Welche Planeten kann man heute sehen? Himmelsführer für den 19.–25. Oktober 2026

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Möchten Sie wissen, welche Planeten heute Nacht sichtbar sind? Dieser Wochenüberblick zeigt die Sichtbarkeit von Merkur, Venus, Mars, Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun. Hier erfahren Sie, welche Planeten Sie jetzt sehen können, wann Sie nach ihnen Ausschau halten sollten und wie Sie sie am Himmel erkennen.

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Inhalt

Welche Planeten sieht man heute? (19.–25. Oktober 2026)

Vom 19. bis 25. Oktober 2026 ist Saturn nachts am leichtesten zu sehen, während Mars und Jupiter in nördlichen und tropischen Breiten vor Sonnenaufgang gut sichtbar sind. Alle drei lassen sich mit bloßem Auge beobachten. Auch Uranus und Neptun stehen am Nachthimmel; für Uranus empfiehlt sich ein Fernglas oder Teleskop, für Neptun ist eines erforderlich.

Merkur bleibt ein Ziel am Abendhimmel, mit den besten Sichtbedingungen zu Wochenbeginn auf der Südhalbkugel. Nach seiner größten Elongation am 12. Oktober wird er lichtschwächer und nähert sich am Himmel wieder der Sonne. Venus verschwindet im Sonnenlicht, während ihre untere Konjunktion am 24. Oktober näher rückt.

Für die genauesten Angaben prüfen Sie Ihren örtlichen Himmel in Star Walk 2: Die Sichtbarkeit hängt von Ihrem Standort, der freien Sicht zum Horizont und dem Wetter ab.

Für eine kurze Beobachtung suchen Sie Saturn etwa 1–2 Stunden nach Sonnenuntergang im Osten oder Jupiter und Mars etwa eine Stunde vor Sonnenaufgang in der östlichen Himmelshälfte. Auf der Südhalbkugel können Sie außerdem etwa 30–45 Minuten nach Sonnenuntergang nach Merkur Ausschau halten, am besten zu Wochenbeginn. Um den 24. Oktober hilft der fast volle Mond dabei, Saturn zu finden.

BeobachtungsangabenMerkurVenusMarsJupiterSaturnUranusNeptun
BeobachtungszeitNach SonnenuntergangZu Wochenbeginn in der Abenddämmerung schwierig; danach unsichtbarVor der MorgendämmerungVor der MorgendämmerungAbend bis MorgenAbend bis MorgenAbend bis Morgen
BeobachtungsmittelBloßes AugeBloßes Auge nur bei geeigneten BedingungenBloßes AugeBloßes AugeBloßes AugeFernglas oder TeleskopFernglas oder Teleskop
Helligkeit0,2 bis 0,7 mag−4,2 mag1,0 bis 0,9 mag−1,9 bis −2,0 mag0,4 mag5,6 mag7,7 mag
60–66° NNicht sichtbarNicht sichtbarHochHochMittelhochHochMittelhoch
50–60° NNicht sichtbarNicht sichtbarHochHochHochHochHoch
40–50° NExtrem niedrig → Nicht sichtbarNicht sichtbarHochHochHochHochHoch
30–40° NExtrem niedrigNicht sichtbarHochHochHochHochHoch
10–30° NSehr niedrigNicht sichtbarHochHochHochHochHoch
10° N–10° SNiedrigNicht sichtbarHochHochHochHochHoch
10–30° SNiedrigExtrem niedrig → Nicht sichtbarHochHochHochHochHoch
30–40° SNiedrigExtrem niedrig → Nicht sichtbarMittelhochMittelhochHochHochHoch
40–50° SNiedrigExtrem niedrig → Nicht sichtbarNiedrigNiedrigHochMittelhochHoch
50–60° SNiedrigExtrem niedrig → Nicht sichtbarSehr niedrigSehr niedrigHochNiedrigHoch

So lesen Sie die Tabelle: Die Einstufungen beschreiben die ungefähre Höhe über dem Horizont und beziehen sich auf die Mitte des jeweiligen Breitengradsbereichs. Merkur und Venus werden zum Ende der bürgerlichen Abenddämmerung beurteilt, wenn die Sonne 6° unter dem Horizont steht; Mars und Jupiter zum Beginn der bürgerlichen Morgendämmerung. Für Saturn, Uranus und Neptun gilt die Höhe nahe ihrem höchsten Stand während der Nacht. Pfeile zeigen die Veränderung vom Wochenanfang zum Wochenende. Innerhalb eines Breitengradsbereichs können die Bedingungen abweichen.

Hinweise:

  • Extrem niedrig: 0–5° über dem Horizont
  • Sehr niedrig: 5–10° über dem Horizont
  • Niedrig: 10–20° über dem Horizont
  • Mittelhoch: 20–30° über dem Horizont
  • Hoch: mehr als 30° über dem Horizont
  • Nicht sichtbar: kein brauchbares Beobachtungsfenster; der Planet bleibt unter dem Horizont oder wird vom Sonnenlicht überstrahlt.

Kurze Hinweise für verschiedene Regionen

  • Nordeuropa: Venus und Merkur sind im Allgemeinen nicht sichtbar. Saturn ist das beste Planetenziel für die Nacht; Mars und Jupiter sind am Morgen leicht zu finden.

  • Südhalbkugel: Merkur ist nach Sonnenuntergang noch sichtbar, wird im Laufe der Woche jedoch lichtschwächer und steht immer tiefer. Venus verschwindet im Licht der Abenddämmerung. Saturn ist während eines großen Teils der Nacht ein hervorragendes Ziel. Mars und Jupiter stehen morgens niedriger, besonders in weit südlichen Breiten.

  • Tropen: Suchen Sie Merkur nach Sonnenuntergang tief im Westen. Die Chancen sind zu Wochenbeginn und südlich des Äquators besser. Venus ist sehr schwer zu sehen oder wird vom Sonnenlicht überstrahlt. Saturn ist während eines großen Teils der Nacht sichtbar. Mars und Jupiter sind Ziele für den Morgen.

Planeten heute Nacht in Deutschland, Österreich und der Schweiz

Vom 19. bis 25. Oktober ist Saturn in Deutschland, Österreich und der Schweiz der am leichtesten zu findende Nachtplanet. Nach Sonnenuntergang steht er bereits über dem östlichen Horizont und bleibt während des größten Teils der Nacht sichtbar. Vor Sonnenaufgang sind auch Mars und Jupiter gut mit bloßem Auge zu sehen.

Venus verschwindet in der hellen Abenddämmerung und bietet kein brauchbares Beobachtungsfenster. Auch Merkur ist praktisch nicht zu beobachten: Bis der Himmel ausreichend abdunkelt, steht er bereits unter dem Horizont. Das gilt für Berlin ebenso wie für München, Wien und Zürich. Im Laufe der Woche wird Merkur zusätzlich lichtschwächer und steht noch tiefer. Konzentrieren Sie sich auf Saturn am Abend sowie Mars und Jupiter am Morgen.

Die besten Termine zur Planetenbeobachtung: 19.–25. Oktober 2026

19.–21. Oktober, nach Sonnenuntergang: Nutzen Sie die Gelegenheit für Merkur, bevor er noch lichtschwächer wird. In mittleren südlichen Breiten sind die Chancen am besten. Schauen Sie etwa 30–45 Minuten nach Sonnenuntergang tief nach Westen und achten Sie auf einen freien Horizont.

19.–21. Oktober, nach Monduntergang: Suchen Sie Uranus. Zu Wochenbeginn geht der zunehmende Mond früher unter als gegen Ende der Woche. Suchen Sie nach Monduntergang mit einem Fernglas oder Teleskop im Stier, solange Uranus noch ausreichend hoch über Ihrem Horizont steht und die Morgendämmerung den Himmel noch nicht aufhellt.

23.–24. Oktober, am Abend: Der Mond führt Sie zu Saturn. Der fast volle Mond zieht nahe an Saturn vorbei, mit der engsten Begegnung am 24. Oktober. Schauen Sie nach Einbruch der Dunkelheit in die östliche Himmelshälfte.

Während des gesamten Zeitraums vom 19. bis 25. Oktober, vor der Morgendämmerung: Beobachten Sie, wie Mars näher an Jupiter heranrückt. Ihr scheinbarer Abstand verringert sich im Laufe der Woche von etwa 11° auf 8°. Finden Sie zuerst den hellen Jupiter und suchen Sie dann entlang desselben weiten Bogens in seiner Nähe nach dem deutlich lichtschwächeren, orangefarbenen Mars.

Abendplaneten: Venus und Merkur

Venus: verschwindet im Sonnenlicht

Vom 19. bis 25. Oktober 2026 verschwindet Venus im Sonnenlicht. Bei sehr klarem, freiem Westhorizont ist sie in südlichen Breiten zu Wochenbeginn vielleicht noch kurz nach Sonnenuntergang zu erhaschen. Ein verlässliches Ziel am Abendhimmel ist sie jedoch nicht mehr.

Venus erreicht ihre untere Konjunktion am 24. Oktober. Dabei zieht sie zwischen Erde und Sonne hindurch, von der Erde aus gesehen jedoch südlich der Sonnenscheibe. Um diesen Termin steht der Planet am Himmel zu nahe bei der Sonne für eine visuelle Beobachtung.

Nach der Konjunktion kehrt Venus an den Morgenhimmel zurück und wird gegen Ende Oktober und im November leichter zu finden sein.

Merkur: am besten von der Südhalbkugel aus sichtbar

Merkur steht diese Woche am Abendhimmel und nähert sich nach seiner größten östlichen Elongation am 12. Oktober wieder der Sonne. Am besten ist er in mittleren südlichen Breiten zu sehen, wo er während der Dämmerung höher über dem Horizont steht.

Schauen Sie auf der Südhalbkugel etwa 30–45 Minuten nach Sonnenuntergang über den westlichen Horizont. Zu Wochenbeginn bestehen die besten Chancen. Merkur wird von etwa 0,2 auf rund 0,7 mag lichtschwächer und steht jeden Abend tiefer. In mittleren nördlichen Breiten bleibt er sehr niedrig und ist nur schwer oder gar nicht zu sehen.

Nachthimmel: Saturn, Uranus und Neptun

Saturn: während des größten Teils der Nacht sichtbar

Saturn ist vom 19. bis 25. Oktober 2026 einer der am leichtesten sichtbaren Planeten. Nach seiner Opposition am 4. Oktober steht er bei Sonnenuntergang bereits über dem östlichen Horizont und bleibt während des größten Teils der Nacht sichtbar. Er leuchtet mit etwa 0,4 mag und erscheint als gelblicher Punkt. Saturn ist leicht mit bloßem Auge zu sehen; ein kleines Teleskop kann seine Ringe und seinen größten Mond Titan zeigen.

Um den 24. Oktober steht der fast volle Mond nahe bei Saturn. Der Planet ist hell genug, um trotz des Mondlichts aufzufallen.

Uranus: ein Fernglasziel für die späte Nacht

Uranus ist je nach Breitengrad vom späten Abend bis zur Morgendämmerung sichtbar. Um ihn zuverlässig zu erkennen, brauchen Sie jedoch ein Fernglas oder Teleskop. Er leuchtet mit etwa 5,6 mag und wirkt wie ein schwacher Lichtpunkt. Ein Teleskop kann seine kleine blaugrüne Scheibe zeigen.

In den meisten nördlichen und tropischen Regionen erreicht Uranus vor der Morgendämmerung eine gute Beobachtungshöhe. Er steht im Stier, ungefähr auf halbem Weg zwischen Aldebaran und den Plejaden, jeweils etwa 6–7° von ihnen entfernt. Diese hellen Orientierungspunkte helfen bei der Suche nach der richtigen Region; die genaue Position des Planeten finden Sie mit Star Walk 2.

Diese Woche hellt der zunehmende Mond nach dem ersten Viertel den Abendhimmel auf. Für einen dunkleren Himmel versuchen Sie es zu Wochenbeginn nach Monduntergang, solange Uranus noch ausreichend hoch steht. Am Wochenende bleibt der Mond während des größten Teils der Nacht über dem Horizont.

Neptun: nur mit optischen Hilfsmitteln

Neptun steht nach Sonnenuntergang im Sternbild Fische über dem Horizont und bleibt während eines großen Teils der Nacht sichtbar. Mit 7,7 mag ist er für das bloße Auge zu lichtschwach. Unter dunklem Himmel zeigt ihn ein Fernglas als schwachen Punkt; um seine winzige Scheibe zu erkennen, ist ein Teleskop bei mittlerer Vergrößerung nötig. Eine Astronomie-App hilft beim Auffinden.

Der hellere Saturn kann Ihnen die richtige Himmelsregion zeigen: Neptun steht etwa 8° westlich von Saturn, etwas weniger als eine Faustbreite bei ausgestrecktem Arm. In vielen Ferngläsern passen die beiden Planeten nicht gemeinsam ins Gesichtsfeld. Nutzen Sie deshalb die App für die genaue Suche.

Neptun stand am 26. September in Opposition und ist am späten Abend weiterhin gut positioniert. Der zunehmende Mond nach dem ersten Viertel erschwert jedoch diese Woche die Beobachtung. In der Nacht vom 23. auf den 24. Oktober zieht der Mond nahe an Neptun vorbei und hellt dieselbe Himmelsregion stark auf.

Morgenplaneten: Mars und Jupiter

Mars: vor der Morgendämmerung sichtbar

Mars ist vor Sonnenaufgang sichtbar, am besten in nördlichen und tropischen Breiten; in weit südlichen Breiten bleibt er deutlich niedriger am Himmel. Schauen Sie vor der Morgendämmerung nach Osten: Er leuchtet mit etwa 1,0–0,9 mag. Seine rötliche Farbe macht ihn gut erkennbar, obwohl er lichtschwächer als Jupiter und Venus ist.

Diese Woche hilft der viel hellere Jupiter dabei, Mars zu finden: Der Rote Planet steht am 19. Oktober etwa 11° westlich von Jupiter; bis zum 25. Oktober schrumpft der Abstand auf etwa 8°. Das entspricht ungefähr einer Faustbreite bei ausgestrecktem Arm. Schauen Sie etwa eine Stunde vor Sonnenaufgang nach den beiden.

Jupiter: ein immer auffälligerer Morgenplanet

Jupiter ist diese Woche ein leichtes Ziel am Morgen. Er leuchtet mit etwa −1,9 bis −2,0 mag und geht jeden Tag früher auf. Suchen Sie ihn vor Sonnenaufgang über dem östlichen Horizont.

Am günstigsten steht der Planet auf der Nordhalbkugel und in den Tropen. In mittleren südlichen Breiten bleibt er niedriger, auch wenn sich seine Morgensichtbarkeit im Laufe der Woche verbessert. Weiter südlich ist ein freier Horizont besonders wichtig. Ein Fernglas oder kleines Teleskop kann Jupiters vier größte Monde zeigen.

Was ist der helle Punkt vor Sonnenaufgang?

Der hellste Planet vor Sonnenaufgang ist Jupiter am östlichen Himmel. Der rötliche Mars steht weiter entfernt entlang desselben weiten Bogens und ist deutlich lichtschwächer. Saturn befindet sich weiter westlich und geht vor Sonnenaufgang unter. Wenn die Morgendämmerung heller wird, kann er daher bereits sehr tief oder unter Ihrem Horizont stehen.

Planeten am Himmel finden und erkennen

Sie benötigen kein teures Teleskop, um mit der Erkundung des Nachthimmels zu beginnen.

Fünf Planeten — Merkur, Venus, Mars, Jupiter und Saturn — sind mit bloßem Auge sichtbar, oft sogar aus einer Stadt. Optische Geräte zeigen mehr Details, sind aber nicht erforderlich, um die helleren Planeten zu identifizieren. So finden Sie sie.

Nach hellen Punkten suchen

Wenn sie sichtbar sind, leuchten Venus und Jupiter gewöhnlich heller als jeder Stern am Nachthimmel, und Mars kann um seine Opposition die meisten Sterne überstrahlen. Mit bloßem Auge erscheinen Sterne und Planeten jedoch meist als unaufgelöste Punkte — Planeten wirken nicht sichtbar größer.

Die Helligkeit ist ein nützlicher Hinweis, aber kein Beweis: Helle Sterne wie Sirius, Arktur und Wega können ebenso auffällig sein. Prüfen Sie, ob sich das Objekt nahe der Ekliptik befindet und relativ gleichmäßig leuchtet.

Astronomen messen die scheinbare Helligkeit eines Objekts mit einer Magnitudenskala. Auf dieser Skala haben hellere Objekte kleinere oder sogar negative Werte. Zum Beispiel:

  • Sonne: etwa –26,7 mag
  • Vollmond: etwa –12,7 mag
  • Sirius: –1,46 mag (der hellste Stern am Nachthimmel)

Die Helligkeit der Planeten ändert sich je nach ihrer Position relativ zur Erde und zur Sonne. Hier sind ungefähre Helligkeitsbereiche für die Planeten des Sonnensystems. Die Extremwerte für Merkur und Venus können auftreten, wenn die Planeten der Sonne zu nahe stehen, um sicher beobachtet zu werden.

  • Venus: etwa –4,9 bis –3,0 mag
  • Jupiter: etwa –2,9 bis –1,7 mag (gewöhnlich der zweithellste Planet)
  • Mars: etwa –2,9 bis +1,9 mag
  • Merkur: etwa –2,5 bis +7,2 mag
  • Saturn: etwa –0,6 bis +1,2 mag
  • Uranus: etwa +5,3 bis +6,0 mag (gewöhnlich ist ein Fernglas erforderlich)
  • Neptun: etwa +7,7 bis +8,0 mag (Fernglas oder Teleskop erforderlich)

Prüfen, ob das Objekt funkelt

Sterne funkeln gewöhnlich, während Planeten gleichmäßiger leuchten. Das liegt daran, dass Sterne viel weiter entfernt sind und daher als punktförmige Lichtquellen erscheinen. Bewegte Luftschichten in der Erdatmosphäre brechen ihr Licht fortwährend und verursachen rasche Änderungen der scheinbaren Helligkeit, Farbe und Position. Planeten sind viel näher und erscheinen als winzige Scheiben, sodass sich diese atmosphärischen Verzerrungen im Mittel ausgleichen und ihr Licht meist ruhiger wirkt.

Das Funkeln ist jedoch nur ein Hinweis und kein zu 100 % zuverlässiger Test. Ein Planet kann deutlich funkeln, wenn er tief über dem Horizont steht und sein Licht mehr Atmosphäre durchläuft, oder wenn die Luft besonders turbulent ist. Ein hoch am Himmel stehender Stern kann dagegen relativ ruhig erscheinen.

Eine ausführliche Erklärung finden Sie in unserem Artikel darüber, warum Sterne funkeln.

Planeten in der Nähe des Mondes suchen

Eine der einfachsten Möglichkeiten, einen Planeten zu finden, ist die Verwendung des Mondes als Orientierungshilfe. Jeden Monat zieht unser natürlicher Satellit am Himmel nahe an Planeten vorbei — Astronomen nennen dies eine enge Begegnung. Ein heller, relativ gleichmäßig leuchtender „Stern“ in Mondnähe könnte ein Planet sein. Da der Mond auch an hellen Sternen vorbeizieht, sollten Sie das Objekt mit einer Himmelskarte bestätigen.

Wann ein Planet das nächste Mal am Mond vorbeizieht, erfahren Sie in unserem regelmäßig aktualisierten Artikel.

Mond nahe Planet
Der Mond und einer unserer Nachbarplaneten, die Venus, über Chile.

Nach Planetenpaaren und Planetenausrichtungen suchen

Von Zeit zu Zeit erscheinen Planeten am Himmel sehr nahe beieinander. Ein heller Planet kann Sie zu einem lichtschwächeren führen — etwa wenn Venus nahe an Uranus vorbeizieht. Sind beide Planeten hell genug, kann das Paar ohne optische Hilfsmittel sichtbar sein.

Noch eindrucksvoller sind Planetenausrichtungen, bei denen mehrere Planeten gleichzeitig entlang der Ekliptik erscheinen. Sie können sich über einen weiten Bogen erstrecken, statt dicht beieinander zu stehen, bieten aber dennoch eine gute Gelegenheit, mehrere Planeten in einer Beobachtungssitzung zu finden.

Die nächste Planetenausrichtung findet um den 14. November 2026 statt. Vor Sonnenaufgang versammeln sich Merkur, Venus, Mars und Jupiter am Himmel. Merkur bleibt tief, sodass die Sicht stark von Ihrem Breitengrad abhängt.

Mehr erfahren: Planetenausrichtung im November 2026

Planetenkonstellation am 14. November 2026
Vier Planeten in einer Planetenkonstellation am 14. November 2026, von der Nordhalbkugel aus gesehen.

Entlang der Ekliptik suchen

Alle Planeten bleiben nahe der Ekliptik — der scheinbaren jährlichen Bahn der Sonne vor den Hintergrundsternen.

So finden Sie den allgemeinen Bereich:

  • Suchen Sie das Band der Tierkreissternbilder am Himmel.
  • Nutzen Sie den Mond als weitere Orientierungshilfe: Auch er bleibt nahe der Ekliptik.
  • Ziehen Sie einen weiten Bogen durch alle Planeten und Tierkreissternbilder, die Sie bereits erkennen.

Suchen Sie nachts entlang dieses Bogens. Merkur und Venus bleiben am Himmel stets relativ nahe bei der Sonne und erscheinen daher vor Sonnenaufgang oder nach Sonnenuntergang.

Wichtig: Blicken Sie niemals direkt in die Sonne — dies kann Ihre Augen dauerhaft schädigen!

Mond und Planeten nahe der Ekliptik
In Star Walk 2 wird die Ekliptik durch eine gelb gepunktete Linie dargestellt. Mond und Planeten befinden sich immer in der Nähe der Ekliptik.

Der Winkel der Ekliptik zum Horizont hängt von Ihrer Breite, der Hemisphäre, der Jahreszeit und der Nachtzeit ab.

Planeten sind „Wanderer“

Eine weitere Möglichkeit, zu prüfen, ob Sie einen Planeten oder einen Stern betrachten, besteht darin, seine Position über mehrere Nächte oder Wochen zu beobachten. Ein Planet verschiebt sich allmählich relativ zu den Hintergrundsternen, obwohl sich die äußeren Planeten möglicherweise zu langsam bewegen, als dass die Veränderung von einer Nacht zur nächsten auffällt.

Eine interaktive Himmelskarte verwenden

Eine Himmelskarten-App kann bestätigen, was Sie gefunden haben. Die kostenlose App Star Walk 2 bietet einen Modus Planet Walk, der die Planeten hervorhebt und ihre Unterscheidung von Sternen erleichtert. Öffnen Sie das Menü, wählen Sie Planeten und tippen Sie dann auf Planet Walk. Die Live-Karte hebt jeden Planeten hervor, und über das Feld am unteren Rand können Sie direkt zu einem beliebigen Planeten springen.

Planet Walk in Star Walk 2
Verfolgen Sie Planeten am Himmel ganz einfach mit der Planet Walk-Funktion in der Star Walk 2-App.

Als Alternativen bieten sich Night Sky, SkySafari oder Stellarium an. Einige Apps sind vollständig kostenlos, andere kosten im Voraus oder bieten zusätzliche Funktionen per In-App-Kauf. Einen schnellen Vergleich der kostenlos verfügbaren Funktionen finden Sie in unserem Artikel über die besten Astronomie-Apps 2026.

Beobachtungstipps für jeden Planeten

Merkur: der schwer fassbare Planet

Merkur ist ein unterer Planet, dessen Umlaufbahn näher an der Sonne liegt als die der Erde. Daher entfernt sich Merkur an unserem Himmel nie weit von der Sonne; sein größter Winkelabstand beträgt etwa 18° bis 28°. Dieser maximale Abstand heißt größte Elongation und bietet gewöhnlich die beste Beobachtungsmöglichkeit. Westliche und östliche Elongationen zusammengenommen erreicht Merkur sechs- oder siebenmal pro Jahr die größte Elongation.

Um Merkur zu finden, suchen Sie kurz nach Sonnenuntergang tief im Westen oder kurz vor Sonnenaufgang tief im Osten. Ob er derzeit ein Morgenobjekt, ein Abendobjekt oder gar nicht sichtbar ist, erfahren Sie aus der täglichen Planetensichtbarkeit in der kostenlosen App Star Walk 2.

Merkur am Himmel
Merkur ist dunkler als die Venus und näher am Horizont. Er ist jedoch während der Dämmerung um seine größte Elongation herum sichtbar.

Merkurs Beobachtungsfenster ist oft kurz und hängt stark von Ihrer Breite, der Jahreszeit und der Elongation des Planeten ab. Ein kleines Teleskop kann Merkurs winzige Scheibe und seine Phasen zeigen, doch verwenden Sie optische Geräte nur, wenn die Sonne sicher unter dem Horizont steht. Warten Sie am Abend bis Sonnenuntergang und beenden Sie die Beobachtung am Morgen lange vor Sonnenaufgang. Schwenken Sie ein Fernglas oder Teleskop niemals in Sonnennähe.

Merkur wird oft übersehen, ist aber einer der überraschendsten Planeten im Sonnensystem. Machen Sie das Quiz und testen Sie, wie viel Sie wirklich über diesen geheimnisvollen kleinen Planeten wissen!

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Venus: Abend- und Morgenstern

Venus ist der hellste Planet, den Sie mit bloßem Auge sehen können. Ihre stark reflektierende Wolkendecke lässt sie an unserem Himmel außergewöhnlich hell erscheinen; erfahrene Beobachter, die genau wissen, wo sie suchen müssen, können Venus manchmal sogar am Tag entdecken. Suchen Sie niemals mit Fernglas oder Teleskop nach ihr, solange die Sonne über dem Horizont steht.

Wie der Mond durchläuft Venus Phasen. Ihre größte Helligkeit erreicht sie als Sichel: Obwohl ein kleinerer Teil ihrer sichtbaren Scheibe beleuchtet ist, wird dies durch ihren größeren scheinbaren Durchmesser mehr als ausgeglichen, wenn sie sich der Erde nähert. Ein kleines Teleskop zeigt die Phasen zuverlässig; ein fest montiertes Fernglas mit hoher Vergrößerung kann unter guten Bedingungen eine deutliche Sichel erkennen lassen.

Wie Merkur ist Venus ein unterer Planet und erscheint an unserem Himmel nie sehr weit von der Sonne entfernt. Merkurs größter scheinbarer Abstand zur Sonne beträgt etwa 28°, Venus kann etwa 48° erreichen. Obere Planeten können bei der Opposition 180° von der Sonne entfernt erscheinen.

Wenn Venus nahe beim Mond steht, lässt sich das Paar auch aus lichtverschmutzten Städten leicht sehen. Den nächsten Termin finden Sie in unserem regelmäßig aktualisierten Artikel.

Venus am Himmel
Die Venus hat Phasen, die mit bloßem Auge nicht zu erkennen sind, durch ein Teleskop jedoch erkennbar sind.

Weil Venus so hell ist, halten viele Menschen sie für ein Flugzeug — oder sogar ein UFO. Unsere Infografik zeigt weitere natürliche und menschengemachte Objekte, die am Himmel häufig falsch erkannt werden.

Unbekannte Flugobjekte: Seltsame Lichter am Himmel
Haben Sie etwas Seltsames am Himmel gesehen? Erfahren Sie, welche alltäglichen Gegenstände oft mit UFOs verwechselt werden – von Starlink bis hin zu Drohnen.
Siehe Infografik

Mars: der Rote Planet

Mars besitzt einen rostfarbenen Schimmer, an dem er gut zu erkennen ist, wenn er hell leuchtet. Seine scheinbare Helligkeit ändert sich stark mit seiner Position im Sonnensystem und erreicht gewöhnlich um die Opposition ihr Maximum. Diese tritt etwa alle 26 Monate ein, wenn die Erde zwischen Mars und Sonne hindurchzieht.

Um seine nächste Opposition am 19. Februar 2027 erreicht Mars seine größte Helligkeit und seinen größten scheinbaren Durchmesser. Bis Juli 2027 wird er etwa neunmal lichtschwächer sein, und sein scheinbarer Durchmesser wird nur noch etwa 40 % des Wertes um die Opposition betragen.

Mars am Himmel
Die Plejaden, der Mars, Aldebaran und die Hyaden. Alle diese Weltraumobjekte sind mit bloßem Auge sichtbar. Um die Sternhaufen zu erkennen, benötigen Sie jedoch einen dunkleren Himmel.

Ein Fernglas zeigt Mars als hellen orangefarbenen Punkt, nicht als aufgelöste Scheibe. Ein Teleskop mit mittlerer bis hoher Vergrößerung kann seine Scheibe erkennen lassen; nahe günstiger Oppositionen und bei ruhiger Luft sehen Sie möglicherweise auch eine Polkappe oder dunkle Oberflächenstrukturen.

Möchten Sie Mars näher kennenlernen? Er gehört zu den wichtigsten Zielen zukünftiger bemannter Erkundung. Machen Sie unser Quiz und finden Sie heraus, wie viel Sie über den Roten Planeten wissen.

Mars Quiz Intro
Unsere Nachkommen könnten eines Tages auf dem Mars leben. Erkunde mit diesem Quiz die zukünftige Heimat der Menschheit!
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Jupiter: der größte Planet mit sichtbaren Monden

Jupiter ist der größte Planet unseres Sonnensystems und eines der hellsten Objekte am Nachthimmel. Nach Venus ist Jupiter gewöhnlich der hellste Planet, obwohl Mars ihn nahe einer günstigen Opposition gelegentlich überstrahlen kann. Jupiter ist mit bloßem Auge, im Fernglas oder im kleinen Teleskop leicht zu finden. Bis Ende 2026 wird er heller, während er sich seiner Opposition am 11. Februar 2027 nähert.

Schon ein kleines Teleskop zeigt Jupiter und seine vier größten Satelliten — Io, Europa, Ganymed und Kallisto —, die als Galileische Monde bekannt sind. Auch ein ruhig gehaltenes oder auf einem Stativ montiertes Fernglas kann einen oder mehrere dieser Monde zeigen, deren Positionen sich von Nacht zu Nacht verändern. Zum Auffinden eignen sich die App Star Walk 2 (für diesen Objekttyp ist ein In-App-Kauf erforderlich) oder die App Sky Tonight, in der alle Himmelsobjekte kostenlos verfügbar sind.

Auf der Nordhalbkugel wird Jupiter gelegentlich mit Sirius, dem hellsten Stern am Nachthimmel, verwechselt. Von Dezember bis März steht Sirius in den meisten nördlichen Breiten auffällig am Abendhimmel. Er liegt jedoch weit von der Ekliptik entfernt und funkelt gewöhnlich stärker als Jupiter.

Venus-Jupiter
Enge Annäherung von Venus und Jupiter im November 2019. Venus erscheint heller und größer und Jupiter steigt höher.

Um den Großen Roten Fleck — einen gewaltigen Sturm auf Jupiter — zu sehen, verwenden Sie ein Teleskop mit etwa 100-facher Vergrößerung oder mehr, warten Sie auf ruhige atmosphärische Bedingungen und prüfen Sie, ob der Fleck zum Beobachtungszeitpunkt der Erde zugewandt ist.

Sie wissen, dass Jupiter der größte Planet unseres Sonnensystems ist. Aber wie groß ist er wirklich? Wie viele Erden würden in diesen Gasriesen passen? Machen Sie unser Quiz und finden Sie es heraus!

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Saturn: der goldene König der Ringe und Monde

Saturn leuchtet in einem unverwechselbaren gelbgoldenen Farbton und ist leicht mit bloßem Auge sichtbar. Suchen Sie nach einem gleichmäßig leuchtenden gelblichen Lichtpunkt, der gewöhnlich lichtschwächer als Venus oder Jupiter ist.

Saturn und Venus am Himmel
Venus, Saturn und der Mond vor Tagesanbruch, mit einigen um sie herum sichtbaren Sternen.

Ein kleines Teleskop kann Saturns berühmte Ringe zeigen. Die Cassinische Teilung — die dunkle Lücke zwischen den beiden hellsten Ringen — ist schwieriger zu erkennen und erfordert eine höhere Vergrößerung sowie ruhige Luft; in kleinen Teleskopen kann sie unsichtbar bleiben. Wenn Saturn die Quadratur erreicht, also 90° von der Sonne entfernt steht, lässt sich sogar der Schatten des Planeten auf seinen Ringen erkennen.

Im Teleskop können Sie auch Titan, Saturns hellsten Mond, erkennen. Mit größeren Öffnungen werden weitere Monde — Rhea, Dione, Tethys und Enceladus — sichtbar, jeder als winziger, gleichmäßig leuchtender Punkt nahe beim Planeten.

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Uranus: ein blassblauer Punkt

Uranus liegt nahe an der Sichtbarkeitsgrenze des bloßen Auges. Unter sehr dunklem Himmel — etwa Bortle 3 oder dunkler — können Sie ihn mit hervorragender Sehkraft und genauer Kenntnis seiner Position möglicherweise erkennen. Ein Fernglas ist jedoch deutlich praktischer, während ein kleines Teleskop bei mittlerer Vergrößerung seine winzige blass blaugrüne Scheibe zeigen kann.

Uranus durch ein Teleskop
Uranus, aufgenommen mit einer Nikon Coolpix 995 und StarMax 127, zeigt eine hellblaue Scheibe.

Uranus lässt sich leichter finden, wenn er nahe einem hellen Referenzobjekt wie einem Stern, Planeten oder dem Mond steht. Beachten Sie jedoch, dass ein naher heller Mond Uranus’ schwachen Schein überstrahlen kann.

Die meisten Amateurteleskope können weder Uranus’ Ringe noch atmosphärische Details auflösen. Mittlere bis große Instrumente können jedoch seine beiden größten Monde — Titania und Oberon — als schwache, getrennte Lichtpunkte zeigen.

Neptun: der sonnenfernste Planet

Neptun ist der am schwierigsten zu beobachtende Planet. Er ist für das bloße Auge zu lichtschwach. Verwenden Sie deshalb ein Fernglas oder Teleskop zusammen mit einer detaillierten Sternkarte oder Astronomie-App. Im Fernglas sieht Neptun wie ein schwacher Stern aus; um seine winzige bläuliche Scheibe zu erkennen, ist ein Teleskop bei mittlerer Vergrößerung erforderlich.

Wenn Neptun nahe bei einem hellen Planeten steht, können Sie diesen manchmal als Orientierungshilfe verwenden. Neptuns Ringe und atmosphärische Details liegen außerhalb der Reichweite üblicher Amateurausrüstung. Mit einem mittleren bis großen Teleskop und unter ausgezeichneten Bedingungen können Sie möglicherweise seinen größten Mond Triton als schwachen Lichtpunkt erkennen.

Neptun von NASA
Auch wenn man Neptuns volle Schönheit nicht mit eigenen Augen sehen kann, sollte man sich dieses Bild von Webb ansehen. Es zeigt eine verkleinerte Ansicht des Planeten, seiner Ringe und seiner Monde. Im Mittelpunkt steht Neptuns Mond Triton, der einer kleinen, blaugrünen Schneeflocke ähnelt. Rechts darunter befindet sich der winzige, ringförmige, perlenartige Neptun.

FAQ zu den heute sichtbaren Planeten

Welche Planeten sind heute Nacht sichtbar?

Vom 19. bis 25. Oktober 2026 ist Saturn während des größten Teils der Nacht sichtbar, während Mars und Jupiter am Morgen zu sehen sind. Merkur lässt sich zu Wochenbeginn am besten von der Südhalbkugel aus nach Sonnenuntergang beobachten, wird aber lichtschwächer und steht immer tiefer. Venus verschwindet um ihre untere Konjunktion am 24. Oktober im Sonnenlicht. Für eine zuverlässige Beobachtung von Uranus und Neptun sind optische Hilfsmittel nötig; das helle Mondlicht erschwert diese Woche zusätzlich die Suche. Prüfen Sie in Star Walk 2, welche Planeten sich gerade über dem Horizont Ihres genauen Standorts befinden.

Warum funkeln Planeten nicht wie Sterne?

Planeten leuchten gewöhnlich ruhiger als Sterne, weil sie der Erde viel näher sind und als winzige Scheiben statt als Punkte erscheinen, sodass sich atmosphärische Schwankungen ausgleichen. Wenn ein helles Objekt nahe der Ekliptik kaum funkelt, könnte es ein Planet sein — Planeten können aber dennoch funkeln, wenn sie tief über dem Horizont stehen.

Kann ich Uranus oder Neptun mit bloßem Auge sehen?

Uranus kann unter sehr dunklem Himmel ohne optische Hilfsmittel sichtbar sein, wenn Sie genau wissen, wo Sie suchen müssen; er wird jedoch leicht übersehen. Neptun ist für das bloße Auge zu lichtschwach und erfordert ein Fernglas oder Teleskop.

Woher weiß ich, ob ich Venus oder Jupiter sehe?

Venus ist gewöhnlich viel heller als Jupiter und erscheint oft kurz nach Sonnenuntergang oder vor Sonnenaufgang tief über dem Horizont. Jupiter ist ebenfalls sehr hell, kann aber je nach Jahreszeit einen längeren Teil der Nacht sichtbar bleiben und höher am Himmel stehen. Beide leuchten meist gleichmäßiger als Sterne.

Um sie sicher zu identifizieren, richten Sie Ihr Smartphone mithilfe von Star Walk 2 auf das Objekt.

Warum hängt die Sichtbarkeit von Planeten von meinem Standort ab?

Die Sichtbarkeit von Planeten hängt vom Standort ab, weil der Himmel von verschiedenen Orten der Erde aus unterschiedlich aussieht. Ihr Breitengrad bestimmt mit, wie hoch ein Planet steigt und wie steil seine Bahn auf den Horizont trifft. Breiten- und Längengrad beeinflussen beide die Zeitpunkte von Auf- und Untergang; die Zeitzone bestimmt, welche Uhrzeiten diesen Momenten entsprechen. Gebäude, Berge, Bäume, Dämmerung, Lichtverschmutzung und Wetter können einen Planeten verbergen, obwohl er rechnerisch über dem Horizont steht.

Planeten heute beobachten: die wichtigsten Tipps

Sie brauchen keine teure Ausrüstung, um unser Sonnensystem zu erkunden — gehen Sie einfach hinaus und suchen Sie nach hellen, relativ gleichmäßig leuchtenden Punkten. Wenn sie günstig stehen, sind Venus, Jupiter, Saturn und Mars leicht mit bloßem Auge sichtbar; Merkurs Sichtbarkeit hängt stark von Ihrem Standort, der Jahreszeit und davon ab, ob er am Morgen- oder Abendhimmel steht. Auch der Mond oder Planetenpaare können als Orientierung dienen. Zusätzliche Hilfe bietet die kostenlose App Star Walk 2, mit der Sie Planeten in Echtzeit identifizieren können.

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