Welche Planeten sind heute am Himmel sichtbar: Wo Sie Jupiter, Venus, Mars, Saturn & Merkur sehen können
Möchten Sie wissen, welche Planeten heute Nacht sichtbar sind? Hier ist ein regelmäßig aktualisierter Leitfaden zur Sichtbarkeit von Merkur, Venus, Mars, Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun. Unten erfahren Sie, welche Planeten aktuell sichtbar sind, wann Sie nach ihnen suchen sollten und wie Sie sie ohne spezielle Ausrüstung identifizieren können. Um jeden Planeten von Ihrem Standort aus zu finden, öffnen Sie die kostenlose Star Walk 2 App und verwenden Sie den Planet Walk-Modus.
Inhalt
- Welche Planeten sind heute Nacht sichtbar? (1.–15. Juni 2026)
So finden und identifizieren Sie Planeten am Himmel
- Achten Sie auf die hellsten und größten Lichtpunkte am Himmel
- Wenn es flimmert, ist es kein Planet
- Achten Sie auf Planeten in der Nähe des Mondes
- Richten Sie Ihren Blick auf Planetenpaare oder Planetenkonstellationen
- So finden Sie Planeten: Folgen Sie dem Sonnenpfad
- Planeten sind „Wanderer“
- Verwenden Sie eine interaktive Sternenkarte
FAQ zu den heute sichtbaren Planeten
- Welche Planeten sind heute sichtbar?
- Was ist der helle „Stern“ am Abendhimmel?
- Welche Planeten kann man ohne Teleskop sehen?
- Warum funkeln Planeten nicht wie Sterne?
- Kann ich Uranus oder Neptun mit bloßem Auge sehen?
- Wie erkenne ich, ob ich Venus oder Jupiter sehe?
- Warum hängt die Sichtbarkeit der Planeten von meinem Standort ab?
- Tipps, wie Sie die Planeten sehen können: Fazit
Planet – vom Griechischen πλανήτης und vom Lateinischen planetae „Wanderer“ – benannt nach seiner wandernden Bahn über den Himmel.
Welche Planeten sind heute Nacht sichtbar? (1.–15. Juni 2026)
Sechs Planeten sind heute sichtbar: Merkur, Venus, Mars, Jupiter, Saturn und Neptun. Venus und Jupiter sind am leichtesten zu erkennen, weil sie am Abendhimmel hell leuchten. Uranus, für dessen Beobachtung normalerweise mindestens ein Fernglas nötig ist, ist derzeit nicht beobachtbar, weil er sich nahe bei der Sonne befindet. Neptun ist für Beobachtungen mit bloßem Auge zu lichtschwach. Mit einem Fernglas oder Teleskop können Sie ihn jedoch finden.
Für das genaueste Ergebnis erkunden Sie Ihren lokalen Himmel in Star Walk 2: Die Sichtbarkeit der Planeten hängt von Ihrem Standort, Ihrem Horizont und Ihrer Zeitzone ab.
| Planet | Heute Nacht sichtbar? | Beste Beobachtungszeit | Wo Sie suchen sollten | Helligkeit | Ausrüstung |
|---|---|---|---|---|---|
| Merkur | ⚠️ Schwierig | 30–60 Minuten nach Sonnenuntergang | Tief über dem westnordwestlichen Horizont | mag −0,5 bis 0,5 | Mit bloßem Auge; Fernglas hilft |
| Venus | ✅ Ja | Nach Sonnenuntergang | West bis Westnordwest | mag −4,0 | Mit bloßem Auge |
| Mars | ⚠️ Schwierig | Etwa 30–60 Minuten vor Sonnenaufgang | Tief im Osten bis Ostnordosten | 1,3 mag | Mit bloßem Auge, aber mit Fernglas leichter |
| Jupiter | ✅ Ja | Nach Sonnenuntergang | West bis Westnordwest, nahe bei Venus | −1,9 bis −1,8 mag | Mit bloßem Auge |
| Saturn | ✅ Ja | Vor Sonnenaufgang | Ostsüdost bis Südost | mag 0,9 bis 0,8 | Mit bloßem Auge; Teleskop für die Ringe |
| Uranus | ❌ Nein | Zu nahe bei der Sonne, nicht sichtbar | – | mag 5,8 | – |
| Neptun | 🔭 Optische Hilfe | Vor Sonnenaufgang | Ostsüdost bis Südost | mag 7,8 | Teleskop oder starkes Fernglas |
Hinweis: Diese Tabelle bietet einen allgemeinen Überblick über mittlere nördliche Breiten wie Berlin, Hamburg, München, Wien, Zürich und Genf. Für genaue Sichtbarkeitsfenster lesen Sie weiter oder verwenden Sie die kostenlose Star Walk 2 App
Wann sind die Planeten derzeit von Deutschland aus zu sehen?
Die Beobachtungsfenster werden in Ortszeit angegeben und zeigen ungefähre durchschnittliche Sichtbarkeitszeiten. Ein Planet gilt als sichtbar, wenn die Sonne mindestens 6° unter dem Horizont steht und der Planet mindestens 10° über dem Horizont steht. Zeitfenster von weniger als 20 Minuten werden nicht berücksichtigt.
1.–7. Juni 2026
| Stadt | Merkur | Venus | Mars | Jupiter | Saturn | Uranus | Neptun |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Berlin | — | 22:15–22:45 | — | 22:15–22:50 | — | — | 03:35–04:00 |
| Hamburg | — | 22:35–23:00 | — | 22:35–23:10 | — | — | 03:45–04:05 |
| Köln | — | 22:30–23:05 | — | 22:30–23:15 | 04:15–04:40 | — | 04:05–04:40 |
| Frankfurt am Main | — | 22:15–22:55 | — | 22:15–23:05 | 04:10–04:35 | — | 03:55–04:40 |
| München | — | 21:50–22:40 | — | 21:50–22:45 | 04:05–04:40 | — | 03:40–04:40 |
| Dresden | — | 22:00–22:40 | — | 22:00–22:45 | 03:50–04:10 | — | 03:35–04:10 |
8.–15. Juni 2026
| Stadt | Merkur | Venus | Mars | Jupiter | Saturn | Uranus | Neptun |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Berlin | — | 22:20–22:45 | — | 22:20–22:40 | 03:30–03:55 | — | 03:10–03:55 |
| Hamburg | — | 22:40–23:00 | — | — | 03:35–04:00 | — | 03:25–04:00 |
| Köln | — | 22:35–23:05 | — | 22:35–22:55 | 03:55–04:35 | — | 03:35–04:35 |
| Frankfurt am Main | — | 22:20–22:55 | — | 22:20–22:45 | 03:50–04:35 | — | 03:25–04:35 |
| München | — | 22:00–22:40 | — | 21:55–22:25 | 03:35–04:35 | — | 03:10–04:35 |
| Dresden | — | 22:10–22:40 | — | 22:05–22:30 | 03:30–04:05 | — | 03:10–04:05 |
Beste Beobachtungsdaten in den nächsten zwei Wochen
Beste Daten für die Planetenbeobachtung:
-
- Juni: Venus nahe bei Pollux
-
- Juni: Venus nahe bei Jupiter
-
- Juni: Mond nahe bei Saturn
-
- Juni: Merkur bei größter östlicher Elongation (Merkur steht nach Sonnenuntergang günstig)
Planetensichtbarkeit vom 1.–15. Juni 2026: Nordhalbkugel

Dieser Text gilt für Orte in mittleren nördlichen Breiten wie Berlin, Wien, Zürich und mehr. Wenn Sie weiter nördlich oder näher am Äquator sind, unterscheidet sich die Sichtbarkeit leicht.
In der ersten Junihälfte 2026 sind Venus und Jupiter die besten Abendplaneten, während Saturn der beste Morgenplanet ist. Auch Merkur ist nach Sonnenuntergang sichtbar, bleibt aber tief über dem Horizont. Mars, Uranus und Neptun sind Morgenplaneten, aber die meisten von ihnen sind schwieriger zu beobachten, während Uranus überhaupt nicht sichtbar ist.
Abendplaneten: Venus, Jupiter und Merkur
Schauen Sie nach Sonnenuntergang in Richtung Westen bis Westnordwesten. Venus ist der am leichtesten zu erkennende Planet: Sie leuchtet sehr hell und erscheint tief am Abendhimmel. Jupiter ist in der Nähe und ebenfalls hell genug, um mit bloßem Auge gesehen zu werden, obwohl er nicht so blendend wie Venus ist.
Am 9. Juni erscheinen Venus und Jupiter am Abendhimmel besonders nahe beieinander und sind damit das Highlight dieses Zeitraums. Die beiden hellsten Planeten stehen in den Zwillingen sehr dicht beieinander, etwa 1°30′ voneinander entfernt. Halten Sie nach dem hellen Paar kurz nach Sonnenuntergang über dem westnordwestlichen Horizont Ausschau.
Rund um den 12. Juni wird der Abendhimmel noch interessanter: Merkur, Jupiter und Venus bilden eine kompakte Drei-Planeten-Konstellation. Etwa eine Stunde nach Sonnenuntergang schauen Sie über den westlichen Horizont, um die drei Planeten in einer schönen Diagonale aufgereiht zu sehen. Alle drei sollten von einem klaren, unverstellten Ort aus mit bloßem Auge sichtbar sein.
Merkur ist der schwierigste Abendplanet, aber seine Sichtbarkeit verbessert sich in der ersten Monatshälfte. Am 15. Juni erreicht Merkur seine größte östliche Elongation, also seine beste Abendsichtbarkeit. Er steht dann etwa 24°31′ von der Sonne entfernt und leuchtet in den Zwillingen. Halten Sie etwa 30–60 Minuten nach Sonnenuntergang tief im Westen nach ihm Ausschau. Ein Fernglas kann helfen, aber verwenden Sie es erst, wenn die Sonne vollständig untergegangen ist.
Morgenplaneten: Saturn, Mars, Uranus und Neptun
Vor Sonnenaufgang ist Saturn der beste Planet zur Beobachtung. Er erscheint am östlichen bis ostsüdöstlichen Himmel und ist mit bloßem Auge sichtbar. Wenn Sie ein Teleskop haben, ist Saturn auch das lohnendste Morgenziel, weil Sie seine Ringe beobachten können. Ein gutes Datum für die Beobachtung von Saturn ist der 10. Juni, wenn die abnehmende Mondsichel nahe bei Saturn in den Fischen erscheint. Die beiden Objekte werden etwa 5° voneinander entfernt sein.
Mars ist vor Sonnenaufgang sichtbar, aber nicht besonders auffällig. Er bleibt tief im Osten bis Ostnordosten und wirkt viel lichtschwächer als Venus, Jupiter oder Saturn. Am 12. Juni erscheint die schmale Mondsichel nahe beim rötlichen Mars im Widder, in einem Abstand von etwa 5°. Das ist einer der einfacheren Morgen, um Mars zu identifizieren, obwohl ein freier Horizont weiterhin hilfreich ist.
Neptun steht ebenfalls am Morgenhimmel, ist aber für das bloße Auge zu lichtschwach. Am 9. Juni zieht der Mond nahe an Neptun vorbei; Sie brauchen ein Fernglas oder ein Teleskop, um den Planeten zu sehen. Uranus steht technisch gesehen vor Sonnenaufgang über dem Horizont, besonders nahe an der Monatsmitte, bleibt aber sehr tief und lichtschwach.
Planetensichtbarkeit vom 1.–15. Juni 2026: Südhalbkugel

Dieser Text gilt für Orte in mittleren südlichen Breiten wie Sydney, Buenos Aires, Kapstadt, Santiago und weitere. Wenn Sie weiter südlich oder näher am Äquator sind, unterscheidet sich die Sichtbarkeit leicht.
In der ersten Junihälfte 2026 sind Venus und Jupiter die besten Abendplaneten, während Saturn der beste Morgenplanet ist. Auch Merkur ist nach Sonnenuntergang sichtbar und für viele Beobachter auf der Südhalbkugel günstiger platziert als für Beobachter auf der Nordhalbkugel. Mars und Neptun sind Morgenplaneten, aber schwerer zu erkennen. Uranus geht ebenfalls morgens über dem Horizont auf, steht aber zu nahe an der Sonne, um sichtbar zu sein.
Abendplaneten: Venus, Jupiter und Merkur
Schauen Sie nach Sonnenuntergang in Richtung nordwestlicher Himmel. Venus ist der am leichtesten erkennbare Planet: Sie leuchtet brillant und erscheint tief bis mäßig hoch über dem Horizont. Jupiter ist in der Nähe und ebenfalls hell genug, um mit bloßem Auge gesehen zu werden, obwohl er lichtschwächer als Venus ist.
Das Highlight dieses Zeitraums ist die Venus-Jupiter-Konjunktion am 9. Juni. Die beiden hellsten Planeten stehen in den Zwillingen sehr dicht beieinander, etwa 1°30′ voneinander entfernt. Von der Südhalbkugel aus halten Sie nach dem Paar nach Sonnenuntergang über dem nordwestlichen Horizont Ausschau. Beide Planeten sind ohne optische Hilfsmittel leicht zu erkennen.
Rund um den 12. Juni bilden Merkur, Jupiter und Venus am Abendhimmel eine kompakte Drei-Planeten-Konstellation. Etwa eine Stunde nach Sonnenuntergang schauen Sie über den westlichen bis nordwestlichen Horizont, um die drei Planeten in einem kleinen Himmelsbereich versammelt zu sehen. Venus und Jupiter werden offensichtlich sein; Merkur steht tiefer und ist lichtschwächer, daher hilft ein freier Horizont.
Merkur ist der schwierigste Abendplanet, aber seine Sichtbarkeit verbessert sich in der ersten Monatshälfte. Am 15. Juni erreicht Merkur seine größte östliche Elongation, also seine beste Abendsichtbarkeit. Er steht dann etwa 24°31′ von der Sonne entfernt und leuchtet in den Zwillingen. Halten Sie etwa 30–60 Minuten nach Sonnenuntergang tief im Westen bis Nordwesten nach ihm Ausschau. Ein Fernglas kann helfen, aber verwenden Sie es erst, wenn die Sonne vollständig untergegangen ist.
Morgenplaneten: Saturn, Mars, Uranus und Neptun
Vor Sonnenaufgang ist Saturn der beste Planet zur Beobachtung. Er erscheint am östlichen bis nordöstlichen Himmel und ist mit bloßem Auge sichtbar. Wenn Sie ein Teleskop haben, ist Saturn auch das lohnendste Morgenziel, weil Sie seine Ringe beobachten können. Ein gutes Datum für die Beobachtung von Saturn ist der 10. Juni, wenn die Mondsichel nahe an Saturn in den Fischen steht. Die beiden Objekte werden etwa 5° voneinander entfernt liegen.
Mars ist vor Sonnenaufgang sichtbar, aber nicht besonders auffällig. Er bleibt tief am nordöstlichen Himmel und wirkt deutlich lichtschwächer als Venus, Jupiter oder Saturn. Am 12. Juni erscheint die schmale Mondsichel nahe dem rötlichen Mars im Widder, in einem Abstand von etwa 5°. Das ist einer der einfacheren Morgen, um Mars zu identifizieren, obwohl Sie weiterhin einen freien Horizont benötigen.
Neptun steht ebenfalls am Morgenhimmel, ist aber für das bloße Auge zu lichtschwach. Am 9. Juni zieht der Mond nahe an Neptun in den Fischen vorbei. Sie brauchen ein Fernglas oder ein Teleskop, um den Planeten zu sehen.
Uranus steht technisch gesehen vor Sonnenaufgang über dem Horizont, besonders nahe an der Monatsmitte, bleibt aber in der Morgendämmerung tief und lichtschwach. Für die meisten Beobachter wird er selbst mit einem Fernglas ein schwieriges Ziel sein.
So finden und identifizieren Sie Planeten am Himmel
Die meisten Hobby-Astronomen glauben, dass Astronomie ein teures Hobby ist, für das man unbedingt ein sehr teures Teleskop braucht. Doch das Ironische daran ist: Astronomie für Einsteiger ist nicht nur kostengünstig, sondern sogar völlig kostenlos.
Die meisten Planeten sind hell genug, um sie mit bloßem Auge zu sehen – selbst aus der Innenstadt heraus. Ausrüstung vertieft zwar das Erlebnis, ist aber nicht notwendig, um die Lichtpunkte am Himmel zu erkennen. In den nächsten Minuten erfahren Sie genau, wie Sie heute Abend Planeten des Sonnensystems finden – ganz ohne Hilfsmittel.
Achten Sie auf die hellsten und größten Lichtpunkte am Himmel
Venus und Jupiter sind die hellsten Lichtpunkte am Himmel und mit bloßem Auge leicht sichtbar; auch Mars kann zeitweise heller leuchten als viele Sterne. Außerdem erscheinen Planeten größer als Sterne, obwohl Sterne in Wirklichkeit viel größer sind – sie wirken nur kleiner, weil sie viel weiter entfernt sind.
Die Faustregel lautet also: Der auffälligste helle Lichtpunkt am Himmel ist höchstwahrscheinlich ein Planet.
Astronomen verwenden eine Magnitudenskala, um die scheinbare Helligkeit von Himmelsobjekten zu messen. Auf dieser Skala bedeuten niedrigere oder negative Zahlen höhere Helligkeit. Zum Beispiel:
- Sonne: -26,5 mag
- Vollmond: -12,6 mag
- Venus: -4,3 mag (hellster Planet)
- Jupiter: -2,7 mag (zweithellster Planet)
- Sirius: -1,44 mag (hellster Stern am Nachthimmel)
Durchschnittliche Helligkeiten anderer Planeten:
- Merkur: 0,2 mag
- Mars: 0,7 mag
- Saturn: 0,5 mag
- Uranus: 5,7 mag (meist nur mit Fernglas sichtbar)
- Neptun: 7,8 mag (benötigt Fernglas oder Teleskop)
Im Gegensatz zu Sternen ändert sich die Helligkeit der Planeten je nach ihrer Position relativ zur Erde und zur Sonne.
Wenn es flimmert, ist es kein Planet
Die turbulente Erdatmosphäre lässt das Licht entfernter Sterne flackern – sie scheinen zu „funkeln“. Planeten hingegen sind uns deutlich näher und leuchten ruhig und gleichmäßig. Ein heller, nicht flimmernder Lichtpunkt in der Nähe der Ekliptik ist also mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Planet.
Eine ausführliche Erklärung, warum Sterne flimmern, finden Sie in unserem Artikel.
Achten Sie auf Planeten in der Nähe des Mondes
Eine der einfachsten Methoden, einen Planeten zu finden, besteht darin, sich an einem auffälligen Himmelsobjekt zu orientieren, das jeder sofort erkennt: dem Mond. Jeden Monat ziehen Planeten nahe an unserem natürlichen Begleiter vorbei – Astronomen nennen das eine enge Begegnung. Ein heller, nicht flackernder „Stern“ in der Nähe des Mondes ist also mit großer Wahrscheinlichkeit ein Planet!
Wann ein Planet das nächste Mal nahe am Mond vorbeizieht, erfahren Sie in unserem regelmäßig aktualisierten Artikel.

Richten Sie Ihren Blick auf Planetenpaare oder Planetenkonstellationen
Von Zeit zu Zeit stehen Planeten sehr nah beieinander am Himmel. Ein heller Planet kann dabei als Wegweiser für einen lichtschwächeren dienen, etwa wenn Venus nahe an Uranus vorbeizieht. Wenn jedoch beide Planeten hell sind, ergibt das ein spektakuläres Schauspiel mit bloßem Auge.
Die nächste Planetenkonstellation findet um den 12. Juni 2026 statt. Es wird eine kleine Planetenparade sein: Merkur, Venus und Jupiter versammeln sich am Abendhimmel. Verpassen Sie das nicht – es wird eine der am besten sichtbaren Planetenkonstellationen des Jahres 2026 sein, da alle drei Planeten mit bloßem Auge zu sehen sind.
Erfahren Sie mehr: Planetenkonstellation am 12. Juni 2026: Merkur, Venus und Jupiter nach Sonnenuntergang

So finden Sie Planeten: Folgen Sie dem Sonnenpfad
Alle Planeten folgen ungefähr demselben Pfad, den die Sonne täglich am Himmel nimmt – dieser wird durch die Ekliptik dargestellt.
So finden Sie die Ekliptik ganz einfach:
- Verfolgen Sie, wo die Sonne aufgeht, wie sie sich tagsüber bewegt und wo sie untergeht.
- Verbinden Sie diese Punkte gedanklich zu einer Linie.
Nachts schauen Sie entlang dieser imaginären Linie – Planeten erscheinen immer in ihrer Nähe. Merkur und Venus halten sich stets relativ nah an der Sonne auf, daher sind sie meist kurz nach Sonnenuntergang oder kurz vor Sonnenaufgang zu sehen (mehr dazu im Abschnitt über die Planeten).
Wichtig: Schauen Sie niemals direkt in die Sonne – das kann Ihre Augen dauerhaft schädigen!

Denken Sie daran: Die Ekliptik verschiebt sich im Jahresverlauf – im Sommer erscheint sie höher, im Winter niedriger.
Planeten sind „Wanderer“
Ein weiterer Weg, um festzustellen, ob Sie einen Planeten oder einen Stern sehen, besteht darin, seine Position über mehrere aufeinanderfolgende Nächte zu beobachten. So erkennen Sie, wie sich die Planeten Nacht für Nacht relativ zum Hintergrund der Fixsterne verschieben.
Verwenden Sie eine interaktive Sternenkarte
Nachdem Sie das eigenständige Aufspüren von Planeten geübt haben, kann eine App Ihre Funde bestätigen. Die kostenlose App Star Walk 2 bietet den Modus Planet Walk, der alle Planeten hervorhebt und ihre Unterscheidung von Sternen erleichtert. Öffnen Sie dazu einfach die Einstellungen, wählen Sie „Planeten“ und tippen Sie auf Planet Walk. Sie erhalten eine Live-Karte mit allen hervorgehobenen Planeten sowie ein Panel am unteren Bildschirmrand, mit dem Sie direkt zu jedem Planeten springen können.

Wenn Sie nach Alternativen suchen, probieren Sie auch Night Sky, Sky Safari oder Stellarium. Einige Apps sind komplett kostenlos, andere kosten einmalig, und viele bieten zusätzliche Funktionen über In-App-Käufe. Einen schnellen Vergleich der kostenlosen Funktionen finden Sie in unserem Artikel zu den Top-Astronomie-Apps 2026.
Beobachtungstipps für die einzelnen Planeten
Merkur: der schwer fassbare Planet
Merkur ist ein innerer Planet, der näher an der Sonne kreist als die Erde. Das bedeutet, dass er am Himmel niemals weit von der Sonne entfernt erscheint; der maximale Winkelabstand zwischen beiden liegt zwischen 18° und 28°. In der Astronomie nennt man das eine größte Elongation – und es ist die beste Zeit zur Beobachtung innerer Planeten. Merkur erreicht eine solche größte Elongation nur etwa sechs Mal pro Jahr.
Um Merkur zu finden, blicken Sie tief über den westlichen Horizont kurz nach Sonnenuntergang oder tief im Osten kurz vor Sonnenaufgang. Wie finden Sie heraus, ob er heute Morgen oder heute Abend sichtbar ist – oder gar nicht? Die kostenlose App Star Walk 2 zeigt Ihnen die tägliche Sichtbarkeit des Planeten.

Beginnen Sie mit der Beobachtung, sobald Merkur erscheint und verfolgen Sie ihn bis zu seiner maximalen Entfernung von der Sonne. Beobachten Sie anschließend, wie er wieder im Sonnenlicht verschwindet. Das Beobachtungsfenster ist kurz – meist etwa 30 Minuten, abhängig von Ihrem Breitengrad und der Jahreszeit. Ein kleines Teleskop zeigt Merkurs winzige Scheibe und seine Phasen. Achten Sie aber unbedingt darauf, dass die Sonne vollständig untergegangen ist, bevor Sie ein optisches Gerät verwenden!
Merkur wird oft übersehen, ist aber einer der überraschendsten Planeten im Sonnensystem. Machen Sie unser Quiz und finden Sie heraus, wie viel Sie wirklich über diesen geheimnisvollen kleinen Planeten wissen!

Venus: Der Abend- und Morgenstern
Venus ist der spektakulärste Planet, den Sie mit bloßem Auge sehen können. Eingehüllt in hochreflektierende Wolken erscheint Venus außergewöhnlich hell am Himmel – bei maximaler Helligkeit ist sie sogar am Tag sichtbar.
Übrigens: Wie der Mond durchläuft auch Venus Phasen, und ihre größte Helligkeit erreicht sie in der Sichelphase. Denn in dieser Phase befindet sich Venus näher an der Erde als sonst und reflektiert mehr Sonnenlicht in unsere Richtung. Sie können die Phasen der Venus mit einem Fernglas erkennen (typischerweise 10x50 oder mit stärkerer Vergrößerung).
Wie Merkur ist Venus ein innerer Planet und erscheint daher nie sehr weit entfernt von der Sonne am Himmel. Zum Vergleich: Merkurs maximale Entfernung von der Sonne beträgt etwa 28°, die von Venus 48°, und die von Jupiter (wie auch anderer äußerer Planeten) bis zu 180°.
Da Venus der hellste Planet ist, entsteht ein atemberaubender Anblick, wenn sie in der Nähe des Mondes erscheint – dem hellsten Objekt des Nachthimmels. Dies gilt selbst in lichtverschmutzten Städten. Um zu erfahren, wann das nächste Venus-Mond-Treffen stattfindet, lesen Sie unseren regelmäßig aktualisierten Artikel.

Weil die Venus so hell leuchtet, halten viele sie für ein Flugzeug oder sogar für ein UFO. Allerdings haben Menschen im Allgemeinen eine reiche Vorstellungskraft und halten viele Objekte für Außerirdische. In unserer Infografik sehen Sie einige künstliche Objekte, die mit UFOs verwechselt wurden.

Mars: Der Rote Planet
Mars leuchtet rostrot und ist daher kaum zu übersehen – selbst in hell erleuchteten Städten. Seine scheinbare Helligkeit variiert je nach Position im Sonnensystem und erreicht ihren Höhepunkt bei der Opposition. Diese tritt etwa alle 27 Monate ein, wenn die Erde direkt zwischen Mars und Sonne steht.
Bei der nächsten Opposition am 19. Februar 2027 wird Mars seine größte Helligkeit und scheinbare Größe erreichen. Bis Juli 2027 wird er jedoch sechsmal schwächer leuchten und auf etwa ein Drittel seiner Größe vom Februar „schrumpfen“!

Wenn Sie ein Fernglas auf einem Stativ befestigen, sehen Sie eine kleine, runde, orangefarbene Scheibe. Mit einem Teleskop lassen sich Details der Oberfläche erkennen, insbesondere die weißen Polkappen.
Übrigens möchten Sie vielleicht einen genaueren Blick auf den Mars werfen. Von allen Planeten gilt er als der am besten für eine Kolonisierung geeignete. Machen Sie unser Quiz und finden Sie heraus, wie viel Sie über den Planeten wissen, auf dem Ihre Nachkommen vielleicht einmal leben werden!

Jupiter: der größte Planet mit sichtbaren Monden
Jupiter ist der größte Planet unseres Sonnensystems und eines der hellsten Objekte am Nachthimmel. Nach der Venus ist er in der Regel der zweithellste Planet – sobald die Venus untergegangen ist, wird Jupiter zum hellsten Planeten und lässt sich leicht mit bloßem Auge, einem Fernglas oder einem kleinen Teleskop erkennen. Jupiter wird bis Ende 2026 heller werden, da er sich der Opposition zur Sonne am 11. Februar 2027 nähert.
Schon ein kleines Teleskop lässt Sie sich wie Galileo Galilei fühlen, wenn Sie Jupiter und seine vier größten Monde – Io, Europa, Ganymed und Kallisto – beobachten, die als die galileischen Monde bekannt sind. Bei klarem, dunklem Himmel können auch Ferngläser ein oder zwei dieser Monde sichtbar machen, deren Position sich jede Nacht verändert. Um sie an einem bestimmten Abend zu lokalisieren, nutzen Sie die Star Walk 2 App (für diesen Objekttyp ist ein In-App-Kauf erforderlich) oder die Sky Tonight App, in der alle Himmelsobjekte kostenlos verfügbar sind.
Auf der Nordhalbkugel kann Jupiter manchmal mit Sirius verwechselt werden, dem hellsten Stern am Nachthimmel. Von Dezember bis März steht Sirius besonders hoch am Himmel – kein Wunder, dass diese beiden leuchtenden Punkte gelegentlich verwechselt werden. Aber machen Sie nicht denselben Fehler und denken Sie daran: Sterne funkeln, Planeten nicht! Außerdem liegt Sirius weit entfernt von der Ekliptik.

Wenn Sie gehofft haben, den berühmten Großen Roten Fleck – einen gewaltigen Sturm auf Jupiter – zu sehen, müssen wir Sie leider enttäuschen. Dafür benötigen Sie eine Vergrößerung von 150–200× sowie außergewöhnlich ruhige und klare Sichtbedingungen.
Wie Sie vielleicht wissen, ist Jupiter der größte Planet in unserem Sonnensystem. Aber wie groß ist er wirklich? Wie viele Erden würden in diesen Gasriesen hineinpassen? Machen Sie unser Quiz und finden Sie es heraus!

Saturn: der goldene König der Ringe und Monde
Saturn, der fünfthellste Planet unseres Himmels, leuchtet in einem markanten gelb-goldenen Farbton. Dadurch ist er selbst ohne Teleskop leicht erkennbar. Um ihn zu finden, halten Sie Ausschau nach einem gelblichen, gleichbleibenden Lichtpunkt (der schwächer leuchtet als Venus oder Jupiter).

Mit jedem kleinen Teleskop sind die berühmten Saturnringe unverkennbar zu sehen. Selbst bei geringer Vergrößerung sind die breiten Bänder der Ringe und die dunkle Cassini-Teilung erkennbar. Steht Saturn in Quadratur, also 90° von der Sonne entfernt, können Sie sogar den Schatten des Planeten auf seinen Ringen erkennen.
Mit einem Teleskop können Sie auch Titan, den hellsten Mond des Saturn, beobachten. Mit größeren Öffnungen werden weitere Monde sichtbar: Rhea, Dione, Tethys und Enceladus erscheinen als winzige, gleichmäßige Lichtpunkte in der Nähe des Planeten.
Wir glauben, dass der wahre König der Ringe und Monde viele Geheimnisse birgt, die Sie garantiert noch nicht kennen. Beweisen Sie uns mit unserem Quiz das Gegenteil!

Uranus: ein blassblauer Punkt
Uranus ist extrem lichtschwach und ohne Teleskop praktisch unmöglich zu erkennen. Selbst durch ein kleines Teleskop erscheint er nur als winziger, blassblauer Kreis, der sich kaum von den Hintergrundsternen abhebt. Um ihn mit bloßem Auge zu erkennen, benötigen Sie einen dunklen Himmel – Bortle-Stufe 5 oder dunkler – sowie präzise Koordinaten.

Am einfachsten lässt sich Uranus beobachten, wenn er sich in der Nähe eines hellen Referenzobjekts befindet, wie dem Mond oder der Venus. Bedenken Sie jedoch, dass der nahe Mond das schwache Leuchten von Uranus leicht überstrahlen kann.
Die meisten Amateurteleskope können weder die Ringe noch Oberflächenmerkmale von Uranus auflösen. Mit mittelgroßen bis großen Instrumenten lassen sich jedoch die beiden größten Monde – Titania und Oberon – als schwache, separate Lichtpunkte erkennen.
Neptun: der entfernteste Planet von der Sonne
Neptun ist der am schwierigsten zu beobachtende Planet. Sie benötigen ein Fernglas oder ein Teleskop sowie ein helles Referenzobjekt wie die Venus, um ihn zu finden. Wenn Neptun sich in der Nähe eines bekannten Himmelskörpers befindet, können Sie ihn als kleinen, blassen Punkt erkennen (natürlich nur mit Fernglas). Seine Ringe und Oberflächendetails sind für Amateurbeobachter nicht sichtbar. Mit einem scharfen Auge kann man die bläuliche Farbe durch ein Fernglas erahnen, deutlich erkennbar wird sie durch ein Amateurteleskop. Mit einem mittelgroßen bis großen Teleskop und exzellenten Sichtbedingungen lässt sich sein größter Mond, Triton, als schwacher Lichtpunkt ausmachen.

FAQ zu den heute sichtbaren Planeten
Welche Planeten sind heute sichtbar?
Welche Planeten heute sichtbar sind, hängt von Ihrem Standort und dem Datum ab. Im Allgemeinen sind Merkur und Venus am Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang zu sehen, während Mars, Jupiter und Saturn über längere Zeiträume der Nacht sichtbar sein können. Prüfen Sie die obige Tabelle zur Sichtbarkeit im aktuellen Monat.
Was ist der helle „Stern“ am Abendhimmel?
Das hellste „sternähnliche“ Objekt am Himmel ist meist entweder Venus oder Jupiter. Venus erscheint meist tief nahe dem Horizont nach Sonnenuntergang oder vor Sonnenaufgang, während Jupiter hoch am Nachthimmel leuchten kann, wenn er für die Beobachtung günstig steht.
Welche Planeten kann man ohne Teleskop sehen?
Merkur, Venus, Mars, Jupiter und Saturn können mit bloßem Auge gesehen werden, wenn sie günstig stehen. Für Uranus und Neptun braucht man normalerweise ein Fernglas oder ein Teleskop.
Warum funkeln Planeten nicht wie Sterne?
Planeten leuchten gewöhnlich gleichmäßiger als Sterne, weil sie der Erde viel näher sind und als winzige Scheibchen statt punktförmiger Lichtquellen erscheinen. Wenn ein helles Objekt nahe der Ekliptik kaum funkelt, könnte es ein Planet sein.
Kann ich Uranus oder Neptun mit bloßem Auge sehen?
Uranus ist unter sehr dunklem Himmel technisch gesehen mit bloßem Auge sichtbar, aber er ist extrem lichtschwach und leicht zu übersehen. Sie brauchen ausgezeichnete Beobachtungsbedingungen und eine sehr genaue Vorstellung davon, wo Sie suchen müssen. Neptun ist zu lichtschwach, um mit bloßem Auge sichtbar zu sein, und erfordert ein Fernglas oder ein Teleskop.
Wie erkenne ich, ob ich Venus oder Jupiter sehe?
Venus ist gewöhnlich viel heller als Jupiter und erscheint oft tief über dem Horizont kurz nach Sonnenuntergang oder vor Sonnenaufgang. Jupiter ist ebenfalls sehr hell, kann aber je nach Jahreszeit über einen längeren Zeitraum der Nacht sichtbar bleiben und höher am Himmel stehen. Beide leuchten mit gleichmäßigem Licht und funkeln nicht so stark wie Sterne.
Um sie sicher zu identifizieren, richten Sie Ihr Handy mit Star Walk 2 auf das Objekt.
Warum hängt die Sichtbarkeit der Planeten von meinem Standort ab?
Die Sichtbarkeit der Planeten hängt von Ihrem Standort ab, weil der Himmel in verschiedenen Teilen der Erde unterschiedlich aussieht. Ihr Breitengrad beeinflusst, wie hoch die Planeten über den Horizont steigen, während Ihr Längengrad und Ihre Zeitzone bestimmen, wann sie auf- und untergehen. Auch lokale Bedingungen spielen eine Rolle: Gebäude, Berge, Bäume, Lichtverschmutzung und Wetter können einen Planeten verbergen, selbst wenn er technisch gesehen über dem Horizont steht.
Tipps, wie Sie die Planeten sehen können: Fazit
Sie brauchen keine teure Ausrüstung, um unser Sonnensystem zu erkunden – gehen Sie einfach nach draußen und schauen Sie entlang der Ekliptik nach den hellsten „Punkten“ am Himmel. Venus, Jupiter, Saturn und Mars sind mit bloßem Auge leicht sichtbar, und die Sichtbarkeit von Merkur hängt von der Tageszeit und Ihrem Standort ab. Sie können auch Mond- oder Planetenkonjunktionen als Orientierungshilfe verwenden. Denken Sie daran: Planeten leuchten gleichmäßig, im Gegensatz zu Sternen. Für zusätzliche Hilfe nutzen Sie die kostenlose App Star Walk 2, um Planeten in Echtzeit zu identifizieren.
Weitere Planetenereignisse
Möchten Sie mehr über kommende Planetenereignisse erfahren? Siehe auch:
