Februar 2024: Welcher Planet ist neben dem Mond heute?

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Im Februar 2024 trifft der Mond Saturn, Jupiter, Venus und Mars am Himmel. Erfahren Sie aus diesem Artikel, welcher Planet dem Mond am nächsten ist.

Inhalt

Ist es ein Planet oder ein Stern neben dem Mond heute?

Vom 26. Februar bis 3. März besucht der Mond die Sternbilder Jungfrau, Waage, Skorpion und Schlangenträger. Die bekanntesten Sterne in der Nähe unseres natürlichen Erdtrabanten werden Spica (1,0 mag) im Sternbild Jungfrau, Zubenelgenubi (2,8 mag) im Sternbild Waage und Antares (1,1 mag) im Sternbild Skorpion sein. Da nächste Woche (10. März) Neumond ist, wird die Mondsichel von Tag zu Tag kleiner. Mit der App Sky Tonight können Sie überprüfen, welches Himmelsobjekt Sie gerade beobachten. Werfen wir nun einen genaueren Blick auf die Planeten in der Nähe des Mondes in diesem Monat.

Wie nennt man in der Astronomie die Begegnungen von Mond und Planeten?

In diesem Artikel werden verschiedene Arten von Himmelsereignissen vorgestellt. Sie alle umfassen die Relativpositionen des Mondes und anderer Himmelskörper und sind zeitlich eng verknüpft. Sie unterscheiden sich jedoch im Einzelnen. Hier erfahren Sie, was diese Begriffe bedeuten.

Die größte Annäherung (Berührung)

Die größte Annäherung (oder Berührung) tritt auf, wenn zwei Himmelskörper von der Erde aus gesehen den geringsten scheinbaren Abstand haben. Für den Mond und die Planeten findet die größte Annäherung oft um die Konjunktion statt.

Konjunktion

Eine Konjunktion tritt auf, wenn zwei Himmelskörper den gleichen Wert in Rektaszension oder in ekliptikaler Länge am Himmel haben. In der Umgangssprache werden die Begriffe „Konjunktion“ und „größte Annäherung“ oft synonym verwendet. Die Konjunktion hat jedoch eine eher technische Bedeutung und tritt nicht unbedingt bei jeder Berührung auf.

Mond-Planeten-Konjunktionen sind häufig. Einmal alle 27,3 Tage durchläuft unser Erdtrabant einen schmalen, auf die Ekliptik zentrierten Bereich des Himmels und trifft dabei auf Planeten. Planetenkonjunktionen sind seltener; mehr dazu erfahren Sie in unserem separaten Artikel.

Okkultation (oder Bedeckung)

Eine Okkultation (oder Bedeckung) tritt auf, wenn ein Himmelskörper mit größerem scheinbaren Durchmesser vor einem Körper mit kleinerem scheinbaren Durchmesser vorbeizieht; z.B. der Mond vor einem Stern oder Planeten. Die Sonnenbedeckung durch den Mond wird als Sonnenfinsternis bezeichnet. Jede Bedeckung durch den Mond ist nur von bestimmten Teilen der Erde aus sichtbar. Das liegt daran, dass die genaue Mondposition am Himmel an verschiedenen Orten um bis zu 2° schwankt.

Beobachtungen

Wie sieht man den Mond und die Planeten am Himmel?

Für eine erfolgreiche Beobachtung sind folgende Punkte zu beachten:

  1. Keine Sorge, wenn Sie den genauen Zeitpunkt der Konjunktion verpassen! Vor und nach dem genauen Zeitpunkt des Ereignisses werden die Objekte sehr nahe beieinander stehen, und das ist schon beeindruckend zu sehen.

  2. Je nach Winkelabstand zwischen den Objekten müssen einige Ereignisse mit einem Teleskop und andere mit einem Fernglas beobachtet werden. Im Allgemeinen bietet ein gutes 10 × 50 Fernglas ein Gesichtsfeld von 6-7°; bei Teleskopen variiert dieser Wert — er kann bei weniger als 1° liegen. Sie können das Gesichtsfeld Ihrer Optik selbst berechnen. Und natürlich können Sie ein Ereignis auch mit bloßem Auge beobachten.

  3. Wenn der Mond sich seiner Vollmondphase nähert, überstrahlt er dünnere Objekte. Zum Beispiel kann man den Merkur nicht neben dem Vollmond sehen, weil der Planet nicht auffällig genug ist. Nur die hellsten Objekte wie Venus oder Jupiter sind dann sichtbar.

  4. Ein heller Punkt neben dem Mond kann ein Stern oder ein Planet sein. Man kann den Unterschied feststellen, indem man prüft, ob das Objekt funkelt. Wenn es funkelt, dann ist es ein Stern, wenn nicht, es ist ein Planet. Darüber hinaus sind Jupiter und Venus (manchmal auch Mars und Saturn) viel heller als die meisten Sterne. Sie können die Planeten anhand ihrer Farben unterscheiden:

  • Merkur ist grau oder bräunlich;
  • Venus ist hellgelb;
  • Mars ist blassrosa oder hellrot;
  • Jupiter ist orange;
  • Saturn ist golden.
  1. Um ein Objekt zu identifizieren oder herauszufinden, wann Objekte für Ihren genauen Standort am nächsten beieinander stehen, verwenden Sie die kostenlosen Sternenbeobachtungstools – Sky Tonight oder Star Walk 2.

Sky Tonight App

Befolgen Sie diese Schritte, um ein Himmelsobjekt mit Sky Tonight zu identifizieren:

Schritt 1. Öffnen Sie Sky Tonight und richten Sie Ihr Gerät auf den Himmel oder tippen Sie auf die große blaue Schaltfläche. Auf dem Bildschirm wird eine Live-Ansicht der Objekte angezeigt, die Sie am Himmel sehen, und die App beginnt, Ihre Bewegungen zu verfolgen.

Schritt 2. Richten Sie Ihr Gerät auf den Teil des Himmels, in dem sich das Objekt befindet. Der Einfachheit halber können Sie die visuelle Helligkeit einschränken, sodass nur die Objekte auf dem Bildschirm erscheinen, die Sie mit bloßem Auge sehen können. Tippen Sie dazu auf das Bedienfeld am unteren Bildschirmrand und ziehen Sie den oberen Schieberegler nach links, näher zum Augensymbol. Über dieses Bedienfeld können Sie auch den Nachtmodus aktivieren, die Darstellung der Sternbilder ändern und vieles mehr.

Schritt 3. Jetzt können Sie das helle Objekt identifizieren und Informationen zu ihm erhalten, indem Sie seinen Namen antippen.

Sie können sich auch unser ausführliches Video Tutorial ansehen.

Star Walk 2 App

Befolgen Sie diese Schritte, um ein Himmelsobjekt mit Star Walk 2 zu identifizieren:

Schritt 1. Öffnen Sie Star Walk 2 und richten Sie Ihr Gerät auf den Himmel oder tippen Sie auf das Kompasssymbol in der oberen linken Ecke des Bildschirms. Auf dem Bildschirm wird eine Live-Ansicht der Objekte angezeigt, die Sie am Himmel sehen, und die App beginnt, Ihre Bewegungen zu verfolgen.

Schritt 2. Richten Sie Ihr Gerät auf den Teil des Himmels, in dem sich das Objekt befindet. Der Einfachheit halber ziehen Sie den Schieberegler auf der linken Seite nach unten, bis nur noch die am Himmel sichtbaren Objekte auf dem Bildschirm angezeigt werden.

Schritt 3. Jetzt können Sie das helle Objekt identifizieren und Informationen darüber erhalten, indem Sie auf seinen Namen unten auf dem Bildschirm tippen.

Sie können sich auch unser ausführliches Video Tutorial ansehen. Weitere Videos finden Sie im Abschnitt Tutorials.

Wie kann man den Mond mit Planeten fotografieren?

Sie können die Planeten neben dem Mond mit einer professionellen Kamera oder einfach mit einem Smartphone fotografieren. Hier finden Sie ein paar Tipps:

  • Überprüfen Sie die Wettervorhersage. Öffnen Sie die App Sky Tonight und tippen Sie auf das Teleskopsymbol am unteren Rand. Sie sehen zwei Registerkarten — Index und Wetter. Wählen Sie den zweiten Tab und finden Sie das Datum bei wolkenlosem Wetter, damit die Wolken Ihre Nacht der Astrofotografie nicht stören.

  • Finden Sie heraus, wann Objekte für Ihren Standort günstig platziert sind. Tippen Sie in Sky Tonight unten auf das Lupensymbol. Geben Sie den Namen des gewünschten Objekts ein und tippen Sie auf das Zielsymbol neben dem entsprechenden Suchergebnis. Wenn die App den Standort des Objekts anzeigt, können Sie mit dem Bedienfeld oben durch die Zeit scrollen, um den besten Zeitpunkt für die Aufnahme zu finden.

  • Rahmen einstellen. Bestimmen Sie die scheinbare Entfernung zwischen dem Mond und dem Planeten und finden Sie die Altitude mit Sky Tonight. Definieren Sie als nächstes ein Rechteck, das groß genug ist, um alles, was Sie sehen möchten, in den Rahmen einzupassen, lassen Sie aber noch etwas Platz. Verwenden Sie dann den Gesichtsfeldrechner, um die richtige Linsengröße für die Abdeckung zu finden.

  • Einfügen Sie etwas anderes in die Aufnahme. Je nach Umgebung kann dies ein Baum oder ein kleines Haus sein. Hier ist ein Beispiel, wie ein Ziel im Vordergrund eine Aufnahme verbessern kann. Verwenden Sie den AR-Modus von Sky Tonight, um das Bild des Nachthimmels über den Hintergrund zu legen. Tippen Sie dazu auf die große blaue Schaltfläche auf dem Hauptbildschirm.

  • Benutzen Sie ein Stativ. Es hilft, die Kamera ruhig zu halten und mehrere Aufnahmen aus dem gleichen Winkel zu machen.

Planeten neben dem Mond im März 2024

8. März: Mars neben dem Mond

  • Konjunktionszeitpunkt: 05:59 Uhr MEZ (04:59 Uhr GMT)
  • Abstand bei der Konjunktion: 3°35'
  • Annäherungszeitpunkt: 07:51 Uhr MEZ (06:51 Uhr GMT)
  • Abstand bei der Annäherung: 3°17'

Am 8. März treffen sich der zu 4,8 % beleuchtete Mond und Mars (1,3 mag) im Sternbild Steinbock. Der Planet wird fast gleichzeitig mit der Sonne aufgehen und kaum zu sehen sein. Auch der Mond wird kaum zu sehen sein, da das Ereignis zwei Tage vor Neumond stattfindet.

8. März: Venus neben dem Mond

  • Konjunktionszeitpunkt: 18:01 Uhr MEZ (17:01 Uhr GMT)
  • Abstand bei der Konjunktion: 3°12'
  • Annäherungszeitpunkt: 19:56 Uhr MEZ (18:56 Uhr GMT)
  • Abstand bei der Annäherung: 3°00'

Am 8. März treffen sich der zu 4,8 % beleuchtete Mond und die Venus (-3,9 mag) im Sternbild Steinbock. Der Planet wird fast gleichzeitig mit der Sonne aufgehen und kaum zu sehen sein. Auch der Mond wird kaum zu sehen sein, da das Ereignis zwei Tage vor Neumond stattfindet.

10. März: Neptunbedeckung durch den Mond

  • Beginn der Bedeckung: 18:54 Uhr MEZ (17:54 Uhr GMT)
  • Ende der Bedeckung: 22:44 Uhr MEZ (21:44 Uhr GMT)
  • Annäherungszeitpunkt: 20:45 Uhr MEZ (19:45 Uhr GMT)
  • Abstand bei der Annäherung: 0°28'

Am 10. März wird der zu 0,2 % beleuchtete Mond vor Neptun (8,0 mag) vorbeiziehen. Die Bedeckung wird von Südamerika aus sichtbar sein; der Rest der Welt wird den Planeten und den Mond nahe beieinander sehen. Das Ereignis wird schwierig zu beobachten sein, da sich beide Objekte in der Nähe der Sonne befinden.

11. März: Merkurbedeckung durch den Mond

  • Beginn der Bedeckung: 02:42 Uhr MEZ (01:42 Uhr GMT)
  • Ende der Bedeckung: 06:04 Uhr MEZ (05:04 Uhr GMT)
  • Annäherungszeitpunkt: 04:15 Uhr MEZ (03:15 Uhr GMT)
  • Abstand bei der Annäherung: 0°54'

Am 11. März wird der zu 2,9 % beleuchtete Mond vor Merkur (-1,3 mag) vorbeiziehen. Die Bedeckung wird von Neuseeland aus sichtbar sein; der Rest der Welt wird den Planeten und den Mond nahe beieinander sehen. Da das Ereignis mit Neumond zusammenfällt, wird unser Erdtrabant fast unsichtbar sein. Merkur geht tagsüber auf und eine Stunde nach der Sonne unter.

13. März: Jupiter neben dem Mond

  • Annäherungszeitpunkt: 23:44 Uhr MEZ (22:44 Uhr GMT)
  • Abstand bei der Annäherung: 3°19'
  • Konjunktionszeitpunkt: 14. März um 02:01 Uhr MEZ (01:01 Uhr GMT)
  • Abstand bei der Konjunktion: 3°36'

Am 13. März treffen sich der zu 16,6 % beleuchtete Mond und Jupiter (-2,1 mag) im Sternbild Widder. Beobachtungen beginnen am besten am Abend, kurz nach Sonnenuntergang: Dann wird das Duo den höchsten Punkt am Himmel passiert haben. Sowohl der Mond als auch der Planet werden hell genug sein, um mit bloßem Auge gesehen zu werden.

14. März: Uranus neben dem Mond

  • Annäherungszeitpunkt: 11:00 Uhr MEZ (10:00 Uhr GMT)
  • Abstand bei der Annäherung: 3°15'

Am 14. März treffen der zu 26,3 % beleuchtete Mond und Uranus (5,8 mag) im Sternbild Widder aufeinander. Beide Objekte steigen tagsüber auf und erreichen bei Sonnenuntergang den höchsten Punkt am Himmel. Uranus ist ohne optische Hilfsmittel eher schwach zu beobachten, daher empfiehlt es sich, ein Fernglas mitzubringen.

Zum Abschluss

Jetzt wissen Sie, was für helle Punkte sich neben dem Mond befinden. Um die Planeten und Sterne neben unserem Erdtrabanten zu sehen, gehen Sie in einer wolkenlosen Nacht nach draußen und verwenden Sie Star Walk 2 oder Sky Tonight, die Ihnen die besten Beobachtungsbedienungen aufzeigen. Holen Sie sich auch die visuelle Darstellung in unserer neuen Schritt-für-Schritt Video-Anleitung zur Erkennung von Objekten in der Nähe des Mondes mit der Sky Tonight App.

Erfahren Sie mehr über vergangene Konjunktionen mit dem Mond und den Planeten, die 2021 stattfanden, in unserem separaten Artikel. Schauen Sie sich auch unseren dedizierten Artikel an, um herauszufinden, wann der Mond im Jahr 2023 in Konjunktion mit den Planeten stand.

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