Astronomische Ereignisse im Oktober: Was gibt es diesen Monat am Nachthimmel zu sehen?
Zu den Himmelsereignissen im Oktober 2026 gehören Saturns Opposition, eine Jupiterbedeckung durch den Mond, die Orioniden, der volle Jägermond und mehrere schöne Anordnungen mit dem Mond. Öffnen Sie die App Sky Tonight, um zu prüfen, welche Oktoberereignisse an Ihrem Standort sichtbar sind und wann Sie sie beobachten können.
Inhalt
- Die schönsten astronomischen Ereignisse im Oktober 2026
- Kalender der Himmelsereignisse im Oktober
- Mondereignisse im Oktober 2026
- Sichtbare Planeten im Oktober 2026
- Astronomische Ereignisse im Oktober 2026: Sterne und Sternbilder
- Astronomische Ereignisse im Oktober 2026: Sternschnuppen
- Deep-Sky-Objekte im Oktober 2026
- Kometen im Oktober 2026
- Weitere wichtige Termine rund um Astronomie und Raumfahrt im Oktober 2026
- 4.–10. Oktober: Weltraumwoche
- 11.–17. Oktober: Woche der Geowissenschaften
- 18. Oktober: Vor 63 Jahren flog Félicette als erste Katze ins All
- 22. Oktober: Vor 51 Jahren landete Wenera 9 auf der Venus
- 24. Oktober: Vor 80 Jahren entstand das erste Foto der Erde aus dem All
- 31. Oktober: Tag der dunklen Materie
- Astronomische Ereignisse im Oktober 2026: Häufige Fragen
- Himmelsereignisse im Oktober 2026: Zum Abschluss
Die schönsten astronomischen Ereignisse im Oktober 2026
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4. Oktober — Saturn in Opposition: Dies ist die beste Zeit des Jahres, um Saturn zu beobachten: Er erreicht seine größte Helligkeit, ist die ganze Nacht sichtbar und steht besonders günstig, um seine berühmten Ringe im Teleskop zu betrachten. Weitere Höhepunkte finden Sie in unserer Übersicht der besten astronomischen Ereignisse 2026.
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6. Oktober — Jupiterbedeckung durch den Mond: Der Mond zieht direkt vor dem hellen Jupiter vorbei. Der Planet verschwindet und taucht etwa eine Stunde später wieder auf. Es ist die zweite von acht aufeinanderfolgenden Jupiterbedeckungen. Anders als im September lässt sich dieses Ereignis in bewohnten Teilen Nordamerikas am dunklen Himmel vor der Morgendämmerung beobachten.
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21.–22. Oktober — Maximum der Orioniden: Einer der schönsten Meteorströme im Oktober kann etwa 20 Meteore pro Stunde hervorbringen, darunter schnelle, helle Meteore mit nachleuchtenden Spuren. Dieses Jahr stört das Mondlicht. Beobachten Sie deshalb vor der Morgendämmerung, wenn der Mond tief steht oder bereits untergegangen ist.
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25. Oktober — Mond, Saturn und Algenib: Der fast volle Mond bildet mit Saturn und Algenib ein schönes gleichseitiges Dreieck am Himmel. Algenib gehört zum Pegasus, einem der lohnendsten Sternbilder dieses Monats.
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26. Oktober — Voller Jägermond: Der Oktobervollmond ist der Jägermond. So heißt traditionell der Vollmond nach dem Erntemond. Beobachten Sie ihn um den Mondaufgang: Nahe dem Horizont erscheint der Mond oft besonders groß und nimmt einen warmen Orangeton an.
Kalender der Himmelsereignisse im Oktober

Hier finden Sie die wichtigsten astronomischen Ereignisse im Oktober 2026. Die Daten beziehen sich auf GMT; in Ihrer Zeitzone können manche Ereignisse daher auf einen anderen Tag fallen. Genaue Zeiten und die Sichtbarkeit an Ihrem Standort zeigt die App Sky Tonight.
Die Spalte Sichtbarkeit zeigt, wie leicht sich das jeweilige Ereignis beobachten lässt:
- 🟢 Gut — unter normalen Bedingungen leicht mit bloßem Auge zu sehen
- 🟡 Mäßig — sichtbar, aber möglicherweise sind etwas Erfahrung, ein Fernglas oder ein Teleskop nötig
- 🔴 Schlecht — wegen ungünstiger Bedingungen schwer zu beobachten
- ⚫ Nicht sichtbar — das Ereignis lässt sich nicht visuell beobachten
Klicken Sie auf die verlinkten Ereignisse, um ausführliche Einzelbeiträge zu öffnen.
| Datum | Ereignis | Sichtbarkeit |
|---|---|---|
| 1. Oktober | Maximum der Tages-Sextantiden (5 Meteore pro Stunde) | 🔴 Schlecht |
| 1. Oktober | Mond bei Uranus | 🟡 Mäßig |
| 1. Oktober | Mond bei Aldebaran | 🟢 Gut |
| 2.–3. Oktober | Mond, Aldebaran und Beteigeuze bilden ein nahezu gleichseitiges Dreieck | 🟢 Gut |
| 3. Oktober | Venus wird rückläufig | ⚫ Nicht sichtbar¹ |
| 4. Oktober | Saturn in Opposition | 🟢 Gut |
| 4. Oktober | Mond bei Pollux | 🟢 Gut |
| 4.–7. Oktober | Mond wandert entlang der Linie aus Mars, Jupiter und Regulus | 🟢 Gut |
| 5. Oktober | Mars beim Mond | 🟢 Gut |
| 5. Oktober | Mond bei Praesepe | 🟡 Mäßig |
| 5. Oktober | Venus bei Merkur | 🔴 Schlecht |
| 5.–6. Oktober | Maximum der Oktober-Camelopardaliden (5 Meteore pro Stunde) | 🟢 Gut |
| 6. Oktober | Asteroid Pallas in Opposition | 🟡 Mäßig |
| 6. Oktober | Jupiterbedeckung durch den Mond | 🟢 Gut |
| 7. Oktober | Mond bei Regulus | 🟢 Gut |
| 8.–9. Oktober | Maximum der Draconiden (5 Meteore pro Stunde) | 🟢 Gut |
| 10. Oktober | Neumond | ⚫ Nicht sichtbar |
| 11. Oktober | Maximum der Delta-Aurigiden (2 Meteore pro Stunde) | 🟢 Gut |
| 11. Oktober | Mond bei Spica | ⚫ Nicht sichtbar |
| 12. Oktober | Mond bei Venus | 🟡 Mäßig |
| 12. Oktober | Merkur in größter östlicher Elongation | 🟡 Mäßig |
| 12. Oktober | Mond bei Merkur | 🟡 Mäßig |
| 13. Oktober | Frühes Maximum der Südlichen Tauriden (etwa 5 Meteore pro Stunde) | 🟢 Gut |
| 13. Oktober | Asteroid Vesta in Opposition | 🟡 Mäßig |
| 14. Oktober | Mond bei Antares | 🟢 Gut |
| 18. Oktober | Maximum der Epsilon-Geminiden (3 Meteore pro Stunde) | 🟡 Mäßig |
| 19. Oktober | Mond bei Pluto | 🔴 Schlecht |
| 21. Oktober | Maximum der Orioniden (20 Meteore pro Stunde) | 🟡 Mäßig |
| 24. Oktober | Maximum der Leonis-Minoriden (2 Meteore pro Stunde) | 🔴 Schlecht |
| 24. Oktober | Mond bei Neptun | 🔴 Schlecht |
| 24. Oktober | Venus in unterer Konjunktion | ⚫ Nicht sichtbar |
| 24. Oktober | Merkur wird rückläufig | ⚫ Nicht sichtbar¹ |
| 24. Oktober | Mond bei Saturn | 🟢 Gut |
| 25. Oktober | Mond, Saturn und Algenib bilden ein nahezu gleichseitiges Dreieck | 🟢 Gut |
| 26. Oktober | Voller Jägermond | 🟢 Gut |
| 26.–27. Oktober | Mars, Praesepe und Jupiter bilden eine nahezu gerade Linie | 🟡 Mäßig |
| 28. Oktober | Mond bei den Plejaden | 🟡 Mäßig |
| 28. Oktober | Mond bei Uranus | 🟡 Mäßig |
| 28. Oktober | Mond bei Aldebaran | 🟢 Gut |
| 29.–30. Oktober | Mond, Aldebaran und Beteigeuze bilden ein gleichschenkliges Dreieck | 🟢 Gut |
| 31. Oktober | Mond bei Pollux | 🟢 Gut |
¹ Bei der Rückläufigkeit bezieht sich „Nicht sichtbar“ auf das Ereignis selbst: Selbst wenn der Planet sichtbar ist, lässt sich seine rückläufige Bewegung nicht auf einen Blick erkennen. Dafür müssen Sie seine Position über mehrere Nächte verfolgen.
Was Sie heute Abend und im weiteren Verlauf der Woche beobachten können, erfahren Sie in unserem wöchentlichen Sternhimmel-Guide.
Mondereignisse im Oktober 2026
Diesen Oktober verdeckt der Mond Jupiter, zieht nahe an mehreren hellen Planeten und Sternen vorbei und erreicht gegen Monatsende die Vollmondphase als Jägermond.
6. Oktober: Jupiterbedeckung durch den Mond

Am 6. Oktober zieht der Mond direkt vor Jupiter vorbei. Der helle Planet verschwindet hinter der Mondscheibe und taucht später wieder auf. Dies ist die zweite von acht Jupiterbedeckungen durch den Mond zwischen September 2026 und Mai 2027.
Anders als die Septemberbedeckung, die größtenteils tagsüber stattfand, lässt sich das Oktoberereignis in bewohnten Teilen Nordamerikas am dunklen Himmel vor der Morgendämmerung beobachten. Das Sichtbarkeitsgebiet erstreckt sich auch über Afrika, dort findet die Bedeckung allerdings bei Tageslicht statt.
Auch wenn Sie die Bedeckung nicht sehen können, stehen Mond und Jupiter am Morgenhimmel nahe beieinander. Ihr Abstand hängt vom Beobachtungsort und der Uhrzeit ab.
Mehr dazu: Helle Punkte neben dem Mond
26. Oktober: Voller Jägermond

Der Vollmond tritt am 26. Oktober um 04:12 GMT ein. Zu Beginn des Tages steht der Mond in den Fischen, danach wechselt er in den Widder, wo er bis zum Tagesende bleibt. Etwa drei Tage lang wirkt er voll, sodass Sie schon am 25. Oktober mit der Beobachtung beginnen können.
Dieser Vollmond heißt traditionell Jägermond. Der Name gehört nicht fest zum Oktober, sondern bezeichnet den Vollmond unmittelbar nach dem Erntemond. Früher konnten Jäger nach der Ernte Tiere auf den offenen Feldern leichter entdecken. Der helle Mond half ihnen außerdem, die Jagd nach Sonnenuntergang fortzusetzen.
Weitere traditionelle Namen für den Oktobervollmond sind Frostmond, Laubfallmond und Mond des verdorrenden Grases.
Auf der Südhalbkugel, wo der Oktober in den Frühling fällt, sind die jahreszeitlichen Bezüge ganz andere. Dort gibt es Namen wie Eiermond, Fischmond, rosa Mond und Mond des Erwachens.
Mehr dazu: Vollmond im Oktober 2026
Mondphasen im Oktober 2026

- Letztes Viertel: 3. Oktober, 13:25 GMT
- Neumond: 10. Oktober, 15:50 GMT
- Erstes Viertel: 18. Oktober, 16:12 GMT
- Vollmond: 26. Oktober, 04:12 GMT
| Datum | Mondphase | Mondsichtbarkeit |
|---|---|---|
| 3. Oktober | Letztes Viertel | Am besten morgens sichtbar. Im Teleskop lassen sich entlang des Terminators, der Grenze zwischen Licht und Schatten, Details der Mondoberfläche erkennen. |
| 10. Oktober | Neumond | Der Mond ist nicht sichtbar — eine gute Nacht zur Sternbeobachtung. |
| 18. Oktober | Erstes Viertel | Am besten abends sichtbar. |
| 26. Oktober | Vollmond | Der Mond geht etwa bei Sonnenuntergang auf und bleibt bis zur Morgendämmerung sichtbar. |
In unserem Mondkalender finden Sie die Mondauf- und -untergangszeiten für Ihren Standort.
Sichtbare Planeten im Oktober 2026
Der Oktober bietet gute Beobachtungsmöglichkeiten für mehrere Planeten: Saturn erreicht die Opposition, Jupiter und Mars leuchten am Morgenhimmel, und Merkur ist um seine größte Elongation am besten am Abend zu sehen. Die Bedingungen unterscheiden sich stark zwischen Nord- und Südhalbkugel, besonders bei Merkur und Venus.
Mehr erfahren: Heute sichtbare Planeten
Sichtbare Planeten im Oktober 2026: Nordhalbkugel
| Planet | Empfohlene Ausrüstung | Beobachtungszeit | 1.–10. Oktober | 11.–20. Oktober | 21.–31. Oktober |
|---|---|---|---|---|---|
| Merkur | Bloßes Auge | Abends | 🔴 Schlecht | 🔴 Schlecht | ⚫ Nicht sichtbar |
| Venus | Bloßes Auge | Abends | 🔴 Schlecht | ⚫ Nicht sichtbar | ⚫ Nicht sichtbar |
| Mars | Bloßes Auge | Morgens | 🟢 Gut | 🟢 Gut | 🟢 Gut |
| Jupiter | Bloßes Auge | Morgens | 🟢 Gut | 🟢 Gut | 🟢 Gut |
| Saturn | Bloßes Auge | Abends/nachts | 🟢 Gut | 🟢 Gut | 🟢 Gut |
| Uranus | Fernglas oder Teleskop | Späte Nacht/Morgen | 🟡 Mäßig | 🟡 Mäßig | 🟡 Mäßig |
| Neptun | Teleskop | Abends/nachts | 🟡 Mäßig | 🟡 Mäßig | 🟡 Mäßig |
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Merkur (Jungfrau, Waage; Helligkeit von −0,1 bis 2,6 mag): Merkur steht den gesamten Oktober tief am Abendhimmel und ist deshalb in nördlichen Breiten schwer zu beobachten. Die beste Gelegenheit ergibt sich um den 12. Oktober, wenn er mit 25° Abstand zur Sonne seine größte östliche Elongation erreicht. Am selben Tag steht die schmale Mondsichel in der Nähe. Zuvor begegnet Merkur am 5. Oktober der Venus. Am 24. Oktober wird er rückläufig und verschwindet rasch im Sonnenlicht.
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Venus (Jungfrau; Helligkeit etwa von −4,8 bis −4,1 mag): Venus beginnt den Oktober als extrem heller, aber sehr tief stehender Abendplanet. Sie nähert sich rasch der Sonne und wird im Monatsverlauf immer schwerer sichtbar. Am 3. Oktober wird Venus rückläufig, am 5. Oktober zieht sie an Merkur vorbei, und am 12. Oktober steht die schmale Mondsichel in der Nähe. Am 24. Oktober erreicht Venus ihre untere Konjunktion, zieht zwischen Erde und Sonne hindurch und verschwindet vom Abendhimmel. Im November kehrt sie als Morgenplanet zurück.
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Mars (Krebs, Löwe; Helligkeit von 1,1 bis 0,9 mag): Mars ist morgens leicht zu sehen und wird im Oktober langsam heller. Am 5. Oktober zieht der abnehmende Mond sehr dicht an Mars vorbei; in Nordkanada ist eine Marsbedeckung sichtbar. Um den 11. Oktober durchquert Mars den Sternhaufen Praesepe (M44) — ein schöner Anblick im Fernglas. Am 26.–27. Oktober bilden Mars, Praesepe und Jupiter vor Sonnenaufgang eine lange, fast gerade Linie. Mars wechselt am 30. Oktober vom Krebs in den Löwen.
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Jupiter (Löwe; Helligkeit von −1,9 bis −2,0 mag): Jupiter leuchtet hell am Morgenhimmel und geht im Laufe des Oktobers immer früher auf. Das wichtigste Ereignis findet am 6. Oktober statt, wenn der Mond Jupiter in einigen Teilen der Welt bedeckt. Anderswo können Sie Jupiter vor Sonnenaufgang nahe dem Mond sehen. Am 26.–27. Oktober bildet er mit Mars und Praesepe eine auffällige Linie, die vor Sonnenaufgang sichtbar ist.
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Saturn (Walfisch; Helligkeit von 0,3 bis 0,5 mag): Saturn gehört diesen Monat zu den am leichtesten beobachtbaren Planeten. Am 4. Oktober erreicht er die Opposition: Er geht etwa bei Sonnenuntergang auf, bleibt die ganze Nacht sichtbar und erreicht seine größte Helligkeit des Jahres. Ein Teleskop zeigt seine Ringe, deren Öffnung von der Erde aus gesehen derzeit noch klein ist. Am 25. Oktober bildet der fast volle Mond mit Saturn und dem Stern Algenib ein schönes gleichseitiges Dreieck. Alle drei sind mit bloßem Auge sichtbar.
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Uranus (Stier; Helligkeit etwa 5,6 mag): Uranus ist während des größten Teils der Nacht sichtbar und steht mit näher rückender Novemberopposition immer günstiger. Unter vollkommen dunklem Himmel liegt er nahe der Sichtbarkeitsgrenze des bloßen Auges, doch ein Fernglas oder Teleskop erleichtert das Auffinden erheblich. Der Mond zieht am 1. und erneut am 28. Oktober nahe Uranus vorbei.
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Neptun (Fische; Helligkeit etwa 7,7 mag): Nach seiner Opposition Ende September steht Neptun abends und nachts günstig. Zur Beobachtung brauchen Sie ein Teleskop; dunkle, mondlose Nächte bieten die besten Bedingungen. Am 24. Oktober passiert der Mond Neptun, doch das helle Mondlicht macht den fernen Planeten dann besonders schwer erkennbar.
Sichtbare Planeten im Oktober 2026: Südhalbkugel
| Planet | Empfohlene Ausrüstung | Beobachtungszeit | 1.–10. Oktober | 11.–20. Oktober | 21.–31. Oktober |
|---|---|---|---|---|---|
| Merkur | Bloßes Auge | Abends | 🟢 Gut | 🟢 Gut | 🔴 Schlecht |
| Venus | Bloßes Auge | Abends | 🟢 Gut | 🟡 Mäßig | ⚫ Nicht sichtbar |
| Mars | Bloßes Auge | Morgens | 🟢 Gut | 🟢 Gut | 🟢 Gut |
| Jupiter | Bloßes Auge | Morgens | 🟢 Gut | 🟢 Gut | 🟢 Gut |
| Saturn | Bloßes Auge | Abends/nachts | 🟢 Gut | 🟢 Gut | 🟢 Gut |
| Uranus | Fernglas oder Teleskop | Späte Nacht/Morgen | 🟡 Mäßig | 🟡 Mäßig | 🟡 Mäßig |
| Neptun | Teleskop | Abends/nachts | 🟡 Mäßig | 🟡 Mäßig | 🟡 Mäßig |
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Merkur (Jungfrau, Waage; Helligkeit etwa von −0,1 bis 2,6 mag): Auf der Südhalbkugel bietet der Oktober eine der besten Abendsichtbarkeiten Merkurs im Jahr 2026. Suchen Sie ihn nach Sonnenuntergang über dem westlichen Horizont. Am 12. Oktober erreicht Merkur seine größte östliche Elongation mit etwa 25° Abstand zur Sonne. Eine schmale Mondsichel steht in der Nähe, und auch Venus ist in derselben Himmelsregion zu sehen. Nach der Monatsmitte wird Merkur schwächer und sinkt wieder zum Horizont, sodass er Ende Oktober schwer zu beobachten ist.
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Venus (Jungfrau; Helligkeit etwa von −4,8 bis −4,1 mag): Venus beginnt den Oktober als strahlend heller Abendplanet über dem westlichen Horizont. Auf der Südhalbkugel ist sie deutlich besser zu sehen als im Norden, besonders zu Monatsbeginn. Am 5.–7. Oktober steht Venus nahe Merkur, und am 12. Oktober gesellt sich die schmale Mondsichel dazu. Danach nähert sich Venus rasch der Sonne und erreicht am 24. Oktober die untere Konjunktion, womit sie vom Abendhimmel verschwindet.
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Mars (Krebs, Löwe; Helligkeit von 1,1 bis 0,9 mag): Mars ist vor Sonnenaufgang am Morgenhimmel sichtbar und wird im Oktober langsam heller. Am 5. Oktober zieht der abnehmende Mond sehr dicht an Mars vorbei. Im weiteren Monatsverlauf gelangt Mars in die Nähe des Sternhaufens Praesepe (M44). Am 26.–27. Oktober bilden Mars, der Sternhaufen und Jupiter eine lange, fast gerade Linie am Morgenhimmel. Ende des Monats wechselt Mars in den Löwen.
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Jupiter (Löwe; Helligkeit von −1,9 bis −2,0 mag): Jupiter ist morgens hell und leicht zu finden. Im Laufe des Oktobers geht er immer früher auf. Am 6. Oktober zieht der Mond für Beobachter an manchen Orten direkt vor Jupiter vorbei; anderswo stehen die beiden zumindest nahe beieinander. Gegen Monatsende bildet Jupiter mit Mars und Praesepe eine auffällige Linie vor Sonnenaufgang.
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Saturn (Walfisch; Helligkeit von 0,3 bis 0,5 mag): Saturn steht diesen Monat für Beobachter auf der Südhalbkugel besonders günstig. Am 4. Oktober erreicht er die Opposition, geht etwa bei Sonnenuntergang auf und bleibt die ganze Nacht sichtbar. Es ist eine der besten Zeiten des Jahres, den Planeten und seine Ringe im Teleskop zu betrachten. Am 25. Oktober bildet der fast volle Mond mit Saturn und dem Stern Algenib ein schönes gleichseitiges Dreieck.
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Uranus (Stier; Helligkeit etwa 5,6 mag): Uranus ist während eines großen Teils der Nacht sichtbar und wird mit näher rückender Opposition im November leichter beobachtbar. Ein Fernglas oder Teleskop wird empfohlen. Der Mond passiert Uranus am 1. und erneut am 28. Oktober.
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Neptun (Fische; Helligkeit etwa 7,7 mag): Nach seiner Septemberopposition bleibt Neptun abends und nachts gut platziert. Sie brauchen ein Teleskop, um ihn zu sehen. Am 24. Oktober steht der Mond in der Nähe, dessen helles Licht das Auffinden Neptuns erschwert.
4. Oktober: Saturn in Opposition

Am 4. Oktober um 12:29 GMT erreicht Saturn die Opposition — den Moment, in dem er an unserem Himmel der Sonne gegenübersteht. Dies ist die beste Zeit des Jahres, um Saturn zu beobachten: Er geht etwa bei Sonnenuntergang auf, bleibt die ganze Nacht sichtbar und erreicht um Mitternacht seinen höchsten Stand.
Zur Opposition leuchtet Saturn mit einer Helligkeit von 0,3 mag im Sternbild Walfisch und ist leicht mit bloßem Auge zu sehen. Er steht auch in seiner geringsten Entfernung zur Erde im Jahr 2026, etwa 8,43 AE.
Schon ein kleines Teleskop zeigt Saturns Ringe deutlich vom Planetenkörper getrennt. Nach der Kantenstellung im Jahr 2025 erscheinen die Ringe 2026 noch relativ schmal, öffnen sich aber allmählich wieder. Unter guten Bedingungen können Sie auch Titan, Saturns größten Mond, entdecken.
Mehr dazu: Planetenoppositionen 2026
Astronomische Ereignisse im Oktober 2026: Sterne und Sternbilder
Mehrere Sternbilder erreichen im Oktober abends ihren höchsten Stand. Einige sind groß und leicht zu erkennen, andere lichtschwach und am besten fernab von Stadtlichtern zu sehen.
Mehr dazu: Sternbilder im Oktober; Sterne und Asterismen im Oktober
Die besten Oktobersternbilder auf der Nordhalbkugel

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Pegasus ist eines der am leichtesten erkennbaren Oktobersternbilder. Beginnen Sie mit dem großen Pegasusquadrat, das Markab, Scheat, Algenib und Alpheratz bilden. Von dort können Sie die übrige Gestalt des geflügelten Pferdes bis zu seinem hellsten Stern Enif verfolgen.
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Kepheus ist am nördlichen Himmel zwischen dem Polarstern und der W-förmigen Kassiopeia leicht zu finden. Seine fünf Hauptsterne bilden eine einfache Hausform. An vielen nördlichen Standorten bleibt das Sternbild die ganze Nacht über dem Horizont.
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Der Wassermann ist deutlich lichtschwächer; ein dunkler Himmel hilft deshalb beim Auffinden. Suchen Sie im Süden nach dem kleinen Y-förmigen Asterismus Wasserkrug. Der helle Fomalhaut darunter kann als Orientierung dienen.
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Der Südliche Fisch steht für Beobachter auf der Nordhalbkugel tief am südlichen Himmel. Seine Hauptfigur ist lichtschwach, doch sein hellster Stern Fomalhaut lässt sich leicht erkennen. Er fällt in einer vergleichsweise sternarmen Gegend des Herbsthimmels auf.
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Die Eidechse ist ein kleines, lichtschwaches Sternbild zwischen Schwan und Andromeda. Ihre Sterne bilden eine kleine Zickzacklinie, die gelegentlich mit einer Miniaturausgabe des Kassiopeia-W verglichen wird.
Die besten Oktobersternbilder auf der Südhalbkugel

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Der Südliche Fisch steht im Oktober besonders günstig und steigt viel höher als für nördliche Beobachter. Beginnen Sie beim hellen Fomalhaut und verfolgen Sie dann die lichtschwache Fischgestalt um ihn herum.
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Der Kranich ist ein weiteres lohnendes südliches Sternbild. Suchen Sie zuerst Fomalhaut und blicken Sie dann weiter nach Süden zu Alnair und der langen, schmalen Sternfigur des Kranichs.
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Der Wassermann steht in weiten Teilen der Südhalbkugel hoch am Himmel. Seine Sterne sind nicht besonders hell, doch der Wasserkrug hilft beim Erkennen des Sternbilds.
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Der Oktant umgibt den südlichen Himmelspol. Er besitzt keine helle, auffällige Figur und lässt sich daher am besten unter dunklem Himmel beobachten. Anders als im Norden gibt es am Südhimmel keinen hellen Polarstern: Sigma Octantis ist viel zu lichtschwach, um hervorzustechen.
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Pegasus ist ebenfalls in weiten Teilen der Südhalbkugel sichtbar, steht dort aber tiefer im Norden. Suchen Sie nach seinem großen Quadrat, das gegenüber dem Anblick aus nördlichen Breiten gekippt erscheinen kann.
25. Oktober: Mond bildet ein Dreieck mit Saturn und Algenib

Am 25. Oktober bildet der fast volle Mond mit Saturn und Algenib, einem hellen Stern im Pegasus, ein auffälliges Dreieck am Himmel.
Das Dreieck ist recht groß: Seine Seiten messen ungefähr 15°, also etwa anderthalb Faustbreiten bei ausgestrecktem Arm. Sie brauchen weder Fernglas noch Teleskop — alle drei Himmelskörper sind leicht mit bloßem Auge zu sehen.
Von Neuseeland und Teilen des Südpazifiks aus erscheint das Dreieck nahezu gleichseitig; alle drei Seiten sind dort fast exakt gleich lang. An anderen Orten kann die Figur gestreckter wirken, da sich die scheinbare Position des Mondes mit Beobachtungszeit und Standort ändert.
Astronomische Ereignisse im Oktober 2026: Sternschnuppen
Im Oktober erreichen acht Meteorschauer ihr Maximum. Zwei stechen besonders hervor: die Draconiden und die Orioniden. Die Draconiden profitieren dieses Jahr von einem sehr dunklen Himmel, während das Mondlicht die Beobachtung der aktiveren Orioniden stört.
| Meteorschauer | Maximum | Meteore pro Stunde | Sichtbarkeit | Am besten sichtbar von |
|---|---|---|---|---|
| Tages-Sextantiden | 1. Oktober | 5 | 🔴 Schlecht | Beiden Halbkugeln |
| Oktober-Camelopardaliden | 5.–6. Oktober | 5 | 🟢 Gut | Der Nordhalbkugel |
| Draconiden | 8.–9. Oktober | 5 | 🟢 Gut | Der Nordhalbkugel |
| Delta-Aurigiden | 11. Oktober | 2 | 🟢 Gut | Der Nordhalbkugel |
| Südliche Tauriden | 13. Oktober | 5 | 🟢 Gut | Beiden Halbkugeln |
| Epsilon-Geminiden | 18. Oktober | 3 | 🟡 Mäßig | Beiden Halbkugeln |
| Orioniden | 21.–22. Oktober | 20 | 🟡 Mäßig | Beiden Halbkugeln |
| Leonis-Minoriden | 24. Oktober | 2 | 🔴 Schlecht | Der Nordhalbkugel |
Mehr dazu: Meteorschauer im Oktober.
8.–9. Oktober: Draconiden

Die Draconiden erreichen ihr Maximum in der Nacht vom 8. auf den 9. Oktober mit etwa 5 Meteoren pro Stunde. Die Bedingungen sind ausgezeichnet: Der Mond ist nur zu etwa 3 % beleuchtet, sodass auch schwächere Meteore leichter zu erkennen sein sollten.
Anders als die meisten Meteorströme lassen sich die Draconiden am besten am Abend beobachten, nicht erst vor der Morgendämmerung. Sie sind vor allem für die Nordhalbkugel geeignet. Ihr Radiant — der Punkt, von dem die Meteore scheinbar ausgehen — liegt im Drachen, hoch am nördlichen Himmel.
21.–22. Oktober: Orioniden

Die Orioniden sind der wichtigste Meteorstrom des Monats und bringen zum Maximum etwa 20 Meteore pro Stunde hervor. Sie sind von beiden Halbkugeln aus sichtbar und für sehr schnelle Meteore, helle Feuerkugeln und mehrere Sekunden lang nachleuchtende Spuren bekannt.
2026 ist der Mond zu etwa 80 % beleuchtet und hellt die erste Nachthälfte auf. Warten Sie für die beste Sicht bis in die Stunden vor der Morgendämmerung: Dann steht der Radiant höher und der Mond tiefer oder bereits unter dem Horizont.
Weitere Meteorschauer im Oktober 2026
Auch mehrere schwächere Meteorschauer erreichen diesen Monat ihr Maximum:
- 1. Oktober — Tages-Sextantiden: etwa 5 Meteore pro Stunde; am besten kurz vor Sonnenaufgang.
- 5.–6. Oktober — Oktober-Camelopardaliden: etwa 5 Meteore pro Stunde; gute Bedingungen auf der Nordhalbkugel.
- 11. Oktober — Delta-Aurigiden: etwa 2 Meteore pro Stunde; dunkler Himmel nahe Neumond, aber sehr wenige Meteore.
- 13. Oktober — Südliche Tauriden: etwa 5 Meteore pro Stunde; von beiden Halbkugeln sichtbar und für helle, langsame Meteore bekannt.
- 18. Oktober — Epsilon-Geminiden: etwa 3 Meteore pro Stunde; am besten später in der Nacht nach Monduntergang.
- 24. Oktober — Leonis-Minoriden: etwa 2 Meteore pro Stunde; schlechte Bedingungen durch den fast vollen Mond.
Deep-Sky-Objekte im Oktober 2026
Auf der Nordhalbkugel lohnen sich M2 im Wassermann und die offenen Sternhaufen NGC 752, NGC 457 und NGC 663. Zu den interessanten Nebeln in Perseus, Kepheus und Kassiopeia gehören der Kleine Hantelnebel (M76), NGC 40, der Kaliforniennebel (NGC 1499), der Höhlennebel (Sh2-155) und der Geist der Kassiopeia (IC 63). Die Sternhaufen sind gute Fernglasziele, während die meisten Nebel eher für Teleskope oder Astrofotografie geeignet sind.
Beobachter auf der Südhalbkugel können die Galaxien NGC 300 und NGC 247, die günstig für Teleskopbeobachtungen stehen, sowie den Kugelsternhaufen NGC 288 im Bildhauer anvisieren. Unter dunklem Himmel lässt sich NGC 300 sogar im Fernglas erkennen.
Mehr dazu: Die besten Deep-Sky-Objekte im Oktober
Kometen im Oktober 2026

Am 2. Oktober erreicht 161P/Hartley–IRAS seine größte Erdnähe und dürfte etwa 11,3 mag hell werden. Anfang Oktober ist deshalb die beste Zeit, nach ihm Ausschau zu halten. Für die Beobachtung des Kometen ist ein Teleskop erforderlich.
161P/Hartley–IRAS ist von beiden Halbkugeln aus am Abendhimmel sichtbar. Zu Monatsbeginn sind die Bedingungen auf der Südhalbkugel besser. Nach Anfang Oktober wird der Komet allmählich lichtschwächer.
Mehr dazu: Kommende Kometen.
Weitere wichtige Termine rund um Astronomie und Raumfahrt im Oktober 2026
Im Oktober finden die Weltraumwoche und die Woche der Geowissenschaften statt. Außerdem jähren sich mehrere bedeutende Raumfahrtmissionen.
4.–10. Oktober: Weltraumwoche
Die Weltraumwoche ist eine jährliche internationale Veranstaltung zu Weltraumwissenschaft und -technik. Ihre Daten haben symbolische Bedeutung: Am 4. Oktober 1957 startete Sputnik 1, und am 10. Oktober 1967 trat der Weltraumvertrag in Kraft.
Das Motto der Weltraumwoche 2026 lautet „Raketenrevolution“. Im Mittelpunkt steht, wie wiederverwendbare Raketen, kommerzielle Startanbieter und neue Raumfahrtprogramme den Zugang zum All verändern. Mehr erfahren Sie in unserem Guide zur Weltraumwoche.
11.–17. Oktober: Woche der Geowissenschaften
Die Woche der Geowissenschaften 2026 findet vom 11. bis 17. Oktober unter dem Motto „Kritische Rohstoffe für eine florierende Gesellschaft“ statt. Die Veranstaltungen befassen sich mit den mineralischen Rohstoffen moderner Technologien und damit, wie die Geowissenschaften helfen, diese Ressourcen verantwortungsvoll zu finden, zu nutzen und wiederzuverwerten.
Unsere Infografik zum Weltraumbergbau zeigt, welche Ressourcen wir auf Asteroiden, dem Mond und anderen Himmelskörpern gewinnen könnten.

18. Oktober: Vor 63 Jahren flog Félicette als erste Katze ins All
Am 18. Oktober 1963 wurde Félicette zur ersten und bislang einzigen Katze im Weltraum. Die französische Mission erreichte eine Höhe von etwa 154 km. Nach dem kurzen suborbitalen Flug kehrte Félicette sicher zur Erde zurück.
Über ihr Training und ihr Schicksal nach dem Flug erfahren Sie mehr in unserem Artikel über Félicette, die erste Katze im All.
22. Oktober: Vor 51 Jahren landete Wenera 9 auf der Venus
Am 22. Oktober 1975 landete die sowjetische Sonde Wenera 9 auf der Venus und übermittelte die ersten Bilder von der Oberfläche eines anderen Planeten. Der Lander hielt der extremen Hitze und dem hohen Druck 53 Minuten lang stand.
Seither haben wir viel über die Venus gelernt, doch sie birgt noch zahlreiche Geheimnisse. Glauben Sie, den Planeten gut zu kennen? Testen Sie sich mit unserem Venus-Quiz.

24. Oktober: Vor 80 Jahren entstand das erste Foto der Erde aus dem All

Am 24. Oktober 1946 fotografierte eine Kamera an Bord einer umgebauten V-2-Rakete die Erde aus etwa 105 km Höhe. Es waren die ersten Fotos unseres Planeten aus dem Weltraum — in diesem Jahr genau acht Jahrzehnte her.
Seitdem hat sich die Weltraumfotografie stark weiterentwickelt. Wie sich Planetenaufnahmen in einem Jahrhundert verändert haben, von frühen Weltraumfotos bis zu viel neueren Bildern, zeigt unsere Infografik mit Planetenbildern.
31. Oktober: Tag der dunklen Materie
Der 31. Oktober ist nicht nur Halloween, sondern auch der Tag der dunklen Materie. Die Wissenschaft weiß noch nicht genau, was dunkle Materie ist, kann ihre Wirkung aber anhand der Gravitation erkennen. Mehr über dunkle Materie und die anderen Bestandteile des Universums erfahren Sie in unserem Artikel darüber, woraus das Weltall besteht.
Astronomische Ereignisse im Oktober 2026: Häufige Fragen
Was ist das beste astronomische Ereignis im Oktober 2026?
Einer der größten Höhepunkte ist Saturns Opposition am 4. Oktober. Der Planet erreicht seine größte Helligkeit des Jahres, ist die ganze Nacht sichtbar und steht besonders günstig für Teleskopbeobachtungen.
Weitere wichtige Ereignisse sind die Jupiterbedeckung durch den Mond am 6. Oktober, das Maximum der Orioniden am 21.–22. Oktober, das Dreieck aus Mond, Saturn und Algenib am 25. Oktober und der volle Jägermond am 26. Oktober.
Wann ist Vollmond im Oktober 2026?
Der volle Jägermond tritt am 26. Oktober um 04:11 GMT ein. Der Mond steht dann im Sternbild Widder. Er heißt Jägermond, weil er der erste Vollmond nach dem Erntemond ist.
Welche Planeten sind im Oktober 2026 sichtbar?
Mars und Jupiter sind morgens sichtbar, während Saturn den Abend- und Nachthimmel prägt. Merkur und Venus lassen sich zu Monatsbeginn nach Sonnenuntergang sehen, besonders auf der Südhalbkugel. Beide werden im späteren Oktober jedoch schwer beobachtbar. Uranus ist am besten mit Fernglas oder Teleskop zu sehen, Neptun ist ein Teleskopziel.
Gibt es im Oktober 2026 Meteorschauer?
Ja — acht Meteorströme erreichen im Oktober ihr Maximum. Die wichtigsten sind die Draconiden um den 8.–9. Oktober und die Orioniden am 21.–22. Oktober mit etwa 20 Meteoren pro Stunde. Die Draconiden profitieren dieses Jahr von deutlich dunklerem Himmel, während das Mondlicht die Orioniden stört.
Wann ist der Himmel im Oktober 2026 am dunkelsten?
Die dunkelsten Nächte liegen um den Neumond am 10. Oktober. Mit wenig oder ganz ohne Mondlicht ist dies die beste Zeit des Monats, um lichtschwache Galaxien, Nebel, Sternhaufen und Meteorströme zu beobachten.
Himmelsereignisse im Oktober 2026: Zum Abschluss
Im Oktober lohnt es sich, öfter zum Himmel zu schauen. Saturn zeigt sich von seiner besten Seite, der Mond verdeckt Jupiter, die Orioniden kehren zurück, und gegen Monatsende leuchtet der volle Jägermond.
Dazwischen gibt es viele kleinere Entdeckungen: enge Begegnungen, Sternmuster, Sternbilder und Deep-Sky-Objekte können einen gewöhnlichen Abend in eine schöne Beobachtungsnacht verwandeln.
Mit Sky Tonight sehen Sie, was an Ihrem Standort sichtbar ist, wann Sie hinschauen sollten und wo Sie die einzelnen Himmelskörper finden.
