Die besten Astrofotografie-Ziele im August: Die hellsten Messier-Objekte und mehr
Suchen Sie nach den besten Astrofotografie-Zielen im August? Dieser Monat markiert einen Übergang in der Deep-Sky-Saison: Die hellen Milchstraßenfelder in Schütze, Schild, Schwan und Kepheus stehen weiterhin günstig am Himmel, während Andromeda und Pegasus immer früher und besser sichtbar werden. Dadurch bietet der August eine abwechslungsreiche Mischung aus Nebeln, Sternhaufen und Galaxien für die Astrofotografie — von großflächigen Emissionsnebeln über einsteigerfreundliche Sternhaufen bis hin zu klassischen Galaxienmotiven.
Im Folgenden finden Sie die besten Deep-Sky-Objekte, die Sie im August beobachten und fotografieren können, einschließlich praktischer Hinweise zur Sichtbarkeit, zu den Eigenschaften der Objekte und zur empfohlenen Ausrüstung. Verwenden Sie für die Planung Ihrer Session die App Sky Tonight: Sie zeigt Ihnen, wann jedes Objekt von Ihrem Standort aus sichtbar ist, wie hoch es steigt und wohin Sie Ihr Teleskop, Fernglas oder Ihre Kamera richten müssen.
Inhalt
- Prüfen Sie vor dem Fotografieren von Deep-Sky-Objekten die Mondphase
- Die besten Nebel zum Beobachten und Fotografieren im August
- Die besten Galaxien zum Beobachten und Fotografieren im August
- Die besten Sternhaufen zum Beobachten und Fotografieren im August
- Deep-Sky-Objekte im August: FAQ
- Weitere großartige Deep-Sky-Objekte zum Fotografieren im August
- Deep-Sky-Objekte im August: Das Wichtigste in Kürze
Prüfen Sie vor dem Fotografieren von Deep-Sky-Objekten die Mondphase
Deep-Sky-Objekte lassen sich am besten beobachten und fotografieren, wenn der Himmel möglichst dunkel ist. Daher spielt die Mondphase eine wichtige Rolle. Helles Mondlicht kann lichtschwache Nebel, Galaxien und Sternhaufen überstrahlen, insbesondere kontrastarme Ziele wie den Zauberernebel, den Kokonnebel, den Elefantenrüsselnebel, Barnards Galaxie und NGC 7331.
Im August 2026 liegt die dunkelste Phase um den Neumond am 12. August. Die besten Nächte für Deep-Sky-Beobachtungen und Astrofotografie liegen ungefähr zwischen dem 8. und 16. August, wenn der Mond entweder nur als schmale Sichel erscheint oder während des größten Teils der Nacht nicht sichtbar ist. Auch die Nächte kurz vor dem letzten Viertel, etwa am 4. und 5. August, können sich gut für Aufnahmen am Abend eignen, bevor der Mond aufgeht. Vermeiden Sie möglichst die Nächte rund um den Vollmond am 28. August, da der helle Mond lichtschwache Deep-Sky-Objekte wesentlich schwieriger fotografierbar macht.
Die genauen Daten der Mondphasen sowie Beleuchtung, Mondaufgang und Monduntergang für Ihren Standort finden Sie in unserem Mondkalender. Beachten Sie besonders den Neumond am 12. August, der mit einer totalen Sonnenfinsternis zusammenfällt, sowie den Vollmond am 28. August, der zeitgleich mit einer partiellen Mondfinsternis stattfindet.
Mond, M7 und M8 bilden ein Himmelsdreieck

Am 22. August bilden der zunehmende Mond, der Ptolemäus-Sternhaufen (M7) und der Lagunennebel (M8) ein beinahe gleichseitiges Dreieck am Himmel. Die Seiten messen etwa 10,21°, 10,86° und 10,63°. M7 ist ein heller offener Sternhaufen im Skorpion, während M8 eine große Sternentstehungsregion im benachbarten Schützen ist. Die Helligkeit des Mondes kann den Kontrast des Lagunennebels verringern, der Ptolemäus-Sternhaufen sollte jedoch weiterhin leicht sichtbar sein. Mit einem Fernglas können Sie beide Deep-Sky-Objekte besser erkennen. Da sich das Dreieck über mehr als 10° erstreckt, sollten Sie ein Weitwinkelfernglas oder eine Kamera mit Weitwinkel- oder kurzem Teleobjektiv verwenden und kein Teleskop. Blicken Sie nach Sonnenuntergang in Richtung Skorpion und Schütze, möglichst von einem Standort mit freier Sicht auf den südlichen Horizont.
Die besten Nebel zum Beobachten und Fotografieren im August
Nebel sind riesige Gas- und Staubwolken, in denen Sterne entstehen und sterben. Sie besitzen oft wunderschöne Formen und leuchtende Farben, doch erwarten Sie nicht, diese Farben mit eigenen Augen zu sehen. Die meisten Nebel erscheinen selbst durch ein Teleskop nur als schwache graue Flecken. Deshalb sind sie besonders bei Astrofotografen beliebt, die ihre ganze Schönheit in Langzeitbelichtungen sichtbar machen können. Einige hellere Nebel lassen sich unter einem dunklen Himmel dennoch mit einem Fernglas oder kleinen Teleskop erkennen.
Helixnebel

- Alternative Namen: NGC 7293, Auge Gottes, Auge Saurons
- Scheinbare Größe: 25′ (0,8 × Mond)
- Scheinbare Helligkeit: 7,6 mag
- Sternbild: Wassermann
- Am besten sichtbar von: Beiden Hemisphären
Der Helixnebel ist ein planetarischer Nebel, der nur etwa 655 Lichtjahre von uns entfernt liegt. Seine breite, ringförmige Struktur besteht aus Gasschichten, die von einem sterbenden sonnenähnlichen Stern im Zentrum abgestoßen wurden.
Tipps für Beobachtung und Astrofotografie
Trotz seiner vergleichsweise hohen integrierten Helligkeit besitzt der Helixnebel eine geringe Flächenhelligkeit und ist daher nicht leicht zu beobachten. Sie können versuchen, ihn mit einem 20×100-Fernglas und einem O-III- oder UHC-Filter zu erkennen. Noch besser lässt sich dieses Objekt jedoch durch ein Teleskop beobachten.
Für die Astrofotografie ist der Helixnebel ein wunderschönes, aber kontrastarmes Motiv. Verwenden Sie einen kleinen Refraktor oder ein Teleskop mit einem ausreichend großen Gesichtsfeld, um den gesamten Nebel aufzunehmen. Eine lange Gesamtbelichtungszeit hilft Ihnen dabei, seine ringförmige Struktur, den lichtschwachen äußeren Schimmer und die feinen Farben sichtbar zu machen. Schmalband- oder Dualbandfilter sind besonders hilfreich: OIII hebt die blaugrüne Emission hervor, während H-alpha die roten äußeren Bereiche verstärkt.

Zauberernebel

- Alternative Namen: NGC 7380, Sh2-142
- Scheinbare Größe: 25′ (0,8 × Mond)
- Scheinbare Helligkeit: 7,2 mag
- Sternbild: Kepheus
- Am besten sichtbar von: Nordhalbkugel
Der Zauberernebel ist ein Emissionsnebel, der den offenen Sternhaufen NGC 7380 umgibt und etwa 7.000 Lichtjahre von der Erde entfernt liegt. Seinen Spitznamen erhielt er, weil er aus manchen Blickwinkeln wie ein Zauberer mit einem spitzen Hut aussieht.

Tipps für Beobachtung und Astrofotografie
Der Zauberernebel ist visuell nur äußerst schwer zu beobachten. Sie benötigen einen vollkommen dunklen Himmel, ein Teleskop und einen O-III-Filter — und selbst dann gibt es keine Garantie, dass Sie ihn erkennen können. Der eingebettete Sternhaufen NGC 7380 ist wesentlich leichter zu sehen als der Nebel selbst.
Auch für die Astrofotografie ist der Zauberernebel aufgrund seiner geringen Flächenhelligkeit ein anspruchsvolles Ziel. Eine gewöhnliche DSLR kann ihn aufnehmen, doch mit einer modifizierten DSLR, einer gekühlten Astrokamera oder einer Monochromkamera erzielen Sie deutlich bessere Ergebnisse. Verwenden Sie eine lange Gesamtbelichtungszeit und möglichst Schmalband- oder Dualbandfilter. Auch ein Smart-Teleskop kann hilfreich sein, da sich dieser lichtschwache Nebel wesentlich leichter fotografieren lässt, wenn das Objekt präzise zentriert und nachgeführt wird.

Kokonnebel

- Alternative Namen: IC 5146, Caldwell 19, Sh 2-125
- Scheinbare Größe: 12′ (0,4 × Mond)
- Scheinbare Helligkeit: 7,1 mag
- Sternbild: Schwan
- Am besten sichtbar von: Nordhalbkugel
Der Kokonnebel ist ein Reflexions- und Emissionsnebel in etwa 4.000 Lichtjahren Entfernung. Eine besondere Eigenschaft dieses Nebels ist ein langer dunkler „Schweif“, der sich von ihm nach Westen erstreckt. Dieser „Schweif“ ist Barnard 168 — ein Dunkelnebel aus kaltem interstellarem Staub.
Tipps für Beobachtung und Astrofotografie
Den „Schweif“ des Kokonnebels, Barnard 168, können Sie bereits mit einem kleinen Fernglas sehen. Der Nebel selbst ist jedoch selbst mit mittelgroßen Teleskopen nur schwer zu beobachten. In einem mittelgroßen oder großen Teleskop kann der Kokonnebel als schwacher, diffuser Schimmer erscheinen, der einen kleinen Sternhaufen umgibt. Ein Nebelfilter kann den Emissionsanteil leicht verbessern, doch in lang belichteten Fotografien wirkt das Objekt wesentlich eindrucksvoller.
Verwenden Sie für die Astrofotografie einen kleinen Refraktor oder eine mittlere Brennweite. Eine lange Gesamtbelichtungszeit ist unerlässlich, um die schwache rote Emission, den bläulichen Reflexionsanteil und die dunkle Staubspur in der Umgebung sichtbar zu machen. Die besten Ergebnisse erzielen Sie mit einer modifizierten DSLR, einer gekühlten Astrokamera oder einer Monochromkamera. Ein H-alpha- oder Dualbandfilter kann den Kontrast unter lichtverschmutztem Himmel verbessern.

Elefantenrüsselnebel

- Alternative Namen: IC 1396A, vdB 142
- Scheinbare Größe: 25′ × 5′ (0,8 × Mond)
- Scheinbare Helligkeit: 5,6 mag
- Sternbild: Kepheus
- Am besten sichtbar von: Nordhalbkugel
Der Elefantenrüsselnebel ist eine dunkle, lang gestreckte Wolke aus Gas und Staub innerhalb des deutlich größeren Emissionsnebels IC 1396. Es handelt sich um eine aktive Sternentstehungsregion, in der die Strahlung naher massereicher Sterne die Wolke formt und die Entstehung neuer Sterne anregt.

Tipps für Beobachtung und Astrofotografie
Der Elefantenrüsselnebel ist visuell sehr schwer zu beobachten. Die größere Region IC 1396 kann unter einem extrem dunklen Himmel als sehr schwacher, diffuser Fleck erahnt werden, doch der „Rüssel“ selbst ist hauptsächlich ein fotografisches Ziel. Möchten Sie ihn dennoch beobachten, verwenden Sie ein Weitfeldteleskop, wählen Sie einen sehr dunklen Standort, nutzen Sie eine geringe Vergrößerung und einen OIII- oder UHC-Filter, um den Kontrast zu verbessern.
Für die Astrofotografie ist der Elefantenrüsselnebel eines der besten Deep-Sky-Ziele im Kepheus. Er eignet sich besonders gut für ein Kameraobjektiv, einen kleinen Refraktor oder ein Weitfeldteleskop, das den Nebel gemeinsam mit der umliegenden Region IC 1396 abbilden kann. Eine lange Gesamtbelichtungszeit ist wichtig, und Schmalband- oder Dualbandfilter werden dringend empfohlen: H-alpha zeigt die rote Emission, während OIII und SII dabei helfen können, die Struktur im leuchtenden Gas hervorzuheben. Unter lichtverschmutztem Himmel ist die Schmalbandfotografie oft die beste Möglichkeit, den dunklen Rüssel vor dem hellen Hintergrundnebel sichtbar zu machen.

Viele Nebel sind nach Objekten benannt, denen sie ähneln — auch wenn die Ähnlichkeit manchmal durchaus umstritten ist. Sind Sie bereit für eine Herausforderung? Machen Sie das Quiz Erraten Sie den Nebel und testen Sie Ihre Fähigkeit, Muster zu erkennen!

Die besten Galaxien zum Beobachten und Fotografieren im August
Galaxien sind riesige Systeme aus Sternen, Gas und Staub — genau wie unsere Milchstraße. Es gibt sie in vielen Formen und Größen, von eleganten Spiralgalaxien über gleichmäßig geformte elliptische Galaxien bis hin zu irregulären Galaxien ohne klar definierte Struktur. Galaxien sind hervorragende Motive für die Langzeit-Astrofotografie, bei der ihre eleganten Strukturen und leuchtenden Zentren sichtbar werden.
Barnards Galaxie

- Alternative Namen: NGC 6822, IC 4895, Caldwell 57
- Scheinbare Größe: 15,5′ × 13,5′ (0,5 × Mond)
- Scheinbare Helligkeit: 9,3 mag
- Sternbild: Schütze
- Am besten sichtbar von: Südhalbkugel
Barnards Galaxie ist eine irreguläre Balkengalaxie in etwa 1,6 Millionen Lichtjahren Entfernung. In ihrer Struktur und Zusammensetzung ähnelt sie der Kleinen Magellanschen Wolke, einer weiteren irregulären Galaxie. Im Jahr 1925 verwendete Edwin Hubble Cepheiden in NGC 6822, um ihre Entfernung zu bestimmen und nachzuweisen, dass sie weit außerhalb der Milchstraße liegt.
Tipps für Beobachtung und Astrofotografie
Barnards Galaxie ist aufgrund ihrer geringen Flächenhelligkeit nicht leicht zu beobachten. Unter guten Bedingungen können Sie sie jedoch mit einem 15×50-Fernglas sehen. Für einen besseren Blick auf die Galaxie verwenden Sie ein 60-mm-Teleskop.
Für die Astrofotografie ist Barnards Galaxie ein dezentes, aber lohnendes Ziel. Verwenden Sie eine lange Gesamtbelichtungszeit, um ihre irreguläre Form, junge blaue Sterne und rosafarbene wasserstoffreiche Sternentstehungsregionen sichtbar zu machen. Da die Galaxie groß und kontrastarm ist, sind eine präzise Nachführung, ein dunkler Himmel und eine sorgfältige Bearbeitung wichtiger als eine besonders hohe Vergrößerung.

NGC 7331

- Alternative Namen: Caldwell 30, UGC 12113
- Scheinbare Größe: 10,5′ × 3,7′ (0,3 × Mond)
- Scheinbare Helligkeit: 9,5 mag
- Sternbild: Pegasus
- Am besten sichtbar von: Nordhalbkugel
NGC 7331 ist eine Spiralgalaxie ohne Balken im Pegasus. Sie wird aufgrund ihrer ähnlichen Größe, Form und Masse häufig mit der Milchstraße verglichen. Die Galaxie ist zu unserer Sichtlinie geneigt und erscheint daher auf Bildern als helle, lang gestreckte Scheibe mit dunklen Staubbändern, bläulichen jungen Sternhaufen und rötlichen Sternentstehungsregionen.
Tipps für Beobachtung und Astrofotografie
NGC 7331 ist eine der helleren Galaxien im Pegasus, benötigt aber dennoch einen dunklen Himmel und ein Teleskop. In einem kleinen Teleskop erscheint sie als schwacher, länglicher Lichtfleck. Größere Teleskope können einen helleren Kern und eine deutlicher erkennbare ovale Form zeigen.
Für die Astrofotografie ist NGC 7331 ein lohnendes Galaxienmotiv. Verwenden Sie eine mittlere bis lange Brennweite, um ihre geneigte Scheibe, den hellen Kern und die dunklen Staubbänder aufzunehmen. Eine lange Gesamtbelichtungszeit hilft Ihnen dabei, den lichtschwachen äußeren Halo und die kleinen Hintergrundgalaxien in ihrer Umgebung sichtbar zu machen. Breitband-Farbaufnahmen eignen sich gut für natürliche Galaxienfarben, während zusätzliche H-alpha-Daten die feinen rötlichen Sternentstehungsregionen in den Spiralarmen hervorheben können.

Pavo-Galaxie

Die Pavo-Galaxie Die Pavo-Galaxie – eine Spiralgalaxie in etwa 30 Millionen Lichtjahren Entfernung im südlichen Sternbild Pfau.
- Alternative Namen: NGC 6744, Caldwell 101
- Scheinbare Größe: 20′ × 12,9′ (0,7 × Mond)
- Scheinbare Helligkeit: 9,1 mag
- Sternbild: Pfau
- Am besten sichtbar von: Südhalbkugel
Die Pavo-Galaxie ist eine große Spiralgalaxie im Pfau. Sie wird häufig als Zwilling der Milchstraße bezeichnet, da ihre Spiralarme, der lang gestreckte Zentralbereich, die staubige Scheibe und ihre gesamte Struktur unserer Galaxie ähneln. NGC 6744 besitzt außerdem eine kleine verzerrte Begleitgalaxie, NGC 6744A, die manchmal mit den Magellanschen Wolken in der Nähe der Milchstraße verglichen wird.
Tipps für Beobachtung und Astrofotografie
Die Pavo-Galaxie gehört zu den schönsten Galaxien für Beobachter auf der Südhalbkugel. Unter einem dunklen Himmel kann sie bereits mit einem kleinen Teleskop gesehen werden, ihre Spiralstruktur ist visuell jedoch nur schwach ausgeprägt. Verwenden Sie eine geringe bis mittlere Vergrößerung und einen dunklen, transparenten Himmel, um ihren lang gestreckten Schimmer und den helleren Zentralbereich zu erkennen. Von nördlichen Breitengraden aus steht die Galaxie entweder sehr tief oder ist überhaupt nicht sichtbar. Sie ist daher hauptsächlich ein Ziel für die Südhalbkugel.
Für die Astrofotografie ist NGC 6744 ein lohnendes Galaxienmotiv. Verwenden Sie eine mittlere Brennweite oder ein kleines Teleskop, um ihre große geneigte Scheibe, die Spiralarme und den staubigen Zentralbereich abzubilden. Eine lange Gesamtbelichtungszeit hilft Ihnen dabei, die schwachen äußeren Arme und die kleine Begleitgalaxie NGC 6744A sichtbar zu machen. Breitband-Farbaufnahmen eignen sich gut für natürliche Galaxienfarben, während zusätzliche H-alpha-Daten die Sternentstehungsregionen in den Spiralarmen hervorheben können.

Die besten Sternhaufen zum Beobachten und Fotografieren im August
Sternhaufen sind Gruppen von Sternen, die gemeinsam entstanden sind und als Familie durch den Weltraum ziehen. Kugelsternhaufen sind dicht und annähernd kugelförmig, während offene Sternhaufen lockerer verteilt sind. Viele von ihnen sind leicht zu erkennen und eignen sich sowohl für Anfänger als auch für erfahrene Himmelsbeobachter. Sternhaufen sind zudem lohnende Astrofotografie-Ziele: Sie benötigen häufig kürzere Einzelbelichtungen als lichtschwache Nebel oder Galaxien, auch wenn eine längere Gesamtintegrationszeit weiterhin mehr Details in den äußeren Bereichen sichtbar macht.
Großer Pegasus-Sternhaufen

- Alternative Namen: M15, NGC 7078
- Scheinbare Größe: 18′ (0,6 × Mond)
- Scheinbare Helligkeit: 6,6 mag
- Sternbild: Pegasus
- Am besten sichtbar von: Nordhalbkugel
Der Große Pegasus-Sternhaufen ist ein Kugelsternhaufen in etwa 35.000 Lichtjahren Entfernung von der Erde. Er ist rund 13 Milliarden Jahre alt und gehört zu den am dichtesten gepackten Kugelsternhaufen der Milchstraße.
Tipps für Beobachtung und Astrofotografie
Sie können den Großen Pegasus-Sternhaufen mit einem Fernglas als verschwommenen weißen „Stern“ beobachten. Von einem vollkommen dunklen Standort aus können Sie ihn sogar mit bloßem Auge sehen. Um einzelne Sterne im Sternhaufen voneinander zu unterscheiden, benötigen Sie jedoch ein großes Teleskop.
Für die Astrofotografie ist der Große Pegasus-Sternhaufen ein lohnendes, aber kompaktes Motiv. Verwenden Sie ein Teleskop oder eine längere Brennweite, um seinen dichten, hellen Kern und den umgebenden Sternenhalo abzubilden. Kurze bis mittlere Belichtungen helfen Ihnen dabei, eine Überbelichtung des Zentrums zu vermeiden, während eine längere Gesamtintegrationszeit die lichtschwächeren äußeren Sterne sichtbar macht. Spezielle Filter sind nicht erforderlich — eine gute Nachführung, präziser Fokus und sorgfältige Bearbeitung sind entscheidend, um das dichte Sternenfeld sauber aufzulösen.

Sommerrosenstern

- Alternative Namen: M55, NGC 6809
- Scheinbare Größe: 19′ (0,6 × Mond)
- Scheinbare Helligkeit: 6,3 mag
- Sternbild: Schütze
- Am besten sichtbar von: Südhalbkugel
Der Sommerrosenstern ist ein Kugelsternhaufen mit etwa 100.000 Sternen. Anders als viele andere Kugelsternhaufen besitzt er keinen stark verdichteten Kern. Dadurch erscheint M55 besonders in Ferngläsern und kleinen Teleskopen breit und diffus.
Tipps für Beobachtung und Astrofotografie
M55 ist groß und relativ hell, besitzt jedoch eine geringe Flächenhelligkeit und benötigt daher einen dunklen, klaren Himmel. Im Fernglas erscheint er als runder, nebliger Lichtfleck. Ein kleines Teleskop kann bereits einige seiner Sterne auflösen, während größere Teleskope deutlich mehr Sterne im lockeren, körnigen Schimmer des Sternhaufens zeigen. Für Beobachter auf der Nordhalbkugel bleibt M55 tief über dem südlichen Horizont. Beobachten Sie ihn daher am besten, wenn der Schütze seinen höchsten Stand am Himmel erreicht.
Für die Astrofotografie ist der Sommerrosenstern ein lohnendes Motiv. Verwenden Sie ein Teleskop oder Teleobjektiv, um seine breite, weich konzentrierte Form vor dem sternreichen Hintergrund des Schützen aufzunehmen. Spezielle Filter sind nicht erforderlich. Ein präziser Fokus, eine gute Nachführung und sorgfältig gewählte Belichtungen sind wichtiger. Vermeiden Sie eine Überbelichtung des helleren Zentrums und sammeln Sie ausreichend Gesamtbelichtungszeit, um die lichtschwächeren äußeren Sterne sichtbar zu machen.

Skorpion-Sternhaufen

- Alternative Namen: M52, NGC 7654, Cr 455
- Scheinbare Größe: 13′ (0,4 × Mond)
- Scheinbare Helligkeit: 6,9 mag
- Sternbild: Kassiopeia
- Am besten sichtbar von: Nordhalbkugel
Der Skorpion-Sternhaufen ist ein sternreicher offener Sternhaufen mit mehr als 100 bestätigten Sternen und einer deutlichen Konzentration zum Zentrum hin. In kleinen Teleskopen kann M52 wie ein kompakter, fächerförmiger Sternenfleck vor dem sternreichen Hintergrund der Milchstraße erscheinen.
Tipps für Beobachtung und Astrofotografie
Der Skorpion-Sternhaufen ist ein gutes Ziel für Ferngläser und kleine Teleskope. Im Fernglas erscheint er als kleiner, nebliger Lichtfleck. Durch ein Teleskop werden zunehmend viele lichtschwache Sterne sichtbar. Verwenden Sie eine geringe bis mittlere Vergrößerung, um den gesamten Sternhaufen im Gesichtsfeld zu behalten und seine kompakte Form vor dem umgebenden Sternenfeld der Kassiopeia zu erkennen.
Für die Astrofotografie ist M52 ein einsteigerfreundliches Ziel. Er benötigt weder besonders lange Belichtungen noch spezielle Filter. Ein präziser Fokus und eine genaue Nachführung helfen Ihnen jedoch dabei, die zahlreichen lichtschwachen Sterne voneinander zu trennen. Mit einem Kameraobjektiv, kleinen Refraktor oder Teleskop können Sie den Sternhaufen gemeinsam mit dem sternreichen Milchstraßenfeld in seiner Umgebung aufnehmen. Für eine breitere Komposition können Sie auch die nahe gelegene Region des Blasennebels einbeziehen.

Sternhaufen Trumpler 37

- Alternative Namen: Tr 37, Collinder 439
- Scheinbare Größe: 1,5° (3 × Mond)
- Scheinbare Helligkeit: 5,0 mag
- Sternbild: Kepheus
- Am besten sichtbar von: Nordhalbkugel
Trumpler 37 ist ein junger offener Sternhaufen und eine Sternassoziation, die in den großen Emissionsnebel IC 1396 eingebettet ist. Zum Sternhaufen gehört der massereiche Stern HD 206267, dessen Strahlung das umgebende Gas und den Staub beleuchtet und formt — einschließlich der berühmten Region des Elefantenrüsselnebels.
Tipps für Beobachtung und Astrofotografie
Trumpler 37 erstreckt sich über einen großen Bereich und lässt sich daher am besten mit einem Fernglas oder kleinen Teleskop bei geringer Vergrößerung beobachten. Die Sterne des Sternhaufens sind leichter zu erkennen als der lichtschwache Nebel IC 1396 in ihrer Umgebung. Unter einem dunklen Himmel erscheint der Sternhaufen als lockere Sterngruppe im sternreichen Milchstraßenfeld des Kepheus. Ein UHC-Filter kann Ihnen dabei helfen, schwache Hinweise auf den umgebenden Emissionsnebel zu erkennen.
Für die Astrofotografie funktioniert Trumpler 37 am besten als Teil der größeren Region IC 1396. Verwenden Sie ein Kameraobjektiv, einen kleinen Refraktor oder ein Weitfeldteleskop, um den Sternhaufen zusammen mit dem umgebenden roten Emissionsnebel und den dunklen Staubstrukturen aufzunehmen. Schmalband- oder Dualbandfilter sind besonders hilfreich: H-alpha zeigt das leuchtende Wasserstoffgas, während OIII und SII zusätzlichen Kontrast und weitere Strukturen sichtbar machen können. Für eine dramatischere Komposition sollten Sie den Elefantenrüsselnebel einbeziehen, eine der bekanntesten dunklen Strukturen in IC 1396.

Deep-Sky-Objekte im August: FAQ
Was ist ein Deep-Sky-Objekt?
Ein Deep-Sky-Objekt (DSO) ist jedes astronomische Objekt, das weder ein Stern noch Teil unseres Sonnensystems ist. Dazu gehören Galaxien, Nebel und Sternhaufen. Deep-Sky-Objekte sind normalerweise lichtschwach, sodass für ihre Beobachtung häufig Ferngläser oder Teleskope erforderlich sind.
Welche sind die hellsten Deep-Sky-Objekte im August?
Zu den hellsten und am leichtesten zugänglichen Deep-Sky-Objekten am Augusthimmel gehören:
- Trumpler 37 — ein großer offener Sternhaufen im Kepheus mit einer scheinbaren Helligkeit von 5,0 mag.
- Sommerrosenstern (M55) — ein großer Kugelsternhaufen im Schützen mit einer scheinbaren Helligkeit von 6,3 mag.
- Großer Pegasus-Sternhaufen (M15) — ein kompakter Kugelsternhaufen mit einer scheinbaren Helligkeit von 6,6 mag.
- Skorpion-Sternhaufen (M52) — ein sternreicher offener Sternhaufen in der Kassiopeia mit einer scheinbaren Helligkeit von 6,9 mag.
- Helixnebel (NGC 7293) — ein großer planetarischer Nebel mit einer scheinbaren Helligkeit von 7,6 mag, dessen geringe Flächenhelligkeit ihn jedoch schwieriger sichtbar macht, als dieser Wert vermuten lässt.
Denken Sie daran, dass die scheinbare Helligkeit allein nicht bestimmt, wie leicht ein Objekt zu beobachten ist. Große Objekte wie der Helixnebel und Barnards Galaxie verteilen ihr Licht über eine weite Fläche und können daher wesentlich lichtschwächer erscheinen als kompakte Sternhaufen mit ähnlicher Helligkeit.
Entdecken Sie weitere helle Deep-Sky-Ziele mit unserer Liste der mit bloßem Auge sichtbaren Sternhaufen oder mit der Karte der besten Deep-Sky-Objekte für Anfänger.
Wie finde ich ganz einfach die besten Deep-Sky-Objekte für meinen Standort?
Um schnell herauszufinden, welche Deep-Sky-Objekte heute Nacht an Ihrem Himmel sichtbar sind, folgen Sie diesen einfachen Schritten in der App Sky Tonight:
- Tippen Sie auf das Teleskopsymbol, um „Heute sichtbar“ zu öffnen.
- Scrollen Sie zum Abschnitt „Deep-Sky-Objekte“ oder tippen Sie auf die obere Filterleiste und wählen Sie das Galaxiensymbol aus, um die Liste einzugrenzen.
- Tippen Sie neben einem beliebigen Objekt auf das blaue Zielsymbol, um zu sehen, wann und wo es am Himmel erscheint.
Möchten Sie eine visuelle Anleitung? Sehen Sie sich unser Video-Tutorial mit einer Schritt-für-Schritt-Anleitung an.
Weitere großartige Deep-Sky-Objekte zum Fotografieren im August
Viele Deep-Sky-Objekte aus unseren Leitfäden für Juni und Juli bleiben auch im August hervorragende Ziele. Hier finden Sie weitere Nebel, Galaxien und Sternhaufen, die sich in diesem Monat für Beobachtungen und Fotografien lohnen:
- Hantelnebel (M27)
- Lagunennebel (M8)
- Adlernebel (M16)
- Feuerwerksgalaxie (NGC 6946)
- Andromedagalaxie (M31)
- Wildentenhaufen (M11)
- Herkules-Kugelsternhaufen (M13)
- Großer Schützenhaufen (M22)
Weitere Informationen zu diesen und anderen Sommerzielen finden Sie in unseren Leitfäden zu den Deep-Sky-Objekten im Juni und den Deep-Sky-Objekten im Juli.
Deep-Sky-Objekte im August: Das Wichtigste in Kürze
Der Augusthimmel bietet Möglichkeiten für alle. Die sternreichen Milchstraßenfelder in Schütze, Schwan, Kassiopeia und Kepheus stehen weiterhin günstig, während Pegasus und Andromeda am Abend immer früher aufgehen.
Beginnen Sie mit leichteren Zielen wie dem Großen Pegasus-Sternhaufen, dem Sommerrosenstern, dem Skorpion-Sternhaufen oder Trumpler 37. Wenn Sie bereit für eine größere Herausforderung sind, fotografieren Sie den Zauberernebel, den Kokonnebel, den Elefantenrüsselnebel, Barnards Galaxie, NGC 7331 oder die Pavo-Galaxie. Diese lichtschwachen Objekte profitieren von einem dunklen Himmel, präziser Nachführung und einer längeren Gesamtbelichtungszeit. Weitere Anregungen finden Sie in unserem Leitfaden zu den Astrofotografie-Zielen im Juli — viele davon stehen auch im August weiterhin günstig am Himmel.
Planen Sie Ihre Session rund um den Neumond, wählen Sie Ziele, die von Ihrem Standort aus hoch am Himmel stehen, und verwenden Sie die App Sky Tonight, um ihre Sichtbarkeit und Position zu prüfen. Wir wünschen Ihnen einen klaren Himmel und erfolgreiche Beobachtungen!
Die besten Deep-Sky-Ziele nach Monat: Jahreskalender
Deep-Sky-Wunder sind nicht auf den August beschränkt. Entdecken Sie mit unseren monatlichen Leitfäden, was das Universum zu jeder Jahreszeit zu bieten hat:
- Deep-Sky-Objekte im Januar
- Deep-Sky-Objekte im Februar
- Deep-Sky-Objekte im März
- Deep-Sky-Objekte im April
- Deep-Sky-Objekte im Mai
- Deep-Sky-Objekte im Juni
- Deep-Sky-Objekte im Juli
- Deep-Sky-Objekte im September
- Deep-Sky-Objekte im Oktober
- Deep-Sky-Objekte im November
- Deep-Sky-Objekte im Dezember
Milchstraße: Nutzen Sie Ihre Gelegenheit zur Beobachtung
Der August bietet Ihnen noch einmal die Gelegenheit, die Milchstraße unter besonders guten Bedingungen zu sehen, bevor sie allmählich schlechter sichtbar wird. Zu Beginn des Monats können Sie ihren hellen Kern weiterhin am Abendhimmel erkennen, insbesondere unter einem dunklen Himmel auf dem Land.
- Nutzen Sie unseren Leitfaden zur Sichtbarkeit der Milchstraße, um Ihre Beobachtung optimal zu planen: Er enthält die besten Zeiten, Richtungen und Tipps zum Auffinden.
- Glauben Sie, dass Sie die Milchstraße gut kennen? Testen Sie Ihr Wissen mit unserem Milchstraßen-Quiz!

