Welche Planeten sind heute Nacht sichtbar? Himmelsführer für September 2026

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Sie möchten wissen, welche Planeten heute Nacht sichtbar sind? Dieser regelmäßig aktualisierte Leitfaden informiert Sie über die Sichtbarkeit von Merkur, Venus, Mars, Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun. Im Folgenden erfahren Sie, welche Planeten derzeit zu sehen sind, wann Sie nach ihnen Ausschau halten sollten und wie Sie sie am Himmel erkennen.

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Inhalt

Welche Planeten sind heute Nacht sichtbar? (1.–15. September 2026)

Vom 1. bis 15. September 2026 ist Venus überall dort, wo sie sichtbar ist, der hellste Planet am Abendhimmel. Halten Sie nach Sonnenuntergang im Westen nach einem strahlend hellen Lichtpunkt Ausschau. In hohen nördlichen Breiten geht der Planet jedoch zu kurz nach der Sonne unter, um sichtbar zu werden.

Später in der Nacht und vor der Morgendämmerung kommen weitere Planeten zum Vorschein. Saturn ist nachts am einfachsten zu beobachten, während Mars und Jupiter vor Sonnenaufgang sichtbar sind. In weit südlichen Breiten bleiben Mars und vor allem Jupiter tief über dem Horizont. Auch Uranus und Neptun sind sichtbar, doch für Uranus empfiehlt sich ein Fernglas oder Teleskop, für Neptun ist ein optisches Hilfsmittel erforderlich.

Merkur kehrt an den Abendhimmel zurück, bleibt aber sehr nahe am Horizont. In nördlichen Breiten ist er nur schwer oder gar nicht zu sehen.

Das genaueste Ergebnis für Ihren Standort erhalten Sie mit Star Walk 2: Die Sichtbarkeit der Planeten hängt von Ihrem Standort, dem Horizont und den Wetterbedingungen ab.

BeobachtungsdetailsMerkurVenusMarsJupiterSaturnUranusNeptun
Beste BeobachtungszeitNach Sonnenuntergang, am besten vom 10.–15. SeptemberNach SonnenuntergangVor der MorgendämmerungVor der MorgendämmerungAbends bis zur MorgendämmerungSpäter Abend bis zur MorgendämmerungAbends bis zur Morgendämmerung
BeobachtungsmethodeMit bloßem AugeMit bloßem AugeMit bloßem AugeMit bloßem AugeMit bloßem AugeFernglas oder TeleskopFernglas oder Teleskop
60–66° NNicht sichtbarNicht sichtbarHochNiedrigMäßig hochHochMäßig hoch
50–60° NNicht sichtbarNicht sichtbarHochMäßig hochHochHochHoch
40–50° NNicht sichtbarSehr niedrigHochMäßig hochHochHochHoch
30–40° NExtrem niedrigNiedrigHochMäßig hochHochHochHoch
30° N–30° SSehr niedrigHochHochMäßig hochHochHochHoch
30–40° SSehr niedrigHochMäßig hochNiedrigHochHochHoch
40–50° SSehr niedrigHochNiedrigSehr niedrigHochMäßig hochHoch
50–60° SSehr niedrigHochSehr niedrigExtrem niedrigHochNiedrigHoch

Hinweis:

  • Unter dem Horizont: weniger als 0°
  • Extrem niedrig: 0–5°
  • Sehr niedrig: 5–10°
  • Niedrig: 10–20°
  • Mäßig hoch: 20–30°
  • Hoch: mehr als 30°
  • Nicht sichtbar: kein sinnvoll nutzbares Beobachtungsfenster; der Planet bleibt unter dem Horizont oder verschwindet im Glanz der Sonne.

Die Höhenangaben sind Näherungswerte: Sie beziehen sich auf die Mitte des jeweiligen Breitengradbereichs und die beste praktikable Beobachtungszeit vom 1. bis 15. September.

Kurze Hinweise für verschiedene Regionen

  • Nordeuropa: Venus und Merkur stehen in der Abenddämmerung sehr niedrig oder sind praktisch nicht sichtbar. Saturn ist nachts der beste Planet; Mars und Jupiter sind am Morgen leicht zu beobachten.

  • Südhalbkugel: Venus steht abends hoch am Himmel, während Merkur gegen Ende des Zeitraums zu einem schwierigen Beobachtungsziel am Abend wird. Saturn lässt sich fast die ganze Nacht hervorragend beobachten. Mars und Jupiter stehen am Morgen tiefer.

  • Tropen: Venus ist nach Sonnenuntergang leicht zu sehen; in den letzten Tagen des Zeitraums steht Merkur tief in ihrer Nähe. Saturn ist fast die ganze Nacht sichtbar. Mars und Jupiter sind am Morgen zu sehen.

Welche Planeten sind heute Nacht in Deutschland sichtbar?

In Deutschland ist Saturn vom 1. bis 15. September der am einfachsten zu beobachtende Planet am Nachthimmel. Er geht am Abend auf und bleibt bis zur Morgendämmerung sichtbar. Vor Sonnenaufgang sind Mars und Jupiter im Osten gut mit bloßem Auge zu erkennen. Für Uranus empfiehlt sich ein Fernglas oder Teleskop, für Neptun ist ein optisches Hilfsmittel erforderlich.

Venus steht am deutschen Abendhimmel äußerst ungünstig. Selbst im Süden des Landes bleibt sie sehr tief in der hellen Dämmerung und geht kurz nach der Sonne unter. Bei freier Sicht auf den westlichen Horizont kann sie dort eventuell kurz aufleuchten; in Mittel- und Norddeutschland ist sie praktisch nicht sichtbar.

Merkur ist noch schwieriger zu beobachten. Vom 1. bis 15. September gibt es in Deutschland kein sinnvoll nutzbares Beobachtungsfenster: Selbst wenn der Planet kurz über dem Horizont steht, verschwindet er im Glanz der Sonne.

Beste Termine zur Planetenbeobachtung: 1.–15. September 2026

2. September: Venus zieht nahe an Spica im Sternbild Jungfrau vorbei. Schauen Sie nach Sonnenuntergang knapp über den westlichen Horizont. Wenn Venus über Ihrem lokalen Horizont steht, ist sie dank ihrer Helligkeit leicht zu erkennen; die lichtschwächere Spica kann in der hellen Dämmerung jedoch schwer zu sehen sein.

3. September: Der Mond zieht nahe an Uranus und den Plejaden im Sternbild Stier vorbei. Für Uranus ist ein Fernglas oder Teleskop erforderlich, und das Mondlicht erschwert die Beobachtung zusätzlich.

6.–14. September: Der Mond zieht nacheinander an vier Planeten vorbei. Am 6. September passiert er Mars, am 8. September Jupiter, am 12. September Merkur und am 14. September Venus. Die Begegnungen mit Mars und Jupiter finden vor Sonnenaufgang statt, die mit Merkur und Venus in der Abenddämmerung.

Planeten am Abendhimmel: Venus und Merkur

Venus: der hellste Planet am Abendhimmel

Blicken Sie nach Sonnenuntergang nach Westen. Wenn Sie nahe dem westlichen Horizont einen strahlend hellen Lichtpunkt sehen, handelt es sich mit großer Wahrscheinlichkeit um Venus.

Der Planet wird im Laufe des Zeitraums von etwa −4,6 mag auf −4,8 mag heller. Am 2. September zieht er nahe an Spica vorbei. Am 14. September passiert eine schmale Mondsichel Venus in sehr geringem Abstand und bietet damit einen der schönsten Anblicke des Monats für das bloße Auge. An manchen Orten bedeckt der Mond Venus am Tag.

Für Beobachter in nördlichen Breiten bleibt Venus sehr niedrig und kann untergehen, bevor der Himmel dunkel wird. In den Tropen und auf der Südhalbkugel ist sie deutlich besser zu sehen.

Merkur: ein schwieriges Beobachtungsziel am Abend

Merkur kehrt in der ersten Septemberhälfte an den Abendhimmel zurück, bleibt aber tief in der hellen Dämmerung. Im Laufe des Zeitraums vergrößert sich sein Winkelabstand zur Sonne, dennoch ist er weiterhin schwer zu sehen.

Die besten Beobachtungsmöglichkeiten bieten sich in den Tropen und auf der Südhalbkugel etwa vom 10. bis 15. September. Schauen Sie kurz nach Sonnenuntergang knapp über den westlichen Horizont. Am 12. und 13. September zieht eine extrem schmale Mondsichel nahe an Merkur vorbei, doch der Mond selbst kann schwerer zu erkennen sein als der Planet.

Planeten am Nachthimmel: Saturn, Uranus und Neptun

Saturn: vom Abend bis zur Morgendämmerung sichtbar

Saturn steigt am Abend über den östlichen Horizont und geht nach Sonnenaufgang im Westen unter.

Um ihn nahe seinem höchsten Stand zu sehen, blicken Sie nach Mitternacht auf der Nordhalbkugel nach Süden oder auf der Südhalbkugel nach Norden. Er leuchtet mit einer Helligkeit von etwa 0,4–0,5 mag und erscheint als gelblicher Punkt.

Uranus: ein spätes Beobachtungsziel für Ferngläser

Uranus ist vom späten Abend bis zur Morgendämmerung am Himmel. Mit einer Helligkeit von etwa 5,7 mag lässt er sich am besten durch ein Fernglas oder Teleskop beobachten und erscheint als schwacher blaugrüner Punkt.

An den meisten nördlichen und tropischen Standorten erreicht Uranus vor der Morgendämmerung eine gute Höhe. Am 3. September zieht der Mond in seiner Nähe vorbei, doch sein Licht erschwert die Beobachtung von Uranus. Mit Star Walk 2 können Sie die genaue Position des Planeten bestimmen.

Neptun: optisches Hilfsmittel erforderlich

Neptun geht am frühen Abend im Sternbild Fische auf und bleibt fast die ganze Nacht sichtbar. Mit einer Helligkeit von 7,7 mag ist er zu lichtschwach für das bloße Auge. Ein Teleskop mit mittlerer Vergrößerung ist nötig, um sein winziges bläuliches Scheibchen zu erkennen; eine App zur Himmelsbeobachtung hilft Ihnen, den Planeten zu finden.

Der hellere Saturn kann Ihnen helfen, den richtigen Himmelsbereich zu finden: Die beiden Planeten bleiben etwa 10° voneinander entfernt — das entspricht ungefähr der Breite einer geballten Faust bei ausgestrecktem Arm. Neptun nähert sich seiner Opposition am 26. September, sodass sich die Beobachtungsbedingungen weiter verbessern. Der nahe Vollmond wird den Himmel um dieses Datum jedoch aufhellen und die Beobachtung von Neptun erschweren.

Planeten am Morgenhimmel: Mars und Jupiter

Mars: vor der Morgendämmerung sichtbar

Mars ist vor Sonnenaufgang sichtbar und leuchtet mit einer Helligkeit von etwa 1,2 mag. Durch seine rötliche Farbe fällt er auf, obwohl Mars lichtschwächer als Jupiter und Venus ist.

Am 6. September zieht eine abnehmende Mondsichel nahe an Mars vorbei. Schauen Sie vor Sonnenaufgang nach Osten, um den roten Planeten neben dem Mond zu sehen.

Jupiter: taucht aus dem Glanz der Sonne auf

Jupiter ist in der ersten Septemberhälfte am Morgen leicht zu beobachten. Er leuchtet mit einer Helligkeit von etwa −1,8 mag und geht jeden Tag früher auf. Schauen Sie vor Sonnenaufgang über den östlichen Horizont.

Für Beobachter auf der Nordhalbkugel und in den Tropen steht der Planet besonders günstig. In mittleren südlichen Breiten bleibt er tiefer am Himmel und weiter südlich kann er schwer zu sehen sein. Am 8. September zieht die schmale Mondsichel sehr nahe an Jupiter vorbei. Von bestimmten Orten aus zieht der Mond bei einer Mondbedeckung direkt vor dem Planeten entlang.

Welcher helle Stern steht nach Sonnenuntergang im Westen?

Der helle „Stern“ im Westen nach Sonnenuntergang ist höchstwahrscheinlich Venus — sofern sie über Ihrem lokalen Horizont steht. In der ersten Septemberhälfte 2026 ist sie mit Abstand der hellste Planet am Abendhimmel; Merkur steht tiefer und ist deutlich lichtschwächer.

Was ist der helle Punkt vor Sonnenaufgang?

Der hellste Planet vor Sonnenaufgang ist Jupiter über dem östlichen Horizont. Der rötliche Mars ist in der Nähe entlang desselben weiten Bogens sichtbar, während Saturn weiter westlich steht und vom Abend bis zur Morgendämmerung zu sehen bleibt.

So finden und erkennen Sie Planeten am Himmel

Sie brauchen kein teures Teleskop, um den Nachthimmel zu erkunden.

Fünf Planeten — Merkur, Venus, Mars, Jupiter und Saturn — sind mit bloßem Auge sichtbar, häufig sogar von einer Stadt aus. Mit optischen Geräten lassen sich mehr Details erkennen, doch zur Bestimmung der helleren Planeten sind sie nicht erforderlich. So finden Sie die Planeten.

Achten Sie auf helle Punkte

Wenn sie sichtbar sind, leuchten Venus und Jupiter in der Regel heller als jeder Stern am Nachthimmel, und Mars kann um seine Opposition herum die meisten Sterne überstrahlen. Mit bloßem Auge erscheinen sowohl Sterne als auch Planeten jedoch meist als unaufgelöste Punkte — Planeten wirken nicht sichtbar größer.

Die Helligkeit ist ein nützlicher Hinweis, aber kein Beweis: Helle Sterne wie Sirius, Arktur und Wega können ebenso auffällig sein. Prüfen Sie, ob das Objekt nahe der Ekliptik steht und relativ ruhig leuchtet.

Astronomen messen die scheinbare Helligkeit eines Objekts mithilfe einer Magnitudenskala. Auf dieser Skala haben hellere Objekte niedrigere oder sogar negative Werte. Zum Beispiel:

  • Sonne: etwa −26,7 mag
  • Vollmond: etwa −12,7 mag
  • Sirius: −1,46 mag (der hellste Stern am Nachthimmel)

Anders als bei Sternen ändert sich die Helligkeit von Planeten abhängig von ihrer Position relativ zur Erde und zur Sonne. Hier sind die ungefähren Magnitudenbereiche der Planeten des Sonnensystems. Die Extremwerte von Merkur und Venus können auftreten, wenn die Planeten zu nahe an der Sonne stehen, um sie sicher zu beobachten.

  • Venus: etwa −4,9 bis −3,0 mag
  • Jupiter: etwa −2,9 bis −1,7 mag (normalerweise der zweithellste Planet)
  • Mars: etwa −2,9 bis +1,9 mag
  • Merkur: etwa −2,5 bis +7,2 mag
  • Saturn: etwa −0,6 bis +1,2 mag
  • Uranus: etwa +5,3 bis +6,0 mag (meist ist ein Fernglas erforderlich)
  • Neptun: etwa +7,7 bis +8,0 mag (Fernglas oder Teleskop erforderlich)

Prüfen Sie, ob das Objekt funkelt

Sterne funkeln normalerweise, während Planeten ruhiger leuchten. Das liegt daran, dass Sterne sehr viel weiter entfernt sind und daher als punktförmige Lichtquellen erscheinen. Sich bewegende Luftzellen in der Erdatmosphäre brechen ihr Licht fortwährend und verursachen schnelle Veränderungen der scheinbaren Helligkeit, Farbe und Position. Planeten sind viel näher und erscheinen deshalb als winzige Scheibchen. Dadurch gleichen sich diese atmosphärischen Verzerrungen tendenziell aus und ihr Licht wirkt meist ruhiger.

Das Funkeln ist jedoch nur ein Hinweis — kein hundertprozentig zuverlässiger Test. Ein Planet kann deutlich funkeln, wenn er tief über dem Horizont steht und sein Licht einen längeren Weg durch die Atmosphäre zurücklegt oder wenn die Luft besonders turbulent ist. Ein hoch am Himmel stehender Stern kann dagegen relativ ruhig erscheinen.

Die vollständige Erklärung dazu, warum Sterne funkeln, finden Sie in unserem ausführlichen Artikel.

Suchen Sie nach Planeten in der Nähe des Mondes

Eine der einfachsten Möglichkeiten, einen Planeten zu finden, besteht darin, den Mond als Orientierungshilfe zu nutzen. Jeden Monat ziehen Planeten am Himmel nahe an ihm vorbei; Astronomen bezeichnen dies als enge Begegnung. Ein heller, relativ ruhig leuchtender „Stern“ in der Nähe des Mondes könnte ein Planet sein. Da der Mond auch an hellen Sternen vorbeizieht, sollten Sie das Objekt mithilfe einer Sternkarte überprüfen.

Wann ein Planet das nächste Mal nahe am Mond vorbeizieht, erfahren Sie in unserem regelmäßig aktualisierten Artikel.

Mond nahe Planet
Der Mond und einer unserer Nachbarplaneten, die Venus, über Chile.

Nutzen Sie Planetentreffen oder Planetenparaden

Von Zeit zu Zeit erscheinen Planeten am Himmel sehr nahe beieinander. Ein heller Planet kann als Wegweiser zu einem lichtschwächeren dienen — zum Beispiel, wenn Venus nahe an Uranus vorbeizieht. Sind beide Planeten hell genug, kann das Paar ohne optische Hilfsmittel sichtbar sein.

Noch eindrucksvoller sind Planetenparaden, bei denen mehrere Planeten gleichzeitig entlang der Ekliptik erscheinen. Sie können sich über einen weiten Bogen verteilen, anstatt dicht beieinander zu stehen. Dennoch bieten solche Ausrichtungen eine gute Gelegenheit, mehrere Planeten während einer einzigen Beobachtung zu finden.

Die nächste Planetenparade findet um den 14. November 2026 statt. Vor Sonnenaufgang versammeln sich Merkur, Venus, Mars und Jupiter am Himmel.

Mehr erfahren: Planetenparade im November 2026

Planetenkonstellation am 14. November 2026
Vier Planeten in einer Planetenkonstellation am 14. November 2026, von der Nordhalbkugel aus gesehen.

Suchen Sie entlang der Ekliptik

Alle Planeten bleiben in der Nähe der Ekliptik — der scheinbaren jährlichen Bahn der Sonne vor dem Hintergrund der Sterne.

So finden Sie den entsprechenden Himmelsbereich:

  • Suchen Sie nach dem Band der Tierkreissternbilder am Himmel.
  • Nutzen Sie den Mond als weitere Orientierungshilfe: Auch er bleibt nahe der Ekliptik.
  • Ziehen Sie gedanklich einen weiten Bogen durch alle Planeten und Tierkreissternbilder, die Sie bereits erkennen können.

Suchen Sie nachts entlang dieses Bogens. Merkur und Venus bleiben am Himmel immer relativ nahe an der Sonne und erscheinen daher vor der Morgendämmerung oder nach Sonnenuntergang.

Wichtig: Blicken Sie niemals direkt in die Sonne — dies kann Ihre Augen dauerhaft schädigen!

Mond und Planeten nahe der Ekliptik
In Star Walk 2 wird die Ekliptik durch eine gelb gepunktete Linie dargestellt. Mond und Planeten befinden sich immer in der Nähe der Ekliptik.

Der Winkel der Ekliptik zum Horizont hängt von Ihrem Breitengrad, der Hemisphäre, der Jahreszeit und der Nachtzeit ab.

Planeten sind „Wanderer“

Eine weitere Möglichkeit, festzustellen, ob Sie einen Planeten oder einen Stern sehen, besteht darin, seine Position über mehrere Nächte oder Wochen hinweg zu beobachten. Ein Planet verschiebt sich allmählich gegenüber den Hintergrundsternen, wobei sich die äußeren Planeten möglicherweise zu langsam bewegen, als dass die Veränderung von einer Nacht zur nächsten auffällt.

Verwenden Sie eine interaktive Sternkarte

Eine Sternkarten-App kann bestätigen, was Sie gefunden haben. Die kostenlose App Star Walk 2 bietet einen Modus namens Planet Walk, der die Planeten hervorhebt und ihre Unterscheidung von Sternen erleichtert. Öffnen Sie das Menü, wählen Sie „Planeten“ und tippen Sie dann auf Planet Walk. Auf der Live-Karte werden alle Planeten hervorgehoben, und über das Bedienfeld am unteren Rand können Sie direkt zu jedem einzelnen springen.

Planet Walk in Star Walk 2
Verfolgen Sie Planeten am Himmel ganz einfach mit der Planet Walk-Funktion in der Star Walk 2-App.

Wenn Sie Alternativen suchen, probieren Sie Night Sky, SkySafari oder Stellarium aus. Einige Apps sind völlig kostenlos, andere müssen im Voraus bezahlt werden oder bieten zusätzliche Funktionen über In-App-Käufe an. Einen schnellen Vergleich der jeweils kostenlos verfügbaren Funktionen finden Sie in unserem Artikel über die besten Astronomie-Apps 2026.

Beobachtungstipps für jeden Planeten

Merkur: der schwer auffindbare Planet

Merkur ist ein innerer Planet, dessen Umlaufbahn näher an der Sonne liegt als die der Erde. Das bedeutet, dass Merkur an unserem Himmel nie weit von der Sonne entfernt steht; sein größter Winkelabstand liegt zwischen etwa 18° und 28°. Dieser maximale Abstand wird größte Elongation genannt und bietet normalerweise die beste Beobachtungsmöglichkeit. Zählt man die östlichen und westlichen Elongationen zusammen, erreicht Merkur sechs- oder siebenmal pro Jahr seine größte Elongation.

Um Merkur zu finden, schauen Sie kurz nach Sonnenuntergang tief über den westlichen Horizont oder kurz vor Sonnenaufgang tief in den Osten. Ob er derzeit am Morgen, am Abend oder gar nicht sichtbar ist, können Sie der täglichen Sichtbarkeitsanzeige des Planeten in der kostenlosen App Star Walk 2 entnehmen.

Merkur am Himmel
Merkur ist dunkler als die Venus und näher am Horizont. Er ist jedoch während der Dämmerung um seine größte Elongation herum sichtbar.

Das Beobachtungsfenster für Merkur ist oft kurz und hängt stark von Ihrem Breitengrad, der Jahreszeit und der Elongation des Planeten ab. Ein kleines Teleskop kann Merkurs winziges Scheibchen und seine Phasen zeigen, doch verwenden Sie optische Geräte nur, wenn die Sonne sicher unter dem Horizont steht. Warten Sie am Abend bis nach Sonnenuntergang und beenden Sie die Beobachtung am Morgen deutlich vor Sonnenaufgang. Suchen Sie mit einem Fernglas oder Teleskop niemals den Himmelsbereich nahe der Sonne ab.

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Venus: Abend- und Morgenstern

Venus ist der hellste Planet, den Sie mit bloßem Auge sehen können. Venus ist von stark reflektierenden Wolken umgeben, erscheint an unserem Himmel außergewöhnlich hell und kann manchmal sogar am Tag von erfahrenen Beobachtern entdeckt werden, die genau wissen, wo sie suchen müssen. Suchen Sie niemals mit einem Fernglas oder Teleskop nach ihr, solange die Sonne über dem Horizont steht.

Wie der Mond durchläuft auch Venus verschiedene Phasen. Ihre größte Helligkeit erreicht sie als Sichel: Obwohl dann ein kleinerer Teil ihrer Oberfläche beleuchtet ist, wird dies durch ihre größere scheinbare Ausdehnung bei der Annäherung an die Erde mehr als ausgeglichen. Ein kleines Teleskop zeigt die Phasen zuverlässig; ein fest montiertes Fernglas mit hoher Vergrößerung kann unter guten Bedingungen eine ausgeprägte Sichel erkennen lassen.

Wie Merkur ist Venus ein innerer Planet und erscheint an unserem Himmel nie sehr weit von der Sonne entfernt. Merkurs maximaler scheinbarer Abstand von der Sonne beträgt etwa 28°, während Venus etwa 48° erreichen kann. Äußere Planeten können bei ihrer Opposition 180° von der Sonne entfernt erscheinen.

Wenn Venus in der Nähe des Mondes erscheint, lässt sich das Paar selbst aus lichtverschmutzten Städten leicht beobachten. Wann die nächste Begegnung von Mond und Venus stattfindet, erfahren Sie in unserem regelmäßig aktualisierten Artikel.

Venus am Himmel
Die Venus hat Phasen, die mit bloßem Auge nicht zu erkennen sind, durch ein Teleskop jedoch erkennbar sind.

Weil Venus so hell leuchtet, halten viele Menschen sie für ein Flugzeug — oder sogar für ein UFO. Sehen Sie sich unsere Infografik an, um weitere natürliche und von Menschen geschaffene Objekte kennenzulernen, die am Himmel oft falsch gedeutet werden.

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Siehe Infografik

Mars: der Rote Planet

Mars leuchtet rostrot und ist leicht zu erkennen, wenn der Planet hell ist. Seine scheinbare Helligkeit ändert sich je nach Position im Sonnensystem erheblich und erreicht normalerweise um die Opposition herum ihr Maximum. Dieses Ereignis tritt etwa alle 26 Monate ein, wenn die Erde zwischen Mars und Sonne hindurchzieht.

Mars erreicht seine nächste Opposition am 19. Februar 2027 und kommt der Erde um den 20. Februar am nächsten. Er leuchtet dann mit einer Helligkeit von etwa −1,2 mag und erscheint ungefähr 13,8 Bogensekunden groß. Bis Mitte Juli 2027 wird er etwa neunmal lichtschwächer und nur noch 40 % so groß sein wie um die Opposition herum.

Mars am Himmel
Die Plejaden, der Mars, Aldebaran und die Hyaden. Alle diese Weltraumobjekte sind mit bloßem Auge sichtbar. Um die Sternhaufen zu erkennen, benötigen Sie jedoch einen dunkleren Himmel.

Ein Fernglas zeigt Mars als hellen orangefarbenen Punkt, nicht als aufgelöstes Scheibchen. Ein Teleskop mit mittlerer bis hoher Vergrößerung kann sein Scheibchen sichtbar machen; bei günstigen Oppositionen und ruhiger Luft können Sie möglicherweise auch eine Polkappe oder dunkle Oberflächenstrukturen erkennen.

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Jupiter: der größte Planet mit sichtbaren Monden

Jupiter ist der größte Planet unseres Sonnensystems und eines der hellsten Objekte am Nachthimmel. Nach Venus ist er normalerweise der zweithellste Planet; sobald Venus untergegangen ist, ist Jupiter oft der hellste noch sichtbare Planet. Gegen Ende des Jahres 2026 wird Jupiter heller, während er sich seiner Opposition am 11. Februar 2027 nähert.

Schon mit einem kleinen Teleskop können Sie Jupiter und seine vier größten Monde — Io, Europa, Ganymed und Kallisto — beobachten, die als Galileische Monde bekannt sind. Ein ruhig gehaltenes oder auf einem Stativ montiertes Fernglas kann ebenfalls einen oder mehrere dieser Monde zeigen, deren Position sich von Nacht zu Nacht ändert. Um sie an einem bestimmten Abend zu finden, probieren Sie die App Star Walk 2 (für diesen Objekttyp ist ein In-App-Kauf erforderlich) oder die App Sky Tonight aus, in der alle Weltraumobjekte kostenlos verfügbar sind.

Auf der Nordhalbkugel kann Jupiter manchmal mit Sirius, dem hellsten Stern am Nachthimmel, verwechselt werden. Sirius fällt besonders an Winterabenden auf, steht jedoch weit von der Ekliptik entfernt und funkelt normalerweise stärker als Jupiter.

Venus-Jupiter
Enge Annäherung von Venus und Jupiter im November 2019. Venus erscheint heller und größer und Jupiter steigt höher.

Um den Großen Roten Fleck — einen gewaltigen Sturm auf Jupiter — zu sehen, verwenden Sie ein Teleskop mit etwa 100-facher oder stärkerer Vergrößerung, warten Sie auf ruhige atmosphärische Bedingungen und prüfen Sie, ob der Fleck zum Beobachtungszeitpunkt der Erde zugewandt ist.

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Saturn: der goldene König der Ringe und Monde

Saturn leuchtet in einem unverwechselbaren gelbgoldenen Farbton und ist mit bloßem Auge gut sichtbar. Um ihn zu finden, suchen Sie nach einem ruhig leuchtenden gelblichen Lichtpunkt, der normalerweise lichtschwächer als Venus oder Jupiter ist.

Saturn und Venus am Himmel
Venus, Saturn und der Mond vor Tagesanbruch, mit einigen um sie herum sichtbaren Sternen.

Ein kleines Teleskop zeigt Saturns berühmte Ringe, deren scheinbare Neigung sich jedoch im Laufe der Zeit verändert. Im September 2026 sind die Ringe in einem flachen Winkel zu unserer Sichtlinie geneigt und wirken ungewöhnlich dünn. Um die Cassinische Teilung zu erkennen, sind eine stärkere Vergrößerung und gute Sichtbedingungen erforderlich; sie ist nicht in jedem kleinen Teleskop garantiert sichtbar.

Durch ein Teleskop können Sie auch Titan, den hellsten Saturnmond, erkennen. Bei größeren Öffnungen werden weitere Monde — Rhea, Dione, Tethys und Enceladus — sichtbar, die jeweils als winzige, ruhig leuchtende Punkte nahe dem Planeten erscheinen.

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Uranus: ein blassblauer Punkt

Uranus liegt nahe der Sichtbarkeitsgrenze des bloßen Auges. Unter einem sehr dunklen Himmel — etwa Bortle-Klasse 3 oder dunkler — kann ein Beobachter mit ausgezeichneten Augen ihn vielleicht erkennen, wenn seine genaue Position bekannt ist. Ein Fernglas ist jedoch wesentlich praktischer. Ein kleines Teleskop mit mittlerer Vergrößerung kann ein winziges, blass blaugrünes Scheibchen zeigen.

Uranus durch ein Teleskop
Uranus, aufgenommen mit einer Nikon Coolpix 995 und StarMax 127, zeigt eine hellblaue Scheibe.

Am einfachsten lässt sich Uranus finden, wenn er in der Nähe eines hellen Referenzobjekts steht, etwa eines hellen Sterns, Planeten oder des Mondes. Bedenken Sie jedoch, dass ein heller Mond in der Nähe den schwachen Schein von Uranus überstrahlen kann.

Die meisten Amateurteleskope können weder die Ringe noch Oberflächendetails von Uranus auflösen. Mittlere bis große Instrumente können jedoch die beiden größten Monde des Planeten — Titania und Oberon — als schwache, voneinander getrennte Lichtpunkte sichtbar machen.

Neptun: der sonnenfernste Planet

Neptun ist der am schwierigsten zu beobachtende Planet. Er ist zu lichtschwach für das bloße Auge. Verwenden Sie daher ein Fernglas oder Teleskop zusammen mit einer detaillierten Sternkarte oder einer App zur Himmelsbeobachtung. Im Fernglas sieht Neptun wie ein schwacher Stern aus; ein Teleskop mit mittlerer Vergrößerung ist erforderlich, um sein winziges bläuliches Scheibchen zu erkennen. Seine Ringe und atmosphärischen Einzelheiten bleiben für typische Amateurgeräte unsichtbar. Mit einem mittleren bis großen Teleskop und unter hervorragenden Bedingungen können Sie vielleicht seinen größten Mond Triton als schwachen Lichtpunkt erkennen.

Neptun von NASA
Auch wenn man Neptuns volle Schönheit nicht mit eigenen Augen sehen kann, sollte man sich dieses Bild von Webb ansehen. Es zeigt eine verkleinerte Ansicht des Planeten, seiner Ringe und seiner Monde. Im Mittelpunkt steht Neptuns Mond Triton, der einer kleinen, blaugrünen Schneeflocke ähnelt. Rechts darunter befindet sich der winzige, ringförmige, perlenartige Neptun.

Häufig gestellte Fragen zu den heute sichtbaren Planeten

Welche Planeten sind heute Nacht sichtbar?

Vom 1. bis 15. September 2026 ist Venus dort, wo sie sichtbar ist, der am einfachsten zu beobachtende Abendplanet, während Saturn fast die ganze Nacht zu sehen ist. Mars und Jupiter erscheinen vor Sonnenaufgang. Merkur ist am Abend schwer zu beobachten; Uranus lässt sich am besten mit einem optischen Hilfsmittel sehen, und für Neptun ist eines zwingend erforderlich. Verwenden Sie Star Walk 2, um für Ihren genauen Standort zu prüfen, was gerade über Ihrem Horizont steht.

Warum funkeln Planeten nicht wie Sterne?

Planeten leuchten normalerweise ruhiger als Sterne, weil sie der Erde viel näher sind und als winzige Scheibchen statt als Punkte erscheinen. Dadurch gleichen sich atmosphärische Schwankungen aus. Wenn ein helles Objekt nahe der Ekliptik kaum funkelt, könnte es ein Planet sein — tief über dem Horizont können jedoch auch Planeten funkeln.

Kann ich Uranus oder Neptun mit bloßem Auge sehen?

Uranus ist unter einem sehr dunklen Himmel theoretisch mit bloßem Auge sichtbar, aber er ist extrem lichtschwach und leicht zu übersehen. Sie benötigen hervorragende Beobachtungsbedingungen und müssen genau wissen, wo Sie suchen sollen. Neptun ist für das bloße Auge zu lichtschwach und erfordert ein Fernglas oder Teleskop.

Woran erkenne ich, ob ich Venus oder Jupiter sehe?

Venus ist normalerweise wesentlich heller als Jupiter und erscheint oft kurz nach Sonnenuntergang oder vor Sonnenaufgang tief über dem Horizont. Auch Jupiter ist sehr hell, kann aber je nach Jahreszeit einen größeren Teil der Nacht sichtbar bleiben und höher am Himmel stehen. Beide leuchten normalerweise ruhiger und funkeln weniger als Sterne.

Um sie eindeutig zu bestimmen, richten Sie Ihr Smartphone mit Star Walk 2 auf das Objekt.

Warum hängt die Sichtbarkeit der Planeten von meinem Standort ab?

Die Sichtbarkeit der Planeten hängt von Ihrem Standort ab, weil der Himmel von verschiedenen Orten der Erde aus unterschiedlich aussieht. Ihr Breitengrad beeinflusst, wie hoch ein Planet steigt und in welchem Winkel seine Bahn auf den Horizont trifft. Ihr Längengrad bestimmt die Ortszeit seines Auf- und Untergangs, während Ihre Zeitzone festlegt, welche Uhrzeit die Uhr für diese Momente anzeigt. Gebäude, Berge, Bäume, Dämmerung, Lichtverschmutzung und Wetter können einen Planeten verdecken, selbst wenn er sich theoretisch über dem Horizont befindet.

Tipps zur Planetenbeobachtung: Fazit

Sie brauchen keine teure Ausrüstung, um unser Sonnensystem zu erkunden — gehen Sie einfach nach draußen und suchen Sie nach hellen, relativ ruhig leuchtenden Punkten. Wenn sie günstig stehen, sind Venus, Jupiter, Saturn und Mars leicht mit bloßem Auge zu sehen; die Sichtbarkeit von Merkur hängt stark von Ihrem Standort, der Jahreszeit und davon ab, ob er am Morgen- oder Abendhimmel steht. Sie können auch den Mond oder Planetentreffen als Orientierungshilfe nutzen. Zusätzliche Hilfe bietet die kostenlose App Star Walk 2, mit der Sie Planeten in Echtzeit bestimmen können.

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