Welche Planeten sind heute zu sehen? Der Himmel im Juni 2026
Möchten Sie wissen, welche Planeten heute Nacht sichtbar sind? Hier ist ein regelmäßig aktualisierter Leitfaden zur Sichtbarkeit von Merkur, Venus, Mars, Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun. Unten erfahren Sie, welche Planeten aktuell sichtbar sind, wann Sie nach ihnen suchen sollten und wie Sie sie am Himmel erkennen.
👉 Um jeden Planeten von Ihrem Standort aus zu finden, öffnen Sie die kostenlose Star Walk 2 App und nutzen Sie den Modus Planet Walk.
Inhalt
- Welche Planeten sind heute Nacht sichtbar? (16.–30. Juni 2026)
- Heute sichtbare Planeten in Deutschland, Österreich und der Schweiz
- Beste Daten zur Planetenbeobachtung: 16.–30. Juni 2026
- Abendplaneten: Venus, Jupiter und Merkur
- Morgenplaneten: Saturn, Mars, Uranus und Neptun
- Was ist der helle Stern im Westen nach Sonnenuntergang?
- Was ist der helle Planet vor Sonnenaufgang?
So finden und identifizieren Sie Planeten am Himmel
- Achten Sie auf die hellsten und größten Lichtpunkte am Himmel
- Wenn es flimmert, ist es kein Planet
- Achten Sie auf Planeten in der Nähe des Mondes
- Richten Sie Ihren Blick auf Planetenpaare oder Planetenkonstellationen
- So finden Sie Planeten: Folgen Sie dem Sonnenpfad
- Planeten sind „Wanderer“
- Verwenden Sie eine interaktive Sternenkarte
- FAQ zu den heute sichtbaren Planeten
- Tipps, wie Sie die Planeten sehen können: Fazit
Welche Planeten sind heute Nacht sichtbar? (16.–30. Juni 2026)
Vom 16. bis 30. Juni 2026 ist Venus der am leichtesten sichtbare Planet am Abendhimmel. Schauen Sie kurz nach Sonnenuntergang nach Westen und suchen Sie nach einem brillanten, ruhig leuchtenden Lichtpunkt. Jupiter und Merkur stehen ebenfalls am Abendhimmel, aber beide werden im Laufe der Tage schwieriger zu sehen: Jupiter sinkt in die helle Dämmerung, und Merkur verblasst nach seiner besten Abenderscheinung Mitte Juni.
Vor Sonnenaufgang ist Saturn der beste Planet zur Beobachtung. Mars ist ebenfalls am Morgen sichtbar, während Neptun optische Hilfsmittel und einen dunklen, klaren Himmel erfordert. Uranus bleibt sehr schwierig: Er steht vor Sonnenaufgang niedrig und wird an vielen Standorten von der Dämmerung beeinträchtigt.
Für das genaueste Ergebnis prüfen Sie Ihren lokalen Himmel in Star Walk 2: Die Sichtbarkeit der Planeten hängt von Ihrem Standort, Horizont und Ihrer Zeitzone ab.
| Breitengrad | Merkur | Venus | Mars | Jupiter | Saturn | Uranus | Neptun |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 60°N und höher | ❌ Nicht sichtbar | ✅ Abend | ❌ Nicht sichtbar | ⚠️ Niedrig am Abend | ⚠️ Morgen | ❌ Nicht sichtbar | ❌ Nicht sichtbar |
| 50°N | ⚠️ Abends um den 16.–20. Juni | ✅ Abend | ⚠️ Niedrig am Morgen | ✅ Niedrig am Abend | ✅ Morgen | ❌ Nicht sichtbar | 🔭 Nach Mitternacht |
| 40°N | ⚠️ Abends um den 16.–20. Juni | ✅ Abend | ⚠️ Niedrig am Morgen | ✅ Abend, immer niedriger | ✅ Morgen | ❌ Nicht sichtbar | 🔭 Nach Mitternacht |
| 30°N | ⚠️ Abends um den 16.–20. Juni | ✅ Abend | ⚠️ Morgen | ✅ Abend | ✅ Morgen | ❌ Nicht sichtbar | 🔭 Von Mitternacht bis Morgen |
| 20°N | ✅ Abends um den 16.–20. Juni | ✅ Abend | ⚠️ Morgen | ✅ Abend | ✅ Morgen | ⚠️🔭 Niedrig am Morgen | 🔭 Von Mitternacht bis Morgen |
| Äquator | ⚠️ Abends um den 16.–20. Juni | ✅ Abend | ✅ Morgen | ✅ Abend | ✅ Morgen | ⚠️🔭 Niedrig am Morgen | 🔭 Von Mitternacht bis Morgen |
| 20°S | ⚠️ Abends um den 16.–20. Juni | ✅ Abend | ✅ Morgen | ✅ Übergang Morgen/Abend, niedrig in der Dämmerung | ✅ Morgen | ⚠️🔭 Niedrig am Morgen | 🔭 Von Mitternacht bis Morgen |
| 40°S | ⚠️ Abends um den 16.–20. Juni | ✅ Abend | ✅ Morgen | ⚠️ Niedrig in der Abenddämmerung | ✅ Morgen | ❌ Nicht sichtbar | 🔭 Von Mitternacht bis Morgen |
Legende: ✅ Einfaches oder gut mögliches Ziel mit bloßem Auge ⚠️ Schwierig: niedrig, kurzes Sichtbarkeitsfenster oder durch Dämmerung beeinträchtigt 🔭 Optische Hilfsmittel erforderlich oder dringend empfohlen ❌ Nicht sichtbar
Diese Tabelle zeigt die allgemeine Sichtbarkeit der Planeten nach Breitengrad. Die Sichtbarkeit kann je nach Stadt, Horizont, Dämmerung, Wetter und Lichtverschmutzung variieren.
Heute sichtbare Planeten in Deutschland, Österreich und der Schweiz
Diese Tabelle zeigt, nach welchen Planeten sich heute Abend bzw. Morgen von ausgewählten Städten im deutschsprachigen Raum aus die Suche lohnt. Die Sichtbarkeit hängt von Ihrem genauen Standort, dem lokalen Horizont, dem Wetter und der Lichtverschmutzung ab.
| Stadt | Abendhimmel | Morgenhimmel | Bester Planet zur Beobachtung | Schwierige Ziele | Nicht sichtbar |
|---|---|---|---|---|---|
| Berlin | Venus, Jupiter | Saturn, Mars | Venus | Merkur, Neptun | Uranus |
| Hamburg | Venus, Jupiter | Saturn | Venus | Mars, Neptun | Merkur, Uranus |
| München | Venus, Jupiter, Merkur | Saturn, Mars | Venus | Neptun | Uranus |
| Wien | Venus, Jupiter, Merkur | Saturn, Mars | Venus | Neptun | Uranus |
| Graz | Venus, Jupiter, Merkur | Saturn, Mars | Venus | Neptun | Uranus |
| Zürich | Venus, Jupiter, Merkur | Saturn, Mars | Venus | Neptun | Uranus |
| Genf | Venus, Jupiter, Merkur | Saturn, Mars | Venus | Neptun | Uranus |
| Basel | Venus, Jupiter, Merkur | Saturn, Mars | Venus | Neptun | Uranus |
Ende Juni ist Venus in Deutschland, Österreich und der Schweiz der verlässlichste Abendplanet. Jupiter ist noch am Abendhimmel zu finden, steht aber niedrig in der Dämmerung und wird gegen Monatsende schwieriger sichtbar. Merkur ist nur von südlicheren Städten aus und bei freiem westlichem Horizont eine realistische Herausforderung.
Beste Daten zur Planetenbeobachtung: 16.–30. Juni 2026
16. Juni: Schauen Sie nach Sonnenuntergang nach Westen, um die Mondsichel nahe Merkur zu sehen, mit Venus und Jupiter in der Nähe. Dies ist einer der besten Abende des Monats, um Merkur zu finden, besonders wenn Sie einen freien westlichen Horizont haben.
16.–18. Juni: Die Mondsichel gesellt sich am Abendhimmel zu Venus, Jupiter und Merkur und schafft einen der schönsten Planetenanblicke im Juni. Beginnen Sie etwa 30–60 Minuten nach Sonnenuntergang mit der Beobachtung.
17. Juni: Venus erscheint sehr nahe an der Mondsichel. In Teilen der Vereinigten Staaten, Kanadas und Mexikos zieht der Mond vor Venus vorbei. Für Beobachter in den USA und Mexiko findet das Ereignis bei Tageslicht statt, an anderen Orten in der Abenddämmerung.
20. Juni: Venus, Jupiter und Merkur bilden nach Sonnenuntergang noch immer eine schöne Linie am westlichen Himmel, aber Merkur und Jupiter stehen immer niedriger.
25.–30. Juni: Venus bleibt der verlässlichste Abendplanet. Merkur wird lichtschwach und steht sehr niedrig, während Jupiter in der hellen Dämmerung zunehmend schwer zu sehen ist. Am Morgenhimmel verbessert sich Saturns Sichtbarkeit, Mars geht früher auf, und Uranus beginnt, vor Sonnenaufgang höher zu steigen.
Abendplaneten: Venus, Jupiter und Merkur
Venus: der am leichtesten sichtbare Planet heute Nacht
Venus ist in der zweiten Junihälfte 2026 der beste Abendplanet. Schauen Sie kurz nach Sonnenuntergang nach Westen. Wenn Sie am Abendhimmel einen sehr hellen, ruhig leuchtenden „Stern“ sehen, handelt es sich wahrscheinlich um Venus.
Venus ist viel heller als die Sterne und sogar in der Dämmerung sichtbar. Sie brauchen weder Fernglas noch Teleskop, um sie zu sehen. Für den besten Blick wählen Sie einen Ort mit freiem westlichem Horizont.
Jupiter: hell, aber immer niedriger
Jupiter ist ebenfalls nach Sonnenuntergang sichtbar, wird jedoch im Laufe des Monats schwieriger zu sehen. Mitte Juni können Sie ihn noch nahe an Venus und Merkur im westlichen Himmel finden. Ende Juni steht Jupiter in der hellen Dämmerung niedrig und geht kurz nach der Sonne unter.
Wenn Sie Jupiter entdecken möchten, beginnen Sie kurz nach Sonnenuntergang mit der Suche. Venus ist das hellere Objekt; Jupiter erscheint niedriger und weniger brillant.
Merkur: sichtbar, aber schwierig
Merkur ist kurz nach Sonnenuntergang sichtbar, aber er ist der schwierigste Abendplanet. Er erreichte seine beste Abendsichtbarkeit um Mitte Juni, daher verblasst er in der zweiten Monatshälfte allmählich und sinkt tiefer zum Horizont.
Um Merkur zu sehen, suchen Sie einen Standort mit freiem Blick nach Westen und beginnen Sie etwa 30–60 Minuten nach Sonnenuntergang mit der Suche. Ein Fernglas kann helfen, aber verwenden Sie es nur, nachdem die Sonne vollständig untergegangen ist.
Die besten Abende für Merkur liegen um den 16.–20. Juni, besonders wenn die Mondsichel in der Nähe steht. In der letzten Juniwoche wird Merkur zu einem deutlich schwierigeren Ziel.
Morgenplaneten: Saturn, Mars, Uranus und Neptun
Saturn: der beste Planet vor Sonnenaufgang
Saturn ist Ende Juni 2026 der beste Morgenplanet. Schauen Sie vor Sonnenaufgang nach Osten bis Südosten. Saturn ist hell genug, um mit bloßem Auge zu sehen, und leichter zu erkennen als Mars, Uranus oder Neptun.
Wenn Sie ein Teleskop haben, ist Saturn wegen seiner berühmten Ringe auch das lohnendste Ziel am Morgen.
Mars: sichtbar vor der Morgendämmerung
Mars ist vor Sonnenaufgang sichtbar und wird im Laufe des Monats etwas leichter zu sehen. Er bleibt relativ niedrig am östlichen Himmel, daher brauchen Sie einen freien Horizont.
Mars ist viel lichtschwächer als Venus, Jupiter oder Saturn, aber seine rötliche Farbe kann Ihnen helfen, ihn zu identifizieren.
Uranus: ein schwieriges Morgenziel
Uranus, der den Großteil des Monats über nicht sichtbar ist, wird Ende Juni besser beobachtbar, da er vor Sonnenaufgang höher steht. Er bleibt jedoch ein schwieriges Ziel, weil er lichtschwach ist und niedrig am Himmel steht.
Unter dunklem Himmel können erfahrene Beobachter Uranus mit einem Fernglas finden, aber die meisten Menschen benötigen die Star Walk 2 App oder eine andere Himmelskarte, um seine genaue Position zu bestimmen.
Neptun: optische Hilfsmittel erforderlich
Neptun steht ebenfalls am Morgenhimmel, ist aber zu lichtschwach, um mit bloßem Auge zu sehen. Sie benötigen ein Fernglas oder Teleskop, einen dunklen Himmel und eine genaue Himmelskarte.
Was ist der helle Stern im Westen nach Sonnenuntergang?
Der helle „Stern“ im Westen nach Sonnenuntergang ist höchstwahrscheinlich Venus. Venus ist der hellste Planet und das auffälligste Objekt am Abendhimmel.
Um Mitte Juni stehen Jupiter und Merkur ebenfalls in der Nähe, aber Venus ist viel heller als beide. Wenn das Objekt sehr hell, ruhig leuchtend und kurz nach Sonnenuntergang sichtbar ist, ist es wahrscheinlich Venus.
Was ist der helle Planet vor Sonnenaufgang?
Der hellste Planet vor Sonnenaufgang ist Saturn. Schauen Sie vor der Morgendämmerung in den östlichen bis südöstlichen Himmel. Mars ist ebenfalls am Morgenhimmel sichtbar, steht jedoch niedriger und ist lichtschwächer.
So finden und identifizieren Sie Planeten am Himmel
Die meisten Hobby-Astronomen glauben, dass Astronomie ein teures Hobby ist, für das man unbedingt ein sehr teures Teleskop braucht. Doch das Ironische daran ist: Astronomie für Einsteiger ist nicht nur kostengünstig, sondern sogar völlig kostenlos.
Die meisten Planeten sind hell genug, um sie mit bloßem Auge zu sehen – selbst aus der Innenstadt heraus. Ausrüstung vertieft zwar das Erlebnis, ist aber nicht notwendig, um die Lichtpunkte am Himmel zu erkennen. In den nächsten Minuten erfahren Sie genau, wie Sie heute Abend Planeten des Sonnensystems finden – ganz ohne Hilfsmittel.
Achten Sie auf die hellsten und größten Lichtpunkte am Himmel
Venus und Jupiter sind die hellsten Lichtpunkte am Himmel und mit bloßem Auge leicht sichtbar; auch Mars kann zeitweise heller leuchten als viele Sterne. Außerdem erscheinen Planeten größer als Sterne, obwohl Sterne in Wirklichkeit viel größer sind – sie wirken nur kleiner, weil sie viel weiter entfernt sind.
Die Faustregel lautet also: Der auffälligste helle Lichtpunkt am Himmel ist höchstwahrscheinlich ein Planet.
Astronomen verwenden eine Magnitudenskala, um die scheinbare Helligkeit von Himmelsobjekten zu messen. Auf dieser Skala bedeuten niedrigere oder negative Zahlen höhere Helligkeit. Zum Beispiel:
- Sonne: -26,5 mag
- Vollmond: -12,6 mag
- Venus: -4,3 mag (hellster Planet)
- Jupiter: -2,7 mag (zweithellster Planet)
- Sirius: -1,44 mag (hellster Stern am Nachthimmel)
Durchschnittliche Helligkeiten anderer Planeten:
- Merkur: 0,2 mag
- Mars: 0,7 mag
- Saturn: 0,5 mag
- Uranus: 5,7 mag (meist nur mit Fernglas sichtbar)
- Neptun: 7,8 mag (benötigt Fernglas oder Teleskop)
Im Gegensatz zu Sternen ändert sich die Helligkeit der Planeten je nach ihrer Position relativ zur Erde und zur Sonne.
Wenn es flimmert, ist es kein Planet
Die turbulente Erdatmosphäre lässt das Licht entfernter Sterne flackern – sie scheinen zu „funkeln“. Planeten hingegen sind uns deutlich näher und leuchten ruhig und gleichmäßig. Ein heller, nicht flimmernder Lichtpunkt in der Nähe der Ekliptik ist also mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Planet.
Eine ausführliche Erklärung, warum Sterne flimmern, finden Sie in unserem Artikel.
Achten Sie auf Planeten in der Nähe des Mondes
Eine der einfachsten Methoden, einen Planeten zu finden, besteht darin, sich an einem auffälligen Himmelsobjekt zu orientieren, das jeder sofort erkennt: dem Mond. Jeden Monat ziehen Planeten nahe an unserem natürlichen Begleiter vorbei – Astronomen nennen das eine enge Begegnung. Ein heller, nicht flackernder „Stern“ in der Nähe des Mondes ist also mit großer Wahrscheinlichkeit ein Planet!
Wann ein Planet das nächste Mal nahe am Mond vorbeizieht, erfahren Sie in unserem regelmäßig aktualisierten Artikel.

Richten Sie Ihren Blick auf Planetenpaare oder Planetenkonstellationen
Von Zeit zu Zeit stehen Planeten sehr nah beieinander am Himmel. Ein heller Planet kann dabei als Wegweiser für einen lichtschwächeren dienen, etwa wenn Venus nahe an Uranus vorbeizieht. Wenn jedoch beide Planeten hell sind, ergibt das ein spektakuläres Schauspiel mit bloßem Auge.
Im Juni 2026 ist gerade eine Planetenkonstellation zu sehen. Es ist eine kleine Planetenparade: Merkur, Venus und Jupiter versammeln sich am Abendhimmel. Verpassen Sie das nicht – es wird eine der am besten sichtbaren Planetenkonstellationen des Jahres 2026 sein, da alle drei Planeten mit bloßem Auge zu erkennen sind.
Erfahren Sie mehr: Planetenkonstellation im Juni 2026: Merkur, Venus und Jupiter nach Sonnenuntergang

So finden Sie Planeten: Folgen Sie dem Sonnenpfad
Alle Planeten folgen ungefähr demselben Pfad, den die Sonne täglich am Himmel nimmt – dieser wird durch die Ekliptik dargestellt.
So finden Sie die Ekliptik ganz einfach:
- Verfolgen Sie, wo die Sonne aufgeht, wie sie sich tagsüber bewegt und wo sie untergeht.
- Verbinden Sie diese Punkte gedanklich zu einer Linie.
Nachts schauen Sie entlang dieser imaginären Linie – Planeten erscheinen immer in ihrer Nähe. Merkur und Venus halten sich stets relativ nah an der Sonne auf, daher sind sie meist kurz nach Sonnenuntergang oder kurz vor Sonnenaufgang zu sehen (mehr dazu im Abschnitt über die Planeten).
Wichtig: Schauen Sie niemals direkt in die Sonne – das kann Ihre Augen dauerhaft schädigen!

Denken Sie daran: Die Ekliptik verschiebt sich im Jahresverlauf – im Sommer erscheint sie höher, im Winter niedriger.
Planeten sind „Wanderer“
Ein weiterer Weg, um festzustellen, ob Sie einen Planeten oder einen Stern sehen, besteht darin, seine Position über mehrere aufeinanderfolgende Nächte zu beobachten. So erkennen Sie, wie sich die Planeten Nacht für Nacht relativ zum Hintergrund der Fixsterne verschieben.
Verwenden Sie eine interaktive Sternenkarte
Nachdem Sie das eigenständige Aufspüren von Planeten geübt haben, kann eine App Ihre Funde bestätigen. Die kostenlose App Star Walk 2 bietet den Modus Planet Walk, der alle Planeten hervorhebt und ihre Unterscheidung von Sternen erleichtert. Öffnen Sie dazu einfach die Einstellungen, wählen Sie „Planeten“ und tippen Sie auf Planet Walk. Sie erhalten eine Live-Karte mit allen hervorgehobenen Planeten sowie ein Panel am unteren Bildschirmrand, mit dem Sie direkt zu jedem Planeten springen können.

Wenn Sie nach Alternativen suchen, probieren Sie auch Night Sky, Sky Safari oder Stellarium. Einige Apps sind komplett kostenlos, andere kosten einmalig, und viele bieten zusätzliche Funktionen über In-App-Käufe. Einen schnellen Vergleich der kostenlosen Funktionen finden Sie in unserem Artikel zu den Top-Astronomie-Apps 2026.
Beobachtungstipps für die einzelnen Planeten
Merkur: der schwer fassbare Planet
Merkur ist ein innerer Planet, der näher an der Sonne kreist als die Erde. Das bedeutet, dass dieser Planet am Himmel nie weit von der Sonne entfernt ist; der maximale Abstand zwischen beiden beträgt zwischen 18° und 28°. In der Astronomie wird dies als größte Elongation bezeichnet, und es ist die beste Zeit, um innere Planeten zu beobachten. In einem Jahr erreicht Merkur nur etwa sechs Mal die größte Elongation.
Um Merkur zu finden, blicken Sie tief über den westlichen Horizont kurz nach Sonnenuntergang oder tief im Osten kurz vor Sonnenaufgang. Wie finden Sie heraus, ob er heute Morgen oder heute Abend sichtbar ist – oder gar nicht? Die kostenlose App Star Walk 2 zeigt Ihnen die tägliche Sichtbarkeit des Planeten.

Beginnen Sie mit der Beobachtung, sobald Merkur erscheint und verfolgen Sie ihn bis zu seiner maximalen Entfernung von der Sonne. Beobachten Sie anschließend, wie er wieder im Sonnenlicht verschwindet. Das Beobachtungsfenster ist kurz – meist etwa 30 Minuten, abhängig von Ihrem Breitengrad und der Jahreszeit. Ein kleines Teleskop zeigt Merkurs winzige Scheibe und seine Phasen. Achten Sie aber unbedingt darauf, dass die Sonne vollständig untergegangen ist, bevor Sie ein optisches Gerät verwenden!
Merkur wird oft übersehen, ist aber einer der überraschendsten Planeten im Sonnensystem. Machen Sie unser Quiz und finden Sie heraus, wie viel Sie wirklich über diesen geheimnisvollen kleinen Planeten wissen!

Venus: Der Abend- und Morgenstern
Venus ist der spektakulärste Planet, den Sie mit bloßem Auge sehen können. Eingehüllt in hochreflektierende Wolken erscheint Venus außergewöhnlich hell am Himmel – bei maximaler Helligkeit ist sie sogar am Tag sichtbar.
Übrigens: Wie der Mond durchläuft auch Venus Phasen, und ihre größte Helligkeit erreicht sie in der Sichelphase. Denn in dieser Phase befindet sich Venus näher an der Erde als sonst und reflektiert mehr Sonnenlicht in unsere Richtung. Sie können die Phasen der Venus mit einem Fernglas erkennen (typischerweise 10x50 oder mit stärkerer Vergrößerung).
Wie Merkur ist Venus ein innerer Planet und erscheint daher nie sehr weit entfernt von der Sonne am Himmel. Zum Vergleich: Merkurs maximale Entfernung von der Sonne beträgt etwa 28°, die von Venus 48°, und die von Jupiter (wie auch anderer äußerer Planeten) bis zu 180°.
Da Venus der hellste Planet ist, entsteht ein atemberaubender Anblick, wenn sie in der Nähe des Mondes erscheint – dem hellsten Objekt des Nachthimmels. Dies gilt selbst in lichtverschmutzten Städten. Um zu erfahren, wann das nächste Venus-Mond-Treffen stattfindet, lesen Sie unseren regelmäßig aktualisierten Artikel.

Weil die Venus so hell leuchtet, halten viele sie für ein Flugzeug oder sogar für ein UFO. Allerdings haben Menschen im Allgemeinen eine reiche Vorstellungskraft und halten viele Objekte für Außerirdische. In unserer Infografik sehen Sie einige künstliche Objekte, die mit UFOs verwechselt wurden.

Mars: Der Rote Planet
Mars leuchtet rostrot und ist daher kaum zu übersehen – selbst in hell erleuchteten Städten. Seine scheinbare Helligkeit variiert je nach Position im Sonnensystem und erreicht ihren Höhepunkt bei der Opposition. Diese tritt etwa alle 27 Monate ein, wenn die Erde direkt zwischen Mars und Sonne steht.
Bei der nächsten Opposition am 19. Februar 2027 wird Mars seine größte Helligkeit und scheinbare Größe erreichen. Bis Juli 2027 wird er jedoch sechsmal schwächer leuchten und auf etwa ein Drittel seiner Größe vom Februar „schrumpfen“!

Wenn Sie ein Fernglas auf einem Stativ befestigen, sehen Sie eine kleine, runde, orangefarbene Scheibe. Mit einem Teleskop lassen sich Details der Oberfläche erkennen, insbesondere die weißen Polkappen.
Übrigens möchten Sie vielleicht einen genaueren Blick auf den Mars werfen. Von allen Planeten gilt er als der am besten für eine Kolonisierung geeignete. Machen Sie unser Quiz und finden Sie heraus, wie viel Sie über den Planeten wissen, auf dem Ihre Nachkommen vielleicht einmal leben werden!

Jupiter: der größte Planet mit sichtbaren Monden
Jupiter ist der größte Planet unseres Sonnensystems und eines der hellsten Objekte am Nachthimmel. Nach der Venus ist er in der Regel der zweithellste Planet – sobald die Venus untergegangen ist, wird Jupiter zum hellsten Planeten und lässt sich leicht mit bloßem Auge, einem Fernglas oder einem kleinen Teleskop erkennen. Jupiter wird bis Ende 2026 heller werden, da er sich der Opposition zur Sonne am 11. Februar 2027 nähert.
Schon ein kleines Teleskop lässt Sie sich wie Galileo Galilei fühlen, wenn Sie Jupiter und seine vier größten Monde – Io, Europa, Ganymed und Kallisto – beobachten, die als die galileischen Monde bekannt sind. Bei klarem, dunklem Himmel können auch Ferngläser ein oder zwei dieser Monde sichtbar machen, deren Position sich jede Nacht verändert. Um sie an einem bestimmten Abend zu lokalisieren, nutzen Sie die Star Walk 2 App (für diesen Objekttyp ist ein In-App-Kauf erforderlich) oder die Sky Tonight App, in der alle Himmelsobjekte kostenlos verfügbar sind.
Auf der Nordhalbkugel kann Jupiter manchmal mit Sirius verwechselt werden, dem hellsten Stern am Nachthimmel. Von Dezember bis März steht Sirius besonders hoch am Himmel – kein Wunder, dass diese beiden leuchtenden Punkte gelegentlich verwechselt werden. Aber machen Sie nicht denselben Fehler und denken Sie daran: Sterne funkeln, Planeten nicht! Außerdem liegt Sirius weit entfernt von der Ekliptik.

Wenn Sie gehofft haben, den berühmten Großen Roten Fleck – einen gewaltigen Sturm auf Jupiter – zu sehen, müssen wir Sie leider enttäuschen. Dafür benötigen Sie eine Vergrößerung von 150–200× sowie außergewöhnlich ruhige und klare Sichtbedingungen.
Wie Sie vielleicht wissen, ist Jupiter der größte Planet in unserem Sonnensystem. Aber wie groß ist er wirklich? Wie viele Erden würden in diesen Gasriesen hineinpassen? Machen Sie unser Quiz und finden Sie es heraus!

Saturn: der goldene König der Ringe und Monde
Saturn, der fünfthellste Planet unseres Himmels, leuchtet in einem markanten gelb-goldenen Farbton. Dadurch ist er selbst ohne Teleskop leicht erkennbar. Um ihn zu finden, halten Sie Ausschau nach einem gelblichen, gleichbleibenden Lichtpunkt (der schwächer leuchtet als Venus oder Jupiter).

Mit jedem kleinen Teleskop sind die berühmten Saturnringe unverkennbar zu sehen. Selbst bei geringer Vergrößerung sind die breiten Bänder der Ringe und die dunkle Cassini-Teilung erkennbar. Steht Saturn in Quadratur, also 90° von der Sonne entfernt, können Sie sogar den Schatten des Planeten auf seinen Ringen erkennen.
Mit einem Teleskop können Sie auch Titan, den hellsten Mond des Saturn, beobachten. Mit größeren Öffnungen werden weitere Monde sichtbar: Rhea, Dione, Tethys und Enceladus erscheinen als winzige, gleichmäßige Lichtpunkte in der Nähe des Planeten.
Wir glauben, dass der wahre König der Ringe und Monde viele Geheimnisse birgt, die Sie garantiert noch nicht kennen. Beweisen Sie uns mit unserem Quiz das Gegenteil!

Uranus: ein blassblauer Punkt
Uranus ist extrem lichtschwach und ohne Teleskop praktisch unmöglich zu erkennen. Selbst durch ein kleines Teleskop erscheint er nur als winziger, blassblauer Kreis, der sich kaum von den Hintergrundsternen abhebt. Um ihn mit bloßem Auge zu erkennen, benötigen Sie einen dunklen Himmel – Bortle-Stufe 5 oder dunkler – sowie präzise Koordinaten.

Am einfachsten lässt sich Uranus beobachten, wenn er sich in der Nähe eines hellen Referenzobjekts befindet, wie dem Mond oder der Venus. Bedenken Sie jedoch, dass der nahe Mond das schwache Leuchten von Uranus leicht überstrahlen kann.
Die meisten Amateurteleskope können weder die Ringe noch Oberflächenmerkmale von Uranus auflösen. Mit mittelgroßen bis großen Instrumenten lassen sich jedoch die beiden größten Monde – Titania und Oberon – als schwache, separate Lichtpunkte erkennen.
Neptun: der entfernteste Planet von der Sonne
Neptun ist der am schwierigsten zu beobachtende Planet. Sie benötigen ein Fernglas oder ein Teleskop sowie ein helles Referenzobjekt wie die Venus, um ihn zu finden. Wenn Neptun sich in der Nähe eines bekannten Himmelskörpers befindet, können Sie ihn als kleinen, blassen Punkt erkennen (natürlich nur mit Fernglas). Seine Ringe und Oberflächendetails sind für Amateurbeobachter nicht sichtbar. Mit einem scharfen Auge kann man die bläuliche Farbe durch ein Fernglas erahnen, deutlich erkennbar wird sie durch ein Amateurteleskop. Mit einem mittelgroßen bis großen Teleskop und exzellenten Sichtbedingungen lässt sich sein größter Mond, Triton, als schwacher Lichtpunkt ausmachen.

FAQ zu den heute sichtbaren Planeten
Welche Planeten sind heute sichtbar?
Vom 16. bis 30. Juni 2026 ist die Venus der am leichtesten zu beobachtende Planet am Abendhimmel nach Sonnenuntergang. Jupiter und Merkur sind ebenfalls am Abendhimmel zu sehen, werden aber im Laufe des Monats immer schwerer zu erkennen. Vor Sonnenaufgang ist Saturn der am besten zu beobachtende Planet, wobei auch der Mars sichtbar ist. Für Uranus und Neptun sind optische Hilfsmittel erforderlich.
Welche Planeten kann man ohne Teleskop sehen?
Merkur, Venus, Mars, Jupiter und Saturn können mit bloßem Auge gesehen werden, wenn sie günstig stehen. Für Uranus und Neptun braucht man normalerweise ein Fernglas oder ein Teleskop.
Kann ich Uranus oder Neptun mit bloßem Auge sehen?
Uranus ist unter sehr dunklem Himmel technisch gesehen mit bloßem Auge sichtbar, aber er ist extrem lichtschwach und leicht zu übersehen. Sie brauchen ausgezeichnete Beobachtungsbedingungen und eine sehr genaue Vorstellung davon, wo Sie suchen müssen. Neptun ist zu lichtschwach, um mit bloßem Auge sichtbar zu sein, und erfordert ein Fernglas oder ein Teleskop.
Wie erkenne ich, ob ich Venus oder Jupiter sehe?
Venus ist gewöhnlich viel heller als Jupiter und erscheint oft tief über dem Horizont kurz nach Sonnenuntergang oder vor Sonnenaufgang. Jupiter ist ebenfalls sehr hell, kann aber je nach Jahreszeit über einen längeren Zeitraum der Nacht sichtbar bleiben und höher am Himmel stehen. Beide leuchten mit gleichmäßigem Licht und funkeln nicht so stark wie Sterne.
Um sie sicher zu identifizieren, richten Sie Ihr Handy mit Star Walk 2 auf das Objekt.
Warum hängt die Sichtbarkeit der Planeten von meinem Standort ab?
Die Sichtbarkeit der Planeten hängt von Ihrem Standort ab, weil der Himmel in verschiedenen Teilen der Erde unterschiedlich aussieht. Ihr Breitengrad beeinflusst, wie hoch die Planeten über den Horizont steigen, während Ihr Längengrad und Ihre Zeitzone bestimmen, wann sie auf- und untergehen. Auch lokale Bedingungen spielen eine Rolle: Gebäude, Berge, Bäume, Lichtverschmutzung und Wetter können einen Planeten verbergen, selbst wenn er technisch gesehen über dem Horizont steht.
Tipps, wie Sie die Planeten sehen können: Fazit
Sie brauchen keine teure Ausrüstung, um unser Sonnensystem zu erkunden – gehen Sie einfach nach draußen und schauen Sie entlang der Ekliptik nach den hellsten „Punkten“ am Himmel. Venus, Jupiter, Saturn und Mars sind mit bloßem Auge leicht sichtbar, und die Sichtbarkeit von Merkur hängt von der Tageszeit und Ihrem Standort ab. Sie können auch Mond- oder Planetenkonjunktionen als Orientierungshilfe verwenden. Denken Sie daran: Planeten leuchten gleichmäßig, im Gegensatz zu Sternen. Für zusätzliche Hilfe nutzen Sie die kostenlose App Star Walk 2, um Planeten in Echtzeit zu identifizieren.
Weitere Planetenereignisse
Möchten Sie mehr über kommende Planetenereignisse erfahren? Siehe auch:
