Spica: Der hellste Stern im Sternbild Jungfrau
Begrüßen Sie Spica, den hellblauen Alpha-Stern der Jungfrau! Dieser atemberaubende Stern erscheint am Himmel oft in der Nähe des Mondes und der Planeten. Wollen Sie sichergehen, dass Sie sie sehen? Lassen Sie sich von der App Star Walk 2 direkt dorthin führen. Erfahren Sie mehr über Spica und kommende Himmelsereignisse.
Inhalt
- Fakten über Spica
- Wie kann man Spica finden?
- Wann ist Spica am Himmel zu sehen?
- Der hellste Stern der Jungfrau, Spica, ist eigentlich ein Doppelstern
- Weitere Fakten zum Stern Spica
- Heller Stern Spica: Fazit
Fakten über Spica
- Offizielle Namen: Spica, Alpha Virginis, α Vir
- Alternative Namen: Azimech, Spica Virginis
- Katalogbezeichnungen: 67 Virginis, HD 116658, HIP 65474, HR 5056
- Sternbild: Jungfrau
- Sterntyp: Doppelsternsystem
- Rektaszension: 13h 25m 11,58s
- Deklination: −11° 09′ 40,8″
- Scheinbare Helligkeit: 0,98 mag
- Masse: 11,43 Sonnenmassen (Spica A); 7,21 Sonnenmassen (Spica B)
- Leuchtkraft: 20.512 L☉ (Spica A); 2.254 L☉ (Spica B)
- Radius: 7,47 Sonnenradien (Spica A); 3,74 Sonnenradien (Spica B)
- Oberflächentemperatur: 25.300 K (Spica A); 20.900 K (Spica B)
- Entfernung von der Erde: 250 Lichtjahre
- Umlaufzeit: 4,0145 Tage
Wie kann man Spica finden?
Der blau-weiße Stern Spica im Sternbild Jungfrau ist hell genug (1,0 mag), um mit bloßem Auge gesehen zu werden. Hier erfahren Sie, was Ihnen helfen kann, die Position von Spica zu finden.
Stern Spica vom Großen Wagen aus finden

Eine Weise, Spica zu lokalisieren, ist die Verwendung des Großen Wagens – eines der auffälligsten Sternmuster am Himmel. Verlängern Sie die Krümmung des Griffes des Großen Wagens, um Arktur zu finden, und ziehen Sie die Linie etwa so weit, bis Sie Spica erreichen.

Stern Spica mit der Astronomie-App ganz einfach finden

Eine weitere bequeme Weise, Spica zu finden, ist die Verwendung einer Sternenhimmel-App wie Sky Tonight. Sie liefert Echtzeitinformationen über Himmelsobjekte und deren Position. Mit dieser kostenlosen App können Sie Spica in ein paar einfachen Schritten finden:
- Öffnen Sie die Suchleiste der App und geben Sie „Spica“ ein.
- Tippen Sie auf den blauen Zielknopf rechts neben dem Suchergebnis. Die App zeigt die Position des Sterns auf der Himmelskarte an.
- Tippen Sie auf die blaue Kompassschaltfläche unten rechts auf dem Bildschirm. Die App verwendet die Position Ihres Geräts, um das Bildschirmbild an den tatsächlichen Himmel über Ihnen anzupassen.
- Folgen Sie dem weißen Pfeil, bis Spica auf dem Bildschirm und am Himmel zu sehen ist.
Wann ist Spica am Himmel zu sehen?
Als Teil eines Sternbildes ist Spica in bestimmten Monaten am Himmel zu sehen. Die beste Beobachtungszeit ist von März bis Ende Juni. Von Mitte September bis Ende Oktober besucht die Sonne das Sternbild Jungfrau, sodass Spica tagsüber am Himmel steht.
4. August 2026: Venus auf halber Strecke zwischen Regulus und Spica

Am 4. August erscheint die strahlende Venus (−4,3 mag) fast genau auf halber Strecke zwischen Regulus (1,4 mag) und Spica (1,0 mag). Ihr Abstand zu jedem der beiden Sterne beträgt etwa 27°.
Suchen Sie nach Sonnenuntergang über dem westlichen Horizont nach den drei Objekten, die eine lange Linie bilden. Die vollständige Konstellation ist am besten in den Tropen und auf der Südhalbkugel sichtbar. In den mittleren nördlichen Breiten steht Regulus bereits sehr tief oder ist unter dem Horizont verschwunden, wenn der Himmel dunkel wird.
| Stadt | Beste Zeit (Ortszeit) | Höhe der Venus | Höhe des Regulus | Höhe der Spica |
|---|---|---|---|---|
| Berlin, Deutschland | 4. Aug., 21:22 Uhr MESZ (19:22 Uhr GMT) | 7° | 1° | 10° |
| Hamburg, Deutschland | Nicht sichtbar | — | — | — |
| München, Deutschland | 4. Aug., 21:11 Uhr MESZ (19:11 Uhr GMT) | 11° | 2° | 15° |
| Wien, Österreich | 4. Aug., 20:52 Uhr MESZ (18:52 Uhr GMT) | 11° | 2° | 15° |
| Graz, Österreich | 4. Aug., 20:52 Uhr MESZ (18:52 Uhr GMT) | 11° | 2° | 17° |
| Zürich, Schweiz | 4. Aug., 21:20 Uhr MESZ (19:20 Uhr GMT) | 11° | 2° | 16° |
| Genf, Schweiz | 4. Aug., 21:26 Uhr MESZ (19:26 Uhr GMT) | 12° | 3° | 17° |
Venus und Spica stehen zu den angegebenen Zeiten ausreichend hoch, Regulus befindet sich jedoch sehr tief über dem Horizont. Für die vollständige Linie benötigen Sie eine vollkommen freie Sicht nach Westen und einen außergewöhnlich klaren Himmel. Von Hamburg aus gibt es kein praktisches Beobachtungsfenster, in dem der Himmel dunkel genug und alle drei Objekte noch sinnvoll positioniert sind.
17. August 2026: Mond und Spica

- Zeitpunkt der größten Annäherung: 12:33 Uhr MESZ (10:33 Uhr GMT)
- Abstand bei der größten Annäherung: 2°14′
- Konjunktionszeitpunkt: 14:31 Uhr MESZ (12:31 Uhr GMT)
- Konjunktionsabstand: 2°27′
Am 17. August nähert sich die zunehmende Mondsichel Spica (1,0 mag). Dieses Ereignis ist für Beobachter auf der Südhalbkugel deutlich günstiger, da das Paar dort hoch am Abendhimmel erscheint. In den mittleren nördlichen Breiten steht es tiefer über dem Horizont und ist nach Sonnenuntergang nur für begrenzte Zeit sichtbar. Weiter im Norden kann die Beobachtung schwierig sein.
Westlich von Mond und Spica sehen Sie die Venus (−4,5 mag), den hellsten Planeten am Abendhimmel. Von der Südhalbkugel aus ist sie besonders auffällig. Nördliche Beobachter benötigen möglicherweise freie Sicht zum Horizont, um sie vor ihrem Untergang zu erkennen.
| Stadt | Beste Zeit (Ortszeit) | Abstand | Höhe, Mond / Spica / Venus |
|---|---|---|---|
| Berlin, Deutschland | Nicht sichtbar | — | — |
| Hamburg, Deutschland | Nicht sichtbar | — | — |
| München, Deutschland | 17. Aug., 20:57 Uhr MESZ (18:57 Uhr GMT) | 5,3° | 8° / 10° / 7° |
| Wien, Österreich | 17. Aug., 20:38 Uhr MESZ (18:38 Uhr GMT) | 5,2° | 8° / 10° / 7° |
| Graz, Österreich | 17. Aug., 20:39 Uhr MESZ (18:39 Uhr GMT) | 5,1° | 9° / 11° / 8° |
| Zürich, Schweiz | 17. Aug., 21:07 Uhr MESZ (19:07 Uhr GMT) | 5,4° | 9° / 11° / 7° |
| Genf, Schweiz | 17. Aug., 21:13 Uhr MESZ (19:13 Uhr GMT) | 5,4° | 10° / 12° / 8° |
In den sichtbaren Städten handelt es sich um ein kurzes Beobachtungsfenster. Venus steht nur 7°–8° hoch, während Spica etwa 10°–12° erreicht. Sie benötigen eine freie Sicht nach Westen und einen klaren Himmel.
Als zusätzliche Ziele für das bloße Auge können Sie nach Arktur (−0,05 mag) und dem rötlich leuchtenden Antares (1,0 mag) Ausschau halten. Südliche Beobachter können außerdem Alpha Centauri (−0,3 mag) sehen, einen der hellsten von der Erde aus sichtbaren Sterne.
18. August 2026: Spica zwischen Venus und Mond

Am 18. August erscheint Spica (1,0 mag) zwischen der strahlenden Venus (−4,5 mag) und der zunehmenden Mondsichel. Die drei Objekte bilden im Sternbild Jungfrau eine lange, leicht gebogene Kette.
Suchen Sie nach Sonnenuntergang über dem westlichen Horizont nach ihnen. Venus und Mond sind leicht mit bloßem Auge sichtbar, während Spica möglicherweise erst erscheint, wenn die Dämmerung weiter fortgeschritten ist. In den Tropen und auf der Südhalbkugel steht die Konstellation im Allgemeinen deutlich höher am Himmel.
| Stadt | Beste Zeit (Ortszeit) | Höhe des Mondes | Höhe der Spica | Höhe der Venus |
|---|---|---|---|---|
| Berlin, Deutschland | Nicht sichtbar | — | — | — |
| Hamburg, Deutschland | Nicht sichtbar | — | — | — |
| München, Deutschland | 18. Aug., ca. 20:54 Uhr MESZ (18:54 Uhr GMT) | ca. 11° | ca. 10° | ca. 7° |
| Wien, Österreich | 18. Aug., ca. 20:35 Uhr MESZ (18:35 Uhr GMT) | ca. 11° | ca. 10° | ca. 7° |
| Graz, Österreich | 18. Aug., ca. 20:36 Uhr MESZ (18:36 Uhr GMT) | ca. 12° | ca. 11° | ca. 8° |
| Zürich, Schweiz | 18. Aug., ca. 21:04 Uhr MESZ (19:04 Uhr GMT) | ca. 12° | ca. 11° | ca. 7° |
| Genf, Schweiz | 18. Aug., ca. 21:10 Uhr MESZ (19:10 Uhr GMT) | ca. 13° | ca. 12° | ca. 8° |
In Süddeutschland, Österreich und der Schweiz ist die Kette nur für kurze Zeit sichtbar. Die angegebenen Zeiten stellen den besten Kompromiss zwischen ausreichender Dunkelheit und der geringen Höhe der Venus dar. Eine vollkommen freie Sicht nach Westen ist erforderlich.
1.–3. September 2026: Venus nahe Spica

- Zeitpunkt der größten Annäherung: 2. September, 02:17 Uhr MESZ (00:17 Uhr GMT)
- Abstand bei der größten Annäherung: 1°28′
- Konjunktionszeitpunkt: 3. September, 05:31 Uhr MESZ (03:31 Uhr GMT)
- Konjunktionsabstand: etwa 1°44′
Vom 1. bis 3. September zieht die strahlende Venus (−4,6 mag) nahe an Spica (1,0 mag) vorbei. Das Paar steht eng genug beieinander, um problemlos in das Sichtfeld eines typischen Fernglases zu passen.
Suchen Sie nach Sonnenuntergang über dem westlichen Horizont nach den beiden Objekten. Venus fällt sofort auf, doch möglicherweise müssen Sie warten, bis der Himmel dunkler wird, bevor Spica sichtbar ist. Welcher Abend sich am besten zur Beobachtung eignet, hängt von Ihrem Standort ab. In den Tropen und auf der Südhalbkugel erscheinen Venus und Spica deutlich höher am Himmel.
| Stadt | Beste Zeit (Ortszeit) | Abstand | Höhe der Venus | Höhe der Spica |
|---|---|---|---|---|
| Berlin, Deutschland | Nicht sichtbar | — | — | — |
| Hamburg, Deutschland | Nicht sichtbar | — | — | — |
| München, Deutschland | 1. Sept., ca. 20:30 Uhr MESZ (18:30 Uhr GMT) | ca. 1,5° | ca. 5° | ca. 6° |
| Wien, Österreich | 1. Sept., ca. 20:12 Uhr MESZ (18:12 Uhr GMT) | ca. 1,5° | ca. 5° | ca. 6° |
| Graz, Österreich | 1. Sept., ca. 20:13 Uhr MESZ (18:13 Uhr GMT) | ca. 1,5° | ca. 6° | ca. 7° |
| Zürich, Schweiz | 1. Sept., ca. 20:40 Uhr MESZ (18:40 Uhr GMT) | ca. 1,5° | ca. 5° | ca. 6° |
| Genf, Schweiz | 1. Sept., ca. 20:47 Uhr MESZ (18:47 Uhr GMT) | ca. 1,5° | ca. 6° | ca. 7° |
Die Beobachtungsbedingungen sind grenzwertig. In den aufgeführten südlicheren Städten stehen beide Objekte nur etwa 5°–7° hoch, wenn der Himmel ausreichend dunkel wird. Sie benötigen einen vollkommen freien westlichen Horizont und sehr klare Luft. Von Berlin und Hamburg aus gibt es kein praktisches Beobachtungsfenster.
Als weitere mit bloßem Auge sichtbare Ziele können Sie am Abendhimmel nach Arktur (−0,05 mag) und dem rötlichen Antares (1,0 mag) Ausschau halten. Von der Südhalbkugel aus ist Alpha Centauri (−0,3 mag) ein weiteres auffälliges Beobachtungsziel.
13. September 2026: Mond und Spica

- Zeitpunkt der größten Annäherung: 21:39 Uhr MESZ (19:39 Uhr GMT)
- Abstand bei der größten Annäherung: 2°12′
- Konjunktionszeitpunkt: 23:35 Uhr MESZ (21:35 Uhr GMT)
- Konjunktionsabstand: 2°25′
Am 13. September zieht die schmale zunehmende Mondsichel nahe an Spica (1,0 mag) vorbei. Auf der Nordhalbkugel ist das Paar nur schwer zu beobachten, da beide Objekte fast gleichzeitig mit der Sonne untergehen. Auf der Südhalbkugel erscheinen Mond und Spica relativ hoch am Abendhimmel und sind deutlich leichter zu erkennen.
Nicht weit von der Mondsichel entfernt leuchtet die Venus (−4,8 mag) als hellster Planet am Himmel und macht den Anblick besonders für Beobachter auf der Südhalbkugel noch eindrucksvoller.
| Region | Beste Zeit (Ortszeit) | Abstand | Höhe, Mond / Spica / Venus |
|---|---|---|---|
| Deutschland | Nicht sichtbar | — | — |
| Österreich | Nicht sichtbar | — | — |
| Schweiz | Nicht sichtbar | — | — |
In Deutschland, Österreich und der Schweiz gibt es kein praktisches Beobachtungsfenster, in dem die Objekte hoch genug stehen und der Himmel gleichzeitig ausreichend dunkel ist.
Suchen Sie außerdem nach Arktur (−0,05 mag), dem rötlichen Antares (1,0 mag) und Alpha Centauri (−0,3 mag), einem der hellsten Sterne am Nachthimmel.
11. Oktober 2026: Mond und Spica
- Zeitpunkt der größten Annäherung: 06:18 Uhr MESZ (04:18 Uhr GMT)
- Abstand bei der größten Annäherung: 2°08′
- Konjunktionszeitpunkt: 08:10 Uhr MESZ (06:10 Uhr GMT)
- Konjunktionsabstand: 2°20′
Am 11. Oktober zieht der extrem schmale Mond, der die Neumondphase gerade erst verlassen hat, nahe an Spica (1,0 mag) vorbei. Das Ereignis ist praktisch nicht beobachtbar, da beide Objekte am Himmel sehr nahe an der Sonne stehen.
In den folgenden Monaten bieten sich bessere Gelegenheiten, den Mond nahe Spica zu sehen. Dann befindet sich das Paar weiter von der Sonne entfernt und steht vor der Morgendämmerung höher am Himmel.
7. November 2026: Mond und Spica

- Zeitpunkt der größten Annäherung: 12:29 Uhr MEZ (11:29 Uhr GMT)
- Abstand bei der größten Annäherung: 2°10′
- Konjunktionszeitpunkt: 14:23 Uhr MEZ (13:23 Uhr GMT)
- Konjunktionsabstand: 2°23′
Am 7. November zieht die schmale abnehmende Mondsichel nahe an Spica (1,0 mag) vorbei. Die strahlende Venus (−4,5 mag) leuchtet ebenfalls sehr nahe am Mond, in einem Abstand von etwa 1°, und ist wesentlich leichter zu erkennen als Spica. Das schöne Trio erscheint vor Sonnenaufgang tief am Morgenhimmel. Suchen Sie mit bloßem Auge oder einem Fernglas im Ost-Südosten danach.
| Stadt | Beste Zeit (Ortszeit) | Abstand | Höhe, Mond / Spica / Venus |
|---|---|---|---|
| Berlin, Deutschland | 7. Nov., 06:36 Uhr MEZ (05:36 Uhr GMT) | 3,6° | 10° / 9° / 9° |
| Hamburg, Deutschland | 7. Nov., 06:52 Uhr MEZ (05:52 Uhr GMT) | 3,5° | 9° / 9° / 9° |
| München, Deutschland | 7. Nov., 06:34 Uhr MEZ (05:34 Uhr GMT) | 3,5° | 11° / 10° / 10° |
| Wien, Österreich | 7. Nov., 06:15 Uhr MEZ (05:15 Uhr GMT) | 3,7° | 11° / 10° / 10° |
| Graz, Österreich | 7. Nov., 06:17 Uhr MEZ (05:17 Uhr GMT) | 3,6° | 12° / 11° / 10° |
| Zürich, Schweiz | 7. Nov., 06:45 Uhr MEZ (05:45 Uhr GMT) | 3,5° | 11° / 11° / 10° |
| Genf, Schweiz | 7. Nov., 06:53 Uhr MEZ (05:53 Uhr GMT) | 3,4° | 12° / 11° / 11° |
Weitere helle Objekte sind vor der Morgendämmerung ebenfalls sichtbar. Mars (0,8 mag) und Jupiter (−2,0 mag) leuchten höher am Morgenhimmel. Arktur (−0,05 mag) und Regulus (1,4 mag) sind zwischen den umliegenden Sternen leicht zu erkennen.
4. Dezember 2026: Mond und Spica

- Zeitpunkt der größten Annäherung: 18:17 Uhr MEZ (17:17 Uhr GMT)
- Abstand bei der größten Annäherung: 2°19′
- Konjunktionszeitpunkt: 20:19 Uhr MEZ (19:19 Uhr GMT)
- Konjunktionsabstand: 2°33′
Am 4. Dezember zieht die abnehmende Mondsichel nahe an Spica (1,0 mag) vorbei. Suchen Sie vor Sonnenaufgang am Morgenhimmel über dem ost-südöstlichen Horizont nach dem Paar.
Die strahlende Venus (−4,7 mag) leuchtet ebenfalls in der Nähe und bildet mit Mond und Spica eine fast gerade Linie. Venus ist wesentlich leichter zu erkennen als Spica. Sie können den Planeten daher zusammen mit der Mondsichel als Orientierungshilfe verwenden, um den hellsten Stern der Jungfrau zu finden.
| Stadt | Beste Zeit (Ortszeit) | Abstand | Höhe, Mond / Spica / Venus |
|---|---|---|---|
| Berlin, Deutschland | 4. Dez., 07:17 Uhr MEZ (06:17 Uhr GMT) | 6,1° | 24° / 24° / 23° |
| Hamburg, Deutschland | 4. Dez., 07:35 Uhr MEZ (06:35 Uhr GMT) | 6,0° | 24° / 23° / 23° |
| München, Deutschland | 4. Dez., 07:10 Uhr MEZ (06:10 Uhr GMT) | 6,1° | 28° / 27° / 26° |
| Wien, Österreich | 4. Dez., 06:51 Uhr MEZ (05:51 Uhr GMT) | 6,3° | 28° / 27° / 26° |
| Graz, Österreich | 4. Dez., 06:51 Uhr MEZ (05:51 Uhr GMT) | 6,2° | 29° / 27° / 26° |
| Zürich, Schweiz | 4. Dez., 07:20 Uhr MEZ (06:20 Uhr GMT) | 6,0° | 29° / 27° / 26° |
| Genf, Schweiz | 4. Dez., 07:26 Uhr MEZ (06:26 Uhr GMT) | 6,0° | 29° / 28° / 27° |
Der Himmel vor der Morgendämmerung bietet mehr als nur die Konstellation aus Mond, Spica und Venus. Suchen Sie höher am Himmel nach einer engen Gruppe aus dem hellen Jupiter (−2,2 mag), dem rötlichen Mars (0,4 mag) und Regulus (1,4 mag). Im Osten ergänzt Arktur (−0,05 mag) die Auswahl heller, mit bloßem Auge sichtbarer Objekte.
Der hellste Stern der Jungfrau, Spica, ist eigentlich ein Doppelstern
Spica ist kein einzelner Stern, sondern ein Doppelsternsystem, das aus zwei Sternen besteht, die als Spica A und Spica B bekannt sind. Diese Sterne umkreisen einander so eng, dass sie sich nicht einmal im Teleskop als zwei Sterne auflösen lassen. Außerdem verformen sie sich durch ihre gegenseitige Schwerkraft zu einem Oval.
Spica A
Mit einem Durchmesser, der etwa dem 7,5-Fachen des Sonnendurchmessers entspricht, ist Spica A die größere Komponente des Systems. Es handelt sich um einen blau-weißen Riesenstern, der mehr als 20.000-mal so leuchtkräftig ist wie die Sonne. Etwa 85 % des sichtbaren Lichts des Systems stammen von Spica A.

Spica B
Spica B ist kleiner und besitzt einen Durchmesser, der etwa dem 3,7-Fachen des Sonnendurchmessers entspricht. Es handelt sich um einen blau-weißen Hauptreihenstern, der in seinem Kern weiterhin Wasserstoff fusioniert. Obwohl Spica B weniger massereich und leuchtkräftig als Spica A ist, ist der Stern immer noch deutlich größer und heißer als die Sonne.
Weitere Fakten zum Stern Spica
Hellster Stern im Sternbild Jungfrau
Spica ist der hellste Stern im Sternbild Jungfrau. Insgesamt ist er der 15. hellste Stern bzw. der 16., wenn man die Sonne mitzählt.

Kornähre in der Hand der Jungfrau
Der Name „Spica“ leitet sich vom lateinischen Wort für „Kornähre“ ab, da es einen einzelnen Weizenhalm darstellt, der von Demeter – der Göttin des Ackerbaus in der griechischen Mythologie – gehalten und mit dem Sternbild der Jungfrau in Verbindung gebracht wird.
Leitender Stern
Spica gehört zu den 57 Navigationssternen, die in Luftfahrt- und nautischen Almanachen verwendet werden. Aufgrund ihrer Helligkeit und ihrer leicht erkennbaren Position eignet sie sich gut für die astronomische Navigation.
Teil des Frühlingsdreiecks und des Großen Diamanten
Spica ist Teil von zwei Asterismen: dem Frühlingsdreieck (zusammen mit Arktur im Sternbild Bärenhüter und Regulus im Sternbild Löwe) und dem Großen Diamanten (zusammen mit Arktur im Sternbild Bärenhüter, Denebola im Sternbild Löwe und Cor Caroli im Sternbild Jagdhunde).
Spicabedeckungen durch den Mond erfolgen in Zyklen
Spica liegt etwa 2° südlich der Ekliptik. Der Mond hingegen wandert etwa 5° nördlich bis 5° südlich der Ekliptik entlang und kehrt alle 18,6 Jahre an dieselbe Position zurück. Diese Geometrie erzeugt lange Zeiträume, in denen der Mond knapp über oder unter Spica vorbeizieht, gefolgt von mehreren Monaten, in denen er regelmäßig vor dem Stern vorbeizieht – was einen Zyklus der Bedeckungen* ergibt.
Der letzte Bedeckungszyklus erstreckte sich vom 16. Juni 2024 bis zum 17. November 2025. Derzeit zieht der Mond jeden Monat südlich an Spica vorbei. Die nächste Serie von etwa 20 Bedeckungen (einschließlich partieller und streifender Bedeckungen) wird zwischen dem 12. Februar 2031 und dem 15. Juli 2032 stattfinden. Danach wird der Mond für mehrere Jahre nördlich an Spica vorbeiziehen, bevor er den Stern erneut am 4. Januar 2043 bedeckt.
*Eine Bedeckung tritt ein, wenn der Mond vor einem weiter entfernten Himmelsobjekt – wie einem Stern oder Planeten – vorbeizieht und es vorübergehend von bestimmten Regionen der Erde aus verdeckt.
Heller Stern Spica: Fazit
Spica ist der hellste Stern im Sternbild Jungfrau. Der Mond und die Planeten ziehen häufig nahe an diesem Stern vorbei – die kommenden Ereignisse finden Sie im Abschnitt „Wann ist Spica zu sehen?“ dieses Artikels. Sie können Spica mithilfe des Großen Wagens oder mit Astronomie-Apps wie Sky Tonight und Star Walk 2 finden.
