Welche Planeten sind heute zu sehen? Der Himmel im Juli 2026

~18 min

Möchten Sie wissen, welche Planeten heute sichtbar sind? Hier finden Sie einen regelmäßig aktualisierten Überblick über die Sichtbarkeit von Merkur, Venus, Mars, Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun. Im Folgenden erfahren Sie, welche Planeten derzeit zu sehen sind, wann Sie nach ihnen Ausschau halten sollten und wie Sie sie am Himmel erkennen.

👉 Um jeden Planeten von Ihrem Standort aus zu finden, öffnen Sie die kostenlose App Star Walk 2 und verwenden Sie den Modus Planet Walk.

Inhalt

Welche Planeten sind heute Nacht sichtbar? (1.–15. August 2026)

Vom 1. bis 15. August 2026 dominiert die Venus den Abendhimmel. Suchen Sie nach Sonnenuntergang im Westen nach einem strahlenden, ruhig leuchtenden Punkt. Aus nördlichen Breiten steht sie tief in der Dämmerung, während sie in den Tropen und auf der Südhalbkugel deutlich höher erscheint.

Am Morgenhimmel ist mehr los. Saturn ist am einfachsten zu erkennen, während der rötliche Mars weiter östlich steht. Merkur ist rund um seine größte westliche Elongation am 2. August am besten sichtbar. Uranus und Neptun befinden sich ebenfalls am Himmel, doch für ihre Beobachtung benötigen Sie ein Fernglas oder Teleskop.

Jupiter taucht allmählich wieder aus dem Glanz der Sonne auf, bleibt jedoch in der hellen Morgendämmerung extrem tief. Um den 12. August bilden Jupiter, Merkur, Mars, Uranus, Saturn und Neptun eine Konstellation aus sechs Planeten. Vier Planeten sind potenziell mit bloßem Auge sichtbar, doch Jupiter könnte an vielen Standorten zu tief stehen. Für Uranus und Neptun benötigen Sie optische Hilfsmittel.

Für ein möglichst genaues Ergebnis prüfen Sie Ihren lokalen Himmel in Star Walk 2: Die Sichtbarkeit der Planeten hängt von Ihrem Standort, dem Horizont und den Wetterbedingungen ab.

BeobachtungsdetailsMerkurVenusMarsJupiterSaturnUranusNeptun
Wann beobachten?Vor der Morgendämmerung, am besten vom 1. bis 7. AugustNach SonnenuntergangVor der MorgendämmerungVom 10. bis 15. August kurz vor SonnenaufgangVom späten Abend bis zur MorgendämmerungVon der späten Nacht bis zur MorgendämmerungVom späten Abend bis zur Morgendämmerung
BeobachtungsmethodeMit bloßem Auge, schwierigMit bloßem AugeMit bloßem AugeMit bloßem Auge, äußerst schwierigMit bloßem AugeFernglas oder TeleskopFernglas oder Teleskop
60–66° NExtrem tief oder unter dem HorizontExtrem tief in der hellen DämmerungTiefUnter dem Horizont oder extrem tiefMittelMittelMittel
50–60° NSehr tiefSehr tiefMittelExtrem tiefHochHochHoch
40–50° NSehr tiefTiefHochExtrem tiefHochHochHoch
30–40° NTiefMittelHochExtrem tiefHochHochHoch
30° N–30° STiefHochHochExtrem tiefHochHochHoch
30–40° SSehr tiefHochMittelExtrem tiefHochHochHoch
40–50° SExtrem tiefHochMittelNicht sichtbarHochMittelHoch
50–60° SExtrem tief oder unter dem HorizontHochTiefNicht sichtbarHochTiefHoch

Hinweis:

  • Unter dem Horizont: weniger als 0°
  • Extrem tief: 0–5°
  • Sehr tief: 5–10°
  • Tief: 10–20°
  • Mittel: 20–30°
  • Hoch: mehr als 30°
  • Nicht sichtbar: kein praktisches Beobachtungsfenster; der Planet bleibt unter dem Horizont oder verschwindet im Glanz der Sonne.

Die Breitengradzeilen zeigen die ungefähre Höhe jedes Planeten zur empfohlenen Beobachtungszeit. Die tatsächliche Sichtbarkeit hängt vom genauen Standort, Datum, Horizont, der Dämmerung, dem Wetter und der Lichtverschmutzung ab. Uranus lässt sich am besten mit optischen Hilfsmitteln beobachten, für Neptun sind sie erforderlich. Zwischen 60° und 66° nördlicher Breite kann die anhaltende Dämmerung die Beobachtung beider Planeten unpraktisch machen. Für Standorte nördlich von 66° N oder südlich von 60° S sollten Sie eine standortspezifische Himmelskarte verwenden, da sich die polaren Beobachtungsbedingungen schnell verändern.

Kurze regionale Hinweise

  • Nordeuropa: Venus steht sehr tief in der hellen Abenddämmerung. Saturn und Mars sind die besten Planeten am Morgen; Merkur und Jupiter sind schwierige Ziele nahe dem Horizont.

  • Südhalbkugel: Venus steht am Abend günstig. Saturn ist spät in der Nacht und vor der Morgendämmerung hervorragend sichtbar; Mars steht tiefer, während Merkur und Jupiter schwierig zu beobachten sind.

  • Tropen: Venus ist nach Sonnenuntergang leicht zu sehen. Merkur ist Anfang August am besten sichtbar, und die vollständige Konstellation aus sechs Planeten passt leichter über den Horizont als in weit nördlichen oder südlichen Breiten.

Heute sichtbare Planeten in den USA

In den gesamten USA ist Venus vom 1. bis 15. August der am einfachsten sichtbare Abendplanet. Suchen Sie nach Sonnenuntergang tief über dem westlichen Horizont nach ihr. Vor Sonnenaufgang sind Saturn und Mars die besten mit bloßem Auge sichtbaren Planeten. Uranus und Neptun befinden sich ebenfalls am Morgenhimmel, erfordern jedoch ein Fernglas oder Teleskop.

Merkur ist rund um den 2. August am besten sichtbar, bleibt jedoch tief. Von New York und Seattle aus ist er schwierig zu beobachten, während die Bedingungen in Miami, Houston, Phoenix oder Los Angeles etwas günstiger sind. Ein freier östlicher Horizont ist unerlässlich.

Um den 12. August erstrecken sich sechs Planeten über den Morgenhimmel. Saturn und Mars sind leicht sichtbar; Uranus und Neptun erfordern optische Hilfsmittel. Merkur steht tief, während Jupiter der aufgehenden Sonne am nächsten ist und besonders in den nördlichen Bundesstaaten im Glanz der Morgendämmerung verschwinden kann.

Beste Termine zur Planetenbeobachtung: 1.–15. August 2026

2. August: Merkur erreicht seine größte westliche Elongation und steht 19°28′ von der Sonne entfernt. Zu diesem Zeitpunkt erreicht Merkur seinen größten scheinbaren Abstand von der Sonne am Himmel, bleibt jedoch tief über dem östlichen Horizont.

3.–4. August: Der Mond zieht zunächst an Neptun und anschließend an Saturn vorbei. Saturn ist mit bloßem Auge sichtbar, während Neptun ein Fernglas oder Teleskop erfordert.

7. August: Der Mond zieht im Sternbild Stier nahe an Uranus, den Plejaden und den Hyaden vorbei. Die Sternhaufen sind gute Ziele für ein Fernglas, doch das Mondlicht erschwert die Beobachtung des lichtschwachen Uranus.

9. August: Die abnehmende Mondsichel zieht vor Sonnenaufgang in einem Abstand von etwa 4° an Mars vorbei. Achten Sie auf die rötliche Farbe des Planeten.

11.–12. August: Der Mond zieht zunächst an Merkur und anschließend an Jupiter vorbei, während sich sechs Planeten vor Sonnenaufgang am Himmel aufreihen. Merkur und Jupiter sind die schwierigsten Ziele für das bloße Auge, da beide tief in der Morgendämmerung stehen.

15. August: Venus erreicht ihre größte östliche Elongation und steht bis zu 45°53′ von der Sonne entfernt. Diese Elongation sorgt auf der Südhalbkugel für bessere Beobachtungsbedingungen, da Venus dort während der dunkleren Dämmerung höher über dem Horizont steht. Auf der Nordhalbkugel befindet sich Venus während der bürgerlichen Dämmerung relativ tief über dem westlichen Horizont.

15.–16. August: Eine junge Mondsichel erscheint nach Sonnenuntergang nahe der Venus.

Abendplanet: Venus

Venus: der heute am einfachsten sichtbare Planet

Vom 1. bis 15. August 2026 ist Venus der einzige leicht sichtbare Abendplanet. Schauen Sie nach Sonnenuntergang nach Westen. Wenn Sie einen strahlenden „Stern“ sehen, der ruhig leuchtet, handelt es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um Venus.

Während dieses Zeitraums steigt die Helligkeit des Planeten von etwa −4,3 auf −4,5 mag. Am 15.–16. August gesellt sich eine junge Mondsichel zu ihm und bildet in der Abenddämmerung ein mit bloßem Auge sichtbares Paar.

Für Beobachter in weit nördlichen Breiten bleibt Venus tief und kann untergehen, bevor der Himmel vollständig dunkel wird. In den Tropen und auf der Südhalbkugel steht sie deutlich günstiger.

Morgenplaneten: Saturn, Mars, Merkur, Jupiter, Uranus und Neptun

Saturn: der beste Planet vor Sonnenaufgang

Saturn ist in der ersten Augusthälfte 2026 der am einfachsten sichtbare Morgenplanet. Schauen Sie auf der Nordhalbkugel in Richtung des südlichen Himmels oder auf der Südhalbkugel hoch an den nördlichen Himmel. Er leuchtet mit etwa 0,5 mag und erscheint als gelblicher Punkt.

Sie müssen nicht bis zur Morgendämmerung warten. Saturn geht bereits am späten Abend auf und bleibt für den Rest der Nacht sichtbar. Am 4. August zieht der Mond in seiner Nähe vorbei.

Mars: vor der Morgendämmerung sichtbar

Mars ist vor Sonnenaufgang im Sternbild Stier mit einer Helligkeit von etwa 1,3 mag sichtbar. Seine rötliche Farbe hilft dabei, ihn zu erkennen, obwohl Mars lichtschwächer als Saturn und deutlich lichtschwächer als Venus ist.

Am 9. August zieht die abnehmende Mondsichel in einem Abstand von etwa 4,4° an Mars vorbei. Suchen Sie vor Sonnenaufgang im Osten nach dem roten Planeten neben dem Mond.

Merkur: Anfang August am besten sichtbar

Merkur erreicht am 2. August seine größte westliche Elongation und steht dann 19°28′ von der Sonne entfernt. Dies ist der beste Termin innerhalb dieses Zeitraums, um den Planeten vor Sonnenaufgang tief über dem östlichen Horizont zu beobachten.

Merkur wird schnell heller: Seine Helligkeit steigt von etwa 0,3 mag am 1. August auf −1,2 mag am 15. August. Dennoch wird er nach der ersten Woche schwieriger zu beobachten, da er sich wieder der Sonne nähert. Suchen Sie 30 bis 60 Minuten vor Sonnenaufgang nach ihm und wählen Sie einen Standort mit freier Sicht zum östlichen Horizont. Am 11. August zieht der Mond nahe an Merkur vorbei, doch dieses Ereignis ist nur schwer zu sehen.

Wenn Sie ein Fernglas verwenden, achten Sie darauf, dass sich die Sonne sicher unter dem Horizont befindet, und beenden Sie die Beobachtung rechtzeitig vor Sonnenaufgang. Suchen Sie niemals mit einem Fernglas den Horizont ab, wenn die Sonne kurz vor dem Aufgang steht.

Uranus: ein Beobachtungsziel für Ferngläser am Morgen

Uranus befindet sich vor Sonnenaufgang im Sternbild Stier, doch Sie benötigen ein Fernglas oder Teleskop, um ihn zu sehen. Er leuchtet mit etwa 5,7 mag und erscheint als lichtschwacher blaugrüner Punkt.

Am 7. August zieht der Mond nahe den Plejaden und Hyaden an Uranus vorbei. Das Sichtfeld ist durch ein Fernglas wunderschön, doch das Mondlicht kann Uranus überstrahlen. Verwenden Sie Star Walk 2, um die genaue Position des Planeten zu bestimmen.

Neptun: optische Hilfsmittel erforderlich

Neptun geht am Abend im Sternbild Fische auf und bleibt für den Rest der Nacht sichtbar. Mit einer Helligkeit von 7,8 mag ist er zu lichtschwach für das bloße Auge. Sie benötigen ein Fernglas oder Teleskop sowie einen dunklen Himmel; eine Astronomie-App hilft Ihnen dabei, den Planeten zu finden.

Der hellere Saturn kann Ihnen als Orientierungshilfe für den richtigen Himmelsbereich dienen: Die beiden Planeten bleiben etwa 10,5° voneinander entfernt. Am 3. August zieht der Mond nahe an Neptun vorbei. Durch ein Fernglas sieht Neptun wie ein lichtschwacher Stern aus. Um sein winziges bläuliches Scheibchen zu erkennen, benötigen Sie ein Teleskop mit mittlerer Vergrößerung.

Jupiter: kehrt aus dem Glanz der Sonne zurück

Jupiter kehrt in der ersten Augusthälfte nach seiner Konjunktion mit der Sonne am 29. Juli an den Morgenhimmel zurück. Mit −1,8 mag ist er hell, doch seine Helligkeit ist nicht das Problem: Der Planet bleibt in der Morgendämmerung extrem tief.

Jupiter schließt sich um den 12. August Merkur, Mars, Uranus, Saturn und Neptun in einer Konstellation aus sechs Planeten an. Suchen Sie kurz vor Sonnenaufgang knapp über dem östlichen Horizont nach ihm. Von vielen Standorten aus, insbesondere in hohen nördlichen oder südlichen Breiten, kann Jupiter im Dunst oder im Glanz der Morgendämmerung verborgen bleiben. Verwenden Sie kein Fernglas oder Teleskop, wenn die Sonne kurz vor dem Aufgang steht.

Was ist der helle Stern im Westen nach Sonnenuntergang?

Der helle „Stern“ im Westen nach Sonnenuntergang ist höchstwahrscheinlich Venus. Sie ist der hellste Planet und während der ersten Augusthälfte 2026 der einzige leicht sichtbare Abendplanet.

Am 15.–16. August erscheint eine junge Mondsichel nahe der Venus, wodurch der Planet noch leichter zu erkennen ist.

Welcher helle Planet ist vor Sonnenaufgang sichtbar?

Der auffälligste Planet vor Sonnenaufgang ist Saturn, ein ruhig leuchtender gelblicher Punkt, der bereits deutlich über dem Horizont steht. Mars befindet sich weiter östlich im Sternbild Stier und besitzt einen rötlichen Farbton. Merkur und Jupiter sind auf dem Papier heller, stehen jedoch wesentlich tiefer in der Morgendämmerung und sind daher schwieriger zu sehen.

So finden und erkennen Sie Planeten am Himmel

Viele Astronomie-Anfänger glauben, dass Astronomie ein teures Hobby ist, für das man ein aufwendiges Teleskop benötigt. Das Überraschende ist jedoch, dass Astronomie für Anfänger nicht nur günstig, sondern sogar kostenlos ist.

Fünf Planeten – Merkur, Venus, Mars, Jupiter und Saturn – sind mit bloßem Auge sichtbar, häufig sogar aus einer Stadt. Ausrüstung vertieft lediglich das Beobachtungserlebnis; Sie benötigen sie nicht, um die Lichtpunkte am Himmel zu erkennen. In den nächsten Minuten erfahren Sie genau, wie Sie die Planeten des Sonnensystems heute Nacht finden – ganz ohne Ausrüstung.

Suchen Sie nach hellen Punkten

Venus und Jupiter sind normalerweise die hellsten Punkte am Himmel und leicht mit bloßem Auge sichtbar. Auch Mars kann Sterne gelegentlich überstrahlen. Helle Planeten können sogar größer als Sterne wirken, weil ihr intensives Licht einen auffälligen Lichtschein erzeugt. Wenn Sie also einen außergewöhnlich hellen Punkt am Himmel sehen, besteht eine gute Chance, dass es sich um einen Planeten handelt.

Astronomen verwenden eine Magnitudenskala, um die scheinbare Helligkeit eines Objekts zu messen. Auf dieser Skala besitzen hellere Objekte niedrigere oder sogar negative Werte. Zum Beispiel:

  • Sonne: etwa –26,7 mag
  • Vollmond: etwa –12,7 mag
  • Sirius: –1,46 mag (der hellste Stern am Nachthimmel)

Anders als bei Sternen verändert sich die Helligkeit von Planeten abhängig von ihrer Position relativ zur Erde und zur Sonne. Hier finden Sie die Helligkeitsbereiche der Planeten des Sonnensystems:

  • Venus: von –4,9 bis –3,0 mag
  • Jupiter: von –2,9 bis –1,7 mag
  • Mars: von –2,9 bis 1,9 mag
  • Merkur: von –2,5 bis 7,2 mag
  • Saturn: von –0,5 bis 1,2 mag
  • Uranus: von 5,4 bis 6,0 mag (normalerweise ist ein Fernglas erforderlich)
  • Neptun: von 7,7 bis 8,0 mag (Fernglas oder Teleskop erforderlich)

Wenn es funkelt, ist es kein Planet

Die turbulente Erdatmosphäre lässt das Licht weit entfernter Sterne flimmern und funkeln. Planeten leuchten dagegen gleichmäßiger, da sie uns wesentlich näher sind. Ein heller, kaum funkelnder Punkt in der Nähe der Ekliptik ist daher mit großer Wahrscheinlichkeit ein Planet.

Eine ausführliche Erklärung dazu, warum Sterne funkeln, finden Sie in unserem detaillierten Artikel.

Suchen Sie nach Planeten in der Nähe des Mondes

Eine der einfachsten Methoden, einen Planeten zu finden, besteht darin, eine helle Orientierungshilfe zu verwenden, die jeder leicht am Himmel entdecken kann – den Mond. Jeden Monat zieht unser natürlicher Satellit am Himmel nahe an Planeten vorbei – Astronomen bezeichnen dies als eine enge Annäherung. Ein heller, nicht funkelnder „Stern“ in der Nähe des Mondes ist daher höchstwahrscheinlich ein Planet!

Um herauszufinden, wann das nächste Mal ein Planet in der Nähe des Mondes vorbeizieht, lesen Sie unseren regelmäßig aktualisierten Artikel.

Mond nahe Planet
Der Mond und einer unserer Nachbarplaneten, die Venus, über Chile.

Halten Sie nach Planetenkonjunktionen oder Planetenkonstellationen Ausschau

Von Zeit zu Zeit erscheinen Planeten am Himmel sehr nahe beieinander. Ein heller Planet kann Ihnen als Orientierungshilfe für einen lichtschwächeren dienen, zum Beispiel wenn Venus nahe an Uranus vorbeizieht. Sind beide Planeten hell, entsteht ein spektakulärer Anblick für das bloße Auge.

Noch beeindruckender sind Planetenkonstellationen, die auftreten, wenn sich drei oder mehr Planeten auf derselben Seite der Sonne versammeln. Sie können sich über einen weiten Bogen verteilen, anstatt eng beieinanderzustehen, bieten aber dennoch eine gute Gelegenheit, mehrere Planeten in einer einzigen Beobachtungssitzung zu finden.

Zuletzt war im Juni 2026 eine Planetenkonstellation sichtbar; eine weitere findet im August 2026 statt. Um den 12. August werden sechs Planeten – Jupiter, Merkur, Mars, Uranus, Saturn und Neptun – am Morgenhimmel erscheinen.

Mehr erfahren: Planetenkonstellation im August 2026

Planetenkonstellation im August 2026 von New York aus gesehen
Die Planetenparade am 12. August 2026, wie sie vor Sonnenaufgang von New York aus zu sehen ist.

So finden Sie Planeten: Folgen Sie dem Sonnenpfad

Alle Planeten folgen ungefähr demselben Pfad, den die Sonne täglich am Himmel nimmt – dieser wird durch die Ekliptik dargestellt.

So finden Sie die Ekliptik ganz einfach:

  • Achten Sie darauf, wo die Sonne aufgeht und untergeht und welchen Weg sie am Himmel zurücklegt.
  • Verbinden Sie diese Punkte gedanklich zu einer Linie.

Nachts schauen Sie entlang dieser imaginären Linie – Planeten erscheinen immer in ihrer Nähe. Merkur und Venus halten sich stets relativ nah an der Sonne auf, daher sind sie meist kurz nach Sonnenuntergang oder kurz vor Sonnenaufgang zu sehen (mehr dazu im Abschnitt über die Planeten).

Wichtig: Schauen Sie niemals direkt in die Sonne – das kann Ihre Augen dauerhaft schädigen!

Mond und Planeten nahe der Ekliptik
In Star Walk 2 wird die Ekliptik durch eine gelb gepunktete Linie dargestellt. Mond und Planeten befinden sich immer in der Nähe der Ekliptik.

Denken Sie daran: Die Ekliptik verschiebt sich im Jahresverlauf – im Sommer erscheint sie höher, im Winter niedriger.

Planeten sind „Wanderer“

Ein weiterer Weg, um festzustellen, ob Sie einen Planeten oder einen Stern sehen, besteht darin, seine Position über mehrere aufeinanderfolgende Nächte zu beobachten. So erkennen Sie, wie sich die Planeten Nacht für Nacht relativ zum Hintergrund der Fixsterne verschieben.

Verwenden Sie eine interaktive Sternenkarte

Nachdem Sie das eigenständige Aufspüren von Planeten geübt haben, kann eine App Ihre Funde bestätigen. Die kostenlose App Star Walk 2 bietet den Modus Planet Walk, der alle Planeten hervorhebt und ihre Unterscheidung von Sternen erleichtert. Öffnen Sie dazu einfach die Einstellungen, wählen Sie „Planeten“ und tippen Sie auf Planet Walk. Sie erhalten eine Live-Karte mit allen hervorgehobenen Planeten sowie ein Panel am unteren Bildschirmrand, mit dem Sie direkt zu jedem Planeten springen können.

Planet Walk in Star Walk 2
Verfolgen Sie Planeten am Himmel ganz einfach mit der Planet Walk-Funktion in der Star Walk 2-App.

Wenn Sie nach Alternativen suchen, probieren Sie auch Night Sky, Sky Safari oder Stellarium. Einige Apps sind komplett kostenlos, andere kosten einmalig, und viele bieten zusätzliche Funktionen über In-App-Käufe. Einen schnellen Vergleich der kostenlosen Funktionen finden Sie in unserem Artikel zu den Top-Astronomie-Apps 2026.

Beobachtungstipps für jeden Planeten

Merkur: der schwer zu beobachtende Planet

Merkur ist ein innerer Planet, der die Sonne näher umkreist als die Erde. Das bedeutet, dass dieser Planet an unserem Himmel nie weit von der Sonne entfernt ist; der maximale Abstand zwischen ihnen liegt zwischen 18° und 28°. In der Astronomie wird dies als größte Elongation bezeichnet, und sie ist der beste Zeitpunkt zur Beobachtung innerer Planeten. Wenn sowohl östliche als auch westliche Elongationen berücksichtigt werden, erreicht Merkur sechs- oder siebenmal pro Jahr seine größte Elongation.

Um Merkur zu finden, suchen Sie kurz nach Sonnenuntergang tief über dem westlichen Horizont oder kurz vor Sonnenaufgang tief im Osten. Um herauszufinden, ob er derzeit ein Morgenobjekt, ein Abendobjekt oder überhaupt nicht sichtbar ist, verwenden Sie die kostenlose App Star Walk 2, die die tägliche Sichtbarkeit des Planeten anzeigt.

Merkur am Himmel
Merkur ist dunkler als die Venus und näher am Horizont. Er ist jedoch während der Dämmerung um seine größte Elongation herum sichtbar.

Beginnen Sie mit der Beobachtung, sobald Merkur erscheint; verfolgen Sie ihn bis zu seinem maximalen Abstand von der Sonne und beobachten Sie ihn, bis er wieder im Sonnenlicht verschwindet. Ihr Beobachtungsfenster wird kurz sein – wahrscheinlich etwa 30 Minuten (abhängig von Ihrem Breitengrad und der Jahreszeit). Ein kleines Teleskop zeigt Merkurs winzige Scheibe und seine Phasen – achten Sie jedoch darauf, dass die Sonne vollständig untergegangen ist, bevor Sie optische Geräte auf den Himmel richten.

Merkur wird häufig übersehen, ist jedoch einer der überraschendsten Planeten des Sonnensystems. Machen Sie das Quiz und finden Sie heraus, wie viel Sie wirklich über diesen geheimnisvollen kleinen Planeten wissen!

Mercury Quiz
Von extremen Temperaturschwankungen bis hin zu außergewöhnlichen Sonnenaufgängen: Dieses Quiz testet Ihr Wissen über Merkur. Nur 12 % der Teilnehmer schaffen es. Gehören Sie dazu?
Quiz starten!

Venus: Abend- und Morgenstern

Venus ist der hellste Planet, den Sie mit bloßem Auge sehen können. Da sie von stark reflektierenden Wolken bedeckt ist, erscheint Venus an unserem Himmel außergewöhnlich hell und kann bei maximaler Helligkeit sogar tagsüber sichtbar sein.

Übrigens: Wie der Mond durchläuft auch Venus verschiedene Phasen und erreicht ihre maximale Helligkeit ungefähr während ihrer Sichelphase. Das liegt daran, dass Venus der Erde in dieser Phase wesentlich näher ist als zu anderen Zeiten und mehr Sonnenlicht in unsere Richtung reflektiert. Sie können die Phasen der Venus durch ein Fernglas erkennen, normalerweise mit 10×50 oder stärkerer Vergrößerung.

Wie Merkur ist auch Venus ein innerer Planet und erscheint an unserem Himmel nie besonders weit von der Sonne entfernt. Zum Vergleich: Merkurs maximaler scheinbarer Abstand von der Sonne beträgt etwa 28°, während Venus ungefähr 48° erreichen kann. Äußere Planeten können bei ihrer Opposition bis zu 180° von der Sonne entfernt erscheinen.

Venus ist der hellste Planet am Himmel. Wenn sie in der Nähe des Mondes – des hellsten Objekts am Nachthimmel – erscheint, entsteht selbst am lichtverschmutzten Stadthimmel ein beeindruckender Anblick. Den nächsten Vorbeizug des Mondes an Venus finden Sie in unserem regelmäßig aktualisierten Artikel.

Venus am Himmel
Die Venus hat Phasen, die mit bloßem Auge nicht zu erkennen sind, durch ein Teleskop jedoch erkennbar sind.

Da Venus so hell ist, halten viele Menschen sie für ein Flugzeug – oder sogar für ein UFO. Menschen besitzen jedoch im Allgemeinen eine lebhafte Fantasie und halten viele Objekte irrtümlich für Außerirdische. Sehen Sie sich unsere Infografik an, um einige von Menschen geschaffene Objekte kennenzulernen, die bereits für UFOs gehalten wurden!

Unbekannte Flugobjekte: Seltsame Lichter am Himmel
Haben Sie etwas Seltsames am Himmel gesehen? Erfahren Sie, welche alltäglichen Gegenstände oft mit UFOs verwechselt werden – von Starlink bis hin zu Drohnen.
Siehe Infografik

Mars: der Rote Planet

Das rostfarbene Leuchten des Mars ist kaum zu übersehen – selbst aus einer hell beleuchteten Stadt. Seine scheinbare Helligkeit verändert sich abhängig von seiner Position im Sonnensystem und erreicht ihren Höhepunkt bei der Opposition, die ungefähr alle 27 Monate stattfindet, wenn sich die Erde direkt zwischen Mars und Sonne befindet.

Rund um seine nächste Opposition am 19. Februar 2027 erreicht Mars seine maximale Helligkeit und größte scheinbare Größe. Bis Juli 2027 wird er etwa neunmal lichtschwächer erscheinen und nur noch 40 % seiner Größe während der Opposition besitzen.

Mars am Himmel
Die Plejaden, der Mars, Aldebaran und die Hyaden. Alle diese Weltraumobjekte sind mit bloßem Auge sichtbar. Um die Sternhaufen zu erkennen, benötigen Sie jedoch einen dunkleren Himmel.

Mit einem auf einem Stativ befestigten Fernglas sehen Sie eine kleine, runde orangefarbene Scheibe. Ein Teleskop zeigt Oberflächendetails, vor allem die weißen Polkappen.

Möchten Sie den Mars genauer kennenlernen? Von allen Planeten gilt er als der am besten für eine Besiedlung geeignete. Machen Sie unser Quiz und finden Sie heraus, wie viel Sie über den Planeten wissen, auf dem Ihre Nachkommen vielleicht einmal leben werden!

Mars Quiz Intro
Unsere Nachkommen könnten eines Tages auf dem Mars leben. Erkunde mit diesem Quiz die zukünftige Heimat der Menschheit!
Quiz starten!

Jupiter: der größte Planet mit sichtbaren Monden

Jupiter ist der größte Planet unseres Sonnensystems und eines der hellsten Objekte am Nachthimmel. Nach Venus ist er gewöhnlich der zweithellste Planet. Sobald Venus untergeht, wird Jupiter zum hellsten Planeten und lässt sich daher leicht mit bloßem Auge, einem Fernglas oder einem kleinen Teleskop beobachten. Jupiter wird gegen Ende des Jahres 2026 heller, während er sich seiner Opposition am 11. Februar 2027 nähert.

Schon mit einem kleinen Teleskop oder Fernglas können Sie sich wie Galileo Galilei fühlen, wenn Sie Jupiter und seine vier größten Monde beobachten: Io, Europa, Ganymed und Kallisto, die als Galileische Monde bekannt sind. Um sie an einem beliebigen Abend zu finden, verwenden Sie die App Star Walk 2 – für diese Objektart ist ein In-App-Kauf erforderlich – oder die App Sky Tonight, in der alle Himmelsobjekte kostenlos verfügbar sind.

Auf der Nordhalbkugel kann Jupiter manchmal mit Sirius, dem hellsten Stern am Nachthimmel, verwechselt werden. Von Dezember bis März steigt Sirius besonders hoch am Himmel auf. Daher ist es nicht überraschend, dass manche Menschen diese beiden hellen Punkte verwechseln. Machen Sie jedoch nicht denselben Fehler und merken Sie sich: Sterne funkeln, Planeten nicht! Außerdem liegt Sirius weit von der Ekliptik entfernt.

Venus-Jupiter
Enge Annäherung von Venus und Jupiter im November 2019. Venus erscheint heller und größer und Jupiter steigt höher.

Um den Großen Roten Fleck – einen gewaltigen Sturm auf Jupiter – zu sehen, verwenden Sie ein Teleskop mit ungefähr 100-facher Vergrößerung oder mehr, warten Sie auf ruhige atmosphärische Bedingungen und prüfen Sie, ob der Fleck zum Beobachtungszeitpunkt der Erde zugewandt ist.

Wie Sie wissen, ist Jupiter der größte Planet unseres Sonnensystems. Doch wie groß ist er wirklich? Wie viele Erden würden in diesen Gasriesen passen? Machen Sie unser Quiz und finden Sie es heraus!

What type of planet is Jupiter?
Sind Sie bereit, die Geheimnisse des größten Planeten unseres Sonnensystems zu lüften? Testen Sie Ihr Wissen über Jupiter, den König der Planeten!
Quiz starten!

Saturn: der goldene König der Ringe und Monde

Saturn, der fünfthellste Planet an unserem Himmel, leuchtet in einem charakteristischen gelbgoldenen Farbton, durch den er schon vor der Verwendung eines Teleskops auffällt. Suchen Sie nach einem ruhig leuchtenden gelblichen Lichtpunkt, der schwächer als Venus oder Jupiter ist.

Saturn und Venus am Himmel
Venus, Saturn und der Mond vor Tagesanbruch, mit einigen um sie herum sichtbaren Sternen.

Mit jedem kleinen Teleskop sind Saturns berühmte Ringe unverkennbar. Selbst bei geringer Vergrößerung erkennen Sie die breiten Ringbänder und die dunkle Cassini-Teilung. Wenn Saturn die Quadratur erreicht – also 90° von der Sonne entfernt steht –, können Sie sogar den Schatten des Planeten auf seinen Ringen erkennen.

Durch ein Teleskop können Sie außerdem Titan sehen, Saturns hellsten Mond. Mit größeren Öffnungen werden weitere Monde sichtbar – Rhea, Dione, Tethys und Enceladus –, die jeweils als winzige, ruhig leuchtende Punkte in der Nähe des Planeten erscheinen.

Wir glauben, dass der wahre König der Ringe und Monde viele Geheimnisse verbirgt, die Sie mit Sicherheit noch nicht kennen. Machen Sie dieses Quiz und beweisen Sie uns das Gegenteil!

Saturn Quiz: Lord of the Rings… and Moons!
Wie gut kennen Sie den Saturn? 🪐 Machen Sie dieses Quiz und testen Sie Ihr Wissen über die ikonischen Ringe, die unglaublichen Stürme, die geheimnisvollen Monde und andere Besonderheiten des Saturns!
Quiz starten!

Uranus: ein blassblauer Punkt

Uranus ist äußerst lichtschwach, und ohne Teleskop ist er nur schwer zu erkennen. Selbst durch ein kleines Teleskop erscheint er als winziger, blassblauer Kreis, der sich leicht mit den Hintergrundsternen verschmilzt. Unter außergewöhnlich dunklem Himmel – Bortle-Klasse 5 oder dunkler – können Beobachter mit sehr guten Augen ihn möglicherweise gerade noch mit bloßem Auge erkennen, wenn sie seine genaue Position kennen.

Uranus durch ein Teleskop
Uranus, aufgenommen mit einer Nikon Coolpix 995 und StarMax 127, zeigt eine hellblaue Scheibe.

Am einfachsten lässt sich Uranus finden, wenn er in der Nähe eines hellen Orientierungsobjekts wie dem Mond oder Venus steht. Beachten Sie jedoch, dass der nahe Mond das schwache Leuchten von Uranus leicht überstrahlen kann.

Die meisten Amateurteleskope können weder Uranus’ Ringe noch Details seiner Oberfläche auflösen. Mittelgroße bis große Instrumente können jedoch möglicherweise die beiden größten Monde des Planeten – Titania und Oberon – als schwache, voneinander getrennte Lichtpunkte zeigen.

Neptun: der am weitesten von der Sonne entfernte Planet

Neptun ist der am schwierigsten zu beobachtende Planet. Sie benötigen ein Fernglas oder Teleskop sowie ein helles Orientierungsobjekt wie Venus, um ihn zu finden. Wenn Neptun in der Nähe eines bekannten Objekts steht, können Sie dieses verwenden, um ihn als kleinen, blassen Punkt zu entdecken – selbstverständlich benötigen Sie dafür ein Fernglas. Seine Ringe und Oberflächendetails sind für Amateurbeobachter nicht sichtbar. Wenn Sie sehr gute Augen haben, können Sie seine Farbe mit einem Fernglas erkennen, ansonsten mit einem Amateurteleskop. Mit einem mittelgroßen bis großen Teleskop und ausgezeichneten Beobachtungsbedingungen können Sie möglicherweise seinen größten Mond Triton als schwachen Lichtpunkt erkennen.

Neptun von NASA
Auch wenn man Neptuns volle Schönheit nicht mit eigenen Augen sehen kann, sollte man sich dieses Bild von Webb ansehen. Es zeigt eine verkleinerte Ansicht des Planeten, seiner Ringe und seiner Monde. Im Mittelpunkt steht Neptuns Mond Triton, der einer kleinen, blaugrünen Schneeflocke ähnelt. Rechts darunter befindet sich der winzige, ringförmige, perlenartige Neptun.

Heute sichtbare Planeten: FAQ

Welche Planeten sind heute sichtbar?

Vom 1. bis 15. August 2026 ist Venus der am einfachsten sichtbare Abendplanet – suchen Sie nach Sonnenuntergang im Westen nach ihr. Saturn und Mars sind die besten Planeten am Morgenhimmel. Merkur steht tief, ist aber um den 2. August am besten sichtbar; Jupiter befindet sich extrem tief über dem Horizont, während Sie für Uranus und Neptun optische Hilfsmittel benötigen. Prüfen Sie in Star Walk 2, welche Planeten von Ihrem genauen Standort aus gerade über dem Horizont stehen.

Warum funkeln Planeten nicht wie Sterne?

Planeten leuchten normalerweise gleichmäßiger als Sterne, da sie der Erde wesentlich näher sind und als winzige Scheiben statt als punktförmige Lichtquellen erscheinen. Wenn ein helles Objekt in der Nähe der Ekliptik kaum funkelt, kann es sich um einen Planeten handeln.

Kann ich Uranus oder Neptun mit bloßem Auge sehen?

Uranus ist unter sehr dunklem Himmel theoretisch mit bloßem Auge sichtbar, aber er ist extrem lichtschwach und leicht zu übersehen. Sie benötigen ausgezeichnete Beobachtungsbedingungen und müssen genau wissen, wo Sie suchen müssen. Neptun ist zu lichtschwach, um mit bloßem Auge gesehen zu werden, und erfordert ein Fernglas oder Teleskop.

Wie erkenne ich, ob ich Venus oder Jupiter sehe?

Venus ist normalerweise deutlich heller als Jupiter und erscheint häufig kurz nach Sonnenuntergang oder vor Sonnenaufgang tief über dem Horizont. Jupiter ist ebenfalls sehr hell, kann jedoch je nach Jahreszeit über einen längeren Teil der Nacht sichtbar bleiben und höher am Himmel stehen. Beide leuchten gleichmäßig und funkeln wesentlich weniger als Sterne.

Um sie eindeutig zu identifizieren, richten Sie Ihr Smartphone mit Star Walk 2 auf das Objekt.

Warum hängt die Sichtbarkeit der Planeten von meinem Standort ab?

Die Sichtbarkeit der Planeten hängt von Ihrem Standort ab, weil der Himmel in verschiedenen Teilen der Erde unterschiedlich aussieht. Ihr Breitengrad beeinflusst, wie hoch Planeten über den Horizont steigen, während Ihr Längengrad bestimmt, wann sie auf- und untergehen. Auch örtliche Bedingungen spielen eine Rolle: Gebäude, Berge, Bäume, Lichtverschmutzung und das Wetter können einen Planeten verdecken, selbst wenn er sich technisch gesehen über dem Horizont befindet.

Tipps zur Planetenbeobachtung: Fazit

Sie brauchen keine teure Ausrüstung, um unser Sonnensystem zu erkunden – gehen Sie einfach nach draußen und suchen Sie nach den hellsten „Punkten“ am Himmel. Meistens sind Venus, Jupiter, Saturn und Mars leicht mit bloßem Auge sichtbar, während die Sichtbarkeit von Merkur von der Tageszeit und Ihrem Standort abhängt. Sie können außerdem den Mond oder Konstellationen von Planeten als Orientierungshilfe verwenden. Denken Sie daran: Planeten leuchten gleichmäßig, anders als Sterne. Zusätzliche Hilfe bietet die kostenlose App Star Walk 2, mit der Sie Planeten in Echtzeit sofort identifizieren können.

Weitere Planetenereignisse

Möchten Sie mehr über kommende Planetenereignisse erfahren? Lesen Sie auch:

Trustpilot