Die besten Astrofotografie-Objekte im September: hellste Galaxien, Sternhaufen & Nebel
Der Nachthimmel im September ist voller spektakulärer Deep-Sky-Objekte – von funkelnden Sternhaufen über leuchtende Nebel bis hin zu fernen Galaxien. Im Folgenden finden Sie die besten Ziele zum Beobachten und Fotografieren im September, mit praktischen Hinweisen zu Sichtbarkeit, Beobachtung und Astrofotografie. Schnappen Sie sich Ihr Fernglas oder Teleskop, verwenden Sie die Sky Tonight App, um die Objekte zu finden, und genießen Sie die besten Deep-Sky-Objekte im September!
Inhalt
- Prüfen Sie vor der Aufnahme von Deep-Sky-Objekten die Mondphase
- Die besten Astrofotografie-Ziele im September: Galaxien
- Die besten Astrofotografie-Ziele im September: Nebel
- Die besten Astrofotografie-Ziele im September: Sternhaufen
- Deep-Sky-Objekte im September: FAQ
- Weitere großartige Deep-Sky-Objekte zum Fotografieren im September
- Deep-Sky-Objekte im September: die wichtigsten Fakten
Prüfen Sie vor der Aufnahme von Deep-Sky-Objekten die Mondphase
Ein dunkler Himmel macht bei der Beobachtung und Fotografie lichtschwacher Galaxien und Nebel einen großen Unterschied. Helles Mondlicht ist besonders störend bei Objekten mit geringer Flächenhelligkeit wie dem Irisnebel oder Stephans Quintett.
Im September 2026 fällt der Neumond auf den 11. September um 05:27 Uhr MESZ (03:27 Uhr GMT). Damit ist ungefähr der Zeitraum vom 7. bis 15. September am besten für Deep-Sky-Astrofotografie geeignet. Auch die ersten Abende des Monats können gut funktionieren: Das Letzte Viertel findet am 4. September statt, sodass der Mond relativ spät aufgeht. Vermeiden Sie möglichst die Nächte rund um den Vollmond am 26. September um 18:49 Uhr MESZ (16:49 Uhr GMT), da lichtschwache Deep-Sky-Objekte dann deutlich schwieriger aufzunehmen sind.
Die genauen Mondphasentermine, die Beleuchtung sowie Mondauf- und -untergangszeiten für Ihren Standort finden Sie in unserem Mondkalender.
Die besten Astrofotografie-Ziele im September: Galaxien
Galaxien sind riesige Ansammlungen aus Milliarden von Sternen, Gas und Dunkler Materie, die durch Gravitation zusammengehalten werden. Sie liegen weit jenseits unserer Milchstraße und erscheinen daher im Okular meist als schwache diffuse Flecken. Die Andromedagalaxie ist im September am einfachsten zu beobachten – unter dunklem Himmel sogar mit bloßem Auge –, während andere Galaxien dunkle Bedingungen und größere Teleskope erfordern. Die Fotografie von Galaxien verlangt Geduld und lange Belichtungszeiten, doch die Ergebnisse zeigen die beeindruckenden Spiralarme und Strukturen ganzer Sternsysteme.
Andromedagalaxie

- Alternative Namen: M31, NGC 224
- Scheinbare Größe: 3° × 1° (6 × Mond)
- Scheinbare Helligkeit: 3,4 mag
- Sternbild: Andromeda
- Wo beobachten: Nordhalbkugel
Die Andromedagalaxie ist eine Balkenspiralgalaxie und die nächstgelegene große Galaxie. Sie liegt ungefähr 2,5 Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt. Sie ist das größte Mitglied der Lokalen Gruppe von Galaxien, zu der auch unsere Heimatgalaxie, die Milchstraße, sowie mehr als hundert kleinere Galaxien gehören.
Es wird allgemein angenommen, dass Andromeda und die Milchstraße in etwa 4,5 Milliarden Jahren kollidieren und schließlich zu einer einzigen riesigen Galaxie verschmelzen werden. Neuere Studien deuten jedoch darauf hin, dass die Wahrscheinlichkeit, dass diese Kollision innerhalb der nächsten 10 Milliarden Jahre überhaupt stattfindet, nur bei etwa 50 % liegt. Möchten Sie mehr über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft unserer Galaxie erfahren? Dann machen Sie unser Quiz über die Milchstraße!

Tipps zur Beobachtung und Astrofotografie
Unter einem dunklen, klaren Himmel ist die Andromedagalaxie mit bloßem Auge als weicher, diffuser Lichtschein sichtbar. Mit einem Fernglas (7×50 oder 10×50) oder einem kleinen Teleskop erkennen Sie ihre längliche ovale Form und den helleren Kern deutlicher.
Für die Astrofotografie verwenden Sie ein Kameraobjektiv oder einen kleinen Refraktor mit einem ausreichend großen Gesichtsfeld, um die gesamte Galaxie abzubilden. Die Kombination kürzerer Belichtungen des hellen Kerns mit längeren Belichtungen der lichtschwachen äußeren Scheibe kann helfen, Details über den enormen Helligkeitsbereich hinweg zu bewahren.

Dreiecksgalaxie

- Alternative Namen: M33, NGC 598
- Scheinbare Größe: 1° × 41′ (2 × Mond)
- Scheinbare Helligkeit: 5,7 mag
- Sternbild: Dreieck
- Wo beobachten: Nordhalbkugel
Die Dreiecksgalaxie ist eine Spiralgalaxie, die wir nahezu frontal sehen und die etwa 2,73 Millionen Lichtjahre entfernt liegt. Sie ist nach der Andromedagalaxie und der Milchstraße das drittgrößte Mitglied der Lokalen Gruppe.
Tipps zur Beobachtung und Astrofotografie
Die Dreiecksgalaxie ist hell genug, um mit einem Fernglas als schwacher, nebliger Fleck sichtbar zu sein; mit einem Teleskop lassen sich feinere Details erkennen.
Für die Astrofotografie verwenden Sie ein kleines Teleskop oder eine mittlere Brennweite und sammeln Sie ausreichend Gesamtbelichtungszeit, um die lockeren Spiralarme und zahlreichen Sternentstehungsgebiete sichtbar zu machen. Breitband-Farbaufnahmen eignen sich gut, um die natürlichen Farben und die Spiralstruktur der Galaxie einzufangen. Zusätzlich können Sie H-Alpha-Daten verwenden, um die wasserstoffreichen Sternentstehungsgebiete deutlicher hervorzuheben.
Sie möchten die Dreiecksgalaxie einfacher fotografieren? Mit dem Seestar S50 können Sie die Galaxie automatisch finden und das Teleskop Fokussierung, Nachführung und Live-Stacking übernehmen lassen. Sein Gesichtsfeld eignet sich gut für diese große Galaxie und bietet eine einfache Möglichkeit, die Spiralstruktur von M33 und ihre hellen Sternentstehungsgebiete sichtbar zu machen, ohne ein klassisches Astrofotografie-Setup zusammenstellen zu müssen.

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Stephans Quintett

- Alternative Namen: HCG 92, Arp 319, VV 288, SQ
- Scheinbare Größe: 4,4′ × 4,4′ (0,1 × Mond)
- Scheinbare Helligkeit: 13,9–16,7 mag
- Sternbild: Pegasus
- Wo beobachten: beide Halbkugeln
Stephans Quintett ist eine Gruppe aus fünf Galaxien. Ein Mitglied, NGC 7320, liegt uns mit etwa 40 Millionen Lichtjahren deutlich näher, während die anderen vier – NGC 7317, NGC 7318A, NGC 7318B und NGC 7319 – etwa 290 Millionen Lichtjahre entfernt liegen und physikalisch miteinander wechselwirken. Die Gruppe gehört zu den am besten untersuchten kompakten Galaxiengruppen.
Tipps zur Beobachtung und Astrofotografie
Stephans Quintett ist lichtschwach und anspruchsvoll – Sie benötigen ein großes Teleskop mit großer Öffnung und einen dunklen Himmel, um es überhaupt erkennen zu können.
Für die Astrofotografie ist Stephans Quintett ein kleines und anspruchsvolles Ziel. Verwenden Sie daher ein Teleskop mit langer Brennweite und fotografieren Sie möglichst von einem dunklen Standort aus. Sammeln Sie mehrere Stunden Gesamtbelichtungszeit, um die lichtschwachen Galaxien und ihre Details herauszuarbeiten. Achten Sie bei der Bildbearbeitung darauf, die Galaxien nicht zu stark aufzuhellen oder zu übersättigen, da sie sich deutlich in Helligkeit und Farbe unterscheiden. Wenn Ihr Gesichtsfeld groß genug ist, nehmen Sie auch die nahe gelegene Galaxie NGC 7331 mit ins Bild, um eine eindrucksvollere Komposition zu erhalten.

Bildhauergalaxie

- Alternative Namen: NGC 253, Silver Coin Galaxy, Silver Dollar Galaxy, Caldwell 65
- Scheinbare Größe: 28,8′ × 5,9′ (1 × Mond)
- Scheinbare Helligkeit: 7,6 mag
- Sternbild: Bildhauer
- Am besten sichtbar von: Südhalbkugel
Die Bildhauergalaxie (NGC 253) ist eine große Spiralgalaxie, die wir fast von der Kante sehen und die ungefähr 10 Millionen Lichtjahre entfernt liegt. Sie ist das dominierende Mitglied der Bildhauergruppe und wird als Starburst-Galaxie klassifiziert, da sie mit ungewöhnlich hoher Rate neue Sterne bildet. Ihre geneigte Scheibe wird von markanten dunklen Staubbändern durchzogen, während helle junge Sterne und Sternentstehungsgebiete einen großen Teil der Galaxie füllen.
Tipps zur Beobachtung und Astrofotografie
Die Bildhauergalaxie ist unter dunklem Himmel bereits mit einem kleinen Teleskop sichtbar. Beobachter auf der Südhalbkugel haben die beste Sicht, während sie von mittleren nördlichen Breitengraden tief über dem südlichen Horizont steht.
Für die Astrofotografie verwenden Sie eine mittlere Brennweite oder ein kleines Teleskop, um die lange, schmale Scheibe der Galaxie einzurahmen. Breitbandaufnahmen eignen sich gut, um ihre natürlichen Farben und dunklen Staubbänder einzufangen. Eine längere Gesamtbelichtungszeit macht lichtschwächere Strukturen rund um die Scheibe sichtbar. Optionale H-Alpha-Daten können ihre aktiven Sternentstehungsgebiete zusätzlich hervorheben.

NGC 55

- Alternative Namen: Caldwell 72
- Scheinbare Größe: 32,4′ × 4,0′ (1,1 × Mond)
- Scheinbare Helligkeit: 7,8 mag
- Sternbild: Bildhauer
- Am besten sichtbar von: Südhalbkugel
NGC 55 ist eine Balken-Spiralgalaxie mit irregulärem Erscheinungsbild in etwa 6,5 Millionen Lichtjahren Entfernung. Sie gehört zum Magellanschen Galaxientyp und erinnert an eine kleinere Version der Großen Magellanschen Wolke. Da wir sie nahezu von der Kante sehen, erscheint sie als langer, schmaler Streifen mit unregelmäßig verteilten Bereichen aus Sternen, Gas und Staub.
Tipps zur Beobachtung und Astrofotografie
Unter dunklem Himmel ist NGC 55 hell genug, um mit einem Fernglas entdeckt zu werden. Ein kleines Teleskop zeigt ihre längliche Form deutlicher, und von der Südhalbkugel ist die Galaxie am besten zu sehen.
Für die Astrofotografie verwenden Sie eine mittlere Brennweite oder ein kleines Teleskop, um die gesamte längliche Galaxie ins Bild zu bekommen. Breitbandaufnahmen erfassen ihre natürlichen Sternfarben, während eine lange Gesamtbelichtungszeit hilft, die fleckige Struktur, Staubbereiche und lichtschwachen Außenregionen sichtbar zu machen.
Die besten Astrofotografie-Ziele im September: Nebel
Nebel sind riesige Wolken aus Gas und Staub, in denen Sterne entstehen oder sterbende Sterne ihre äußeren Schichten abstoßen. Sie erscheinen oft lichtschwach und diffus und gehören daher zu den schwierigsten Objekten für die visuelle Beobachtung. Große, helle Nebel wie der Pelikannebel lassen sich unter dunklem Himmel manchmal mit einem Fernglas erkennen, die meisten erfordern jedoch Teleskope und häufig Filter wie UHC oder O III, um ihre feinen Strukturen hervorzuheben. Für Astrofotografen gehören Nebel zu den lohnendsten Zielen – lange Belichtungszeiten zeigen beeindruckende Formen und Farben, die für das Auge unsichtbar bleiben.
Pelikannebel

- Alternative Namen: IC 5070
- Scheinbare Größe: 1° × 0,8° (1,8 × Mond)
- Scheinbare Helligkeit: 5,9 mag
- Sternbild: Schwan
- Wo beobachten: Nordhalbkugel
Der Pelikannebel ist ein Emissionsnebel in ungefähr 1.800 Lichtjahren Entfernung von der Erde. Seinen Namen verdankt er seiner Ähnlichkeit mit einem Pelikan. Er gehört zur selben interstellaren Wolke wie der nahe gelegene Nordamerikanebel (NGC 7000).
Tipps zur Beobachtung und Astrofotografie
Einige Beobachter berichten, den Pelikannebel mit einem kleinen 7×42-Fernglas ohne Filter gesehen zu haben. Sie können es ebenfalls versuchen oder für bessere Ergebnisse ein 76-mm-Teleskop (3 Zoll) mit einem UHC- oder O-III-Filter verwenden.
Für die Astrofotografie verwenden Sie ein Kameraobjektiv, einen kleinen Refraktor oder ein Weitfeldteleskop, um den Pelikannebel zusammen mit dem umgebenden Sternfeld im Schwan aufzunehmen. Er gehört zur selben großen H-II-Region wie der nahe Nordamerikanebel, sodass beide ein ausgezeichnetes Weitfeldmotiv bilden. Eine längere Gesamtbelichtungszeit macht mehr vom lichtschwachen Gas und Staub sichtbar, während H-Alpha- oder Dualbandfilter besonders hilfreich sind, um die leuchtende Wasserstoffemission hervorzuheben – insbesondere unter lichtverschmutztem Himmel.

Pacman-Nebel

- Alternative Namen: NGC 281, Sh2-184
- Scheinbare Größe: 35′ (1,2 × Mond)
- Scheinbare Helligkeit: 7,3 mag
- Sternbild: Kassiopeia
- Wo beobachten: Nordhalbkugel
Der Pacman-Nebel (NGC 281) ist ein heller Emissionsnebel und Teil des Perseus-Spiralarms der Milchstraße. Der Nebel liegt etwa 9.500 Lichtjahre von uns entfernt und erinnert an die bekannte Videospielfigur.
Tipps zur Beobachtung und Astrofotografie
Von einem Standort mit dunklem Himmel aus können Sie den Pacman-Nebel mit einem 200-mm-Teleskop (8 Zoll) sehen. Verwenden Sie einen O-III-Filter für eine bessere Sicht auf den Nebel.
Für die Astrofotografie verwenden Sie einen kleinen Refraktor oder eine mittlere Brennweite, um den gesamten Nebel und das umgebende Sternfeld abzubilden. Lange Gesamtbelichtungszeiten helfen dabei, helle Emissionsgebiete und dunkle Staubstrukturen sichtbar zu machen, während H-Alpha- oder Dualbandfilter besonders nützlich sind, um den Kontrast unter lichtverschmutztem Himmel zu erhöhen.
Das Smart-Teleskop Seestar S50 eignet sich hervorragend für die Fotografie dieses Objekts: Sein integrierter Dualbandfilter hebt die leuchtenden Wasserstoff- und Sauerstoffemissionen des Nebels selbst unter lichtverschmutztem Himmel hervor. Wählen Sie NGC 281 in der Seestar-App aus, lassen Sie das Teleskop das Objekt automatisch finden und nachführen und beobachten Sie, wie das Bild mit jeder gestapelten Belichtung detaillierter wird.
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Sichelnebel

- Alternative Namen: NGC 6888, Caldwell 27
- Scheinbare Größe: 18′ × 12′ (0,5 × Mond)
- Scheinbare Helligkeit: 7,4 mag
- Sternbild: Schwan
- Wo beobachten: Nordhalbkugel
Der Sichelnebel ist ein Emissionsnebel in etwa 5.000 Lichtjahren Entfernung von der Erde. Im Zentrum des Nebels befindet sich der extrem heiße Stern WR 136, der zum seltenen Typ der Wolf-Rayet-Sterne gehört.

Tipps zur Beobachtung und Astrofotografie
Verwenden Sie für die visuelle Beobachtung einen UHC- oder O-III-Filter sowie indirektes Sehen; mit einem 200-mm-Teleskop (8 Zoll) haben Sie deutlich bessere Chancen, die lichtschwächere Hülle zu erkennen. Für die Astrofotografie eignet sich ein Setup mit mittlerer Brennweite sowie H-Alpha und O III oder ein Dualbandfilter, um sowohl die Hülle als auch das umgebende Sternfeld im Schwan einzufangen.

Saturnnebel

- Alternative Namen: NGC 7009, Caldwell 55
- Scheinbare Größe: 41″ × 35″ (0,02 × Mond)
- Sternbild: Wassermann
- Scheinbare Helligkeit: 8,0 mag
- Wo beobachten: beide Halbkugeln
Der Saturnnebel (NGC 7009) ist ein planetarischer Nebel in etwa 2.000 Lichtjahren Entfernung von der Erde. Seinen Namen verdankt er seinen verlängerten Ausläufern, die an die Ringe des Saturn erinnern. Die ungewöhnliche Form des Nebels entstand durch mehrere Gasabstoßungen des sterbenden Sterns in seinem Zentrum.
Tipps zur Beobachtung und Astrofotografie
In einem kleinen Teleskop erscheint der Saturnnebel als winziges, fast sternförmiges Objekt mit grünlichem Farbton. Ein größeres Teleskop und eine hohe Vergrößerung sind erforderlich, um seine längliche Form und die lichtschwachen „Henkel“ zu erkennen.
Für die Astrofotografie verwenden Sie ein Teleskop mit langer Brennweite, um diesen kleinen planetarischen Nebel detailliert aufzunehmen. Eine präzise Nachführung und das Stacken mehrerer Belichtungen helfen dabei, den hellen Zentralbereich und die lichtschwachen Außenstrukturen sichtbar zu machen, ohne Details zu verlieren. Ein O-III-Filter kann nützlich sein, um die Emission des ionisierten Sauerstoffs hervorzuheben und den Kontrast zu erhöhen.

Blauer Schneeballnebel

- Alternative Namen: NGC 7662, Schneeballnebel, Caldwell 22
- Scheinbare Größe: etwa 0,5′ (0,02 × Mond)
- Scheinbare Helligkeit: 8,3 mag
- Sternbild: Andromeda
- Am besten sichtbar von: Nordhalbkugel
Der Blaue Schneeballnebel (NGC 7662) ist ein kompakter planetarischer Nebel in etwa 2.500 Lichtjahren Entfernung. Er entstand, als ein sterbender sonnenähnlicher Stern seine äußeren Schichten abstieß und einen heißen stellaren Überrest im Zentrum zurückließ, der das umgebende Gas zum Leuchten bringt. Sein helles, rundliches Erscheinungsbild und seine auffällige blaugrüne Farbe führten zum Spitznamen Blauer Schneeballnebel.
Tipps zur Beobachtung und Astrofotografie
Der Blaue Schneeballnebel kann mit Teleskopen unterschiedlicher Größe beobachtet werden, obwohl er bei geringer Vergrößerung fast wie ein Stern aussehen kann. Bei höherer Vergrößerung lässt sich seine kleine Scheibe leichter erkennen, während ein mittelgroßes Teleskop einen besseren Blick auf den Nebel selbst ermöglicht.
Für die Astrofotografie macht seine geringe scheinbare Größe NGC 7662 zu einem Ziel für ein hochauflösendes Setup mit langer Brennweite. Verwenden Sie eine präzise Nachführung und stacken Sie viele relativ kurze Belichtungen, um den hellen Zentralbereich zu erhalten und gleichzeitig die umgebenden Hüllen sichtbar zu machen. Ein Schmalbandfilter kann ebenfalls helfen, Strukturen im leuchtenden Gas hervorzuheben.

Schädelnebel

- Alternative Namen: NGC 246, Caldwell 56
- Scheinbare Größe: 3,7′ (0,1 × Mond)
- Scheinbare Helligkeit: 8,0 mag
- Sternbild: Walfisch
- Am besten sichtbar von: beiden Halbkugeln
Der Schädelnebel (NGC 246) ist ein planetarischer Nebel in etwa 1.600 Lichtjahren Entfernung. Er besteht aus Gas, das von einem sterbenden sonnenähnlichen Stern abgestoßen wurde, dessen heißer Überrest heute als Weißer Zwerg nahe dem Zentrum des Nebels leuchtet. Seine große, unregelmäßige Hülle lässt das Objekt auf lang belichteten Aufnahmen wie einen Schädel erscheinen.
Tipps zur Beobachtung und Astrofotografie
Durch ein mittelgroßes Teleskop erscheint NGC 246 als schwacher, ungefähr kreisförmiger Lichtschein, über den scheinbar mehrere Sterne verteilt sind. Ein dunkler Himmel ist wichtig, da der Nebel relativ groß und diffus ist.
Für die Astrofotografie verwenden Sie eine mittlere Brennweite, um die gesamte Hülle zusammen mit etwas umgebendem Sternfeld aufzunehmen. Eine lange Gesamtbelichtungszeit hilft dabei, die lichtschwache äußere Struktur sichtbar zu machen, während O-III-, H-Alpha- oder Dualbanddaten den Kontrast des leuchtenden Gases erhöhen können.

Die besten Astrofotografie-Ziele im September: Sternhaufen
Sternhaufen sind Gruppen von Sternen, die gemeinsam entstanden sind und weiterhin durch Gravitation aneinander gebunden sind. Offene Sternhaufen sind relativ jung und oft leicht mit einem Fernglas oder kleinen Teleskop zu beobachten. Kugelsternhaufen sind wesentlich älter und erscheinen als dichte, funkelnde Kugeln, die von mittelgroßen Teleskopen profitieren. Sternhaufen gehören zu den am einfachsten zu beobachtenden Deep-Sky-Objekten und eignen sich daher hervorragend für Einsteiger. Auch für Astrofotografen sind sie besonders lohnend – ihre Sterne treten deutlich hervor, ohne dass Filter oder stundenlange Belichtungszeiten erforderlich sind, sodass sich selbst mit einfacher Ausrüstung schöne Aufnahmen erzielen lassen.
Pyramidenhaufen

- Alternative Namen: M39, NGC 7092
- Scheinbare Größe: 29′ (0,9 × Mond)
- Scheinbare Helligkeit: 4,6 mag
- Sternbild: Schwan
- Wo beobachten: Nordhalbkugel
Der Pyramidenhaufen (M39) ist ein offener Sternhaufen in etwa 1.000 Lichtjahren Entfernung von der Erde. Für M39 sind Hunderte Mitglieder bekannt, wobei seine 15 hellsten Sterne das auffällige lockere dreieckige Muster bilden.
Tipps zur Beobachtung und Astrofotografie
Sie können M39 mit einem kleinen Teleskop beobachten, am besten ist der Sternhaufen jedoch mit einem Fernglas zu sehen. Mit einem 10×50-Fernglas erkennen Sie etwa sieben Sterne im Haufen, mit einem 15×70-Fernglas ungefähr ein Dutzend. Unter wirklich guten Bedingungen kann der Pyramidenhaufen sogar mit bloßem Auge sichtbar sein!
Für die Astrofotografie verwenden Sie ein Teleobjektiv oder einen kleinen Refraktor, um den gesamten Sternhaufen und einen Teil der umgebenden Milchstraße im Bild zu behalten. Es sind keine speziellen Filter erforderlich; achten Sie vor allem auf eine präzise Fokussierung und vermeiden Sie so lange Belichtungen, dass die helleren Sterne überbelichtet werden.

Kaiserfischhaufen

- Alternative Namen: M71, NGC 6838
- Scheinbare Größe: 7,2′ (0,2 × Mond)
- Scheinbare Helligkeit: 5,9 mag
- Sternbild: Pfeil
- Wo beobachten: Nordhalbkugel
Der Kaiserfischhaufen ist ein Kugelsternhaufen in etwa 13.000 Lichtjahren Entfernung von der Erde. Bis in die 1970er-Jahre galt er als offener Sternhaufen, wurde anschließend jedoch als relativ locker aufgebauter Kugelsternhaufen klassifiziert.
Tipps zur Beobachtung und Astrofotografie
In einer dunklen, mondlosen Nacht können Sie den Kaiserfischhaufen mit einem 10×50-Fernglas sehen. Verwenden Sie ein 100-mm-Teleskop (4 Zoll), um den Haufen genauer zu betrachten.
Für die Astrofotografie verwenden Sie eine mittlere Brennweite, um den Sternhaufen detailreich abzubilden. Spezielle Filter sind nicht erforderlich. Achten Sie auf eine präzise Nachführung und kombinieren Sie mehrere Belichtungen, um die lichtschwächeren Sterne sichtbar zu machen, ohne die hellsten Sterne zu stark aufzuhellen.

Carolines Rose

- Alternative Namen: NGC 7789, Carolines Rosenhaufen
- Scheinbare Größe: 25,3′ (0,8 × Mond)
- Scheinbare Helligkeit: 6,7 mag
- Sternbild: Kassiopeia
- Am besten sichtbar von: Nordhalbkugel
Carolines Rose (NGC 7789) ist ein reicher offener Sternhaufen in etwa 8.000 Lichtjahren Entfernung. Er wurde von Caroline Herschel entdeckt und ist schätzungsweise etwa 1,6 Milliarden Jahre alt. Das Muster aus hellen Sternen und dunkleren Lücken innerhalb des Haufens erinnert an übereinanderliegende Rosenblätter und inspirierte seinen Spitznamen.

Tipps zur Beobachtung und Astrofotografie
Mit einem Fernglas erscheint Carolines Rose als dichte Ansammlung von Sternen, doch mit einem kleinen Teleskop lässt sich das rosenartige Muster deutlich besser erkennen. Verwenden Sie eine niedrige bis mittlere Vergrößerung, um den größten Teil des 25′ breiten Haufens im Gesichtsfeld zu behalten.
Für die Astrofotografie verwenden Sie ein Teleobjektiv, einen kleinen Refraktor oder ein Teleskop, mit dem sich der gesamte Sternhaufen abbilden lässt. Spezielle Filter sind nicht erforderlich. Eine präzise Fokussierung und Nachführung helfen dabei, das dichte Sternfeld sauber zu trennen, während moderate Belichtungen die helleren Sterne erhalten und zahlreiche lichtschwächere Haufenmitglieder sichtbar machen.

NGC 6752

- Alternative Namen: Caldwell 93
- Scheinbare Größe: 20,4′ (0,7 × Mond)
- Scheinbare Helligkeit: 5,4 mag
- Sternbild: Pfau
- Am besten sichtbar von: Südhalbkugel
NGC 6752 ist ein heller Kugelsternhaufen in etwa 13.000 Lichtjahren Entfernung im Halo der Milchstraße. Er enthält mehr als 100.000 Sterne, die in einem etwa 100 Lichtjahre großen Bereich dicht zusammengedrängt sind, und seine Sterne sind vermutlich ungefähr 10 Milliarden Jahre alt.
Tipps zur Beobachtung und Astrofotografie
NGC 6752 gehört zu den hellsten Kugelsternhaufen am Nachthimmel und kann von einem sehr dunklen Standort möglicherweise sogar mit bloßem Auge gesehen werden. Mit einem Fernglas ist er leicht als kompakter Lichtschein sichtbar, während ein Teleskop beginnt, seine dicht gepackten Sterne aufzulösen. Für Beobachter auf der Südhalbkugel steht er besonders günstig.
Für die Astrofotografie verwenden Sie eine mittlere oder lange Brennweite, um den dichten Kern und den umgebenden Sternhalo aufzulösen. Spezielle Filter sind nicht erforderlich. Kombinieren Sie kürzere Belichtungen, die das helle Zentrum erhalten, mit längeren Belichtungen, die lichtschwächere Sterne weiter vom Kern entfernt sichtbar machen.

Deep-Sky-Objekte im September: FAQ
Was ist ein Deep-Sky-Objekt?
Ein Deep-Sky-Objekt (DSO) ist ein astronomisches Objekt außerhalb unseres Sonnensystems, darunter Galaxien, Nebel und Sternhaufen. Da DSOs normalerweise lichtschwach sind, lassen sie sich am besten mit einem Fernglas oder Teleskop beobachten. Einige spektakuläre Objekte – etwa die Dreiecksgalaxie und die Andromedagalaxie – können unter dunklem Himmel sogar mit bloßem Auge gesehen werden (ungefähr Klasse 1–4 auf der Bortle-Skala zur Messung der Lichtverschmutzung).

Was sind die hellsten Deep-Sky-Objekte im September?
Wenn Sie wenig Zeit haben und die auffälligsten Objekte des Monats sehen möchten, finden Sie hier die hellsten und lohnendsten Ziele jeder Kategorie:
- Galaxie: Die Andromedagalaxie (M31) liegt vorn – mit 3,4 mag ist sie von dunklen Standorten aus mit bloßem Auge sichtbar und in einem Fernglas oder kleinen Teleskop beeindruckend.
- Sternhaufen: Der Pyramidenhaufen (M39) im Schwan ist mit 4,6 mag der hellste Sternhaufen des Monats. Er ist mit einem Fernglas leicht zu sehen und unter ausgezeichneten Bedingungen sogar mit bloßem Auge.
- Nebel: Der Pelikannebel im Schwan hat eine Helligkeit von 5,9 mag und kann möglicherweise mit einem kleinen 7×42-Fernglas beobachtet werden. Für das bloße Auge ist er zwar nicht sichtbar, aber dennoch ein interessantes Beobachtungsziel!
Wie finde ich die besten Deep-Sky-Objekte für meinen Standort ganz einfach?
Um schnell herauszufinden, welche Deep-Sky-Objekte heute Nacht an Ihrem Himmel sichtbar sind, folgen Sie diesen einfachen Schritten in der Sky Tonight App:
- Tippen Sie auf das Teleskopsymbol, um den Bereich „Heute Nacht sichtbar“ zu öffnen.
- Scrollen Sie zum Bereich „Deep-Sky-Objekte“ oder tippen Sie oben auf die Filterleiste und wählen Sie das Galaxiensymbol, um die Liste einzugrenzen.
- Tippen Sie auf das blaue Zielsymbol neben einem Objekt, um zu sehen, wann und wo es am Himmel erscheint.
Sie möchten eine visuelle Anleitung? Sehen Sie sich unser Video-Tutorial an, das Sie Schritt für Schritt durch den Vorgang führt.
Weitere großartige Deep-Sky-Objekte zum Fotografieren im September
Viele Deep-Sky-Objekte aus unseren früheren Guides bleiben auch im September hervorragende Ziele. Hier sind einige weitere Nebel, Galaxien und Sternhaufen, die sich diesen Monat zu beobachten und zu fotografieren lohnen:
- Feuerwerksgalaxie (NGC 6946)
- Nordamerikanebel (NGC 7000)
- Irisnebel (NGC 7023)
- Schleiernebel (NGC 6960)
- Kokonnebel (IC 5146)
- Wildentenhaufen (M11)
Deep-Sky-Objekte im September: die wichtigsten Fakten
Im ersten Herbstmonat – beziehungsweise im Frühling auf der Südhalbkugel – können Sie einige wunderschöne Deep-Sky-Objekte beobachten, besonders wenn Sie ein Fernglas oder Teleskop besitzen. Der Pyramidenhaufen und die Andromedagalaxie sind unter dunklem Himmel unkomplizierte Ziele für Ferngläser, während der Pelikannebel deutlich anspruchsvoller ist und besser mit einem Weitfeldteleskop und einem UHC-Filter beobachtet wird. Die Sky Tonight App hilft Ihnen dabei, jedes gewünschte Objekt schnell am Himmel zu finden. Wir wünschen Ihnen klare Sicht und erfolgreiche Beobachtungen!
Die besten Deep-Sky-Objekte nach Monat: Jahreskalender
Deep-Sky-Wunder gibt es nicht nur im September. Entdecken Sie mit unseren monatlichen Guides, was das Universum das ganze Jahr über zu bieten hat:
