Planetenparade im November 2026: Vier Planeten in einer Reihe vor Sonnenaufgang sichtbar

~7 min

Bei der Planetenparade im November 2026 sind Merkur, Venus, Mars und Jupiter vom 13. bis 22. November gemeinsam vor Sonnenaufgang zu sehen. Alle vier Planeten sind hell genug für das bloße Auge. Die Nordhalbkugel bietet bessere Beobachtungsbedingungen, während Merkurs geringe Höhe die vollständige Planetenparade in weiten Teilen der Südhalbkugel schwer sichtbar macht. Öffnen Sie Star Walk 2 und nutzen Sie die Funktion Planet Walk, um die vier Planeten vorab auf der Himmelskarte zu betrachten.

Inhalt

Wann ist die Planetenparade im November 2026 zu sehen?

Planetenparade im November 2026: 14. und 20. November im Vergleich
Die vier Planeten von New York aus bei gleichem Dämmerungsstand am 14. und 20. November 2026. Die Planeten verschieben sich zwischen den beiden Terminen leicht, während Merkur bis zum 20. November heller wird und höher über dem Horizont steht.

Die Konstellation beginnt sich etwa am 8. November zu bilden, doch Merkur steht anfangs sehr tief. Je nach Morgen ergeben sich unterschiedliche Vorteile für die Beobachtung:

  • Um Merkur leichter zu entdecken: Versuchen Sie es vom 20. bis 22. November 2026. Merkur erreicht am 21. November (MEZ, UTC+1; am 20. November nach UTC) seine größte Elongation und steht dann scheinbar etwa 19,6° von der Sonne entfernt. Um diesen Zeitpunkt ist er heller und steht vor Sonnenaufgang höher über dem Horizont, sodass er leichter zu finden ist.
  • Für einen frühen Blick auf die Planetenparade: Wählen Sie den 14. November 2026. Bei gleichem Dämmerungsstand ist die horizontale Ausdehnung der Planeten an diesem Tag in allen aufgeführten Städten kleiner als am 20. November.
  • Für die Konjunktion von Mars und Jupiter: Wählen Sie einen Morgen um den 15.–16. November 2026, wenn die beiden Planeten etwa 1° voneinander entfernt erscheinen. Mehr dazu erfahren Sie in unserem Artikel über Planetenkonjunktionen.

Zusätzlicher Höhepunkt: Der Meteorstrom der Leoniden erreicht sein Maximum etwa am 17.–18. November 2026. Wenn Sie vor der Morgendämmerung nach den Planeten Ausschau halten, können Sie bei klarem, dunklem Himmel vielleicht auch einige Meteore sehen.

Beobachtungszeiten für die Planetenkonstellation am 20. November 2026

Am 20. November lässt sich Merkur am Morgen besser beobachten. Er steht höher über dem Horizont als am 14. November, allerdings sind die Planeten in allen aufgeführten Städten horizontal weiter verteilt.

StadtZeitzoneBeginn der SichtbarkeitBeste Zeit am 20. Nov. (Ortszeit)Ende der SichtbarkeitMerkurhöheAzimutspannePlaneten an den Enden der Spanne
Berlin, DeutschlandMEZ (UTC+1)06:1506:4507:009°72,6°Merkur–Jupiter
Hamburg, DeutschlandMEZ (UTC+1)06:3507:0007:158°72,3°Merkur–Jupiter
München, DeutschlandMEZ (UTC+1)06:1006:4006:559°72,2°Merkur–Jupiter
Köln, DeutschlandMEZ (UTC+1)06:4007:0507:209°72,3°Merkur–Jupiter
Frankfurt am Main, DeutschlandMEZ (UTC+1)06:3006:5507:109°72,1°Merkur–Jupiter
Wien, ÖsterreichMEZ (UTC+1)05:5006:2006:359°72,0°Merkur–Jupiter
Zürich, SchweizMEZ (UTC+1)06:2006:5007:059°72,1°Merkur–Jupiter
Stuttgart, DeutschlandMEZ (UTC+1)06:2506:5007:059°72,0°Merkur–Jupiter
  • Alle Zeiten sind auf die nächsten fünf Minuten gerundet.
  • Das ungefähre Beobachtungsfenster vom Beginn der Sichtbarkeit bis zum Ende der Sichtbarkeit umfasst den Zeitraum, in dem Merkur mindestens 5° und die anderen drei Planeten mindestens 10° über dem Horizont stehen, während die Sonnenhöhe unter −6° liegt.
  • Die beste Zeit orientiert sich an dem Moment, in dem die Sonne 8° unter dem Horizont steht.
  • Merkurhöhe und Azimutspanne sind für die angegebene beste Zeit berechnet. Die Azimutspanne beschreibt die seitliche Ausdehnung der Planeten entlang des Horizonts zwischen den beiden Planeten in der letzten Spalte. Auch bei einer kleinen Spanne können die Planeten in der Höhe weit auseinanderliegen.

Die Beobachtungszeiten hängen davon ab, wie hell der Himmel vor Sonnenaufgang bereits ist. Wie sich die Sonnenhöhe auf die Sichtbarkeit auswirkt, erfahren Sie in unserem Leitfaden zu den verschiedenen Dämmerungsphasen.

Beobachtungszeiten für die Planetenkonstellation am 14. November 2026

Am 14. November ist die horizontale Ausdehnung der Planeten in allen aufgeführten Städten kleiner als am 20. November, doch Merkur steht noch relativ tief. Die Tabelle zeigt, wann Sie von verschiedenen Orten aus nach allen vier Planeten suchen können.

StadtZeitzoneBeginn der SichtbarkeitBeste Zeit am 14. Nov. (Ortszeit)Ende der SichtbarkeitMerkurhöheAzimutspannePlaneten an den Enden der Spanne
Berlin, DeutschlandMEZ (UTC+1)06:2006:3506:507°65,7°Merkur–Mars
Hamburg, DeutschlandMEZ (UTC+1)06:4006:5007:056°65,8°Merkur–Mars
München, DeutschlandMEZ (UTC+1)06:1506:3006:457°63,7°Merkur–Mars
Köln, DeutschlandMEZ (UTC+1)06:4506:5507:107°64,9°Merkur–Mars
Frankfurt am Main, DeutschlandMEZ (UTC+1)06:3506:5007:007°65,4°Merkur–Mars
Wien, ÖsterreichMEZ (UTC+1)06:0006:1506:258°64,7°Merkur–Mars
Zürich, SchweizMEZ (UTC+1)06:3006:4506:558°64,5°Merkur–Mars
Stuttgart, DeutschlandMEZ (UTC+1)06:3006:4506:557°65,0°Merkur–Mars

Es gelten dieselben Definitionen und Sichtbarkeitskriterien.

Sichtbarkeit der Planetenkonstellation auf der Südhalbkugel

Planetenparade im November 2026 auf der Südhalbkugel
Die Planetenparade am 20. November 2026 von Jakarta und Melbourne aus.

Von mittleren südlichen Breiten aus ist die vollständige Planetenparade schwer zu beobachten. In Städten wie Sydney, Melbourne, Kapstadt, Santiago und Buenos Aires bleibt Merkur im gesamten Zeitraum vom 10. bis 30. November bis zum Beginn der bürgerlichen Morgendämmerung unter 5° Höhe.

Das schließt nicht aus, Merkur später in der Dämmerung zu sehen, doch der hellere Himmel erschwert die Suche. Venus, Mars und Jupiter sind leichter zu beobachten.

In Äquatornähe verbessern sich die Bedingungen. In Jakarta gibt es beispielsweise sowohl am 14. als auch am 20. November ein Beobachtungsfenster für alle vier Planeten. Für Merkur ist dennoch ein freier Horizont erforderlich.

So sieht man die vier Planeten im November 2026

Dies ist eine kleine Planetenparade mit vier Planeten, die hell genug für das bloße Auge sind. Um die vollständige Konstellation zu sehen, brauchen Sie jedoch einen klaren Himmel und den richtigen Zeitpunkt vor Sonnenaufgang. Merkur ist die größte Herausforderung, da er tief am heller werdenden Morgenhimmel steht.

PlanetSternbildScheinbare HelligkeitErkennungsmerkmale
JupiterLöwe−2,1Ein heller Lichtpunkt in der Nähe von Mars
MarsLöwe0,6Deutlich lichtschwächer als Jupiter, mit rötlich-orangefarbener Färbung
VenusJungfrau−4,9Der hellste der vier Planeten
MerkurWaage−0,5Tief am Morgenhimmel; am schwersten zu entdecken

Die Sternbilder und ungefähren scheinbaren Helligkeiten gelten für den 20. November 2026, nahe Merkurs größter westlicher Elongation. Der genaue Zeitpunkt der Elongation fällt auf den 21. November nach MEZ (UTC+1), beziehungsweise den 20. November nach UTC.

Wählen Sie einen Ort mit freiem Horizont in der Richtung, in der Merkur auf der Himmelskarte steht. Gebäude, Bäume, Hügel und Dunst können Merkur verdecken, obwohl die anderen Planeten gut sichtbar bleiben. Bei diesem Ereignis ist ein freier Horizont wichtiger als ein Standort fernab der Stadtlichter.

Beginnen Sie mit Jupiter und dem nahe stehenden Mars, solange der Himmel noch dunkel ist. Suchen Sie anschließend die deutlich tiefer stehende helle Venus. Merkur können Sie etwas später suchen, wenn er höher über dem Horizont steht. Warten Sie aber nicht zu lange: Mit dem nahenden Sonnenaufgang wird er schwerer sichtbar. Nutzen Sie die Himmelskarte, um jeden Planeten zu finden.

Ein Fernglas mit 7×50 oder 10×50 kann beim Aufsuchen Merkurs helfen. Ein Teleskop ist nicht erforderlich: Mit einem Refraktor von 70–100 mm Öffnung bei etwa 50–100-facher Vergrößerung lassen sich aber die Venusphase sowie Jupiters große Monde und die wichtigsten Wolkenbänder erkennen. Richten Sie Fernglas oder Teleskop niemals auf die Sonne.

Merkur ist nicht leicht zu entdecken — aber wie viel wissen Sie über ihn? Testen Sie Ihr Wissen mit unserem Merkur-Quiz.

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So sieht man die Planetenparade vorab in Star Walk 2

Planetenparade im November 2026 in Star Walk 2
Die Funktion Planet Walk in Star Walk 2 zeigt die Positionen von Merkur, Venus, Mars und Jupiter am 14. November 2026. Nutzen Sie die App, um die Planetenparade vorab zu betrachten und die Sicht von Ihrem Standort aus zu erkunden.

Mit Star Walk 2 können Sie sehen, wie die vier Planeten von Ihrem Standort aus erscheinen, und verschiedene Beobachtungstage vergleichen.

  1. Öffnen Sie Menü > Planeten.
  2. Tippen Sie auf Beste Nächte zur Planetenbeobachtung.
  3. Wählen Sie die Planetenparade mit vier Planeten im November aus der Liste aus.
  4. Tippen Sie auf Planet Walk, um zu sehen, wann und wo jeder Planet an Ihrem Himmel erscheint.
  5. Für andere Daten und Uhrzeiten tippen Sie oben rechts in der Zeitmaschine auf das Datum oder die Uhrzeit und passen den Wert mit dem Schieberegler am rechten Bildschirmrand an.

Planetenparade im November 2026: Häufige Fragen

Hier finden Sie Antworten auf häufige Fragen zur Beobachtung und Fotografie der vier Planeten.

Kann ich die Planetenparade im November 2026 nach Sonnenuntergang sehen?

Nein. Diese Viererkonstellation ist ein Ereignis am Morgen. Merkur und Venus erscheinen vor Sonnenaufgang, während Mars und Jupiter bereits früher in der Nacht aufgehen.

Bilden die Planeten eine gerade Linie?

Die Planeten erscheinen ungefähr entlang der Ekliptik angeordnet, bilden aber keine vollkommen gerade Linie. Auch im Weltraum stehen sie nicht in einer Reihe: Sie befinden sich an unterschiedlichen Punkten ihrer Bahnen um die Sonne. Die Planetenparade ergibt sich aus unserem Blickwinkel von der Erde aus.

Planetenkonstellation am 14. November 2026 (Ansicht aus dem Weltraum)
Die Vier-Planeten-Konstellation am 14. November 2026, von oberhalb der Ebene des Sonnensystems aus gesehen.

Eine anschauliche Erklärung bietet unsere Infografik zu Planetenparaden.

Planetary Alignment Infographic Preview
Die nächste Planetenkonstellation findet am 14. November 2026 statt. Sehen Sie Merkur, Venus, Mars und Jupiter vor Sonnenaufgang mit unserer Karte zur Planetenparade.
Siehe Infografik

Kann ich alle vier Planeten zusammen fotografieren?

Ja, doch die Planeten verteilen sich über einen großen Himmelsbereich. Um alle vier aufzunehmen, benötigen Sie ein Weitwinkelobjektiv oder eine Panoramaaufnahme. Verwenden Sie ein Stativ und machen Sie mehrere Aufnahmen mit unterschiedlichen Belichtungen: Merkur kann sich am heller werdenden Morgenhimmel nur schwach abheben. Prüfen Sie die Anordnung für Ihren Standort vorher in einer Astronomie-App, bevor Sie den Bildausschnitt wählen.

Weitere Kameraeinstellungen und praktische Tipps finden Sie in unserem Leitfaden zur Astrofotografie für Einsteiger.

Ist eine Planetenparade dasselbe wie eine Konjunktion?

Nein. Eine Planetenparade bezeichnet mehrere Planeten, die in derselben Himmelsregion erscheinen. Eine Konjunktion liegt vor, wenn zwei Objekte dieselbe Rektaszension oder ekliptikale Länge haben — Koordinaten, mit denen ihre Positionen beschrieben werden.

Planetenparade im November 2026: Das Wichtigste im Überblick

Suchen Sie Merkur, Venus, Mars und Jupiter vom 13. bis 22. November 2026 vor Sonnenaufgang. Am 14. November ist die horizontale Anordnung in allen aufgeführten Städten kompakter; um den 20.–22. November steht Merkur höher und ist leichter zu entdecken. Für die engste Begegnung von Mars und Jupiter beobachten Sie um den 15.–16. November. Wählen Sie einen klaren Morgen und einen freien Horizont. Mit Star Walk 2 können Sie die Planetenpositionen vorab prüfen und verschiedene Termine für Ihren Standort vergleichen.

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