Alles über den Mars: Fakten, Besonderheiten und Beobachtungstipps

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Mars ist der vierte Planet von der Sonne aus. Er ist für seine rötliche Farbe, seine felsige Oberfläche und seine beiden kleinen Monde bekannt. Ende 2026 wird er heller und geht früher auf, sodass die Beobachtungsbedingungen besser werden. Dieser Artikel erklärt seine Eigenschaften, sein Aussehen, seine Sichtbarkeit und die kommenden Himmelsereignisse. Mit der App Sky Tonight finden Sie Mars schnell an Ihrem Standort.

Inhalt

Ist der Mars heute Nacht sichtbar?

Ja – im November 2026 ist Mars am späten Nachthimmel und vor der Morgendämmerung sichtbar. Achten Sie auf einen rötlich orangefarbenen Lichtpunkt, der nachts aufgeht und bis zum Morgen höher steigt. Im Laufe des Novembers nimmt seine Helligkeit von etwa 0,9 auf 0,5 mag zu. Bei klarem Himmel ist er damit leicht mit bloßem Auge zu erkennen.

Die genaue Beobachtungszeit hängt vom Standort ab. Öffnen Sie Sky Tonight, suchen Sie nach Mars und prüfen Sie seine Position sowie Auf- und Untergangszeiten. Am besten beobachten Sie ihn, wenn er bereits deutlich über dem Horizont steht.

Bis zum Jahresende 2026 wird Mars weiter heller und früher am Abend sichtbar. Die beste Beobachtungszeit liegt um seine nächste Opposition am 19. Februar 2027, wenn er fast die ganze Nacht zu sehen ist.

So finden Sie den Mars am Himmel

Bei günstiger Stellung gehört Mars zu den Planeten, die sich mit bloßem Auge besonders leicht erkennen lassen. Meist sieht er wie ein heller, rötlich orangefarbener „Stern“ mit ruhigem Licht aus. Anders als echte Sterne verändert er seine Position vor den Hintergrundsternbildern von Nacht zu Nacht langsam.

Am einfachsten finden Sie Mars mit einer Astronomie-App wie Sky Tonight:

  1. Öffnen Sie die App und tippen Sie auf das Suchsymbol.
  2. Geben Sie „Mars“ ein.
  3. Tippen Sie auf das Zielsymbol neben Mars.
  4. Folgen Sie dem Pfeil auf dem Bildschirm, bis die Position von Mars am Himmel angezeigt wird.

Wenn Sie unsicher sind, ob der rötliche Punkt tatsächlich Mars ist, richten Sie Ihr Gerät auf den Himmel und bestimmen Sie das Objekt mit der interaktiven Sternkarte. Das ist besonders hilfreich, weil Mars mit anderen rötlichen Objekten wie Antares, Aldebaran oder Beteigeuze verwechselt werden kann.

Mars: Planet-Fakten im Steckbrief

Mars ist ein Gesteinsplanet mit einer dünnen, kohlendioxidreichen Atmosphäre und zwei kleinen Monden. Hier sind seine wichtigsten physikalischen Eigenschaften und Bahndaten.

  • Planetentyp: Gesteinsplanet
  • Äquatorradius: 3.396 km
  • Masse: 6,417 × 10²³ kg
  • Aphel: 249,2 Millionen km
  • Perihel: 206,6 Millionen km
  • Entfernung zur Erde: 55–401 Millionen km
  • Entfernung zur Sonne: 207–249 Millionen km
  • Temperaturbereich: −153 °C bis 20 °C
  • Länge des Sonnentags: 24 h 39 min 35 s
  • Länge des Sterntags: 24 h 37 min 22 s
  • Jahreslänge: 686,98 Erdtage
  • Alter: etwa 4,5 Milliarden Jahre
  • Namensgeber: der römische Kriegsgott Mars

8 interessante Fakten über den Mars

  • Auf Mars steht der größte Vulkan des Sonnensystems. Olympus Mons erhebt sich etwa 22 km über die umliegenden Ebenen und ist damit ungefähr 2,5-mal so hoch wie der Mount Everest. Seine gewaltige Grundfläche ist mit der Fläche des US-Bundesstaats Arizona vergleichbar.

  • Mars besitzt ein Schluchtensystem, das den Grand Canyon weit übertrifft. Die Valles Marineris erstrecken sich über fast 4.000 km. Sie sind neunmal länger als der Grand Canyon und erreichen Tiefen von mehreren Kilometern.

  • Sonnenuntergänge auf Mars können blau aussehen. Schwebender Staub lässt den Marshimmel oft rötlich oder gelblich erscheinen. Um die untergehende Sonne kann jedoch ein bläulicher Schimmer entstehen.

Blauer Sonnenuntergang auf Mars, aufgenommen von Curiosity
Der NASA-Rover Curiosity fotografierte 2015 einen bläulichen Sonnenuntergang im Gale-Krater auf Mars.
  • Staubstürme können fast den gesamten Planeten umspannen. Auf Mars treten lokale, regionale und gelegentlich globale Staubstürme auf. Die größten halten wochen- oder monatelang an und schränken die Sicht an der Oberfläche stark ein.

  • Ein Marstag ist nur 39 Minuten länger als ein Erdtag. Ein Sonnentag auf Mars, auch Sol genannt, dauert etwa 24 Stunden und 39 Minuten. Ein Marsjahr ist dagegen fast doppelt so lang wie ein Erdjahr.

  • Einer der Marsmonde geht im Westen auf und im Osten unter. Phobos umkreist Mars in nur 7 Stunden und 39 Minuten, also schneller, als sich der Planet dreht. Deshalb wandert er am Marshimmel scheinbar in die entgegengesetzte Richtung wie unser Mond.

  • Die Oberfläche von Mars ist fast so groß wie die gesamte Landfläche der Erde. Obwohl sein Durchmesser nur etwa halb so groß ist, umfasst seine Oberfläche rund 144 Millionen Quadratkilometer – nahezu ebenso viel wie das Festland der Erde.

  • Früher hielten Astronomen vermeintliche Linien auf Mars für künstliche Kanäle. Im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert deuteten einige Beobachter sie als Wasserwege einer intelligenten Zivilisation. Genauere Beobachtungen zeigten später, dass dieses angebliche Kanalnetz eine optische Täuschung war.

Wie groß ist der Mars?

Mars ist der zweitkleinste Planet des Sonnensystems. Nur Merkur ist kleiner.

How big is Mars
Der Mars ist der siebtgrößte Planet im Sonnensystem und der vorletzte nach dem Merkur.

Die Größe von Mars

Mars hat einen Durchmesser von 6.792 km und einen Äquatorumfang von 21.340 km. Bei einer Geschwindigkeit von etwa 100 km/h würde eine Reise entlang des Äquators rund neun Tage dauern.

Mars und Erde im Vergleich

Mars hat etwas mehr als den halben Erddurchmesser, etwa ein Zehntel der Erdmasse und nur 38 % der irdischen Oberflächenschwerkraft. Beide Planeten haben aber auch Gemeinsamkeiten: Ihre Tage sind ähnlich lang, und beide besitzen ausgeprägte Jahreszeiten.

MerkmalMarsErde
Äquatordurchmesser6.792 km12.756 km
Masse6,42 × 10²³ kg5,97 × 10²⁴ kg
Fallbeschleunigung an der Oberfläche3,71 m/s²9,81 m/s²
DurchschnittstemperaturEtwa −65 °CEtwa 15 °C
Luftdruck an der OberflächeEtwa 0,6 % des irdischen Werts100 % (Bezugswert auf Meereshöhe)
Hauptbestandteil der AtmosphäreKohlendioxid (etwa 95 %)Stickstoff (etwa 78 %)
Länge des Sonnentags24 h 39 min24 h
Jahreslänge687 ErdtageEtwa 365,25 Tage

Der größte Unterschied liegt in den Umweltbedingungen. Die dichte, sauerstoffreiche Erdatmosphäre ermöglicht das uns bekannte Leben. Die dünne, kohlendioxidreiche Marsatmosphäre bietet dagegen kaum Schutz vor Strahlung und extremen Temperaturschwankungen.

Umlaufzeit und Rotationsperiode vom Mars

Die Umlaufzeit eines Planeten bestimmt seine Jahreslänge. Die Rotationsperiode beschreibt eine vollständige Drehung relativ zu fernen Sternen, während der Sonnentag das Intervall zwischen zwei aufeinanderfolgenden Mittagen angibt.

Wie lange dauert ein Jahr auf Mars?

Weil Mars weiter von der Sonne entfernt ist als die Erde, braucht er länger für einen Umlauf. Ein Marsjahr dauert etwa 687 Erdtage, also 1,88 Erdjahre.

Wie lange dauert ein Tag auf dem Mars?

Mars benötigt für eine Drehung fast ebenso lange wie die Erde. Die täglichen Zyklen beider Planeten sind daher ähnlich. Ein Marstag, Sol genannt, dauert 24 Stunden und 39 Minuten – nur 39 Minuten länger als ein Erdtag.

Gibt es auf dem Mars Jahreszeiten?

Jahreszeiten entstehen durch die Neigung der Rotationsachse. Mit 25,2° ist die Marsachse ähnlich stark geneigt wie die Erdachse mit etwa 23,5°. Deshalb gibt es auf Mars Frühling, Sommer, Herbst und Winter. Die Jahreszeiten dauern allerdings länger und unterscheiden sich stärker in ihrer Länge, weil die Marsbahn elliptischer ist. Zusammen umfassen sie etwa 687 Erdtage.

Wie weit ist der Mars entfernt?

Mars Location
Von der Sonne aus gesehen ist der Mars der vierte Planet zwischen Erde und Jupiter.

Mars ist der vierte Planet von der Sonne aus und einer der beiden direkten Nachbarplaneten der Erde in der Reihenfolge der Umlaufbahnen. Der andere ist Venus.

Wie weit ist der Mars von der Sonne entfernt?

Wegen der vergleichsweise großen Bahnexzentrizität unterscheiden sich der kleinste und der größte Sonnenabstand deutlich: 206,6 beziehungsweise 249,2 Millionen km. Im Mittel ist Mars 228 Millionen km von unserem Stern entfernt, entsprechend etwa 1,5 Astronomischen Einheiten.

Wie weit ist der Mars von der Erde entfernt?

Der Abstand zwischen Erde und Mars verändert sich ständig, weil beide Planeten die Sonne unterschiedlich schnell umkreisen. Bei der theoretisch engsten Annäherung können sie etwa 54,6 Millionen km voneinander entfernt sein. Stehen sie auf gegenüberliegenden Seiten der Sonne, wächst der Abstand auf ungefähr 400 Millionen km.

Meist kommt Mars der Erde um die Opposition am nächsten, wenn beide auf derselben Seite der Sonne stehen. Nicht jede Opposition führt jedoch zum gleichen Abstand, denn die Marsbahn ist elliptischer als die Erdbahn. Im August 2003 näherte sich Mars bis auf etwa 55,7 Millionen km – seine engste Annäherung seit fast 60.000 Jahren. Mehr dazu zeigt unsere Infografik zu Marsoppositionen.

Marsopposition 2027
Am 19. Februar 2027 erreicht Mars seine Opposition. Dieses Ereignis findet nur etwa alle 780 Tage statt. Erfahren Sie in dieser farbenfrohen Infografik, warum die Opposition die beste Zeit zur Marsbeobachtung ist.
Siehe Infografik

Wie lange dauert ein Flug zum Mars?

Eine Raumsonde braucht gewöhnlich etwa 7–10 Monate bis zum Mars. Die genaue Reisezeit hängt von Flugbahn, Geschwindigkeit und Missionszielen ab.

Besonders treibstoffsparende Startgelegenheiten ergeben sich etwa alle 26 Monate, wenn Erde und Mars günstig auf ihren Bahnen stehen. Raumsonden fliegen nicht einfach zur aktuellen Marsposition. Sie folgen einer berechneten Bahn um die Sonne und treffen den Planeten dort, wo er bei ihrer Ankunft stehen wird.

Der NASA-Rover Perseverance und der Mars Reconnaissance Orbiter brauchten beispielsweise jeweils etwa sieben Monate. Manche Vorbeiflugmissionen waren schneller. Sonden, die in eine Umlaufbahn einschwenken oder landen sollen, müssen jedoch andere Anforderungen an Geschwindigkeit und Treibstoff erfüllen.

Missionen zum Mars

Seit 1960 war Mars das Ziel zahlreicher Raumfahrtmissionen. Sonden mehrerer Länder haben ihn umkreist, sind auf ihm gelandet und haben ihn erforscht. Die folgenden Missionen markieren wichtige Meilensteine.

Die NASA-Sonde Mariner 9 erreichte 1971 die Marsumlaufbahn und wurde zum ersten Raumfahrzeug, das einen anderen Planeten umkreiste. Sie kartierte 85 % der Marsoberfläche und übermittelte mehr als 7.000 Bilder zur Erde.

Das erste künstliche Objekt auf der Marsoberfläche war die sowjetische Mars 2, die im selben Jahr wie Mariner 9 startete. Ihr Lander trat zu steil in die Atmosphäre ein. Das Abstiegssystem versagte, und der Lander schlug am 27. November 1971 auf der Oberfläche auf.

Die sowjetische Mars 3 schaffte 1971 die erste weiche Marslandung, doch der Kontakt brach kurz danach ab. Die erste vollständig erfolgreiche Landung gelang 1976 der NASA-Sonde Viking 1. Ihr Lander sendete bis 1982 Bilder und wissenschaftliche Daten von der Oberfläche.

Der NASA-Rover Sojourner erreichte Mars 1997 mit der Pathfinder-Mission und war das erste Fahrzeug, das auf einem anderen Planeten fuhr. Er arbeitete 83 Sols lang, führte Messungen durch und nahm Bilder auf.

Die NASA-Zwillingsrover Spirit und Opportunity erreichten Mars 2004. Sie sollten die Klimageschichte untersuchen und nach Spuren früherer Wasseraktivität suchen. Ursprünglich waren 90 Sols vorgesehen, doch beide übertrafen ihre geplante Einsatzdauer um viele Jahre: Spirit arbeitete bis 2010, Opportunity bis 2018.

2012 landete der NASA-Rover Curiosity im Gale-Krater. Er untersuchte Klima und Geologie und fand Hinweise auf frühere Bedingungen, die mikrobielles Leben ermöglicht haben könnten. Mehr als ein Jahrzehnt nach der Landung ist Curiosity weiterhin aktiv.

2021 gelang China im Rahmen der Mission Tianwen-1 erstmals eine Marslandung. Zhurong wurde der erste Rover auf Mars, der nicht zur NASA gehörte. Er arbeitete etwa ein Jahr, bevor er 2022 in den Ruhezustand wechselte; seitdem hat er den Betrieb nicht wieder aufgenommen.

Ebenfalls 2021 landete der NASA-Rover Perseverance auf Mars. Er erkundet die Umgebung des Jezero-Kraters, sucht nach Spuren uralten mikrobiellen Lebens und sammelt Gesteins- und Bodenproben für eine mögliche Rückführung zur Erde. Mit an Bord war der Hubschrauber Ingenuity, dem am 19. April 2021 der erste kontrollierte Motorflug auf einem anderen Planeten gelang. Bis zum Missionsende im Januar 2024 absolvierte Ingenuity 72 Flüge.

Woraus besteht der Mars?

Mars Structure

Wie Merkur, Venus und Erde ist Mars ein Gesteinsplanet. Sein Inneres besteht aus Kern, Mantel und Kruste; darüber liegt eine dünne Atmosphäre.

Wie entstand der Mars?

Mars entstand gemeinsam mit den anderen Planeten des Sonnensystems. Vor etwa 4,5 Milliarden Jahren kollabierte eine riesige Wolke aus interstellarem Gas und Staub unter ihrer eigenen Schwerkraft und bildete eine abgeflachte protoplanetare Scheibe. Mars und die übrigen Gesteinsplaneten entstanden im inneren Bereich, die Gasriesen weiter außen im jungen Sonnensystem.

Der Aufbau vom Mars

Mars besitzt einen zentralen Kern, einen Mantel und eine Kruste. Der Kern besteht aus Eisen, Nickel und Schwefel. Ihn umgeben ein Gesteinsmantel und eine Kruste, die Eisen, Magnesium, Aluminium, Kalzium und Kalium enthält.

Die Marsatmosphäre

Die Marsatmosphäre ist viel dünner als die Erdatmosphäre und besteht hauptsächlich aus Kohlendioxid (95 %). Unsere Atmosphäre ist dagegen reich an Stickstoff und Sauerstoff. Menschen könnten deshalb auf Mars nicht ohne Hilfsmittel atmen.

Im April 2021 gelang es dem NASA-Rover Perseverance jedoch, aus einer kleinen Menge Marsluft Sauerstoff zu gewinnen. Diese Technologie könnte künftig Atemluft für Astronauten liefern.

Wie viele Monde hat der Mars?

Mars hat zwei Monde: Phobos und Deimos. Beide wurden 1877 vom amerikanischen Astronomen Asaph Hall entdeckt. Sie zählen zu den kleinsten Monden des Sonnensystems: Der Erdmond hat mehr als den hundertfachen Durchmesser von Phobos, dem größeren Marsmond. Wie unser Mond zeigen beide aufgrund ihrer gebundenen Rotation stets dieselbe Seite zu ihrem Planeten.

Wie sieht der Mars aus?

Die staubige, rötliche Marsoberfläche ist von riesigen Vulkanen, tiefen Schluchten, Einschlagkratern und Polkappen geprägt. Raumsondenbilder zeigen Einzelheiten, die von der Erde aus nicht erkennbar sind.

Die Marsoberfläche

Die Oberfläche von Mars ist kalt, felsig, staubig und überwiegend trocken. Es gibt weite Ebenen, Steinwüsten, Sanddünen, Einschlagkrater, Berge und tiefe Täler. Ein Großteil des Grundgesteins ist vulkanischen Ursprungs. Eisenhaltige Minerale in Boden und Staub sind oxidiert und verleihen Mars seine typische rötliche Farbe. Aus der Nähe erkennt man auch Braun-, Gold- und Grautöne.

Mars besitzt einige der eindrucksvollsten geologischen Strukturen des Sonnensystems. Olympus Mons ist der größte bekannte Vulkan auf einem Planeten, und die Valles Marineris gehören zu den größten Schluchtensystemen. Die Polkappen enthalten Wassereis und jahreszeitliche Ablagerungen von gefrorenem Kohlendioxid. Starke Winde formen Dünen um und können genug Staub aufwirbeln, um gewaltige Stürme auszulösen.

Heute gibt es auf Mars keine dauerhaft bestehenden Flüsse oder Seen. Doch alte Flusstäler, Seebecken und Deltas belegen eindrucksvoll, dass einst flüssiges Wasser über die Oberfläche floss. Der NASA-Rover Perseverance erforscht das Gelände am Jezero-Krater, wo vor Milliarden Jahren ein Fluss Sedimente in einem See ablagerte. Diese Strukturen helfen, die feuchtere Vergangenheit zu rekonstruieren und zu untersuchen, ob Mars einst mikrobielles Leben beherbergen konnte.

Echte Mars-Bilder

Wie sieht der Mars wirklich aus? Dank Raumsonden und Rovern können wir den Roten Planeten erstaunlich detailliert erkunden – von gewaltigen Schluchten bis zu felsigen Landschaften. Hier sehen Sie drei echte Aufnahmen aus unterschiedlichen Perspektiven.

Valles Marineris: ein gewaltiges Schluchtensystem auf Mars
Dieses Mosaik aus 102 Bildern eines NASA-Viking-Orbiters zeigt die Valles Marineris auf Mars. Das riesige Netz aus Tälern ist fast 4.000 km lang und mehrere Kilometer tief.
Curiositys Selfie vor Mont Mercou auf Mars
Der NASA-Rover Curiosity nahm dieses zusammengesetzte Selfie im März 2021 vor Mont Mercou auf, einer sechs Meter hohen Felsformation im Gale-Krater. Das Bild kombiniert Aufnahmen zweier Roverkameras.
Morgendämmerung auf Mars: Curiositys Blick auf windgeformte Felsen
Der NASA-Rover Curiosity nahm dieses Panorama im August 2026 auf. Morgensonnenlicht beleuchtet entfernte, durch Winderosion geformte Felsen, sogenannte Yardangs.

Manche Marsbilder sind aus mehreren Fotos zusammengesetzt oder farblich angepasst, damit Einzelheiten besser erkennbar sind. Sie beruhen jedoch auf echten Beobachtungen von Raumsonden und sind keine künstlerischen Darstellungen.

Wie sieht Mars von der Erde aus?

What does Mars look like?

Was Sie auf dem Mars erkennen können, hängt von Ihrer Ausrüstung, den Beobachtungsbedingungen und seinem Abstand zur Erde ab.

  • Mit bloßem Auge erscheint Mars als kleiner, heller, rötlich orangefarbener Punkt. Für Oberflächendetails ist er scheinbar zu klein. Er ähnelt einem hellen Stern, fällt aber durch Farbe und ruhiges Licht auf, denn Planeten funkeln weniger stark als Sterne.
  • Im Fernglas bleibt Mars meist ein heller, rötlicher Lichtpunkt. Ein Fernglas eignet sich besonders, um ihn in der Nähe von Mond, Sternen oder anderen Planeten zu finden.
  • Im Teleskop zeigt Mars ein kleines Scheibchen. Je nach Öffnung und Vergrößerung sind deutlich mehr Einzelheiten erkennbar, etwa Polkappen, dunkle Oberflächenstrukturen und sogar Vorgänge in der Atmosphäre.

Wann und wo ist der Mars 2026–2027 sichtbar?

Ende 2026 verbessern sich die Beobachtungsbedingungen, während der Mars seiner Opposition am 19. Februar 2027 entgegengeht. In den kommenden Monaten nehmen Helligkeit und scheinbare Größe zu. Dadurch wird er mit bloßem Auge leichter sichtbar und im Teleskop interessanter.

  • November 2026: Mars ist vor allem spät nachts und am frühen Morgen sichtbar. Suchen Sie ihn nach dem Aufgang im Osten und beobachten Sie ihn vor der Morgendämmerung höher am Himmel.
  • Dezember 2026: Mars geht früher auf und ist während eines größeren Teils der Nacht sichtbar. Sein wachsender scheinbarer Durchmesser macht Teleskopbeobachtungen lohnender.
  • Januar 2027: Der Rote Planet wird heller und ist einen Großteil der Nacht zu sehen. Mit der nahenden Opposition werden die Bedingungen weiter besser.
  • Februar 2027: Am 19. Februar erreicht der Mars die Opposition und leuchtet im Löwen mit etwa −1,3 mag. Sein scheinbarer Durchmesser beträgt rund 13,8 Bogensekunden. Er ist ungefähr von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang sichtbar.

Die beste Beobachtungszeit hängt von Ihrem Standort ab. Beobachten Sie Mars möglichst hoch über dem Horizont: Dann durchquert sein Licht weniger Erdatmosphäre. Mit Sky Tonight können Sie seine Position prüfen und eine passende Uhrzeit wählen.

Kommende Ereignisse

Im November 2026 steht Mars nahe bei Mond, Jupiter und Regulus. Die meisten dieser Begegnungen und Gruppierungen sind mit bloßem Auge sichtbar. Die günstigsten Zeiten unterscheiden sich je nach Standort.

14. November 2026: Mars bei einer kleinen Planetenparade

Planetenkonstellation aus vier Planeten am 14. November 2026
Mars, Jupiter, Venus und Merkur versammeln sich um den 14. November 2026 vor Sonnenaufgang am östlichen Himmel. Ansicht von der Nordhalbkugel.

Um den 14. November bilden Mars, Jupiter, Venus und Merkur vor der Morgendämmerung eine lockere Planetenreihe, wobei einige tief über dem Horizont stehen. Mars (0,7 mag) und Jupiter (−2,1 mag) gehen zuerst auf und stehen bereits vor ihrer Konjunktion am 15. November nahe beieinander. Die strahlende Venus (−4,8 mag) und Merkur (0,2 mag) erscheinen erst näher am Sonnenaufgang und bleiben tiefer.

Aufgangszeiten und Sichtbarkeit unterscheiden sich deutlich je nach Standort. Der Modus Planet Walk in der App Star Walk 2 zeigt, wie die Planeten an Ihrem genauen Standort stehen und wann sich ein Blick lohnt. Weitere Informationen finden Sie im Artikel zur Planetenparade im November 2026.

15.–16. November 2026: Mars nahe Jupiter

  • Zeitpunkt der Konjunktion: 15. November 02:42 UTC (15. November 03:42 MEZ (UTC+1))
  • Abstand bei der Konjunktion: 1°14′
  • Zeitpunkt der größten Annäherung: 16. November 02:04 UTC (16. November 03:04 MEZ (UTC+1))
  • Abstand bei der größten Annäherung: 1°11′

Am 15. und 16. November leuchten Mars (0,7 mag) und Jupiter (−2,1 mag) eng beieinander im Löwen. Sie gehen ungefähr um Mitternacht auf und steigen bis zum Morgen höher. Beide sind mit bloßem Auge nahe der Sternfigur der Sichel leicht zu finden. Die örtlichen Zeiten stehen in der Tabelle.

Zu den angegebenen besten Zeitpunkten beträgt der scheinbare Winkelabstand von Mars und Jupiter in allen ausgewählten Städten gerundet 1,2°.

StadtZeitzoneSichtbar abSichtbar bisBester ZeitpunktMarshöheJupiterhöhe
Berlin, DeutschlandMEZ (UTC+1)16. November 00:1516. November 06:5016. November 03:0035°35°
Hamburg, DeutschlandMEZ (UTC+1)16. November 00:2516. November 07:1016. November 03:0033°32°
München, DeutschlandMEZ (UTC+1)16. November 00:2516. November 06:5016. November 03:0036°35°
Frankfurt am Main, DeutschlandMEZ (UTC+1)16. November 00:3516. November 07:0516. November 03:0033°32°
Wien, ÖsterreichMEZ (UTC+1)16. November 00:0516. November 06:3016. November 03:0539°39°
Zürich, SchweizMEZ (UTC+1)16. November 00:4016. November 07:0016. November 02:5534°33°
  • Beobachtungsbeginn: Beide Planeten stehen mindestens 10° über dem Horizont, die Sonne höchstens −6°.
  • Bester Zeitpunkt: Der Moment des kleinsten scheinbaren Winkelabstands im örtlichen Beobachtungsfenster. Beide Objekte stehen dabei mindestens 10° hoch, die Sonne höchstens −6°.
  • Beobachtungsende: Ein Planet sinkt unter 10°, oder die Sonne erreicht −6° Höhe und der heller werdende Himmel erschwert die Sicht.
  • Winkelabstand und Höhen gelten für den exakten besten Zeitpunkt vor der Rundung. Die Ortszeiten sind auf fünf Minuten, Abstände auf 0,1° und Höhen auf 1° gerundet. Die Grenzwerte gelten vor der Rundung; angezeigte Anfangs- und Endzeiten können deshalb geringfügig außerhalb liegen.

22. November 2026: Mars, Jupiter und Regulus bilden ein Dreieck

Mars, Jupiter und Regulus bilden am 22. November 2026 ein Dreieck
Am 22. November 2026 bilden Mars, Jupiter und Regulus vor der Morgendämmerung ein nahezu gleichschenkliges Dreieck. Ansicht von der Nordhalbkugel.

Vor der Morgendämmerung am 22. November bilden Mars (0,6 mag), Jupiter (−2,1 mag) und Regulus (1,4 mag) im Löwen ein annähernd gleichschenkliges Dreieck. Es passt bequem in das Gesichtsfeld eines üblichen Fernglases und ist auch mit bloßem Auge sichtbar.

Jupiter ist der hellste Lichtpunkt, Mars erscheint rötlich orange und Regulus blauweiß. In mittleren nördlichen Breiten steht das Trio höher am Himmel, es ist aber auch von der Südhalbkugel aus zu sehen.

StadtZeitzoneSichtbar abSichtbar bisBester ZeitpunktTiefstes ObjektHöheSonnenhöhe
Berlin, DeutschlandMEZ (UTC+1)22. November 00:1522. November 07:0022. November 01:10Regulus18°−54°
Hamburg, DeutschlandMEZ (UTC+1)22. November 00:3022. November 07:2022. November 01:10Regulus16°−54°
München, DeutschlandMEZ (UTC+1)22. November 00:2522. November 06:5522. November 01:10Regulus17°−59°
Frankfurt am Main, DeutschlandMEZ (UTC+1)22. November 00:3522. November 07:1522. November 01:10Regulus15°−58°
Wien, ÖsterreichMEZ (UTC+1)22. November 00:1022. November 06:3522. November 01:10Regulus21°−57°
Zürich, SchweizMEZ (UTC+1)22. November 00:4022. November 07:0522. November 01:10Regulus15°−60°
  • Sichtbarkeitskriterien: Alle drei Objekte stehen mindestens 10° über dem Horizont, die Sonne unter −6°.
  • Bester Zeitpunkt: Der Moment innerhalb des angegebenen Fensters, in dem der Betrag der Differenz zwischen den Winkelabständen Mars–Jupiter und Mars–Regulus am kleinsten ist.
  • Höhe: Höhe des tiefsten der drei Objekte zum besten Zeitpunkt. Die Sonnenhöhe gilt für denselben Moment.
  • Beobachtungsbedingungen: In den ausgewählten Städten steht das tiefste Objekt zum besten Zeitpunkt nur 15–21° hoch. Später in der Nacht steht das Dreieck höher, während sich seine Form nur wenig verändert. Der helle zunehmende Mond, dessen Scheibe mehr als zur Hälfte beleuchtet ist, kann den Kontrast verringern, solange er über dem Horizont steht.
  • Tabellenwerte: Alle Zeiten sind Ortszeiten, auf fünf Minuten gerundet. Die Höhen wurden für den exakten besten Zeitpunkt vor der Zeitrundung berechnet und auf 1° gerundet. Die Sichtbarkeitskriterien werden vor dem Runden angewendet; angezeigte Grenzzeiten können daher geringfügig außerhalb des gültigen Bereichs liegen.

24.–27. November 2026: Mars zieht an Regulus vorbei

  • Zeitpunkt der Konjunktion: 24. November 22:03 UTC (24. November 23:03 MEZ (UTC+1))
  • Abstand bei der Konjunktion: 1°48′
  • Zeitpunkt der größten Annäherung: 26. November 05:15 UTC (26. November 06:15 MEZ (UTC+1))
  • Abstand bei der größten Annäherung: 1°43′

Vom 24. bis 27. November zieht Mars (0,6 mag) im Löwen nahe an Regulus (1,4 mag) vorbei. Beide sind mit bloßem Auge sichtbar und passen problemlos gemeinsam ins Fernglasgesichtsfeld.

Dies ist eine gute Gelegenheit, den rötlich orangefarbenen Mars mit dem blauweißen Regulus zu vergleichen. Suchen Sie das Paar etwa ab Mitternacht bis zur Morgendämmerung. Auf der Nordhalbkugel stehen die Objekte höher, auf der Südhalbkugel tiefer am nördlichen Himmel.

StadtZeitzoneSichtbar abSichtbar bisBester ZeitpunktMarshöheRegulushöheSonnenhöhe
Berlin, DeutschlandMEZ (UTC+1)26. November 00:0026. November 07:0526. November 07:0049°47°−7°
Hamburg, DeutschlandMEZ (UTC+1)26. November 00:1526. November 07:2526. November 06:5549°47°−10°
München, DeutschlandMEZ (UTC+1)26. November 00:1026. November 07:0026. November 07:0053°52°−6°
Frankfurt am Main, DeutschlandMEZ (UTC+1)26. November 00:2026. November 07:2026. November 07:0052°51°−9°
Wien, ÖsterreichMEZ (UTC+1)25. November 23:5026. November 06:4026. November 06:4053°52°−6°
Zürich, SchweizMEZ (UTC+1)26. November 00:2526. November 07:1026. November 07:0055°53°−7°
  • Sichtbarkeitskriterien: Beide Objekte stehen mindestens 10° über dem Horizont, die Sonne unter −6°.
  • Sichtbar ab und bis: Grenzen des Beobachtungsfensters, das den besten Zeitpunkt enthält.
  • Bester Zeitpunkt: Der Moment, in dem Mars und Regulus vom angegebenen Ort aus den kleinsten Winkelabstand haben und die Sichtbarkeitskriterien erfüllt sind.
  • Höhen: Höhen von Mars, Regulus und Sonne zum besten Zeitpunkt.
  • Beobachtungsbedingungen: Der kleinste Winkelabstand bestimmt den besten Zeitpunkt. In den ausgewählten Städten steht Regulus dann 47–53° hoch; der Zeitpunkt liegt am Ende des Fensters oder kurz davor. Etwas früher ist der Himmel dunkler, während sich der Abstand innerhalb einer Nacht nur wenig ändert.
  • Tabellenwerte: Alle Zeiten sind Ortszeiten, auf fünf Minuten gerundet. Die Höhen wurden für den exakten besten Zeitpunkt vor der Zeitrundung berechnet und auf 1° gerundet. Die Sichtbarkeitskriterien werden vor dem Runden angewendet; angezeigte Grenzzeiten können daher geringfügig außerhalb des gültigen Bereichs liegen.

30. November bis 1. Dezember 2026: Mond nahe Mars

  • Zeitpunkt der größten Annäherung: 30. November 16:54 UTC (30. November 17:54 MEZ (UTC+1))
  • Abstand bei der größten Annäherung: 2°59′
  • Zeitpunkt der Konjunktion: 30. November 19:34 UTC (30. November 20:34 MEZ (UTC+1))
  • Abstand bei der Konjunktion: 3°20′

Am 30. November zieht der abnehmende, noch mehr als halb beleuchtete Mond nahe an Mars (0,4 mag) im Löwen vorbei. Beide sind mit bloßem Auge sichtbar; ein Fernglas zeigt die Begegnung vergrößert. In den ausgewählten mitteleuropäischen Städten liegt das Beobachtungsfenster nach Mitternacht am 1. Dezember.

Besonders eng erscheint die Begegnung in Ostasien, Australien und Neuseeland, spät am 30. November und früh am 1. Dezember. In Amerika ist das Paar vor der Morgendämmerung am 30. November sichtbar, allerdings mit größerem Abstand. In Deutschland, Österreich und der Schweiz richten Sie sich nach den örtlichen Zeitfenstern für den 1. Dezember in der Tabelle.

StadtZeitzoneSichtbar abSichtbar bisBester ZeitpunktWinkelabstandMondhöheMarshöhe
Berlin, DeutschlandMEZ (UTC+1)1. Dezember 00:201. Dezember 07:151. Dezember 00:205,6°10°15°
Hamburg, DeutschlandMEZ (UTC+1)1. Dezember 00:351. Dezember 07:301. Dezember 00:355,7°10°16°
München, DeutschlandMEZ (UTC+1)1. Dezember 00:301. Dezember 07:051. Dezember 00:305,6°10°15°
Frankfurt am Main, DeutschlandMEZ (UTC+1)1. Dezember 00:401. Dezember 07:251. Dezember 00:405,7°10°16°
Wien, ÖsterreichMEZ (UTC+1)1. Dezember 00:101. Dezember 06:501. Dezember 00:105,5°10°15°
Zürich, SchweizMEZ (UTC+1)1. Dezember 00:401. Dezember 07:151. Dezember 00:405,7°10°16°
  • Beginn und Ende der Sichtbarkeit: Die Grenzen des Zeitraums, in dem Mond und Mars mindestens 10° über dem Horizont und die Sonne unter −6° stehen.
  • Bester Zeitpunkt: Der kleinste scheinbare Abstand von Mond und Mars innerhalb des örtlichen Beobachtungsfensters, bei mindestens 10° Objekthöhe und höchstens −6° Sonnenhöhe.
  • Winkelabstand: Der scheinbare Abstand zwischen Mondmittelpunkt und Mars, gesehen von der jeweiligen Stadt.
  • Mond- und Marshöhe: Ihre Höhen über dem Horizont zum besten Zeitpunkt.
  • Beobachtungsbedingungen: In den ausgewählten Städten liegt der beste Zeitpunkt am Beginn des Fensters, wenn der Mond noch tief steht. Später stehen beide höher, ihr Abstand wird jedoch größer.
  • Tabellenwerte: Alle Zeiten sind Ortszeiten, gerundet auf fünf Minuten. Winkelabstände und Höhen wurden für die Stadtzentren zum ungerundeten besten Zeitpunkt berechnet und auf 0,1° beziehungsweise 1° gerundet. Die Sichtbarkeitsgrenzen gelten vor der Rundung; angezeigte Randzeiten können sie geringfügig überschreiten.

19. Februar 2027: Mars in Opposition

Am 19. Februar 2027 erreicht Mars die Opposition. Dabei steht ein Planet am irdischen Himmel der Sonne gegenüber. Um diesen Zeitpunkt ist Mars fast die ganze Nacht sichtbar; Helligkeit und scheinbare Größe liegen nahe ihren Höchstwerten für diesen Beobachtungszyklus.

Bei dieser Opposition leuchtet Mars mit etwa −1,3 mag und erreicht einen scheinbaren Durchmesser von 13,8 Bogensekunden. Er ist fast die ganze Nacht im Löwen sichtbar und mit bloßem Auge leicht zu finden. Bei ruhiger Luft kann ein Teleskop seine Polkappe und dunkle Oberflächenstrukturen zeigen.

Marsoppositionen finden nicht jedes Jahr statt. Die nächste nach Februar 2027 folgt am 25. März 2029. Wie sie entstehen, erklärt unser Artikel über Oppositionen von Planeten und anderen Körpern des Sonnensystems.

Häufige Fragen zum Mars

Hier beantworten wir Fragen zu Wasser, Ringen, Schwerkraft, Farbe, Temperatur, Alter und aktiven Marsrovern.

Gibt es Wasser auf dem Mars?

Ja. In den Polkappen und unter Teilen der Oberfläche gibt es Wassereis. Alte Flusstäler, Seebecken, Deltas und durch Wasser veränderte Minerale zeigen zudem, dass früher flüssiges Wasser vorhanden war. Eine 2024 veröffentlichte Auswertung seismischer Daten des NASA-Landers InSight deutet darauf hin, dass tief in der Kruste noch flüssiges Wasser existieren könnte. Direkt bestätigt ist diese Interpretation jedoch nicht.

Flüssiges Wasser ist für alles bekannte Leben unverzichtbar. Deshalb ist Mars ein wichtiges Ziel bei der Suche nach außerirdischem Leben. Welche Bedingungen Leben außerhalb der Erde ermöglichen könnten, zeigt unsere Infografik über Leben im Universum.

Life in the Universe Preview
Gibt es Leben außerhalb der Erde? Tauchen Sie mit unserer spannenden Infografik in die Möglichkeiten ein. Sehen Sie, was Wissenschaftler über Außerirdische sagen!
Siehe Infografik

Hat der Mars Ringe?

Nein, der Mars besitzt heute keine Ringe. In ferner Zukunft könnte sich aber ein Ringsystem bilden. Phobos, der größere Marsmond, nähert sich dem Planeten allmählich auf einer Spiralbahn. In ungefähr 50 Millionen Jahren könnte er durch die Schwerkraft zerrissen werden und einen Ring aus Gesteinstrümmern bilden. Möglicherweise stürzt er aber auch auf Mars, ohne einen dauerhaften Ring zu hinterlassen.

Wie stark ist die Schwerkraft auf dem Mars?

Die Schwerkraft auf dem Mars beträgt etwa 38 % der Erdschwerkraft. Die Fallbeschleunigung liegt bei 3,71 m/s² statt 9,81 m/s². Ein Mensch mit 80 kg Masse behielte dort seine Masse, hätte aber nur rund 38 % seiner irdischen Gewichtskraft – ungefähr so viel wie ein Mensch mit 30 kg auf der Erde. Gehen und Springen würden leichter fallen, doch niedrige Schwerkraft kann langfristig Muskeln und Knochen beeinträchtigen.

Welche Farbe hat der Mars?

Die Marsoberfläche ist überwiegend rot. Dafür sorgt Eisenoxid, besser bekannt als Rost, im Boden. Daneben gibt es goldene, braune und hellbraune Farbtöne.

Wie kalt ist es auf dem Mars?

Die Durchschnittstemperatur auf dem Mars beträgt ungefähr −65 °C. Je nach Ort, Jahreszeit und Tageszeit schwankt sie jedoch stark. An einem warmen Nachmittag am Äquator sind fast 20 °C möglich, während die Temperatur im Polarwinter unter −120 °C fallen kann.

Die starken Unterschiede entstehen vor allem durch die dünne Atmosphäre, die kaum Wärme speichert. Selbst an tagsüber relativ warmen Orten kann es nachts frostig werden. Häufige Staubstürme verändern zudem, wie Sonnenlicht die Oberfläche und Atmosphäre erwärmt, und beeinflussen so die örtlichen Temperaturen.

Wie alt ist der Mars?

Der Mars ist ungefähr 4,5 Milliarden Jahre alt, also etwa so alt wie die Erde und die übrigen Planeten. Forschende bestimmen sein Alter anhand von Marsmeteoriten, radiometrischen Datierungen und Modellen zur Entstehung des frühen Sonnensystems. Der Mars bildete sich aus Gas und Staub um die junge Sonne und entwickelte nach und nach Kern, Mantel und Kruste.

Wie viele Marsrover sind noch aktiv?

Stand 2026 sind zwei Rover auf dem Mars in Betrieb: Curiosity und Perseverance, beide von der NASA.

Informationen über den Mars im Überblick

Mars ist der vierte Planet von der Sonne aus und der zweitkleinste im Sonnensystem. Seine alten Flusstäler und Seebecken bewahren Spuren einer feuchteren Vergangenheit. Im November 2026 ist er spät nachts und vor der Morgendämmerung sichtbar und begegnet Mond, Jupiter und Regulus.

Laden Sie Sky Tonight herunter, um Ihre Marsbeobachtungen zu planen, und sehen Sie sich unseren Erklärfilm mit Fakten über Mars an.

Die anderen Planeten des Sonnensystems entdecken

Lesen Sie auch unsere Artikel über die anderen Planeten:

  • Merkur – der kleinste und schnellste Planet;
  • Venus – die böse Zwillingsschwester der Erde;
  • Jupiter – der größte Planet;
  • Saturn – der „Herr der Ringe“ und zahlreicher Monde;
  • Uranus – der kälteste Planet;
  • Neptun – der äußerste Planet;
  • und Pluto, der 2006 als Zwergplanet neu eingestuft wurde – eine Entscheidung, die bis heute diskutiert wird.

Noch mehr Wissen über das Weltall

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