Welche Planeten sind heute zu sehen? Der Himmel im Juli 2026
Möchten Sie wissen, welche Planeten heute sichtbar sind? Hier finden Sie einen regelmäßig aktualisierten Guide zur Sichtbarkeit von Merkur, Venus, Mars, Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun. Im Folgenden erfahren Sie, welche Planeten derzeit sichtbar sind, wann Sie nach ihnen Ausschau halten sollten und wie Sie sie am Himmel erkennen.
👉 Um die einzelnen Planeten von Ihrem Standort aus zu finden, öffnen Sie die kostenlose Star Walk 2 App und verwenden Sie den Planet-Walk-Modus.
Inhalt
- Welche Planeten sind heute sichtbar? (16.–31. August 2026)
- Beste Termine zur Planetenbeobachtung: 16.–31. August 2026
- Abendplanet: Venus
- Nachtplaneten: Saturn, Uranus und Neptun
- Morgenplaneten: Mars und Jupiter
- Was ist der helle Stern im Westen nach Sonnenuntergang?
- Was ist der helle Punkt vor Sonnenaufgang?
So finden und erkennen Sie Planeten am Himmel
- Suchen Sie nach hellen Punkten
- Prüfen Sie, ob das Objekt funkelt
- Suchen Sie nach Planeten in der Nähe des Mondes
- Halten Sie nach Planetenkonjunktionen oder Planetenkonstellationen Ausschau
- So finden Sie Planeten: Folgen Sie dem Sonnenpfad
- Planeten sind „Wanderer“
- Verwenden Sie eine interaktive Sternenkarte
- Heute sichtbare Planeten: FAQ
- Tipps zur Planetenbeobachtung: Fazit
Welche Planeten sind heute sichtbar? (16.–31. August 2026)
Vom 16. bis 31. August 2026 dominiert Venus den Abendhimmel. Blicken Sie nach Sonnenuntergang nach Westen und halten Sie nach einem strahlend hellen Lichtpunkt Ausschau. In nördlichen Breitengraden bleibt der Planet tief über dem Horizont, während er in den Tropen und auf der Südhalbkugel deutlich höher steht.
Am Nacht- und Morgenhimmel ist mehr los – Saturn ist der am einfachsten zu beobachtende Planet und ist während eines Großteils der Nacht sichtbar. Mars und Jupiter können kurz vor Sonnenaufgang beobachtet werden. Auch Uranus und Neptun stehen am Himmel, doch für ihre Beobachtung benötigen Sie ein Fernglas oder ein Teleskop.
Jupiter steigt im Laufe des Monats vor der Morgendämmerung immer höher und lässt sich in den letzten Augusttagen am einfachsten beobachten. Merkur verschwindet dagegen nach dem 18. August schnell im Sonnenlicht und ist für die meisten Beobachter kein praktikables Ziel mehr.
Die genauesten Angaben zu Ihrem Standort finden Sie in Star Walk 2: Die Sichtbarkeit der Planeten hängt von Ihrem Standort, dem Horizont und den Wetterbedingungen ab.
| Beobachtungsdetails | Merkur | Venus | Mars | Jupiter | Saturn | Uranus | Neptun |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Wann beobachten | 16.–18. August vor der Morgendämmerung; danach im Sonnenlicht verborgen | Nach Sonnenuntergang | Vor der Morgendämmerung | Vor der Morgendämmerung, Ende August besser | Abend bis Morgendämmerung | Späte Nacht bis Morgendämmerung | Abend bis Morgendämmerung |
| Beobachtungsmethode | Mit bloßem Auge, schwierig | Mit bloßem Auge | Mit bloßem Auge | Mit bloßem Auge | Mit bloßem Auge | Fernglas oder Teleskop | Fernglas oder Teleskop |
| 60–66° N | Extrem tief | Nicht sichtbar | Mittel | Tief | Mittel | Hoch | Mittel |
| 50–60° N | Extrem tief | Sehr tief | Hoch | Tief | Hoch | Hoch | Hoch |
| 40–50° N | Extrem tief | Sehr tief | Hoch | Tief | Hoch | Hoch | Hoch |
| 30–40° N | Extrem tief | Tief | Hoch | Tief | Hoch | Hoch | Hoch |
| 30° N–30° S | Extrem tief | Hoch | Hoch | Tief | Hoch | Hoch | Hoch |
| 30–40° S | Nicht sichtbar | Hoch | Mittel | Sehr tief | Hoch | Hoch | Hoch |
| 40–50° S | Nicht sichtbar | Hoch | Tief | Extrem tief | Hoch | Mittel | Hoch |
| 50–60° S | Nicht sichtbar | Hoch | Sehr tief | Nicht sichtbar | Hoch | Tief | Hoch |
Hinweis:
- Unter dem Horizont: weniger als 0°
- Extrem tief: 0–5°
- Sehr tief: 5–10°
- Tief: 10–20°
- Mittel: 20–30°
- Hoch: mehr als 30°
- Nicht sichtbar: kein praktikables Beobachtungsfenster; der Planet bleibt unter dem Horizont oder wird vom Sonnenlicht überstrahlt.
Kurze Hinweise nach Regionen
-
Nordeuropa: Venus steht in der Abenddämmerung sehr tief. Saturn und Mars sind die am einfachsten zu beobachtenden Planeten in der späten Nacht und am Morgen. Jupiter wird gegen Ende August besser sichtbar, während Merkur im Sonnenlicht verschwindet.
-
Südhalbkugel: Venus steht am Abend hoch. Saturn und Neptun bieten während eines Großteils der Nacht ausgezeichnete Beobachtungsbedingungen; Mars steht tiefer, während Jupiter schwierig und Merkur nicht sichtbar ist.
-
Tropen: Venus ist nach Sonnenuntergang leicht zu sehen. Saturn und Neptun sind während eines Großteils der Nacht sichtbar. Mars und Jupiter sind Ziele für den Morgenhimmel, während Merkur im Sonnenlicht verborgen ist.
Heute sichtbare Planeten in Deutschland, Österreich und der Schweiz
In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist Venus vom 16. bis 31. August der auffälligste Abendplanet, steht aber nach Sonnenuntergang sehr tief über dem westlichen Horizont. Ein freier Blick nach Westen ist daher besonders wichtig. Saturn steigt im Laufe des Abends auf und bleibt bis zur Morgendämmerung sichtbar. Mars und Jupiter erscheinen vor Sonnenaufgang; für Uranus und Neptun benötigen Sie ein Fernglas oder Teleskop.
Mars erreicht vor der Morgendämmerung eine deutlich günstigere Höhe als Jupiter. Jupiter wird im Laufe der zweiten Augusthälfte jedoch zunehmend leichter sichtbar und steht in den letzten Tagen des Monats vor Sonnenaufgang tief über dem östlichen Horizont. Innerhalb des DACH-Raums sind die Bedingungen tendenziell in südlicher gelegenen Regionen – etwa in Österreich und der Schweiz sowie im Süden Deutschlands – etwas günstiger als im hohen Norden Deutschlands.
Merkur ist kein praktikables Beobachtungsziel mehr. Vom 16. bis 18. August steht er extrem tief in der Morgendämmerung und verschwindet anschließend im Sonnenlicht.
Die grundsätzlichen Sichtbarkeitsmuster für Berlin, Wien und Zürich – Venus am Abend, Mars vor Sonnenaufgang sowie Saturn, Uranus und Neptun in der späten Nacht bzw. am Morgen – stimmen mit den regionalen Nachthimmel-Daten für diese Städte überein. ([Time and Date][1])
Beste Termine zur Planetenbeobachtung: 16.–31. August 2026
16. August: Eine schmale Mondsichel zieht nahe an Venus vorbei. Blicken Sie nach Sonnenuntergang tief über den westlichen Horizont. Auf der Südhalbkugel ist das Paar leichter zu beobachten.
26. August: Mars bildet vor Sonnenaufgang mit Beteigeuze und Rigel eine fast gerade Linie. Der rötliche Mars und Beteigeuze bilden einen schönen Farbkontrast zum blau-weißen Rigel.
30.–31. August: Der abnehmende Dreiviertelmond erscheint relativ nahe bei Saturn. Blicken Sie ab dem späten Abend nach Osten; das Paar steigt im Laufe der Nacht höher und bleibt bis zum Sonnenaufgang sichtbar.
Abendplanet: Venus
Venus: der hellste Abendplanet
Vom 16. bis 31. August 2026 ist Venus der auffälligste Abendplanet. Blicken Sie nach Sonnenuntergang nach Westen. Wenn Sie nahe dem westlichen Horizont einen strahlend hellen Lichtpunkt sehen, handelt es sich mit großer Wahrscheinlichkeit um Venus.
Die Helligkeit des Planeten nimmt in diesem Zeitraum von etwa −4,5 auf −4,6 mag zu. Am 16. August zieht eine junge Mondsichel in einem Abstand von nur 1°50′ vorbei und bietet damit einen der schönsten Anblicke des Monats für das bloße Auge.
Für Beobachter in nördlichen Breitengraden bleibt Venus tief am Himmel und kann bereits untergehen, bevor die astronomische Dämmerung beginnt. In den Tropen und auf der Südhalbkugel steht sie deutlich günstiger.
Nachtplaneten: Saturn, Uranus und Neptun
Saturn: vom Abend bis zur Morgendämmerung sichtbar
Saturn gehört in der zweiten Augusthälfte 2026 zu den am einfachsten sichtbaren Planeten. Er steigt am späten Abend über den östlichen Horizont und geht erst nach Sonnenaufgang im Westen unter.
Um ihn nahe seinem höchsten Punkt zu beobachten, blicken Sie gegen 3 bis 4 Uhr morgens auf der Nordhalbkugel nach Süden beziehungsweise auf der Südhalbkugel hoch an den nördlichen Himmel. Seine Helligkeit nimmt von etwa 0,4 auf 0,3 mag zu, und er erscheint als gelblicher Lichtpunkt. Am 31. August zieht der Mond in seiner Nähe vorbei.
Uranus: ein Ziel für Ferngläser in der späten Nacht
Uranus ist von der späten Nacht bis zur Morgendämmerung sichtbar, doch Sie benötigen ein Fernglas oder Teleskop, um ihn zu sehen. Er leuchtet mit etwa 5,7 mag und erscheint als schwacher blaugrüner Punkt.
Uranus geht jede Nacht früher auf und erreicht vor der Morgendämmerung an den meisten nördlichen und tropischen Standorten eine gute Höhe. Verwenden Sie Star Walk 2, um seine genaue Position zwischen den Hintergrundsternen zu bestimmen.
Neptun: optisches Hilfsmittel erforderlich
Neptun geht am Abend im Sternbild Fische auf und bleibt den Rest der Nacht sichtbar. Mit einer Helligkeit von 7,8 mag ist er zu lichtschwach für das bloße Auge. Sie benötigen ein Fernglas oder Teleskop sowie einen dunklen Himmel; eine Astronomie-App hilft Ihnen dabei, den Planeten zu finden.
Der hellere Saturn kann Ihnen als Orientierung dienen: Die beiden Planeten bleiben etwa 10° voneinander entfernt. Am 30. August zieht der Mond nahe an Neptun vorbei, und sein helles Licht erschwert die Beobachtung des lichtschwachen Planeten. Um die winzige bläuliche Scheibe von Neptun zu erkennen, benötigen Sie ein Teleskop mit mittlerer Vergrößerung.
Morgenplaneten: Mars und Jupiter
Mars: vor der Morgendämmerung sichtbar
Mars ist vor Sonnenaufgang sichtbar und leuchtet mit einer Helligkeit von 1,2 mag. Seine rötliche Farbe hilft dabei, ihn zu erkennen, obwohl Mars lichtschwächer als Saturn und deutlich lichtschwächer als Venus ist.
Am 26. August bildet Mars mit Beteigeuze und Rigel eine fast gerade Linie. Blicken Sie vor Sonnenaufgang nach Osten und halten Sie nach zwei rötlichen Punkten – Mars und Beteigeuze – neben dem blau-weißen Rigel Ausschau.
Jupiter: taucht aus dem Sonnenlicht auf
Jupiter wird in der zweiten Augusthälfte zu einem zunehmend praktikablen Beobachtungsziel am Morgen. Er leuchtet mit etwa −1,8 mag und geht jeden Tag etwas früher auf. Suchen Sie ihn vor Sonnenaufgang tief über dem östlichen Horizont.
Am leichtesten ist der Planet in den letzten Augusttagen zu sehen, insbesondere von der Nordhalbkugel und den Tropen aus. Von mittleren südlichen Breitengraden bleibt er sehr tief und kann weiter südlich sogar unsichtbar sein. Wählen Sie einen freien östlichen Horizont und richten Sie niemals ein Fernglas oder Teleskop in die Nähe der aufgehenden Sonne.
Merkur: nicht sichtbar
Vom 18. bis 31. August ist Merkur von den meisten Standorten aus praktisch nicht sichtbar, da er der Sonne zu nahe steht.
Was ist der helle Stern im Westen nach Sonnenuntergang?
Der helle „Stern“ im Westen nach Sonnenuntergang ist höchstwahrscheinlich Venus. Sie ist der hellste Planet und in der zweiten Augusthälfte 2026 der einzige leicht sichtbare Abendplanet.
Am 16. August erscheint eine junge Mondsichel nahe bei Venus, wodurch sich der Planet noch leichter identifizieren lässt.
Was ist der helle Punkt vor Sonnenaufgang?
Der hellste Planet vor Sonnenaufgang ist Jupiter, der tief über dem östlichen Horizont steht. Saturn steht höher und kann über einen längeren Zeitraum beobachtet werden, während der rötliche Mars weiter östlich erscheint. Gegen Ende August wird Jupiter deutlich leichter sichtbar.
So finden und erkennen Sie Planeten am Himmel
Viele Astronomie-Anfänger glauben, dass Astronomie ein teures Hobby ist, für das man ein aufwendiges Teleskop benötigt. Das Überraschende ist jedoch, dass Astronomie für Anfänger nicht nur günstig, sondern sogar kostenlos ist.
Fünf Planeten – Merkur, Venus, Mars, Jupiter und Saturn – sind mit bloßem Auge sichtbar, häufig sogar aus einer Stadt. Ausrüstung vertieft lediglich das Beobachtungserlebnis; Sie benötigen sie nicht, um die Lichtpunkte am Himmel zu erkennen. In den nächsten Minuten erfahren Sie genau, wie Sie die Planeten des Sonnensystems heute Nacht finden – ganz ohne Ausrüstung.
Suchen Sie nach hellen Punkten
Venus und Jupiter sind normalerweise die hellsten Punkte am Himmel und leicht mit bloßem Auge sichtbar. Auch Mars kann Sterne gelegentlich überstrahlen. Helle Planeten können sogar größer als Sterne wirken, weil ihr intensives Licht einen auffälligen Lichtschein erzeugt. Wenn Sie also einen außergewöhnlich hellen Punkt am Himmel sehen, besteht eine gute Chance, dass es sich um einen Planeten handelt.
Astronomen verwenden eine Magnitudenskala, um die scheinbare Helligkeit eines Objekts zu messen. Auf dieser Skala besitzen hellere Objekte niedrigere oder sogar negative Werte. Zum Beispiel:
Anders als bei Sternen verändert sich die Helligkeit von Planeten abhängig von ihrer Position relativ zur Erde und zur Sonne. Hier finden Sie die Helligkeitsbereiche der Planeten des Sonnensystems:
- Venus: von –4,9 bis –3,0 mag
- Jupiter: von –2,9 bis –1,7 mag
- Mars: von –2,9 bis 1,9 mag
- Merkur: von –2,5 bis 7,2 mag
- Saturn: von –0,5 bis 1,2 mag
- Uranus: von 5,4 bis 6,0 mag (normalerweise ist ein Fernglas erforderlich)
- Neptun: von 7,7 bis 8,0 mag (Fernglas oder Teleskop erforderlich)
Prüfen Sie, ob das Objekt funkelt
Sterne funkeln normalerweise, während Planeten gleichmäßiger leuchten. Das liegt daran, dass Sterne viel weiter entfernt sind und deshalb als punktförmige Lichtquellen erscheinen. Bewegte Luftschichten in der Erdatmosphäre brechen ihr Licht ständig und verursachen dadurch schnelle Veränderungen der scheinbaren Helligkeit, Farbe und Position. Planeten sind deutlich näher und erscheinen daher als winzige Scheiben. Dadurch gleichen sich diese atmosphärischen Verzerrungen weitgehend aus, und ihr Licht wirkt meist ruhiger.
Das Funkeln ist jedoch nur ein Hinweis – kein zu 100 % zuverlässiger Test. Ein Planet kann deutlich funkeln, wenn er tief über dem Horizont steht und sein Licht einen längeren Weg durch die Atmosphäre zurücklegt oder wenn die Luft besonders turbulent ist. Ein Stern hoch am Himmel kann dagegen relativ ruhig erscheinen.
Eine ausführliche Erklärung dazu, warum Sterne funkeln, finden Sie in unserem detaillierten Artikel.
Suchen Sie nach Planeten in der Nähe des Mondes
Eine der einfachsten Methoden, einen Planeten zu finden, besteht darin, eine helle Orientierungshilfe zu verwenden, die jeder leicht am Himmel entdecken kann – den Mond. Jeden Monat zieht unser natürlicher Satellit am Himmel nahe an Planeten vorbei – Astronomen bezeichnen dies als eine enge Annäherung. Ein heller, nicht funkelnder „Stern“ in der Nähe des Mondes ist daher höchstwahrscheinlich ein Planet!
Um herauszufinden, wann das nächste Mal ein Planet in der Nähe des Mondes vorbeizieht, lesen Sie unseren regelmäßig aktualisierten Artikel.

Halten Sie nach Planetenkonjunktionen oder Planetenkonstellationen Ausschau
Von Zeit zu Zeit erscheinen Planeten am Himmel sehr nahe beieinander. Ein heller Planet kann Ihnen als Orientierungshilfe für einen lichtschwächeren dienen, zum Beispiel wenn Venus nahe an Uranus vorbeizieht. Sind beide Planeten hell, entsteht ein spektakulärer Anblick für das bloße Auge.
Noch beeindruckender sind Planetenkonstellationen, die auftreten, wenn sich drei oder mehr Planeten auf derselben Seite der Sonne versammeln. Sie können sich über einen weiten Bogen verteilen, anstatt eng beieinanderzustehen, bieten aber dennoch eine gute Gelegenheit, mehrere Planeten in einer einzigen Beobachtungssitzung zu finden.
Um den 12. August 2026 herum kam es zu einer Konstellation von sechs Planeten. In der zweiten Monatshälfte verschwindet Merkur im gleißenden Licht der Sonne, doch Jupiter, Mars, Uranus, Saturn und Neptun bleiben über den späten Nacht- und Morgenhimmel verteilt.
Mehr erfahren: Planetenkonstellation im August 2026

So finden Sie Planeten: Folgen Sie dem Sonnenpfad
Alle Planeten folgen ungefähr demselben Pfad, den die Sonne täglich am Himmel nimmt – dieser wird durch die Ekliptik dargestellt.
So finden Sie die Ekliptik ganz einfach:
- Achten Sie darauf, wo die Sonne aufgeht und untergeht und welchen Weg sie am Himmel zurücklegt.
- Verbinden Sie diese Punkte gedanklich zu einer Linie.
Nachts schauen Sie entlang dieser imaginären Linie – Planeten erscheinen immer in ihrer Nähe. Merkur und Venus halten sich stets relativ nah an der Sonne auf, daher sind sie meist kurz nach Sonnenuntergang oder kurz vor Sonnenaufgang zu sehen (mehr dazu im Abschnitt über die Planeten).
Wichtig: Schauen Sie niemals direkt in die Sonne – das kann Ihre Augen dauerhaft schädigen!

Denken Sie daran: Die Ekliptik verschiebt sich im Jahresverlauf – im Sommer erscheint sie höher, im Winter niedriger.
Planeten sind „Wanderer“
Ein weiterer Weg, um festzustellen, ob Sie einen Planeten oder einen Stern sehen, besteht darin, seine Position über mehrere aufeinanderfolgende Nächte zu beobachten. So erkennen Sie, wie sich die Planeten Nacht für Nacht relativ zum Hintergrund der Fixsterne verschieben.
Verwenden Sie eine interaktive Sternenkarte
Nachdem Sie das eigenständige Aufspüren von Planeten geübt haben, kann eine App Ihre Funde bestätigen. Die kostenlose App Star Walk 2 bietet den Modus Planet Walk, der alle Planeten hervorhebt und ihre Unterscheidung von Sternen erleichtert. Öffnen Sie dazu einfach die Einstellungen, wählen Sie „Planeten“ und tippen Sie auf Planet Walk. Sie erhalten eine Live-Karte mit allen hervorgehobenen Planeten sowie ein Panel am unteren Bildschirmrand, mit dem Sie direkt zu jedem Planeten springen können.

Wenn Sie nach Alternativen suchen, probieren Sie auch Night Sky, Sky Safari oder Stellarium. Einige Apps sind komplett kostenlos, andere kosten einmalig, und viele bieten zusätzliche Funktionen über In-App-Käufe. Einen schnellen Vergleich der kostenlosen Funktionen finden Sie in unserem Artikel zu den Top-Astronomie-Apps 2026.
Beobachtungstipps für jeden Planeten
Merkur: der schwer zu beobachtende Planet
Merkur ist ein innerer Planet, der die Sonne näher umkreist als die Erde. Das bedeutet, dass dieser Planet an unserem Himmel nie weit von der Sonne entfernt ist; der maximale Abstand zwischen ihnen liegt zwischen 18° und 28°. In der Astronomie wird dies als größte Elongation bezeichnet, und sie ist der beste Zeitpunkt zur Beobachtung innerer Planeten. Wenn sowohl östliche als auch westliche Elongationen berücksichtigt werden, erreicht Merkur sechs- oder siebenmal pro Jahr seine größte Elongation.
Um Merkur zu finden, suchen Sie kurz nach Sonnenuntergang tief über dem westlichen Horizont oder kurz vor Sonnenaufgang tief im Osten. Um herauszufinden, ob er derzeit ein Morgenobjekt, ein Abendobjekt oder überhaupt nicht sichtbar ist, verwenden Sie die kostenlose App Star Walk 2, die die tägliche Sichtbarkeit des Planeten anzeigt.

Beginnen Sie mit der Beobachtung, sobald Merkur erscheint; verfolgen Sie ihn bis zu seinem maximalen Abstand von der Sonne und beobachten Sie ihn, bis er wieder im Sonnenlicht verschwindet. Ihr Beobachtungsfenster wird kurz sein – wahrscheinlich etwa 30 Minuten (abhängig von Ihrem Breitengrad und der Jahreszeit). Ein kleines Teleskop zeigt Merkurs winzige Scheibe und seine Phasen – achten Sie jedoch darauf, dass die Sonne vollständig untergegangen ist, bevor Sie optische Geräte auf den Himmel richten.
Merkur wird häufig übersehen, ist jedoch einer der überraschendsten Planeten des Sonnensystems. Machen Sie das Quiz und finden Sie heraus, wie viel Sie wirklich über diesen geheimnisvollen kleinen Planeten wissen!

Venus: Abend- und Morgenstern
Venus ist der hellste Planet, den Sie mit bloßem Auge sehen können. Da sie von stark reflektierenden Wolken bedeckt ist, erscheint Venus an unserem Himmel außergewöhnlich hell und kann bei maximaler Helligkeit sogar tagsüber sichtbar sein.
Übrigens: Wie der Mond durchläuft auch Venus verschiedene Phasen und erreicht ihre maximale Helligkeit ungefähr während ihrer Sichelphase. Das liegt daran, dass Venus der Erde in dieser Phase wesentlich näher ist als zu anderen Zeiten und mehr Sonnenlicht in unsere Richtung reflektiert. Sie können die Phasen der Venus durch ein Fernglas erkennen, normalerweise mit 10×50 oder stärkerer Vergrößerung.
Wie Merkur ist auch Venus ein innerer Planet und erscheint an unserem Himmel nie besonders weit von der Sonne entfernt. Zum Vergleich: Merkurs maximaler scheinbarer Abstand von der Sonne beträgt etwa 28°, während Venus ungefähr 48° erreichen kann. Äußere Planeten können bei ihrer Opposition bis zu 180° von der Sonne entfernt erscheinen.
Venus ist der hellste Planet am Himmel. Wenn sie in der Nähe des Mondes – des hellsten Objekts am Nachthimmel – erscheint, entsteht selbst am lichtverschmutzten Stadthimmel ein beeindruckender Anblick. Den nächsten Vorbeizug des Mondes an Venus finden Sie in unserem regelmäßig aktualisierten Artikel.

Da Venus so hell ist, halten viele Menschen sie für ein Flugzeug – oder sogar für ein UFO. Menschen besitzen jedoch im Allgemeinen eine lebhafte Fantasie und halten viele Objekte irrtümlich für Außerirdische. Sehen Sie sich unsere Infografik an, um einige von Menschen geschaffene Objekte kennenzulernen, die bereits für UFOs gehalten wurden!

Mars: der Rote Planet
Das rostfarbene Leuchten des Mars ist kaum zu übersehen – selbst aus einer hell beleuchteten Stadt. Seine scheinbare Helligkeit verändert sich abhängig von seiner Position im Sonnensystem und erreicht ihren Höhepunkt bei der Opposition, die ungefähr alle 27 Monate stattfindet, wenn sich die Erde direkt zwischen Mars und Sonne befindet.
Rund um seine nächste Opposition am 19. Februar 2027 erreicht Mars seine maximale Helligkeit und größte scheinbare Größe. Bis Juli 2027 wird er etwa neunmal lichtschwächer erscheinen und nur noch 40 % seiner Größe während der Opposition besitzen.

Mit einem auf einem Stativ befestigten Fernglas sehen Sie eine kleine, runde orangefarbene Scheibe. Ein Teleskop zeigt Oberflächendetails, vor allem die weißen Polkappen.
Möchten Sie den Mars genauer kennenlernen? Von allen Planeten gilt er als der am besten für eine Besiedlung geeignete. Machen Sie unser Quiz und finden Sie heraus, wie viel Sie über den Planeten wissen, auf dem Ihre Nachkommen vielleicht einmal leben werden!

Jupiter: der größte Planet mit sichtbaren Monden
Jupiter ist der größte Planet unseres Sonnensystems und eines der hellsten Objekte am Nachthimmel. Nach Venus ist er gewöhnlich der zweithellste Planet. Sobald Venus untergeht, wird Jupiter zum hellsten Planeten und lässt sich daher leicht mit bloßem Auge, einem Fernglas oder einem kleinen Teleskop beobachten. Jupiter wird gegen Ende des Jahres 2026 heller, während er sich seiner Opposition am 11. Februar 2027 nähert.
Schon mit einem kleinen Teleskop oder Fernglas können Sie sich wie Galileo Galilei fühlen, wenn Sie Jupiter und seine vier größten Monde beobachten: Io, Europa, Ganymed und Kallisto, die als Galileische Monde bekannt sind. Um sie an einem beliebigen Abend zu finden, verwenden Sie die App Star Walk 2 – für diese Objektart ist ein In-App-Kauf erforderlich – oder die App Sky Tonight, in der alle Himmelsobjekte kostenlos verfügbar sind.
Auf der Nordhalbkugel kann Jupiter manchmal mit Sirius, dem hellsten Stern am Nachthimmel, verwechselt werden. Von Dezember bis März steht Sirius besonders hoch am Himmel, daher ist es nicht verwunderlich, dass manche diese beiden hellen Punkte verwechseln. Aber machen Sie nicht denselben Fehler und denken Sie daran: Sterne funkeln in der Regel stärker, während Planeten gleichmäßiger leuchten. Außerdem liegt Sirius weit entfernt von der Ekliptik.

Um den Großen Roten Fleck – einen gewaltigen Sturm auf Jupiter – zu sehen, verwenden Sie ein Teleskop mit ungefähr 100-facher Vergrößerung oder mehr, warten Sie auf ruhige atmosphärische Bedingungen und prüfen Sie, ob der Fleck zum Beobachtungszeitpunkt der Erde zugewandt ist.
Wie Sie wissen, ist Jupiter der größte Planet unseres Sonnensystems. Doch wie groß ist er wirklich? Wie viele Erden würden in diesen Gasriesen passen? Machen Sie unser Quiz und finden Sie es heraus!

Saturn: der goldene König der Ringe und Monde
Saturn, der fünfthellste Planet an unserem Himmel, leuchtet in einem charakteristischen gelbgoldenen Farbton, durch den er schon vor der Verwendung eines Teleskops auffällt. Suchen Sie nach einem ruhig leuchtenden gelblichen Lichtpunkt, der schwächer als Venus oder Jupiter ist.

Mit jedem kleinen Teleskop sind Saturns berühmte Ringe unverkennbar. Selbst bei geringer Vergrößerung erkennen Sie die breiten Ringbänder und die dunkle Cassini-Teilung. Wenn Saturn die Quadratur erreicht – also 90° von der Sonne entfernt steht –, können Sie sogar den Schatten des Planeten auf seinen Ringen erkennen.
Durch ein Teleskop können Sie außerdem Titan sehen, Saturns hellsten Mond. Mit größeren Öffnungen werden weitere Monde sichtbar – Rhea, Dione, Tethys und Enceladus –, die jeweils als winzige, ruhig leuchtende Punkte in der Nähe des Planeten erscheinen.
Wir glauben, dass der wahre König der Ringe und Monde viele Geheimnisse verbirgt, die Sie mit Sicherheit noch nicht kennen. Machen Sie dieses Quiz und beweisen Sie uns das Gegenteil!

Uranus: ein blassblauer Punkt
Uranus ist äußerst lichtschwach, und ohne Teleskop ist er nur schwer zu erkennen. Selbst durch ein kleines Teleskop erscheint er als winziger, blassblauer Kreis, der sich leicht mit den Hintergrundsternen verschmilzt. Bei außergewöhnlich dunklem Himmel – Bortle 4 oder dunkler – können Beobachter mit ausgezeichnetem Sehvermögen es möglicherweise mit bloßem Auge erkennen, wenn sie seine genaue Position kennen.

Am einfachsten lässt sich Uranus finden, wenn er in der Nähe eines hellen Orientierungsobjekts wie dem Mond oder Venus steht. Beachten Sie jedoch, dass der nahe Mond das schwache Leuchten von Uranus leicht überstrahlen kann.
Die meisten Amateurteleskope können weder Uranus’ Ringe noch Details seiner Oberfläche auflösen. Mittelgroße bis große Instrumente können jedoch möglicherweise die beiden größten Monde des Planeten – Titania und Oberon – als schwache, voneinander getrennte Lichtpunkte zeigen.
Neptun: der am weitesten von der Sonne entfernte Planet
Neptun ist der am schwierigsten zu beobachtende Planet. Sie benötigen ein Fernglas oder Teleskop sowie ein helles Orientierungsobjekt wie Venus, um ihn zu finden. Wenn Neptun in der Nähe eines bekannten Objekts steht, können Sie dieses verwenden, um ihn als kleinen, blassen Punkt zu entdecken – selbstverständlich benötigen Sie dafür ein Fernglas. Seine Ringe und Oberflächendetails sind für Amateurbeobachter nicht sichtbar. Wenn Sie sehr gute Augen haben, können Sie seine Farbe mit einem Fernglas erkennen, ansonsten mit einem Amateurteleskop. Mit einem mittelgroßen bis großen Teleskop und ausgezeichneten Beobachtungsbedingungen können Sie möglicherweise seinen größten Mond Triton als schwachen Lichtpunkt erkennen.

Heute sichtbare Planeten: FAQ
Welche Planeten sind heute sichtbar?
Vom 16. bis 31. August 2026 ist die Venus der am besten sichtbare Planet am Abend – schauen Sie nach Sonnenuntergang in Richtung Westen. Saturn ist vom Abend bis zum Morgengrauen zu sehen, während Mars und Jupiter am Morgen erscheinen. Merkur ist im gleißenden Licht der Sonne verborgen; für Uranus und Neptun benötigen Sie optische Hilfsmittel. Nutzen Sie für Ihren genauen Standort die App Star Walk 2, um zu überprüfen, was sich gerade über Ihrem Horizont befindet.
Warum funkeln Planeten nicht wie Sterne?
Planeten leuchten normalerweise gleichmäßiger als Sterne, da sie der Erde wesentlich näher sind und als winzige Scheiben statt als punktförmige Lichtquellen erscheinen. Wenn ein helles Objekt in der Nähe der Ekliptik kaum funkelt, kann es sich um einen Planeten handeln.
Kann ich Uranus oder Neptun mit bloßem Auge sehen?
Uranus ist unter sehr dunklem Himmel theoretisch mit bloßem Auge sichtbar, aber er ist extrem lichtschwach und leicht zu übersehen. Sie benötigen ausgezeichnete Beobachtungsbedingungen und müssen genau wissen, wo Sie suchen müssen. Neptun ist zu lichtschwach, um mit bloßem Auge gesehen zu werden, und erfordert ein Fernglas oder Teleskop.
Wie erkenne ich, ob ich Venus oder Jupiter sehe?
Venus ist normalerweise deutlich heller als Jupiter und erscheint häufig kurz nach Sonnenuntergang oder vor Sonnenaufgang tief über dem Horizont. Jupiter ist ebenfalls sehr hell, kann jedoch je nach Jahreszeit über einen längeren Teil der Nacht sichtbar bleiben und höher am Himmel stehen. Beide leuchten gleichmäßig und funkeln wesentlich weniger als Sterne.
Um sie eindeutig zu identifizieren, richten Sie Ihr Smartphone mit Star Walk 2 auf das Objekt.
Warum hängt die Sichtbarkeit der Planeten von meinem Standort ab?
Die Sichtbarkeit der Planeten hängt von Ihrem Standort ab, weil der Himmel in verschiedenen Teilen der Erde unterschiedlich aussieht. Ihr Breitengrad beeinflusst, wie hoch Planeten über den Horizont steigen, während Ihr Längengrad bestimmt, wann sie auf- und untergehen. Auch örtliche Bedingungen spielen eine Rolle: Gebäude, Berge, Bäume, Lichtverschmutzung und das Wetter können einen Planeten verdecken, selbst wenn er sich technisch gesehen über dem Horizont befindet.
Tipps zur Planetenbeobachtung: Fazit
Sie brauchen keine teure Ausrüstung, um unser Sonnensystem zu erkunden – gehen Sie einfach nach draußen und suchen Sie nach den hellsten „Punkten“ am Himmel. Meistens sind Venus, Jupiter, Saturn und Mars leicht mit bloßem Auge sichtbar, während die Sichtbarkeit von Merkur von der Tageszeit und Ihrem Standort abhängt. Sie können außerdem den Mond oder Konstellationen von Planeten als Orientierungshilfe verwenden. Denken Sie daran: Planeten leuchten gleichmäßig, anders als Sterne. Zusätzliche Hilfe bietet die kostenlose App Star Walk 2, mit der Sie Planeten in Echtzeit sofort identifizieren können.
Weitere Planetenereignisse
Möchten Sie mehr über kommende Planetenereignisse erfahren? Lesen Sie auch: