Suchen Sie danach, was Sie diese Woche am Himmel sehen können? Dieser Guide zeigt die kommenden astronomischen Ereignisse. Scrollen Sie nach unten für Himmelskarten und Beobachtungstipps und nutzen Sie die Sky Tonight App, um zu prüfen, wann und wo jedes Objekt an Ihrem Himmel erscheint.
Heute sichtbare Planeten: Am Abend — Saturn (bloßes Auge) und Neptun (Teleskop); vom späten Abend bis zur Morgendämmerung — Uranus (Fernglas/Teleskop); vor der Morgendämmerung — Mars und Jupiter (bloßes Auge). Merkur steht nach Sonnenuntergang tief und ist schwer zu sehen, wobei die Südhalbkugel begünstigt ist; Venus geht praktisch im Glanz der Sonne unter. Mehr dazu: Heute sichtbare Planeten
Heute sichtbare Sternbilder: Nordhalbkugel — Wassermann, Pegasus, Kepheus, Eidechse, Südlicher Fisch und in niedrigen nördlichen Breiten auch Kranich; Südhalbkugel — Wassermann, Südlicher Fisch, Kranich und Oktant. Mehr dazu: Sternbilder im Oktober 2026
Bevorstehende astronomische Ereignisse: 21.–27. Oktober 2026
Datum
Ereignis
Beste Zeit
Ausrüstung
21.–22. Oktober
Maximum der Orioniden
Vor der Morgendämmerung
Bloßes Auge
24. Oktober
Mond nahe Neptun
Abend/Nacht
Teleskop
24. Oktober
Maximum der Leonis-Minoriden
Späte Nacht/vor der Morgendämmerung
Bloßes Auge
24. Oktober
Mond nahe Saturn
Abend/Nacht
Bloßes Auge/Teleskop
25. Oktober
Dreieck aus Mond, Saturn und Algenib
Abend/Nacht
Bloßes Auge
26. Oktober
Vollmond
Abend/Nacht
Bloßes Auge
26.–27. Oktober
Mars, Praesepe, Jupiter und Regulus bilden eine Linie
Vor der Morgendämmerung
Bloßes Auge/Fernglas
Unten finden Sie Himmelsereignisse nach Datum geordnet, mit kurzen Beobachtungstipps, die Ihnen helfen, die besten Nächte für die Sternbeobachtung auszuwählen. Alle Daten sind in GMT angegeben, daher kann das genaue Kalenderdatum in Ihrer lokalen Zeitzone abweichen.
21.–22. Oktober: Maximum der Orioniden
Die Orioniden erreichen in der Nacht vom 21. auf den 22. Oktober ihr Maximum. Unter ideal dunklem Himmel und mit dem Radianten hoch über dem Beobachter sind bis zu etwa 20 Meteore pro Stunde möglich. Tatsächlich sind es meist weniger. Diese Meteore sind besonders schnell und können helle, nachleuchtende Spuren hinterlassen; gelegentlich ist auch eine Feuerkugel dabei. Der bereits mehr als halb beleuchtete, zunehmende Mond hellt die erste Nachthälfte auf. Am besten beobachten Sie deshalb vor der Morgendämmerung, wenn Orion hoch steht und der Mond tief steht oder schon untergegangen ist. Der Meteorstrom ist von beiden Halbkugeln aus sichtbar, und Sie benötigen keine Ausrüstung.
24. Oktober: Maximum der Leonis-Minoriden; Mond nahe Neptun und Saturn
Die Leonis-Minoriden erreichen um den 24. Oktober ihr Maximum, sind dieses Jahr aber eine Herausforderung. Selbst unter idealen Bedingungen liefert der Strom nur etwa zwei Meteore pro Stunde. Der helle, fast volle zunehmende Mond macht es noch schwieriger, diese wenigen Sternschnuppen zu entdecken. Der Radiant liegt im Kleinen Löwen und steht für Beobachter auf der Nordhalbkugel günstiger. Ausrüstung ist nicht nötig, ein dunkler Standort und viel Geduld helfen jedoch.
Am 23. und 24. Oktober zieht der helle, fast volle zunehmende Mond durch die Fische, nahe Neptun und Saturn. Die größte Annäherung an Neptun findet in mitteleuropäischer Ortszeit in der Nacht vom 23. auf den 24. Oktober statt, die an Saturn später am 24. Oktober. Saturn ist mit bloßem Auge leicht zu finden. Für den fernen Neptun brauchen Sie dagegen ein Teleskop, und das helle Mondlicht erschwert die Suche nach dem lichtschwachen Planeten zusätzlich. Die drei Himmelskörper bleiben einen Großteil der Nacht in derselben Himmelsregion: Saturn dient als gut sichtbarer Wegweiser, Neptun ist das anspruchsvollere Ziel.
25. Oktober: Mond, Saturn und Algenib bilden ein Dreieck
Der fast volle Mond, Saturn und Algenib im Pegasus bilden ein großes Dreieck am Himmel. Von Neuseeland und Teilen des Südpazifiks aus kommt seine Form einem gleichseitigen Dreieck besonders nahe. Jede Seite erstreckt sich dort über ungefähr 15°, etwa anderthalb Faustbreiten bei ausgestrecktem Arm. Andernorts unterscheiden sich die Seitenlängen stärker, da die scheinbare Position des Mondes vom Standort und vom Zeitpunkt abhängt. Alle drei Himmelskörper sind mit bloßem Auge sichtbar, allerdings kann Algenib im hellen Mondlicht schwerer zu erkennen sein. Das großräumige Muster lässt sich am besten ohne Fernglas oder Teleskop betrachten.
Der Jägermond erhellt am 26. Oktober den Himmel. Die Vollmondphase tritt um 04:12 UTC ein, also um 05:12 MEZ (UTC+1), im Sternbild Widder. Einen besonders eindrucksvollen Anblick bietet der Mond um seinen Aufgang: Tief über dem Horizont kann er ungewöhnlich groß wirken und einen warmen Orangeton annehmen. Vom 25. bis 27. Oktober erscheint er nahezu voll — es gibt also mehrere gute Nächte, um ihn zu genießen.
26.–27. Oktober: Praesepe, Mars, Jupiter und Regulus bilden eine Linie
Suchen Sie vor der Morgendämmerung nach einer fast geraden Kette von Himmelsobjekten, die sich vom Krebs bis in den Löwen erstreckt: Der Sternhaufen Praesepe, Mars, Jupiter und Regulus stehen annähernd auf einer Linie. Mars befindet sich ungefähr auf halbem Weg zwischen dem Sternhaufen und Jupiter; Regulus setzt die Linie fort. Mars, Jupiter und Regulus sind mit bloßem Auge leicht zu sehen. Ein Fernglas hilft dabei, Praesepe trotz des hellen Mondlichts zu erkennen. Auf der Nordhalbkugel steht die Reihe höher am Himmel. Auch auf der Südhalbkugel ist sie sichtbar, allerdings tiefer.
27.–28. Oktober: Bedeckung der Plejaden durch den Mond
In der Nacht vom 27. auf den 28. Oktober zieht der Mond sehr nahe an den Plejaden vorbei. Von manchen Orten aus bedeckt er einzelne Sterne des Haufens. Welche Sterne bedeckt werden und wann genau das geschieht, hängt vom Standort ab. Die besten nächtlichen Sichtbedingungen bieten weite Teile Europas sowie Teile Nordafrikas, des Nahen Ostens und des östlichen Nordamerikas. Weiter östlich in Asien können Morgendämmerung oder Tageslicht die Beobachtung verhindern. Mit einem Teleskop haben Sie die besten Chancen, das Verschwinden und Wiederauftauchen der Sterne zu verfolgen. Das helle Mondlicht erschwert allerdings die Sicht auf lichtschwächere Sterne.
Am Sternenhimmel gibt es fast immer etwas Sehenswertes. Nutzen Sie diesen Guide, um die besten Ereignisse für heute Nacht und die kommenden Tage auszuwählen, aber denken Sie daran, dass die Sichtbarkeit von Ihrem Standort, der Ortszeit, dem Wetter und der Lichtverschmutzung abhängt. Für die genaueste Ansicht prüfen Sie die exakte Position jedes Objekts in der Sky Tonight App, bevor Sie nach draußen gehen.