Suchen Sie danach, was Sie diese Woche am Himmel sehen können? Dieser Guide zeigt die kommenden astronomischen Ereignisse. Scrollen Sie nach unten für Himmelskarten und Beobachtungstipps und nutzen Sie die Sky Tonight App, um zu prüfen, wann und wo jedes Objekt an Ihrem Himmel erscheint.
Heute sichtbare Planeten: Abends — Saturn und Neptun; vom späten Abend bis zur Morgendämmerung — Uranus; vor der Morgendämmerung — Mars und Jupiter. Merkur und Venus sind nach Sonnenuntergang vor allem von der Südhalbkugel aus sichtbar. Mehr dazu: Heute sichtbare Planeten
Heute sichtbare Sternbilder: Nordhalbkugel — Wassermann, Pegasus, Kepheus, Eidechse, Südlicher Fisch und in niedrigen nördlichen Breiten auch Kranich; Südhalbkugel — Wassermann, Südlicher Fisch, Kranich und Oktant. Mehr dazu: Sternbilder im Oktober 2026
Bevorstehende astronomische Ereignisse: 1.–7. Oktober 2026
Datum
Ereignis
Beste Zeit
Ausrüstung
1. Oktober
Maximum der Tages-Sextantiden
Vor der Morgendämmerung
Mit bloßem Auge
1. Oktober
Mond bei Uranus
Später Abend/Nacht
Fernglas/Teleskop
1. Oktober
Mond bei Aldebaran
Später Abend/Nacht
Mit bloßem Auge
2.–3. Oktober
Dreieck aus Mond, Aldebaran und Beteigeuze
Später Abend/früher Morgen
Mit bloßem Auge
4. Oktober
Saturn in Opposition
Die ganze Nacht
Mit bloßem Auge/Teleskop
4. Oktober
Mond bei Pollux
Späte Nacht/vor der Morgendämmerung
Mit bloßem Auge
5. Oktober
Mond bei Mars
Vor der Morgendämmerung
Mit bloßem Auge
5. Oktober
Marsbedeckung durch den Mond
05:07–07:15 UTC (weltweiter Zeitraum)
Fernglas/Teleskop
5. Oktober
Mond beim Sternhaufen Praesepe
Vor der Morgendämmerung
Fernglas
5. Oktober
Bedeckung des Sternhaufens Praesepe durch den Mond
09:16–14:11 UTC (weltweiter Zeitraum)
Fernglas/Teleskop
5.–7. Oktober
Venus bei Merkur
Nach Sonnenuntergang
Mit bloßem Auge/Fernglas
5.–6. Oktober
Maximum der Oktober-Camelopardaliden
Nachts
Mit bloßem Auge
6. Oktober
Mond bei Jupiter
Vor der Morgendämmerung
Mit bloßem Auge
6. Oktober
Jupiterbedeckung durch den Mond
08:14–12:32 UTC (weltweiter Zeitraum)
Fernglas/Teleskop
7. Oktober
Mond bei Regulus
Vor der Morgendämmerung
Mit bloßem Auge
7. Oktober
Bedeckung des Regulus durch den Mond
01:14–05:04 UTC (weltweiter Zeitraum)
Fernglas/Teleskop
Unten finden Sie Himmelsereignisse nach Datum geordnet, mit kurzen Beobachtungstipps, die Ihnen helfen, die besten Nächte für die Sternbeobachtung auszuwählen. Alle Daten sind in GMT angegeben, daher kann das genaue Kalenderdatum in Ihrer lokalen Zeitzone abweichen; die Zeiten auf den Himmelskarten sind jedoch in Ortszeit angegeben.
1. Oktober: Maximum der Tages-Sextantiden; Mond bei Uranus und Aldebaran
Halten Sie kurz vor der Morgendämmerung am östlichen Himmel nach den Tages-Sextantiden Ausschau. Dieser Meteorstrom ist eher schwach — erwarten Sie also kein großes Schauspiel. Schon ein einziger Meteor am heller werdenden Morgenhimmel wäre ein schöner Erfolg. Sie brauchen keine Ausrüstung, nur einen dunklen Beobachtungsplatz mit freier Sicht zum Horizont.
Blicken Sie spät in der Nacht zum Stier: Dort zieht der helle Mond an Uranus vorbei. Der ferne Eisriese ist viel lichtschwächer als der Mond und mit bloßem Auge kaum auszumachen. Ein Fernglas oder Teleskop hilft beim Auffinden. Aldebaran und die Plejaden dienen in der Nähe als vertraute Orientierungspunkte.
Einige Stunden später wandert der Mond im Stier aus der Umgebung von Uranus auf den hellen Aldebaran zu. Die beiden stehen zwar nicht besonders dicht beieinander, bilden aber ein auffälliges Paar. Die Hyaden und die Plejaden bereichern den Anblick zusätzlich. Sowohl der Mond als auch Aldebaran sind problemlos mit bloßem Auge zu sehen.
2.–3. Oktober: Mond, Aldebaran und Beteigeuze bilden ein Dreieck
Der Mond, Aldebaran und Beteigeuze bilden ein großes, auffälliges Dreieck am Himmel. Die beiden hellen orangeroten Sterne stehen dabei auf gegenüberliegenden Seiten des Mondes. Am späten Abend des 2. Oktober und vor der Morgendämmerung am 3. Oktober ähnelt die Anordnung besonders stark einem gleichseitigen Dreieck. Am besten ist sie von Ost- und Südostasien, Australien und Neuseeland aus zu sehen. Alle drei Himmelskörper sind leicht mit bloßem Auge erkennbar.
4. Oktober: Saturn in Opposition; Pollux beim Mond
Saturn erreicht am 4. Oktober seine Opposition. Damit gehört diese Nacht zu den besten des Jahres, um den Ringplaneten zu beobachten. Er geht etwa bei Sonnenuntergang auf, bleibt die ganze Nacht sichtbar und erreicht um Mitternacht seinen höchsten Stand. Dabei leuchtet er hell im Sternbild Walfisch. Saturn ist mit bloßem Auge leicht zu finden. Ein Teleskop zeigt seine Ringe und bei guten Bedingungen auch Titan sowie einige seiner lichtschwächeren Monde.
Halten Sie in der zweiten Nachthälfte nach der abnehmenden Mondsichel bei Pollux Ausschau, dem hellen gelborangen Stern in den Zwillingen. Das Paar ist gut mit bloßem Auge sichtbar. Ein Fernglas kann den Anblick noch eindrucksvoller machen, ist aber nicht erforderlich.
5. Oktober: Mars beim Mond; Praesepe beim Mond; Venus bei Merkur
Vor der Morgendämmerung leuchtet die abnehmende Mondsichel nahe dem rötlichen Mars. Das Paar ist leicht zu erkennen: Mars erscheint als ruhig leuchtender orangefarbener Punkt neben der zarten Sichel. Beide Himmelskörper sind mit bloßem Auge sichtbar; ein Fernglas macht den Anblick noch schöner.
In Teilen Nordkanadas wird die Begegnung noch eindrucksvoller: Der Mond zieht direkt vor Mars vorbei und verdeckt den Roten Planeten für kurze Zeit. Es ist die erste Marsbedeckung durch den Mond seit Februar 2026. Beobachten Sie vor der Morgendämmerung. Mit einem Fernglas oder Teleskop lässt sich am besten verfolgen, wie Mars hinter dem Mondrand verschwindet und etwas später wieder auftaucht.
Der Mond zieht auch nahe am Sternhaufen Praesepe vorbei, der im Krebs als zarter Lichtfleck erscheint. Beobachten Sie spät in der Nacht und vor der Morgendämmerung, wenn sich Mond, Mars und der Sternhaufen in derselben Himmelsregion versammeln. Der Mond ist mit bloßem Auge leicht zu sehen; die locker verteilten Sterne von Praesepe kommen am besten im Fernglas zur Geltung.
Auf seinem Weg durch den Krebs zieht der Mond durch den Sternhaufen Praesepe und bedeckt einige seiner Sterne. Im Fernglas oder Teleskop bietet sich ein reizvoller Anblick: Die schwachen Lichtpunkte des Sternhaufens scheinen einer nach dem anderen hinter der Mondscheibe zu erlöschen. Die Bedeckung ist am besten von Teilen Nordamerikas aus zu sehen. Die genauen Zeiten hängen vom jeweiligen Stern und Ihrem Beobachtungsort ab.
Suchen Sie nach Sonnenuntergang tief über dem westlichen Horizont nach der strahlend hellen Venus nahe dem deutlich lichtschwächeren Merkur. Die beiden Planeten bilden in der Abenddämmerung ein schönes Paar und bleiben mehrere Tage lang dicht beieinander. Am besten ist die Begegnung von der Südhalbkugel aus zu sehen, wo beide Planeten höher am Himmel stehen. Doch auch in niedrigen nördlichen Breiten können sie bei völlig freier Horizontsicht noch zu entdecken sein.
6. Oktober: Maximum der Oktober-Camelopardaliden; Jupiter beim Mond
Die Oktober-Camelopardaliden sind ein schwacher Meteorstrom. Zum Maximum werden unter idealen Bedingungen etwa 5 Meteore pro Stunde erwartet; tatsächlich können es weniger sein. Der Radiant im Sternbild Giraffe bleibt in weiten Teilen der Nordhalbkugel die ganze Nacht über dem Horizont. Sobald die abnehmende Mondsichel aufgeht, kann ihr Licht jedoch schwächere Meteore überstrahlen. Ausrüstung ist nicht nötig — suchen Sie sich einen möglichst dunklen Platz und geben Sie Ihren Augen Zeit, sich an die Dunkelheit zu gewöhnen.
Halten Sie vor der Morgendämmerung nach dem hellen Jupiter nahe der schmalen Mondsichel im Löwen Ausschau. Bei der engsten Annäherung trennt die beiden nur ein winziger Bruchteil eines Grades. Wie groß ihr scheinbarer Abstand vor der Morgendämmerung ist, hängt von Ihrem Standort ab. Beide sind mit bloßem Auge kaum zu übersehen. Mit einem Fernglas lassen sich möglicherweise auch Jupiters vier helle Galileische Monde erkennen.
In Teilen Amerikas und Afrikas wird die Begegnung noch spektakulärer: Der Mond zieht direkt vor Jupiter vorbei und verdeckt den Riesenplaneten für kurze Zeit. In einem Teil des Sichtbarkeitsgebiets findet die Bedeckung noch bei dunklem Himmel oder in der Dämmerung statt. Achten Sie darauf, wie Jupiter hinter dem Mondrand verschwindet und später wieder zum Vorschein kommt. Ein Fernglas oder Teleskop macht das Verschwinden besonders eindrucksvoll.
Blicken Sie vor der Morgendämmerung zum Löwen, wo die schmale abnehmende Mondsichel nahe an Regulus, dem hellsten Stern des Sternbilds, vorbeizieht. Der kleinste Abstand beträgt etwa ein halbes Grad; der scheinbare Abstand vor der Morgendämmerung hängt von Ihrem Standort ab. Im Fernglas wirkt der Kontrast zwischen der zarten Mondsichel und dem blauweißen Regulus noch eindrucksvoller.
In Teilen des östlichen und südlichen Afrikas, einschließlich Madagaskars, wird aus der engen Annäherung eine Bedeckung: Der Mond zieht direkt vor Regulus vorbei und verdeckt den Stern kurzzeitig. Mit einem Fernglas oder Teleskop können Sie beobachten, wie Regulus plötzlich hinter dem Mond verschwindet und wenig später wieder auftaucht.
Am Sternenhimmel gibt es fast immer etwas Sehenswertes. Nutzen Sie diesen Guide, um die besten Ereignisse für heute Nacht und die kommenden Tage auszuwählen, aber denken Sie daran, dass die Sichtbarkeit von Ihrem Standort, der Ortszeit, dem Wetter und der Lichtverschmutzung abhängt. Für die genaueste Ansicht prüfen Sie die exakte Position jedes Objekts in der Sky Tonight App, bevor Sie nach draußen gehen.