Interessante Fakten über den Merkur: Merkur-Besonderheiten und Sichtbarkeit

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Merkur ist der kleinste Planet und steckt voller Extreme: 88-Tage-Jahre, 176-Tage-Sonnentage, enorme Temperaturschwankungen und sogar ein kometenartiger Schweif. In diesem Guide finden Sie die interessantesten Fakten zu Merkur (Größe, Farbe, Temperatur, Zusammensetzung, Monde) sowie schnelle, praktische Tipps, wie Sie Merkur am Himmel entdecken können. Da er stets in Sonnennähe bleibt, ist das Timing entscheidend. Öffnen Sie die kostenlose Star-Walk-App, um Merkurs Position in Sekunden zu prüfen und ihn in den besten Beobachtungsfenstern zu sehen.

Inhalt

Merkur-Fakten im Steckbrief

  • Planetentyp: terrestrisch
  • Radius: 2440 km
  • Masse: 3,3011×10^23 kg
  • Aphelion: 69,8 Millionen km
  • Perihelion: 46.0 Millionen km
  • Durchschnittliche Entfernung von der Erde: 77 Millionen km
  • Oberflächentemperatur: –173 °C bis 427 °C
  • Sonnentaglänge: 176 Erdtage
  • Sidereale Tageslänge: 59 Erdtage
  • Jahreslänge: 88 Erdtage
  • Alter: 4.503 Milliarden Jahre
  • Benannt nach: römischer Gott des Handels

7 spannende Fakten über Merkur, die Sie bestimmt noch nicht kannten

Merkur hat keine Jahreszeiten wie die Erde

Auf der Erde entstehen die Jahreszeiten, weil unser Planet um etwa 23,5 Grad gegenüber der Ekliptik geneigt ist. Im Gegensatz dazu steht Merkurs Achse nahezu gerade: Sie ist nur um etwa 0,034° geneigt, sodass keine Hemisphäre stärker zur Sonne hin geneigt werden kann. Wie genau das funktioniert, lesen Sie im Artikel „Was verursacht den Wechsel der Jahreszeiten?“.

Trotzdem erlebt Merkur eine Art saisonale Veränderung: thermische Jahreszeiten. Seine Umlaufbahn ist stark elliptisch, sodass er der Sonne zeitweise deutlich näher und zu anderen Zeiten deutlich weiter entfernt ist. Erreicht Merkur sein Aphel (den sonnenfernsten Punkt), bekommt er weniger Sonnenlicht und kühlt ab. Im Perihel (dem sonnennächsten Punkt) erhält Merkur deutlich mehr Sonnenlicht und heizt sich auf. Die Entfernung des Merkur zur Sonne ist im Aphel etwa 1,5-mal so groß wie im Perihel – deshalb ist der Unterschied so auffällig.

Merkur hat einen Schweif

Viele wissen, dass Kometen Schweife haben. Aber haben Sie schon von einem Planeten gehört, der einen hat? Merkur hat einen kometenähnlichen Schweif, der entsteht, wenn Sonnenstrahlung und Sonnenwind Natriumatome von der Planetenoberfläche lösen. Zu sehen ist er nicht leicht: Dafür brauchen Sie eine Langzeitbelichtung mit einem Teleskop und einem speziellen Filter.

Merkur ist nicht der heißeste Planet

Merkur ist der sonnennächste Planet, aber nicht der heißeste. Diesen Titel trägt Venus. Warum? Merkur besitzt nur eine extrem dünne Exosphäre und kann Wärme kaum speichern – die Oberfläche wird in der Sonne stark aufgeheizt und kühlt nachts schnell ab. Venus hingegen ist von einer dichten Kohlendioxid-Atmosphäre umhüllt, die einen intensiven Treibhauseffekt erzeugt und den Planeten Tag und Nacht glühend heiß hält.

Ein Tag auf Merkur dauert zwei Merkurjahre

Merkur rotiert etwa alle 59 Erdtage einmal, aber ein Sonnentag – von Sonnenaufgang bis Sonnenaufgang – dauert etwa 176 Erdtage. Das sind ungefähr zwei Merkurjahre, denn Merkur umrundet die Sonne in nur etwa 88 Erdtagen. Anders gesagt: Auf Merkur könnten Sie zwei Geburtstage feiern, bevor die Sonne untergeht.

Auf Merkur kann es zwei Sonnenaufgänge hintereinander geben

Rund um das Perihel, wenn Merkur der Sonne am nächsten ist, bewegt sich der Planet auf seiner Umlaufbahn am schnellsten. Für kurze Zeit kann diese Umlaufbewegung seine langsame Rotation „überholen“. Deshalb kann die Sonne von bestimmten Orten auf der Oberfläche aus betrachtet scheinbar langsamer werden, stehen bleiben oder sogar rückwärts über den Himmel wandern. Dieses Phänomen kann die Illusion von doppelten Sonnenaufgängen erzeugen: Die Sonne geht auf, kehrt um, geht wieder unter und steigt dann erneut auf.

Merkur ist ein Budha-Planet

Im Sanskrit heißt Merkur Budha (nicht zu verwechseln mit Buddha, dem Begründer des Buddhismus). In vedischen Texten wird er als Budha-Planet bezeichnet und als Gottheit beschrieben, als Sohn von Soma (oder Chandra, dem Mondgott) und Tara (der Frau von Bṛhaspati, dem Gott des Jupiters).

Merkur ist der kleinste – und er wird noch kleiner

Merkur ist der kleinste Planet im Sonnensystem – und er schrumpft noch immer. Während sein Inneres langsam abkühlt, zieht sich Merkur zusammen, und seine Kruste staucht sich wie bei einem trocknenden Apfel. Dadurch entstehen riesige, klippenartige „Falten“ namens „lobate scarps“ („gewundene Böschungen“) – lange Rücken und steile Hänge, die Krater und Ebenen durchschneiden und zeigen, dass Merkur geologisch viel länger aktiv geblieben ist, als man erwarten würde.

Wie ist der Merkur? Größe, Temperatur und Zusammensetzung

Wie groß ist Merkur?

Mercury Size

Merkur ist der kleinste Planet im Sonnensystem sowohl in Masse als auch in Durchmesser. Er ist 18-mal so massig wie die Erde und sein Durchmesser beträgt kaum zwei Fünftel der Erdgröße. Um Ihnen ein besseres Verständnis der Größe von Merkur zu vermitteln: Er ist nur ein Drittel so groß wie der Mond.

Erstaunlicherweise wurde dieser kleine Planet im Laufe der Zeit sogar noch kleiner. Das Abkühlen seines Kerns hat den gesamten Planeten schrumpfen lassen und den Radius um etwa 1-7 Kilometer reduziert.

Wie heiß ist Merkur?

Die Temperatur der Merkuroberfläche schwankt stärker als auf jedem anderen Planeten unseres Sonnensystems. Sie kann von −173 °C nachts bis 427 °C tagsüber reichen. Dies geschieht, weil der kleinste Planet fast keine Atmosphäre hat, um Wärme einzufangen, und er schnell die Energie verliert, die er tagsüber von der Sonne erhält.

Obwohl Merkur der sonnennächste Planet ist, ist er nicht der heißeste (Venus ist).

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Wie lang ist ein Tag auf Merkur?

Ein Sonnentag – die Zeit, die die Sonne braucht, um aufzugehen, unterzugehen und wieder an derselben Stelle aufzugehen – dauert auf Merkur etwa 176 Erdtage. Und hier kommt eine weitere merkwürdige Tatsache: Ein Sonnentag ist auf diesem Planeten ungefähr doppelt so lang wie ein Jahr, das 88 Erdtage dauert. Wie kann das sein?

Day on Mercury

Der kleinste Planet rotiert langsam um seine Achse – eine Umdrehung dauert 59 Erdtage. Seine Sonnenauf- und -untergänge unterscheiden sich jedoch stark von denen der Erde. Aufgrund des ungewöhnlichen 3:2‑Rotationsmusters (drei Rotationen um die eigene Achse für zwei Umläufe um die Sonne) und seiner exzentrischen Umlaufbahn kann die Sonne auf Merkur zweimal aufgehen: einmal kurz vor Sonnenuntergang und dann wieder von einigen Teilen der Oberfläche aus. Das Gleiche passiert umgekehrt beim Sonnenuntergang. Dadurch dauert es viel länger, bis die Sonne wieder an derselben Stelle erscheint, und ein Sonnentag dauert fast doppelt so lange wie ein Merkurjahr.

Obwohl er sich langsam dreht, umkreist Merkur die Sonne mit 47 km/s schneller als jeder andere Planet. Im Vergleich dazu hat der zweitschnellste Planet unseres Sonnensystems, die Venus, eine Geschwindigkeit von 35 km/s.

Woraus besteht Merkur?

What is Mercury made of

Da Merkur ein Gesteinsplanet ist, besteht er hauptsächlich aus Eisen, Nickel und Silikatgestein. Er besitzt einen großen Eisenkern, der etwa 60 % des Planetvolumens ausmacht (zum Vergleich: Der Erdkern macht nur 16 % aus), und eine etwa 400 km dicke äußere Hülle. Übrigens ist Merkurs Kern ungefähr so groß wie unser Mond. Eine weitere Ähnlichkeit mit dem Mond: Die trockene, felsige Oberfläche ist von Kratern übersät.

Krater entstehen durch Einschläge von Asteroiden oder anderen Himmelskörpern – die Kraterdichte auf einer Oberfläche ist meist ein Hinweis auf ihr Alter. Da Merkurs Oberfläche stark verkratert ist, ist sie höchstwahrscheinlich sehr alt.

Wie sieht Merkur aus?

Im Weltraum ähnelt Merkur dem Mond grob – nur etwas grauer und größer als unser natürlicher Satellit. Auf NASA-Bildern von Merkur sehen Sie helle Einschlagskrater mit „Strahlen“ aus zermahlenem Gestein, die nach außen verlaufen. Außerdem wird Merkurs Oberfläche von langen Rücken, Brüchen und schroffen, klippenartigen Steilstufen geprägt – Merkmale, die zusammen mit unzähligen Kratern eine raue Landschaft formen. Da Merkur nur eine extrem dünne Exosphäre besitzt, die das Sonnenlicht kaum streut, sind Schatten messerscharf und die Landschaft wirkt stark kontrastreich.

Am Himmel sieht Merkur mit bloßem Auge wie ein heller „Stern“ tief über dem Horizont aus, oft gelblich oder orange durch die Erdatmosphäre gefärbt. Im Fernglas bleibt er sternähnlich. In einem kleinen Teleskop können Sie die Phasen von Merkur erkennen (wie beim Mond): Er wechselt von einer dünnen Sichel zur Halbphase und zu einer zunehmenden Form, während er die Sonne umkreist. Die besten Ansichten gelingen in der Dämmerung, wenn Merkur am höchsten über dem Horizont steht und der Himmel noch relativ dunkel ist.

Merkur am Himmel 2026: Sichtbarkeit Monat für Monat

Hier ist ein kurzer Sichtbarkeits‑Überblick für Merkur in den kommenden Monaten des Jahres 2026:

  • August: Merkur ist am Morgenhimmel zu sehen, am besten von der nördlichen Hemisphäre aus. Am 2. August erreicht er seine größte Elongation. Am 27. August steht Merkur in oberer Konjunktion und verschwindet im gleißenden Licht der Sonne.
  • September: Mitte September taucht Merkur wieder am Abendhimmel auf.
  • Oktober: Der Planet steigt am Himmel höher auf und erreicht am 12. Oktober seine größte Elongation. Am 24. Oktober beginnt Merkur seine Rückläufigkeit.
  • November: Merkur erreicht am 4. November die untere Konjunktion mit der Sonne und verschwindet im Sonnenlicht. Am 13. November endet seine rückläufige Bewegung und am 21. November erreicht er seine größte Elongation und erscheint wieder am Morgenhimmel.
  • Dezember: Merkur bleibt bis Mitte Dezember ein Morgenobjekt und gleitet allmählich wieder in den Sonnenaufgangsglanz.

Merkur-Ereignisse im Jahr 2026

Merkur hält sich am Himmel häufig nahe an der Sonne auf und kann daher schwer zu erkennen sein – die Suche lohnt sich jedoch! Merkur erscheint regelmäßig in der Nähe des Mondes, heller Sterne und anderer Planeten. Um schnell zu prüfen, ob Merkur von Ihrem Standort aus gerade sichtbar ist und wo genau Sie suchen müssen, verwenden Sie den Planetenguide von Star Walk 2. Geben Sie einfach den Namen eines Planeten in das Suchfeld ein, und die App zeigt Ihnen seine Position am Himmel.

2. August: Merkur in größter westlicher Elongation

Am 2. August erreicht Merkur (0,1 mag) seine größte westliche Elongation und steht 19°28′ von der Sonne entfernt. Normalerweise erscheint der Planet an unserem Himmel nahe der Sonne. An diesem Tag erreicht er jedoch um 10:07 Uhr MESZ (08:07 Uhr GMT) seinen größten scheinbaren Winkelabstand von ihr.

Merkur ist vor Sonnenaufgang im Sternbild Zwillinge sichtbar. Suchen Sie während der Morgendämmerung nach einem hellen Punkt nahe dem ostnordöstlichen Horizont. Zwei auffällige Sterne in seiner Nähe sind Kastor und Pollux – die hellsten Sterne im Sternbild Zwillinge.

Hier finden Sie die besten Zeiten zur Beobachtung des Merkur am 2. August 2026. Wie die Tabelle zeigt, unterscheidet sich das Sichtbarkeitsfenster je nach Standort erheblich. Das Sichtbarkeitsfenster beginnt, wenn Merkur eine Höhe von 7° erreicht, und endet, wenn die Sonne 6° unter dem Horizont steht. Der „beste Zeitpunkt“ entspricht dem Ende dieses Fensters; die angegebene Merkurhöhe bezieht sich auf diesen Moment. Die Uhrzeiten sind lokal und auf volle Minuten gerundet, daher kann das dargestellte Intervall geringfügig von der angegebenen Fensterlänge abweichen.

StadtBestes SichtbarkeitsfensterBester ZeitpunktMerkurhöheFensterlänge
München, Deutschland05:10–05:14 Uhr MESZ05:14 Uhr7,8°5 Min.
Frankfurt am Main, Deutschland05:16 Uhr MESZ05:16 Uhr7,1°1 Min.
Stuttgart, Deutschland05:18–05:20 Uhr MESZ05:20 Uhr7,4°3 Min.
Wien, Österreich04:50–04:54 Uhr MESZ04:54 Uhr7,7°5 Min.
Graz, Österreich04:57–05:03 Uhr MESZ05:03 Uhr8,1°7 Min.
Linz, Österreich04:58–05:02 Uhr MESZ05:02 Uhr7,6°5 Min.
Zürich, Schweiz05:24–05:29 Uhr MESZ05:29 Uhr7,9°6 Min.
Genf, Schweiz05:36–05:43 Uhr MESZ05:43 Uhr8,2°8 Min.
Basel, Schweiz05:27–05:32 Uhr MESZ05:32 Uhr7,9°6 Min.

11. August: Mond nahe Merkur

  • Konjunktionszeitpunkt: 14:47 Uhr MESZ (12:47 Uhr GMT)
  • Konjunktionsabstand: 2°08′
  • Zeitpunkt der größten Annäherung: 16:05 Uhr MESZ (14:05 Uhr GMT)
  • Abstand bei der größten Annäherung: 1°58′

Am 11. August zieht eine sehr schmale abnehmende Mondsichel nahe an Merkur (−0,9 mag) im Sternbild Krebs vorbei. Das Paar geht kurz vor Sonnenaufgang tief über dem östlichen Horizont auf. Etwa 30 Minuten später folgt der helle Jupiter (−1,8 mag) am Morgenhimmel.

Dabei gibt es eine Schwierigkeit: Sowohl der Mond als auch Merkur stehen sehr nahe an der Sonne. Ihre Chancen, das Paar zu sehen, hängen stark von Ihrem Standort und einer freien Sicht zum östlichen Horizont ab. Beginnen Sie die Beobachtung rechtzeitig vor Sonnenaufgang und verwenden Sie keine optischen Hilfsmittel, sobald sich die Sonne über dem Horizont befindet.

StadtBeste Zeit (Ortszeit)AbstandHöhe, Mond / Merkur
Berlin, Deutschland11. Aug., ca. 04:51 Uhr MESZ (02:51 Uhr GMT)ca. 4,8°ca. 10° / 6°
Hamburg, Deutschland11. Aug., ca. 05:01 Uhr MESZ (03:01 Uhr GMT)ca. 4,7°ca. 10° / 6°
München, Deutschland11. Aug., ca. 05:08 Uhr MESZ (03:08 Uhr GMT)ca. 5,1°ca. 12° / 7°
Wien, Österreich11. Aug., ca. 04:54 Uhr MESZ (02:54 Uhr GMT)ca. 5,3°ca. 13° / 8°
Graz, Österreich11. Aug., ca. 04:59 Uhr MESZ (02:59 Uhr GMT)ca. 5,4°ca. 14° / 8°
Zürich, Schweiz11. Aug., ca. 05:17 Uhr MESZ (03:17 Uhr GMT)ca. 5,0°ca. 12° / 7°
Genf, Schweiz11. Aug., ca. 05:24 Uhr MESZ (03:24 Uhr GMT)ca. 5,1°ca. 13° / 8°
Basel, Schweiz11. Aug., ca. 05:20 Uhr MESZ (03:20 Uhr GMT)ca. 5,0°ca. 12° / 7°

12. August: Merkur in einer Konstellation aus sechs Planeten

Planetenkonstellation am 12. August 2026 (Nordhalbkugel)
Sechs Planeten in einer Planetenkonstellation am 12. August 2026, gesehen von der Nordhalbkugel aus.

Um den 12. August erscheint Merkur zusammen mit Jupiter, Mars, Uranus, Saturn und Neptun am Morgenhimmel. Kurz vor Sonnenaufgang steht Merkur tief über dem östlichen Horizont. Für seine Beobachtung benötigen Sie daher eine freie, unverstellte Sicht und das richtige Timing. Die beste Beobachtungszeit für Ihren Standort und vollständige Beobachtungstipps finden Sie in unserem Leitfaden zur Planetenkonstellation im August 2026.

15. August: Jupiter nahe Merkur

  • Konjunktionszeitpunkt: 11:16 Uhr MESZ (09:16 Uhr GMT)
  • Konjunktionsabstand: 0°34′
  • Zeitpunkt der größten Annäherung: 12:42 Uhr MESZ (10:42 Uhr GMT)
  • Abstand bei der größten Annäherung: 0°33′

Am 15. August erscheinen Jupiter (−1,8 mag) und Merkur (−1,3 mag) nahe beieinander im Sternbild Krebs. Die beiden Planeten sind kurz vor Sonnenaufgang sehr tief über dem östlichen Horizont sichtbar. Beide sind hell genug, um mit bloßem Auge gesehen zu werden, doch in der Morgendämmerung kann ein Fernglas hilfreich sein.

StadtBeste Zeit (Ortszeit)AbstandHöhe, Merkur / Jupiter
Berlin, Deutschland15. Aug., 05:10 Uhr MESZ (03:10 Uhr GMT)0,8°5° / 4°
Hamburg, Deutschland15. Aug., 05:20 Uhr MESZ (03:20 Uhr GMT)0,8°5° / 4°
München, Deutschland15. Aug., 05:35 Uhr MESZ (03:35 Uhr GMT)0,7°5° / 5°
Wien, Österreich15. Aug., 05:15 Uhr MESZ (03:15 Uhr GMT)0,8°5° / 5°
Graz, Österreich15. Aug., 05:20 Uhr MESZ (03:20 Uhr GMT)0,8°5° / 5°
Zürich, Schweiz15. Aug., 05:50 Uhr MESZ (03:50 Uhr GMT)0,7°5° / 5°
Genf, Schweiz15. Aug., 06:00 Uhr MESZ (04:00 Uhr GMT)0,7°5° / 5°
Basel, Schweiz15. Aug., 05:50 Uhr MESZ (03:50 Uhr GMT)0,7°5° / 5°

25. August: Merkur nahe Regulus

  • Konjunktionszeitpunkt: 09:32 Uhr MESZ (07:32 Uhr GMT)
  • Konjunktionsabstand: 1°23′
  • Zeitpunkt der größten Annäherung: 15:23 Uhr MESZ (13:23 Uhr GMT)
  • Abstand bei der größten Annäherung: 1°18′

Am 25. August zieht Merkur (−1,8 mag) im Sternbild Löwe nahe an Regulus (1,4 mag) vorbei. Leider steht das Paar zu nahe an der Sonne, um sicher beobachtet werden zu können, da sich die Sonne vom 10. August bis zum 15. September im Tierkreissternbild Löwe befindet. Zum Zeitpunkt der größten Annäherung ist Merkur nur etwa 3° von der Sonne entfernt, sodass das Paar nicht beobachtbar ist. Versuchen Sie niemals, dieses Ereignis mit einem Fernglas oder Teleskop zu verfolgen.

12. September: Mond nahe Merkur

  • Zeitpunkt der größten Annäherung: 05:49 Uhr MESZ (03:49 Uhr GMT)
  • Abstand bei der größten Annäherung: 3°24′
  • Konjunktionszeitpunkt: 09:31 Uhr MESZ (07:31 Uhr GMT)
  • Konjunktionsabstand: 3°51′

Am 12. September zieht eine sehr schmale zunehmende Mondsichel, nur einen Tag nach Neumond, nahe an Merkur (−0,6 mag) im Sternbild Jungfrau vorbei. Das Paar erscheint kurz nach Sonnenuntergang tief über dem westlichen Horizont. Weiter oben, etwa 28°–29° von Merkur entfernt, können Sie die helle gelbliche Venus (−4,7 mag) erkennen.

Dabei gibt es eine Schwierigkeit: Sowohl der Mond als auch Merkur befinden sich sehr nahe an der Sonne. Ihre Chancen, sie zu sehen, hängen stark von Ihrem Standort und einer vollkommen freien Sicht zum westlichen Horizont ab. Das Ereignis ist generell von der Südhalbkugel aus leichter zu beobachten, da das Paar dort nach Sonnenuntergang höher am Himmel bleibt.

5.–7. Oktober: Venus nahe Merkur

  • Konjunktionszeitpunkt: 5. Oktober, 16:50 Uhr MESZ (14:50 Uhr GMT)
  • Konjunktionsabstand: 5°28′
  • Zeitpunkt der größten Annäherung: 7. Oktober, 06:09 Uhr MESZ (04:09 Uhr GMT)
  • Abstand bei der größten Annäherung: 5°02′

Vom 5. bis 7. Oktober erscheinen Venus (−4,6 mag) und Merkur (0,0 mag) nach Sonnenuntergang nahe beieinander im Sternbild Jungfrau. Das Ereignis begünstigt die Südhalbkugel deutlich: Dort stehen beide Planeten nach Sonnenuntergang relativ hoch über dem westlichen Horizont.

In Deutschland, Österreich und der Schweiz steht das Paar dagegen sehr tief oder ist bereits untergegangen, wenn der Himmel dunkel genug wird. Die Konjunktion ist in der DACH-Region daher nur äußerst schwer oder gar nicht zu beobachten.

Merkur FAQ

Welche Farbe hat Merkur?

Merkur ist hauptsächlich dunkelgrau. Die Farbe eines Planeten hängt von der Farbe seiner Oberfläche und seinen Reflexionsfähigkeiten ab. Leider bietet das felsige, staubbedeckte Äußere von Mercury nur eine geringe Farbvielfalt.

Wie viele Monde hat Merkur?

Merkur hat keine Monde. Da er so nah an der Sonne kreist, würde deren starke Gravitation jeden möglichen Mond wegziehen oder destabilisieren – Merkur könnte ihn nicht lange halten.

Wie weit ist Merkur von der Sonne entfernt?

Seine mittlere Entfernung zur Sonne beträgt etwa 58 Millionen km. Damit ist Merkur unter den Planeten im Sonnensystem der sonnennächste.

Wann wurde Merkur entdeckt?

Merkur wird seit der Antike beobachtet. Die früheste aufgezeichnete Beobachtung stammt aus dem Jahr 265 v. Chr. Die ersten Menschen, die Merkur mit einem Teleskop beobachteten, waren Galileo Galilei und Thomas Harriot im 17. Jahrhundert.

Warum ist die Venus heißer als Merkur?

Obwohl Merkur der sonnennächste Planet ist, ist die Venus heißer wegen der dicken Venusatmosphäre, die Wärme einfängt. Merkur wiederum hat keine nennenswerte Atmosphäre und kann die Sonnenenergie nicht aufnehmen.

Wie sieht die Sonne von Merkur aus?

Wenn Sie auf Merkur stehen könnten, im Aphel (der größten Entfernung, die Merkur von der Sonne haben kann), würden Sie die Sonne doppelt so groß sehen, wie sie von der Erde aus erscheint. Im Perihel (der nächstgelegenen Entfernung) würde die Sonne dreimal so groß erscheinen wie von unserem Planeten aus.

Interessante Fakten über Merkur: Zusammenfassung

Merkur steckt voller Überraschungen. Er ist der sonnennächste Planet, aber nicht der heißeste. Er ist klein, besitzt aber einen riesigen Eisenkern in Mondgröße. Merkur hat keine Monde und fast keine Atmosphäre. Außerdem ist er schwer zu beobachten, weil er nahe an der Sonne und tief am Horizont bleibt. Aber wir machen es Ihnen leichter: Nutzen Sie die kostenlose App Star Walk 2, um Merkur in Sekundenschnelle von Ihrem Standort aus zu finden.

Sie können auch den lustigen und lehrreichen Zeichentrickfilm über Merkur ansehen, der die wichtigsten Fakten über den Planeten in einfachen Worten erklärt.

Wir wünschen Ihnen klare Nächte und viel Freude beim Beobachten!

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