleinste Winkelabstand. In den ausgewählten Städten steht Regulus dann 47–53° hoch. Liegt dieser Moment nahe am Beginn des Fensters, können Sie später beobachten, wenn das Paar höher steht. Liegt er nahe an der Morgendämmerung, ist eine frühere Beobachtung bei dunklerem Himmel günstiger. Innerhalb einer Nacht ändert sich der Abstand nur wenig.
- Tabellenwerte: Alle Zeiten sind Ortszeiten, auf fünf Minuten gerundet. Die Höhen wurden für den exakten besten Zeitpunkt vor der Zeitrundung berechnet und auf 1° gerundet. Die Sichtbarkeitskriterien werden vor dem Runden angewendet; angezeigte Grenzzeiten können daher geringfügig außerhalb des gültigen Bereichs liegen.
30. November – 1. Dezember 2026: Mond nahe Regulus
- Zeitpunkt der größten Annäherung: 30. November 14:23 UTC (30. November 15:23 MEZ (UTC+1))
- Abstand bei der größten Annäherung: 1°01′
- Zeitpunkt der Konjunktion: 30. November 15:16 UTC (30. November 16:16 MEZ (UTC+1))
- Abstand bei der Konjunktion: 1°08′
Am 30. November zieht der abnehmende Mond, dessen Scheibe noch mehr als zur Hälfte beleuchtet ist, sehr nahe an Regulus (1,4 mag) im Löwen vorbei. Das Paar ist mit bloßem Auge sichtbar; ein Fernglas hilft, den blauweißen Stern neben dem hellen Mond besser zu erkennen.
Besonders dicht beieinander erscheinen die Objekte in Australien und Ostasien spät in der Nacht des 30. November und vor der Morgendämmerung am 1. Dezember. In Nordamerika ist das Paar vor Sonnenaufgang am 30. November nahe beieinander zu sehen. Auch in Europa und Afrika sind beide sichtbar, allerdings mit größerem Abstand. In den ausgewählten Städten Deutschlands, Österreichs und der Schweiz beträgt der kleinste beobachtbare Abstand 4,9–5,3°.
| Stadt | Zeitzone | Sichtbar ab | Sichtbar bis | Bester Zeitpunkt | Winkelabstand | Mondhöhe | Sonnenhöhe |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Berlin, Deutschland | UTC+01:00 (UTC+1) | 29. November 23:45 | 30. November 07:15 | 30. November 07:15 | 5,0° | 44° | −6° |
| Hamburg, Deutschland | UTC+01:00 (UTC+1) | 30. November 00:00 | 30. November 07:30 | 30. November 07:30 | 4,9° | 43° | −6° |
| München, Deutschland | UTC+01:00 (UTC+1) | 29. November 23:55 | 30. November 07:05 | 30. November 07:05 | 5,1° | 49° | −6° |
| Frankfurt am Main, Deutschland | UTC+01:00 (UTC+1) | 30. November 00:05 | 30. November 07:25 | 30. November 07:25 | 4,9° | 46° | −6° |
| Wien, Österreich | UTC+01:00 (UTC+1) | 29. November 23:35 | 30. November 06:45 | 30. November 06:45 | 5,3° | 49° | −6° |
| Zürich, Schweiz | UTC+01:00 (UTC+1) | 30. November 00:10 | 30. November 07:15 | 30. November 07:15 | 5,0° | 49° | −6° |
- Sichtbarkeitskriterien: Beide Objekte stehen mindestens 10° über dem Horizont, die Sonne unter −6°.
- Sichtbar ab und bis: Grenzen des Beobachtungsfensters, das den besten Zeitpunkt enthält.
- Bester Zeitpunkt: Der Moment, in dem Mond und Regulus vom angegebenen Ort aus den kleinsten Winkelabstand haben und die Sichtbarkeitskriterien erfüllt sind.
- Winkelabstand: Topozentrischer Winkelabstand zwischen Mondmittelpunkt und Regulus zum besten Zeitpunkt.
- Mond- und Sonnenhöhe: Höhen über dem Horizont zum besten Zeitpunkt.
- Tabellenwerte: Alle Zeiten sind Ortszeiten, auf fünf Minuten gerundet. Abstände und Höhen wurden für den exakten besten Zeitpunkt vor der Zeitrundung berechnet und auf 0,1° beziehungsweise 1° gerundet. Die Sichtbarkeitskriterien werden vor dem Runden angewendet; angezeigte Grenzzeiten können daher geringfügig außerhalb des gültigen Bereichs liegen.
30. November – 1. Dezember 2026: Regulusbedeckung durch den Mond in Neuseeland
- Weltweiter Beginn der Bedeckung: 30. November 13:11 UTC (30. November 14:11 MEZ (UTC+1))
- Weltweites Ende der Bedeckung: 30. November 15:36 UTC (30. November 16:36 MEZ (UTC+1))
Der oben angegebene weltweite Beginn und das Ende bezeichnen den ersten und letzten Kontakt irgendwo auf der Erde. Die örtlichen Zeiten stehen unten.
Bei derselben Begegnung wird der Mond Regulus bedecken und den Stern kurzzeitig hinter seiner Scheibe verbergen. Die Bedeckung ist in Teilen Neuseelands und auf der Norfolkinsel sichtbar. In Neuseeland findet sie nach Mitternacht am 1. Dezember Ortszeit statt. Deutschland, Österreich und die Schweiz liegen außerhalb der Bedeckungszone; dort ist nur die Annäherung zu sehen. Die Tabelle enthält Ortszeiten neuseeländischer Städte, in denen beide Kontakte beobachtbar sind.
Beobachter können verfolgen, wie Regulus hinter dem Mondrand verschwindet und ungefähr eine Stunde später wieder auftaucht. Ein kleines Teleskop oder Fernglas erleichtert die Beobachtung der Kontakte, zumal die Mondscheibe mehr als zur Hälfte beleuchtet ist.
| Stadt | Zeitzone | Eintritt | Austritt | Dauer | Mondhöhe | Sonnenhöhe |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Auckland, Neuseeland | UTC+13:00 (UTC+13) | 1. Dezember 02:22 | 1. Dezember 03:19 | 57 min | 10° | −29° |
| Hamilton, Neuseeland | UTC+13:00 (UTC+13) | 1. Dezember 02:23 | 1. Dezember 03:21 | 58 min | 10° | −28° |
| Napier, Neuseeland | UTC+13:00 (UTC+13) | 1. Dezember 02:27 | 1. Dezember 03:27 | 60 min | 11° | −26° |
| Gisborne, Neuseeland | UTC+13:00 (UTC+13) | 1. Dezember 02:26 | 1. Dezember 03:26 | 59 min | 13° | −26° |
| Palmerston North, Neuseeland | UTC+13:00 (UTC+13) | 1. Dezember 02:27 | 1. Dezember 03:27 | 60 min | 10° | −25° |
- Sichtbarkeitskriterien: Bei beiden Kontakten steht der Mond mindestens 10° über dem Horizont, die Sonne unter −12°.
- Eintritt und Austritt: Örtliche Zeitpunkte, zu denen Regulus hinter dem Mondrand verschwindet und wieder hervortritt.
- Dauer: Zeit zwischen den beiden Kontakten, auf die nächste Minute gerundet.
- Mond- und Sonnenhöhe: Höhen über dem Horizont zum Zeitpunkt des Eintritts, auf 1° gerundet.
- Tabellenwerte: Alle Angaben sind Ortszeiten mit einer Genauigkeit von ungefähr einer Minute. Die Kontaktzeiten wurden für die Stadtzentren berechnet und können je nach Standort und unregelmäßigem Mondrand geringfügig abweichen.
- Orte mit tief stehendem Mond: Die Bedeckung ist auch in Wellington in Neuseeland und auf der Norfolkinsel sichtbar. Beim Eintritt steht der Mond dort jedoch nur etwa 9° beziehungsweise 6° über dem Horizont. Diese Orte sind deshalb nicht in der Tabelle enthalten.
Wissenswertes über Regulus
Regulus ist für seinen königlichen Namen, seine schnelle Rotation und seine häufigen Begegnungen mit Mond und Planeten bekannt.
Regulus-Bedeutung: Der „kleine König“ unter den Sternen
Regulus bedeutet auf Latein „kleiner König“ – ein passender Name für den hellsten Stern im Löwen. Löwen gelten oft als „Könige der Tiere“, und viele weitere historische Namen von Regulus unterstreichen ebenfalls seinen königlichen Rang.
Die Griechen nannten den Stern Kardia Leontos, sein lateinischer Name lautete Cor Leonis, sein arabischer Qalb al-Asad. Alle drei bedeuten „Herz des Löwen“. Übrigens trug auch der englische König Richard I. den Beinamen Löwenherz.
Ein Star der Popkultur
Regulus hat auch seinen Platz in der modernen Popkultur. Er wird in den beliebten Fernsehserien Babylon 5 und Star Trek sowie in den Computerspielen BattleTech, der Frontier-Reihe und Descent: FreeSpace erwähnt. Fans der Harry-Potter-Bücher von J. K. Rowling erinnern sich vielleicht an Regulus Black. Er war der Bruder von Harrys Paten Sirius Black, dessen Name sich auf den hellsten Stern am Nachthimmel bezog.
Warum ist Regulus eiförmig?
Wussten Sie, dass nicht alle Sterne vollkommen rund sind? Beispielsweise ist Wega an den Polen abgeplattet. Auch Regulus ist wegen seiner schnellen Rotation deutlich abgeplattet: Er dreht sich in nur etwa 16 Stunden einmal um seine Achse. Zum Vergleich: Unsere Sonne benötigt für eine Umdrehung ungefähr 27 Tage.
Detaillierte Beobachtungen zeigen, dass Regulus so schnell rotiert, dass er nahe an der Grenze liegt, ab der er am Äquator Materie verlieren würde. Untersuchungen seines engen Begleiters deuten darauf hin, dass ein früherer Materietransfer Regulus in diese schnelle Rotation versetzt haben könnte.

Regulus und der Mond: Bedeckungen und Begegnungen mit Planeten
Durch seine Nähe zur Ekliptik begegnet Regulus häufig Sonne, Mond und Planeten. Gelegentlich verdeckt eines dieser Objekte den Stern von der Erde aus gesehen – ein solches Ereignis heißt Bedeckung oder Okkultation. Am häufigsten bedeckt ihn der Mond, gelegentlich aber auch ein Planet. So wird Venus Regulus am 1. Oktober 2044 bedecken. Merken Sie sich das Datum vor!
Regulus in der Astrologie: Bedeutung des königlichen Sterns
In der Astrologie zählt Regulus zusammen mit Aldebaran, Antares und Fomalhaut zu den vier königlichen Sternen. Traditionell mit dem Königtum und dem Herzen des Löwen verbunden, steht er symbolisch für Führungsstärke, Ehrgeiz, Mut und Erfolg. Manche astrologischen Traditionen verbinden ihn außerdem mit den Gefahren von Hochmut und gesellschaftlichem Abstieg. Das sind symbolische Deutungen und keine wissenschaftlich belegten Wirkungen des Sterns.
Steht Regulus im Löwen oder in der Jungfrau? Astronomisch gehört Regulus zum Sternbild Löwe. Im tropischen Tierkreis, der in weiten Teilen der westlichen Astrologie verwendet wird, liegt seine Position 2026 jedoch nahe 0° Jungfrau. Der Unterschied entsteht durch die Präzession der Erdachse, die die Bezugspunkte des Tierkreises langsam gegenüber den Sternen verschiebt. Astrologen können Regulus bei der Deutung eines Geburtshoroskops berücksichtigen, besonders wenn ein Planet nahe seiner Position steht. Wissenschaftliche Belege für einen Einfluss auf Persönlichkeit oder Schicksal gibt es jedoch nicht.
Möchten Sie verstehen, wie Tierkreiszeichen und tatsächliche Sternbilder am Himmel zusammenhängen? Sehen Sie sich unsere Infografik zu den 12 Tierkreiszeichen und 13 Sternbildern der Ekliptik an.

Regulus in Mythologie und Kultur
Im Laufe der Geschichte wurde Regulus mit Königtum, Macht und Autorität verbunden. Unterschiedliche Kulturen gaben dem Stern eigene Namen, Geschichten und symbolische Bedeutungen:
- Mesopotamien: Die frühen Himmelskundler kannten das Sternbild Löwe als UR.GU.LA, den „Großen Löwen“, und nannten Regulus Sharru, „König“. Der Stern spielte auch in astrologischen Vorzeichen eine Rolle: Verdunkelte sich Regulus, galt dies als Omen für den Tod eines Palastbeamten.
- Griechische Mythologie: Das Sternbild Löwe wurde mit dem Nemeischen Löwen verbunden, einem wilden Tier mit undurchdringlichem Fell. Herakles, auch Herkules genannt, besiegte ihn als erste seiner zwölf Arbeiten. Regulus markiert das Herz dieses mythischen Löwen.
- Chinesische Astronomie: Regulus ist als Xuanyuan XIV (轩辕十四) bekannt, der vierzehnte Stern der nach dem legendären Gelben Kaiser benannten Sternfigur Xuanyuan. Der Stern wurde auch Nüzhu (女主), „Herrscherin“, genannt und stand für die Kaiserin.
- Indische Astronomie: Regulus ist der Hauptstern von Maghā, einem der 27 Nakshatras oder Mondhäuser. Maghā wird traditionell mit Ahnen, königlicher Abstammung und ererbter Autorität verbunden.
Häufige Fragen zu Regulus
Hier beantworten wir häufige Fragen zur Sichtbarkeit und zu den physikalischen Eigenschaften von Regulus sowie zur Sphinx-Prophezeiung für 2026.
Ist Regulus ein Stern?
Ja. Regulus ist ein blauweißer Hauptreihenstern und der hellste Stern im Löwen. Mit bloßem Auge erscheint er als einzelner heller Punkt, tatsächlich gehört er aber zu einem Mehrfachsternsystem.
In welchem Sternbild steht Regulus?
Regulus steht im Sternbild Löwe und markiert dessen Herz. Er wird auch Alpha Leonis genannt und ist der hellste Stern dieses Sternbilds. Er befindet sich am unteren Ende der Sichel des Löwen, einer Sternfigur, die Kopf und Mähne des Tieres nachzeichnet.
Welche Farbe hat Regulus?
Regulus ist aufgrund seiner hohen Oberflächentemperatur blauweiß. Er ist deutlich heißer als die Sonne und erscheint am Nachthimmel deshalb als heller blauweißer Stern.
Wie weit ist Regulus von der Erde entfernt?
Regulus ist etwa 79 Lichtjahre von der Erde entfernt. Das Licht, das wir heute sehen, hat den Stern also vor ungefähr 79 Jahren verlassen. Was ein Lichtjahr bedeutet, erklärt unsere Infografik „Wie werden Entfernungen im Weltall gemessen?“.
Hat Regulus Planeten?
Astronomen haben zwar stellare Begleiter von Regulus entdeckt, doch bislang wurden in seinem System keine Exoplaneten bestätigt. Das bedeutet nicht unbedingt, dass dort keine Planeten existieren – bisher wurde lediglich keiner eindeutig nachgewiesen.
Wann ist Regulus sichtbar?
Auf der Nordhalbkugel ist Regulus vom späten Winter bis ins Frühjahr besonders gut am Abendhimmel zu sehen. Etwa im August steht er für eine sichere Beobachtung zu nahe an der Sonne, kehrt aber im September an den Morgenhimmel zurück. Weil Regulus nahe der Ekliptik liegt, ziehen Mond und Planeten häufig an ihm vorbei und sorgen für auffällige Himmelsbegegnungen.
Wann steht Regulus in einer Linie mit der Sphinx?
Eine vermeintliche Ausrichtung von Regulus auf die Große Sphinx von Gizeh wurde durch eine Prophezeiung des Amerikaners Chris Bledsoe bekannt, der von UFO-Begegnungen berichtet. Er behauptete, Regulus werde am östlichen Horizont in Blickrichtung der Sphinx rot erscheinen und damit eine geheimnisvolle „neue Erkenntnis“ für die Menschheit ankündigen.
Ursprünglich wurde die Vorhersage mit Ostersonntag, dem 5. April 2026, in Verbindung gebracht. Vor der Morgendämmerung dieses Tages war Regulus jedoch nicht am östlichen Horizont sichtbar. Spätere Deutungen nannten den 7. Oktober 2026, als Regulus tatsächlich vor Sonnenaufgang im Osten zu sehen war. Dabei handelte es sich jedoch um eine gewöhnliche, vorhersagbare Stellung des Sterns und weder um eine einzigartige astronomische Ausrichtung noch um einen Beleg für ein übernatürliches Ereignis.
Ist Regulus 2026 rot geworden?
Nein. Regulus ist weiterhin ein blauweißer Stern. Trotz der Prophezeiung gab es keinen astronomischen Grund, eine tatsächliche Veränderung seiner Farbe zu erwarten.
Allerdings kann Regulus nahe dem Horizont gelegentlich rötlich erscheinen. Durchquert sein Licht eine dicke Schicht der Erdatmosphäre, werden die kürzeren blauen Wellenlängen stärker gestreut; der Stern wirkt dadurch wärmer gefärbt. Staub und atmosphärische Bedingungen können diesen Effekt verstärken. Ein rötlich erscheinender Regulus ist also möglich, aber ein natürliches optisches Phänomen und keine Veränderung des Sterns selbst.
Regulus: Hellster Stern im Sternbild Löwe
Regulus ist der hellste Stern im Löwen und einer der leicht erkennbaren Sterne am Nachthimmel. Sie finden ihn am unteren Ende der Sichel des Löwen oder mithilfe des Großen Wagens. Noch einfacher geht es mit der Astronomie-App Sky Tonight: Suchen Sie nach „Regulus“, um zu sehen, wo und wann der Stern von Ihrem Standort aus sichtbar ist.
