Die schönsten Sternbilder im Oktober

Dieser Leitfaden stellt sieben Sternbilder vor, die sich an Oktoberabenden besonders gut beobachten lassen: Südlicher Fisch, Kranich, Pegasus, Wassermann, Kepheus, Eidechse und Oktant. Pegasus und Südlicher Fisch sind vergleichsweise leicht zu finden. Eidechse und Oktant sind dagegen deutlich lichtschwächer und lassen sich unter einem dunklen Himmel besser erkennen. Kranich und Oktant stehen für Beobachter auf der Südhalbkugel besonders günstig. Mit der kostenlosen App Star Walk 2 finden Sie jedes dieser Sternbilder ganz einfach.

Inhalt

Sternbilder im Oktober: ein schneller Überblick

Der Oktober gilt als beste Beobachtungszeit für die Sternbilder in diesem Leitfaden, weil sie gegen 21:00 Uhr Ortszeit ihren höchsten Punkt am Himmel erreichen. Es sind nicht die einzigen Sternbilder, die in diesem Monat sichtbar sind, doch Oktoberabende bieten besonders günstige Bedingungen für ihre Beobachtung.

Die Sternbilder sind vom auffälligsten bis zum lichtschwächsten am Abendhimmel geordnet:

  • ☆☆☆ — hell und relativ leicht zu erkennen.
  • ☆☆ — mäßig hell; mit etwas Mühe erkennbar.
  • ☆ — lichtschwach; am besten unter einem dunklen Himmel zu sehen, ein Fernglas kann helfen.
SternbildSichtbarkeitHellster SternSo finden Sie es
Südlicher Fisch50° N bis 90° SFomalhautSuchen Sie den hellen Fomalhaut südlich des Wassermanns.
Kranich35° N bis 90° SAlnairSuchen Sie südlich des Südlichen Fisches nach einer Sternenreihe, die sich aus der Umgebung von Fomalhaut erstreckt.
Pegasus90° N bis 60° SEnifSuchen Sie das große Pegasusquadrat am Abendhimmel.
Wassermann65° N bis 90° SSadalsuudSuchen Sie nördlich von Fomalhaut nach dem lichtschwachen Asterismus Wasserkrug.
Kepheus90° N bis 10° SAlderaminSchauen Sie zwischen dem Polarstern und dem W-förmigen Sternbild Kassiopeia.
Eidechse90° N bis 35° SStellioSuchen Sie zwischen Schwan und Andromeda nach einer lichtschwachen Zickzacklinie.
Oktant5° S bis 90° SNu OctantisSchauen Sie von der Südhalbkugel aus in die Umgebung des südlichen Himmelspols.

Die Breitengradbereiche sind Näherungswerte und beziehen sich darauf, wo die Hauptfigur des jeweiligen Sternbilds praktisch beobachtbar ist. Einzelne Sterne können auch außerhalb dieser Bereiche sichtbar bleiben.

Die Sternbilder im Oktober und ihre Sterne

Südlicher Fisch

  • Helligkeit: ☆☆☆
  • Sichtbarkeitsbereich: 50° N bis 90° S
  • Hellster Stern: Fomalhaut (1,2 mag)
  • Bemerkenswerte Deep-Sky-Objekte: NGC 7314 (Galaxie, 10,5 mag)
Das Sternbild Südlicher Fisch
In der antiken Himmelskunde war der Südliche Fisch als Großer Fisch bekannt. Der helle Fomalhaut markiert sein Maul, in dem der Wasserstrom des Wassermanns zu enden scheint.

So finden Sie den Südlichen Fisch im Oktober

So finden Sie den Südlichen Fisch auf der Nordhalbkugel
Suchen Sie tief über dem Südhorizont nach dem hellen Fomalhaut. Nutzen Sie den Stern anschließend als Orientierungspunkt, um die viel lichtschwächere Figur des Südlichen Fisches zu erkennen.

Suchen Sie auf der Nordhalbkugel tief über dem Südhorizont nach Fomalhaut, dem hellsten Stern des Sternbilds. Die übrigen Sterne bilden eine kleine, lichtschwache Figur südlich des Wassermanns.

Auf der Südhalbkugel steht der Südliche Fisch deutlich höher am Himmel. Von vielen Orten aus erreicht er seinen höchsten Stand im nördlichen Teil des Himmels.

Beobachtungstipp: Fomalhaut ist im Herbst — oder im Frühling auf südlichen Breiten — eine zuverlässige Orientierungshilfe mit bloßem Auge. Er hebt sich von den eher lichtschwachen Sternen in diesem Himmelsbereich ab. Auf nördlichen Breiten bleibt er niedrig, daher sollten Sie einen Ort mit freiem Horizont wählen. Weiter südlich steigt er deutlich höher und bleibt länger sichtbar.

Südlicher Fisch: Mythologie

Das Sternbild Südlicher Fisch stellt einen Fisch dar. In der griechischen Himmelskunde war es als Großer Fisch bekannt und wurde beim Trinken des Wassers dargestellt, das der Wassermann ausgießt. Der helle Stern Fomalhaut markiert das Maul des Fisches — genau das bedeutet sein Name auf Arabisch.

Die beiden Fische des Sternbilds Fische galten in manchen Überlieferungen als Nachkommen des Großen Fisches.

Kranich

  • Helligkeit: ☆☆☆
  • Sichtbarkeitsbereich: 35° N bis 90° S
  • Hellster Stern: Alnair (1,7 mag)
  • Bemerkenswerte Deep-Sky-Objekte: NGC 7424 (Galaxie, 11 mag)
Das Sternbild Kranich
Der Kranich ist ein südliches Sternbild mit Alnair als hellstem Stern. Seine lang gestreckte Figur zeichnet den langen Hals und den Körper des Vogels nach.

So finden Sie den Kranich im Oktober

So finden Sie den Kranich auf der Südhalbkugel
Suchen Sie Fomalhaut im Südlichen Fisch und schauen Sie dann weiter nach Süden zum hellen Alnair. Die Hauptsterne des Kranichs bilden um Alnair eine lange, schmale Figur.

Beginnen Sie auf der Südhalbkugel beim hellen Fomalhaut im Südlichen Fisch. Schauen Sie dann nach Süden und etwas nach Westen, um eine Sternenreihe zu finden, die den langen Hals des Kranichs bildet. Der helle Alnair (Alpha Gruis) markiert einen der auffälligsten Punkte des Sternbilds.

Schauen Sie auf der Nordhalbkugel sehr tief über den Südhorizont, unterhalb des Südlichen Fisches. Ein freier, unverbauter Horizont ist unerlässlich. Von höheren nördlichen Breiten aus ist ein großer Teil des Sternbilds möglicherweise schwer zu erkennen.

Kranich: Mythologie

Zum Kranich gibt es keinen klassischen griechischen oder römischen Mythos. Das Sternbild wurde von Petrus Plancius auf Grundlage der Beobachtungen des Südhimmels durch die niederländischen Seefahrer Pieter Dirkszoon Keyser und Frederick de Houtman entworfen. Es erschien erstmals auf einem Himmelsglobus, den Plancius und Jodocus Hondius 1598 anfertigten, und anschließend 1603 in Johann Bayers Uranometria.

Interessanterweise wurde das Sternbild zu Beginn des 17. Jahrhunderts kurzzeitig Phoenicopterus, lateinisch für „Flamingo“, genannt, bevor sich der Name Grus — „Kranich“ — durchsetzte. In vielen Kulturen steht der Kranich für Anmut, Wachsamkeit und weite Reisen: ein besonders passendes Bild für ein Sternbild, das im Zeitalter der großen Entdeckungsfahrten kartiert wurde.

Pegasus

  • Helligkeit: ☆☆☆
  • Sichtbarkeitsbereich: 90° N bis 60° S
  • Hellster Stern: Enif (Epsilon Pegasi, 2,4 mag)
  • Bemerkenswerte Deep-Sky-Objekte: Großer Pegasus-Sternhaufen (M15, 6,2 mag), Stephans Quintett (Galaxiengruppe, Mitglieder mit 13–15 mag)
Das Sternbild Pegasus
Pegasus wird mit dem geflügelten Pferd der griechischen Mythologie verbunden. Seine Sterne zeichnen Körper, Hals und Kopf des Pferdes nach; Enif markiert das Maul.

So finden Sie Pegasus im Oktober

Pegasus ist leicht am Pegasusquadrat zu erkennen: Vier Sterne bilden eine große Raute am Abendhimmel. Die Ecksterne sind Markab, Scheat, Algenib und Alpheratz. Letzterer gehört zu Andromeda, vervollständigt aber das Quadrat. Westlich des Quadrats markiert Enif (Epsilon Pegasi), der hellste Stern des Sternbilds, das Maul des Pferdes. Eine kurze Sternenreihe verbindet Enif mit der Umgebung des Quadrats und bildet den Hals.

So finden Sie Pegasus auf der Nordhalbkugel
Suchen Sie das Pegasusquadrat nahe Andromeda. Wenn Sie das Quadrat erkannt haben, folgen Sie der Sternfigur nach Westen zum hellen Enif.

Schauen Sie auf der Nordhalbkugel nach Einbruch der Dunkelheit hoch an den östlichen bis südöstlichen Himmel. Wenn Sie das Pegasusquadrat gefunden haben, suchen Sie westlich davon nach Enif.

Schauen Sie auf der Südhalbkugel nach Norden bis Nordosten. Das Pegasusquadrat steht niedriger und kann gekippt wirken; Enif liegt westlich davon.

Wenn Sie Kassiopeia bereits kennen, kann Ihnen auch ihr markantes W beim Auffinden der Region helfen. Blicken Sie südlich von Kassiopeia in Richtung Andromeda, und Sie gelangen zum Pegasusquadrat.

Pegasus: Mythologie

Pegasus ist das geflügelte Pferd der griechischen Mythologie. Es entspringt dem Blut der Medusa, als Perseus ihr den Kopf abschlägt. In manchen Versionen vermischt sich das Blut mit dem Schaum des Meeres.

Viele Geschichten verbinden Pegasus mit Perseus und Andromeda. In einer Version reitet Perseus auf Pegasus, um Andromeda zu retten. In einer anderen fliegt er stattdessen mit den Flügelsandalen des Hermes.

Am bekanntesten ist Pegasus als Reittier des Bellerophon. Mit einem goldenen Zaumzeug von Athene zähmt Bellerophon das Pferd und besiegt die Chimäre. Später versucht er, zum Olymp zu fliegen. Zeus schickt eine Bremse, die Pegasus stechen soll. Das Pferd bäumt sich auf, Bellerophon stürzt ab, und Pegasus gelangt unversehrt zu den Göttern. Dort trägt er die Blitze des Zeus und wird als Sternbild Pegasus an den Himmel versetzt.

Wassermann

  • Helligkeit: ☆☆
  • Sichtbarkeitsbereich: 65° N bis 90° S
  • Hellster Stern: Sadalsuud (2,9 mag)
  • Bemerkenswerte Deep-Sky-Objekte: Saturnnebel (NGC 7009, 8 mag), Helixnebel (NGC 7293, 7,3 mag)
Das Sternbild Wassermann
Der Wassermann wird traditionell als Wasserträger dargestellt, der einen Wasserstrom in Richtung des benachbarten Südlichen Fisches ausgießt.

So finden Sie den Wassermann im Oktober

Der Wassermann ist ein lichtschwaches Sternbild mit nur wenigen hellen Sternen. Wählen Sie deshalb eine dunkle, mondlose Nacht für die Beobachtung. Er liegt zwischen Steinbock und Fische und gehört zum Tierkreis, sodass Sonne, Mond und Planeten durch ihn ziehen können.

So finden Sie den Wassermann auf der Nordhalbkugel
Beginnen Sie beim hellen Fomalhaut und schauen Sie nach Norden zum Wassermann. Suchen Sie den kleinen Asterismus Wasserkrug, um das Sternbild sicher zu erkennen.

Blicken Sie auf der Nordhalbkugel nach Süden und suchen Sie nach einer lichtschwachen, weit ausgedehnten Figur. Der Asterismus Wasserkrug, eine kleine Y-förmige Anordnung aus vier Sternen, hilft Ihnen dabei, das Sternbild zu erkennen.

Auf der Südhalbkugel steht der Wassermann deutlich höher am Himmel. Nutzen Sie den hellen Fomalhaut im Südlichen Fisch als Orientierungspunkt: Der Wassermann liegt direkt nördlich davon.

Wassermann: Mythologie

Der Wassermann wird als Wasserträger dargestellt. In der griechischen Mythologie verkörpert er Ganymed, einen schönen trojanischen Hirten. Zeus verliebte sich in den Jungen und brachte ihn zum Olymp — entweder in Gestalt eines Adlers oder indem er seinen Adler schickte. Ganymed wurde zum Mundschenk der Götter und schenkte ihnen Wein und Nektar aus.

Auf vielen Darstellungen des Wassermanns fließt Wasser aus seinem Krug. Der Strom soll den Großen Fisch (Südlicher Fisch) speisen und die Regenzeit ankündigen. Um Ganymed zu ehren, versetzte Zeus den Wasserträger als Wassermann unter die Sterne.

Kepheus

  • Helligkeit: ☆☆
  • Sichtbarkeitsbereich: 90° N bis 10° S
  • Hellster Stern: Alderamin (2,5 mag)
  • Bemerkenswerte Deep-Sky-Objekte: Irisnebel (NGC 7023, 6,8 mag)
Das Sternbild Kepheus
Kepheus ist nach einem König der griechischen Mythologie benannt. Seine fünf Hauptsterne bilden eine einfache Figur, die an die Kinderzeichnung eines Hauses erinnert.

So finden Sie Kepheus im Oktober

Kepheus liegt nahe dem nördlichen Himmelspol, zwischen Kassiopeia und dem Polarstern. Seine fünf Hauptsterne bilden eine markante Figur, die an die Kinderzeichnung eines Hauses erinnert.

So finden Sie Kepheus auf der Nordhalbkugel
Suchen Sie das W der Kassiopeia und den Polarstern. Schauen Sie dann in den Bereich dazwischen, um die kompakte Hausform des Kepheus zu finden.

Schauen Sie auf der Nordhalbkugel nach Norden. Ab etwa 40° N und weiter nördlich ist Kepheus zirkumpolar: Er bleibt die ganze Nacht und das gesamte Jahr über dem Horizont.

Auf der Südhalbkugel steht Kepheus sehr tief über dem Nordhorizont und ist nur von relativ niedrigen südlichen Breiten aus sichtbar. Weiter südlich bleibt ein Großteil oder die gesamte Hauptfigur unter dem Horizont.

Kepheus: Mythologie

Das Sternbild Kepheus ist nach dem mythischen König von Äthiopien, dem Ehemann von Kassiopeia und Vater von Andromeda, benannt. Nach seinem Tod soll Zeus ihn unter die Sterne versetzt haben, weil er von der Nymphe Io abstammte, einer Geliebten des Zeus. Die gesamte Königsfamilie erscheint zusammen mit Pegasus und Perseus am Herbsthimmel.

Eidechse

  • Helligkeit: ☆
  • Sichtbarkeitsbereich: 90° N bis 35° S
  • Hellster Stern: Stellio (Alpha Lacertae, 3,8 mag)
  • Bemerkenswerte Deep-Sky-Objekte: NGC 7243 (offener Sternhaufen, 6,4 mag)
Das Sternbild Eidechse
Die Eidechse ist ein kleines, lichtschwaches Sternbild. Ihre Hauptsterne bilden eine Zickzacklinie, die manchmal mit einem „kleinen W“ verglichen wird.

So finden Sie die Eidechse im Oktober

Die Eidechse liegt in einer relativ dunklen Himmelsregion zwischen Schwan und Andromeda. Nördlich davon befinden sich Kassiopeia und Kepheus, südlich das Pegasusquadrat. Ihre lichtschwachen Sterne bilden eine kleine Zickzacklinie, die oft mit einem „kleinen W“ verglichen wird und an das deutlich hellere W der benachbarten Kassiopeia erinnert.

So finden Sie die Eidechse auf der Nordhalbkugel
Suchen Sie Deneb im Schwan und das W der Kassiopeia. Die lichtschwache Zickzacklinie der Eidechse liegt im dunkleren Bereich zwischen diesen hellen Orientierungspunkten.

Schauen Sie auf der Nordhalbkugel hoch an den nördlichen bis nordöstlichen Himmel. Nutzen Sie Schwan und Kassiopeia als wichtigste Orientierungspunkte und suchen Sie anschließend in der dunkleren Region dazwischen.

Auf der Südhalbkugel steht die Eidechse tief über dem Nordhorizont und ist von niedrigeren südlichen Breiten aus am besten zu sehen. Ein freier Horizont und ein dunkler Himmel helfen, ihre lichtschwachen Sterne zu erkennen.

Eidechse: Mythologie

Die Eidechse wurde 1687 von Johannes Hevelius eingeführt und in seinem 1690 posthum veröffentlichten Sternatlas dargestellt. Mit ihr ist kein antiker Mythos verbunden. Ihr lateinischer Name Lacerta bedeutet „Eidechse“ und bezieht sich auf die kleine, gewundene Figur ihrer Sterne.

Oktant

  • Helligkeit: ☆
  • Sichtbarkeitsbereich: 5° S bis 90° S
  • Hellster Stern: Nu (ν) Octantis (3,7 mag)
  • Bemerkenswerte Deep-Sky-Objekte: NGC 7098 (11,3 mag)
Das Sternbild Oktant
Der Oktant ist nach einem historischen Navigationsinstrument benannt. Er gehört zu den lichtschwachen Sternbildern, die zur Kartierung des äußersten Südhimmels eingeführt wurden.

So finden Sie den Oktanten im Oktober

Der Oktant umgibt den südlichen Himmelspol und ist ein lichtschwaches Sternbild ohne auffällige Sternfigur. Sein hellster Stern, Nu (ν) Octantis, erreicht nur etwa 3,7 mag. Ein dunkler Himmel ist daher hilfreich.

So finden Sie den Oktanten auf der Südhalbkugel
Nutzen Sie das Kreuz des Südens, um den südlichen Himmelspol zu finden. Suchen Sie anschließend in seiner Umgebung nach den lichtschwachen Sternen des Oktanten.

Blicken Sie auf der Südhalbkugel nach Süden und suchen Sie zuerst den südlichen Himmelspol. Eine gängige Methode nutzt das Kreuz des Südens: Ziehen Sie eine gedachte Linie entlang der langen Achse des Kreuzes in Richtung seines Fußes und verlängern Sie sie um etwa das Viereinhalbfache dieser Achsenlänge. Der Oktant umgibt diesen Bereich. Der lichtschwache Stern Sigma Octantis (5,5 mag) steht nahe am Pol. Anders als der Polarstern im Norden ist er jedoch zu lichtschwach, um mit bloßem Auge als deutlicher Orientierungspunkt zu dienen. Eine Astronomie-App hilft Ihnen, die lichtschwachen Sterne des Sternbilds nachzuverfolgen.

Von den meisten Orten auf der Nordhalbkugel ist der Oktant nicht sichtbar. Nur Beobachter ganz in der Nähe des Äquators können einen Teil des Sternbilds äußerst tief über dem Südhorizont sehen.

Oktant: Mythologie

Zum Oktanten gibt es keine antike Mythologie. Er wurde im 18. Jahrhundert vom französischen Astronomen Nicolas-Louis de Lacaille eingeführt und nach dem Oktanten benannt, einem Navigationsinstrument zur Messung der Höhe von Himmelskörpern. Wie mehrere andere von Lacaille geschaffene Sternbilder stellt der Oktant ein wissenschaftliches Instrument statt einer mythologischen Figur dar.

Welche Oktobersternbilder sind auf welcher Erdhalbkugel am besten zu sehen?

Auf der Nordhalbkugel stehen im Oktober aus dieser Liste vor allem Pegasus, Kepheus, Eidechse, Wassermann und Südlicher Fisch günstig. Pegasus ist durch sein großes Quadrat besonders leicht zu erkennen, während Kepheus hoch am nördlichen Himmel gut platziert ist.

Auf der Südhalbkugel stehen Kranich, Südlicher Fisch, Wassermann und Oktant besonders günstig. Kranich und Südlicher Fisch erscheinen hoch am Himmel, während der Oktant den südlichen Himmelspol umgibt. Pegasus ist ebenfalls im nördlichen Teil des Himmels zu sehen.

Weitere Höhepunkte am Nachthimmel im Oktober 2026

Der Neumond am 10. Oktober sorgt für die dunkelsten Nächte des Monats. Die Nächte um dieses Datum eignen sich besonders gut zur Beobachtung lichtschwacher Sternbilder und Deep-Sky-Objekte. Der Vollmond fällt auf den 26. Oktober und wird auf der Nordhalbkugel traditionell als Jägermond bezeichnet. Die weiteren Hauptphasen des Mondes sind das letzte Viertel am 3. Oktober und das erste Viertel am 18. Oktober. Die genauen Uhrzeiten finden Sie in unserem Mondkalender.

Im Oktober 2026 finden mehrere bemerkenswerte Ereignisse statt:

  • 4. Oktober: Saturn erreicht seine Opposition, leuchtet mit 0,3 mag und bleibt die ganze Nacht sichtbar.
  • 6. Oktober: Der Mond zieht äußerst nahe an Jupiter vorbei. Von Teilen Afrikas und Amerikas sowie mehreren Atlantikinseln aus ist eine Bedeckung Jupiters durch den Mond sichtbar.
  • 8.–9. Oktober: Die Draconiden erreichen ihr Maximum unter ausgezeichneten Bedingungen: Der Mond ist nur zu etwa 3 % beleuchtet. Der Meteorstrom bringt gewöhnlich rund fünf Meteore pro Stunde hervor und ist von der Nordhalbkugel aus am besten zu beobachten.
  • 12. Oktober: Merkur erreicht seine größte östliche Elongation und erscheint etwa 25° von der Sonne entfernt. Die Abendsichtbarkeit ist auf der Südhalbkugel besonders günstig. Von mittleren nördlichen Breiten aus bleibt Merkur dagegen deutlich tiefer in der Dämmerung.
  • 21.–22. Oktober: Die Orioniden erreichen ihr Maximum mit bis zu etwa 20 Meteoren pro Stunde. Der zunehmende Mond zwischen erstem Viertel und Vollmond stört die Beobachtung zu Beginn der Nacht. Nach seinem Untergang wird der Himmel wieder dunkler, sodass die Stunden vor der Morgendämmerung am besten geeignet sind.

Die schönsten Sternbilder und Sterne im Oktober: das Wichtigste

Der Oktober bietet eine abwechslungsreiche Mischung aus hellen und lichtschwachen Sternbildern. Beginnen Sie auf der Nordhalbkugel mit dem Pegasusquadrat und nutzen Sie dann die benachbarten Sternbilder Kassiopeia, Kepheus und Schwan, um die lichtschwächere Eidechse zu finden. Weiter südlich bietet der helle Fomalhaut einen ausgezeichneten Orientierungspunkt für den Südlichen Fisch und den Wassermann.

Auf der Südhalbkugel stehen Südlicher Fisch und Kranich besonders günstig. Der Oktant umgibt den südlichen Himmelspol, ist wegen seiner lichtschwachen Sterne aber viel schwieriger nachzuverfolgen. Pegasus und Wassermann sind ebenfalls im nördlichen Teil des Himmels sichtbar.

Wählen Sie für die lichtschwächsten Sternbilder einen dunklen, mondlosen Abend gegen 21:00 Uhr Ortszeit. Um eines dieser Sternbilder zu finden, öffnen Sie die kostenlose App Star Walk 2, geben Sie seinen Namen in das Suchfeld ein und folgen Sie dem Pfeil auf der Sternkarte.

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