Die besten Sternbilder im September

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Dieser Guide stellt zehn der besten Sternbilder für Septemberabende vor: Adler, Schwan, Steinbock, Pfau, Indianer, Delfin, Pfeil, Füllen, Füchschen und Mikroskop. Adler und Schwan sind die am leichtesten zu findenden Sternbilder am Nordhimmel, während Pfau und Indianer am besten von der Südhalbkugel aus zu sehen sind. Die meisten übrigen Sternbilder sind deutlich lichtschwächer und lassen sich besser unter einem dunklen Himmel beobachten. Mit der kostenlosen App Star Walk 2 kannst du all diese Sternbilder ganz einfach finden.

Inhalt

Sternbilder im September: Überblick

Die in diesem Guide vorgestellten Sternbilder gelten als besonders gut im September sichtbar, weil sie gegen 21 Uhr Ortszeit ihren höchsten Stand am Himmel erreichen. Sie sind nicht die einzigen Sternbilder, die in diesem Monat zu sehen sind, doch die Abende im September bieten besonders günstige Bedingungen für ihre Beobachtung.

Die Sternbilder sind vom auffälligsten bis zum lichtschwächsten am Abendhimmel geordnet:

  • ☆☆☆ — hell und relativ leicht zu erkennen.
  • ☆☆ — mäßig hell; mit etwas Mühe sichtbar.
  • ☆ — lichtschwach; am besten unter einem dunklen Himmel zu sehen, ein Fernglas kann helfen.
SternbildSichtbarkeitHellster SternSo findest du es
Adler85° N bis 75° SAltairSuche den hellen Altair, einen der drei Sterne des Sommerdreiecks.
Schwan90° N bis 40° SDenebSuche das Kreuz des Nordens entlang der Milchstraße.
Steinbock60° N bis 90° SDeneb AlgediHalte östlich des Schützen nach einer breiten dreieckigen Figur Ausschau.
Pfau15° N bis 90° SPeacockSuche von der Südhalbkugel aus südlich des Indianers nach dem hellen Stern Peacock.
Indianer25° N bis 90° SAlpha IndiSuche zwischen dem Pfau und den südlichen Sternbildern Kranich und Tukan.
Delfin90° N bis 70° SRotanevSuche nahe Altair nach einer kleinen Raute aus Sternen.
Pfeil90° N bis 70° SGamma SagittaeHalte nördlich von Altair nach einer winzigen pfeilförmigen Figur Ausschau.
Füllen90° N bis 70° SKitalphaSuche zwischen Delfin und Pegasus nach einer kleinen Gruppe lichtschwacher Sterne.
Füchschen90° N bis 55° SAnserSuche entlang der Milchstraße zwischen Schwan und Pfeil.
Mikroskop45° N bis 90° SGamma MicroscopiiSuche unter einem dunklen Himmel südlich des Steinbocks.

Die Breitengradbereiche sind Näherungswerte und beziehen sich auf die praktische Sichtbarkeit der Hauptfigur des jeweiligen Sternbilds; einzelne Sterne können auch außerhalb dieser Bereiche sichtbar sein.

Die auffälligsten Sternbilder im September

Adler

  • Helligkeit: ☆☆☆
  • Sichtbarkeitsbereich: 78° N bis 71° S
  • Hellster Stern: Altair (0,8 mag)
  • Bemerkenswerte Deep-Sky-Objekte: Nebel des leuchtenden Auges (12 mag), NGC 6709 (6,7 mag)
Sternbild Adler
Das Sternbild Adler zeigt den gleichnamigen Vogel und liegt entlang der Milchstraße. Sein hellster Stern Altair bildet zusammen mit Wega und Deneb das Sommerdreieck.

So findest du den Adler im September

Beginne mit dem hellen Altair, einem der drei Sterne des Sommerdreiecks. Die beiden anderen Eckpunkte sind Wega in der Leier und Deneb im Schwan. Zwei Sterne in der Nähe von Altair — Tarazed und Alshain — bilden mit ihm eine kurze Linie und helfen dabei, den Kopf des Adlers zu erkennen.

Der Adler liegt entlang der Milchstraße. Wenn du Altair gefunden hast, folge den Sternen des Sternbilds entlang dieses sternreichen Bandes nach Norden und Süden, um die lang gestreckten Umrisse des Adlers nachzuzeichnen.

Auf der Nordhalbkugel blickst du nach Einbruch der Dunkelheit hoch an den Südhimmel. In mittleren nördlichen Breiten ist Altair einer der auffälligsten Sterne an Septemberabenden.

So findest du den Adler auf der Nordhalbkugel
Von der Nordhalbkugel aus erscheint der Adler an Septemberabenden hoch am südlichen Himmel. Suche das Sommerdreieck aus Wega, Deneb und Altair. Altair markiert den Adler; die nahe gelegenen Sterne Tarazed und Alshain bilden mit ihm eine kurze, markante Linie und bestätigen, dass du das Sternbild gefunden hast.

Auf der Südhalbkugel blickst du nach Norden. Von vielen südlichen Standorten aus erscheint Altair etwa auf halber Höhe am Himmel; die kleineren Sternbilder Pfeil und Delfin befinden sich in der Nähe.

Adler: Mythologie

In der griechischen Mythologie steht das Sternbild für den Adler des Zeus. Der Vogel trug die Blitze des Gottes und diente ihm als Bote. Einer Sage zufolge brachte der Adler Ganymed auf den Olymp, wo der Jüngling zum Mundschenk der Götter wurde.

Der Adler ist auch mit der Geschichte des Prometheus verbunden. Als Strafe dafür, dass er den Menschen das Feuer gebracht hatte, wurde ein Adler ausgesandt, um ihn zu quälen. Herakles tötete den Vogel später mit einem Pfeil — der einer Überlieferung zufolge durch das nahe gelegene Sternbild Pfeil dargestellt wird.

Schwan

  • Helligkeit: ☆☆☆
  • Sichtbarkeitsbereich: 90° N bis 40° S
  • Hellster Stern: Deneb (1,2 mag)
  • Bemerkenswerte Deep-Sky-Objekte: Nordamerikanebel (4 mag), Schleiernebel (7 mag)
Sternbild Schwan
Das Sternbild Schwan zeigt einen Schwan, der entlang der Milchstraße fliegt. Seine hellsten Sterne bilden das Kreuz des Nordens, wobei Deneb den Schwanz des Schwans markiert.

So findest du den Schwan im September

Der Schwan ist leicht daran zu erkennen, dass seine hellsten Sterne den Asterismus Kreuz des Nordens bilden. Deneb steht an einem Ende der Längsachse, Sadr markiert die Mitte und Albireo liegt am gegenüberliegenden Ende. In den Umrissen des Schwans stellt Deneb den Schwanz und Albireo den Schnabel dar.

Deneb ist zugleich einer der Eckpunkte des Sommerdreiecks. Der Schwan erstreckt sich durch die Milchstraße, weshalb es sich besonders lohnt, dieses Gebiet mit einem Fernglas abzusuchen.

Auf der Nordhalbkugel blickst du nach Einbruch der Abenddämmerung hoch über dich. Suche Deneb und folge dann einer Linie über Sadr bis zu Albireo. Die Flügel des Schwans erstrecken sich zu beiden Seiten von Sadr.

So findest du den Schwan auf der Nordhalbkugel
Von der Nordhalbkugel aus erscheint der Schwan an Septemberabenden hoch über dir. Suche zuerst das Sommerdreieck und identifiziere Deneb. Verfolge von Deneb aus die Linie des Kreuzes des Nordens über Sadr bis zu Albireo.

Auf der Südhalbkugel blickst du nach Norden. Der Schwan erscheint tiefer am Himmel, und das Kreuz des Nordens kann geneigt oder fast seitlich wirken. Die vollständige Figur ist am besten nördlich von etwa 40° S zu sehen.

Schwan: Mythologie

Ein griechischer Mythos bringt den Schwan mit Kyknos in Verbindung, einem Freund oder Verwandten Phaethons, des Sohnes des Helios. Nachdem Phaethon die Kontrolle über den Wagen des Sonnengottes verloren hatte und auf die Erde gestürzt war, suchte Kyknos in einem Fluss nach seinem Leichnam und trauerte um ihn. Die Götter hatten Mitleid, verwandelten Kyknos in einen Schwan und versetzten ihn anschließend an den Sternenhimmel.

Eine andere Überlieferung setzt den Schwan mit Zeus gleich, der diese Gestalt annahm, um sich der ätolischen Prinzessin Leda zu nähern. Ihre Geschichte wurde mit mehreren berühmten Gestalten der griechischen Mythologie in Verbindung gebracht, darunter Helena von Troja.

Steinbock

  • Helligkeit: ☆☆
  • Sichtbarkeitsbereich: 60° N bis 90° S
  • Hellster Stern: Deneb Algedi (2,8 mag)
  • Bemerkenswertes Deep-Sky-Objekt: Messier 30 (7,5 mag)
Sternbild Steinbock
Der Steinbock stellt einen mythischen Ziegenfisch dar. Seine lichtschwachen Sterne bilden ein breites Dreieck oder eine V-förmige Figur.

So findest du den Steinbock im September

Der Steinbock ist eines der lichtschwächsten Tierkreissternbilder. Wähle daher für die Beobachtung eine klare, dunkle Nacht. Seine Hauptsterne bilden zwischen Schütze und Wassermann ein breites, abgeflachtes Dreieck oder eine V-förmige Figur.

Auf der Nordhalbkugel blickst du am frühen Abend nach Süden. Der Steinbock bleibt relativ niedrig über dem Horizont, besonders in höheren nördlichen Breiten. Suche zuerst die Teekanne im Schützen und halte dann östlich davon nach dem Steinbock Ausschau.

So findest du den Steinbock auf der Nordhalbkugel
Von der Nordhalbkugel aus erscheint der Steinbock tief am südlichen Himmel. Suche ihn zwischen dem Asterismus Teekanne im Schützen im Westen und dem Wassermann im Osten.

Auf der Südhalbkugel steht der Steinbock deutlich höher. In mittleren südlichen Breiten blickst du hoch an den nördlichen Himmel; in der Nähe der Tropen kann er fast durch den Zenit ziehen.

Steinbock: Mythologie

Der Steinbock stellt einen Ziegenfisch dar — ein Wesen mit der vorderen Hälfte einer Ziege und dem Schwanz eines Fisches. Eine griechische Sage bringt ihn mit dem Gott Pan in Verbindung. Als das Ungeheuer Typhon die Götter angriff, sprang Pan in einen Fluss. Der Teil seines Körpers über dem Wasser blieb eine Ziege, während sich der untergetauchte Teil in einen Fisch verwandelte. Das Sternbild wird außerdem mit einer älteren Überlieferung über die Ziege Amaltheia verbunden, die den Säugling Zeus umsorgte.

Pfau

  • Helligkeit: ☆☆
  • Sichtbarkeitsbereich: 15° N bis 90° S
  • Hellster Stern: Peacock (1,9 mag)
  • Bemerkenswertes Deep-Sky-Objekt: NGC 6752 (5,4 mag)
Sternbild Pfau
Der Pfau lässt sich am besten von der Südhalbkugel aus beobachten. Sein hellster Stern Peacock hilft dabei, die ansonsten lichtschwache Figur des Sternbilds zu erkennen.

So findest du den Pfau im September

Der Pfau ist vor allem ein Sternbild der Südhalbkugel. Sein hellster Stern Peacock fällt deutlich auf, doch die meisten anderen Sterne des Sternbilds sind wesentlich lichtschwächer.

Auf der Südhalbkugel blickst du nach Einbruch der Dunkelheit nach Süden. Suche östlich des Südlichen Dreiecks und südlich des Indianers nach Peacock. Von vielen Standorten in mittleren südlichen Breiten aus erscheint der Pfau hoch am Himmel und kann zirkumpolar sein, sodass er die ganze Nacht über dem Horizont bleibt.

So findest du den Pfau auf der Südhalbkugel
Von der Südhalbkugel aus erscheint der Pfau hoch am südlichen Himmel. Suche südlich des Indianers und östlich des Südlichen Dreiecks nach dem hellen Stern Peacock.

Von den meisten Orten auf der Nordhalbkugel geht der Pfau nie auf. In niedrigen nördlichen Breiten können Peacock und ein Teil des Sternbilds sehr tief über dem südlichen Horizont erscheinen. Eine freie, unverstellte Sicht bis zum Horizont ist unerlässlich.

Pfau: Mythologie

Der Pfau ist ein neuzeitliches Sternbild, das in den antiken griechischen Sternkatalogen nicht enthalten war. Die niederländischen Seefahrer Pieter Dirkszoon Keyser und Frederick de Houtman zeichneten seine Sterne bei ihren Reisen auf die Südhalbkugel im späten 16. Jahrhundert auf. Später erschien das Sternbild auf Himmelskarten von Petrus Plancius und Johann Bayer.

Möglicherweise waren Plancius und Bayer jedoch nicht die Ersten, die in dieser Sterngruppe einen Pfau erkannten. Einer Deutung der griechischen Mythologie zufolge stellten die Sterne, die heute den Pfau bilden, Argos dar, den Erbauer des Schiffs Argo. Hera verwandelte ihn in einen Pfau und setzte ihn neben sein Schiff an den Himmel. Ob diese Überlieferung die niederländischen Schöpfer des modernen Sternbilds beeinflusste, ist jedoch ungewiss.

Ein anderer, bekannterer Mythos verbindet den Pfau mit Argos Panoptes, einem hundertäugigen Riesen, den Hera mit der Bewachung Ios beauftragte. Nachdem Hermes Argos getötet hatte, setzte Hera seine Augen auf den Schwanz ihres heiligen Pfaus und verlieh dessen Federn so ihr charakteristisches Aussehen.

Lichtschwache Sternbilder im September

Indianer

  • Helligkeit:
  • Sichtbarkeitsbereich: 25° N bis 90° S
  • Hellster Stern: Alpha Indi (3,1 mag)
  • Bemerkenswertes Deep-Sky-Objekt: NGC 7049 (10,6 mag)
Sternbild Indianer
Der Indianer ist ein lichtschwaches südliches Sternbild in der Nähe von Pfau, Kranich und Tukan.

So findest du den Indianer im September

Der Indianer ist ein lichtschwaches südliches Sternbild ohne eine besonders markante Figur. Mit einem Fernglas und unter einem dunklen Himmel lassen sich seine Hauptsterne leichter erkennen.

Auf der Südhalbkugel blickst du nach Einbruch der Dunkelheit nach Südosten und hoch an den Himmel. Suche zunächst den hellen Stern Peacock im Pfau. Etwa 10° entfernt — ungefähr eine Faustbreite bei ausgestrecktem Arm — findest du Alpha Indi, den hellsten Stern im Indianer. Nutze ihn als Ausgangspunkt, um die lichtschwächeren Sterne des Sternbilds nachzuverfolgen.

So findest du den Indianer auf der Südhalbkugel
Blicke von der Südhalbkugel aus nach Einbruch der Dunkelheit nach Südosten und suche Peacock im Pfau. Alpha Indi, der hellste Stern im Indianer, liegt etwa eine Faustbreite entfernt.

Auf der Nordhalbkugel ist der Indianer nur aus niedrigeren Breiten sichtbar. Blicke nach Süden und suche ganz in der Nähe des Horizonts. Von mittleren und hohen nördlichen Breiten aus bleibt das Sternbild größtenteils oder vollständig verborgen.

Indianer: Mythologie

Der Indianer gehört zu den südlichen Sternbildern, die von den niederländischen Seefahrern Pieter Dirkszoon Keyser und Frederick de Houtman im späten 16. Jahrhundert aufgezeichnet wurden. Später wurde er in Johann Bayers Sternatlas Uranometria aufgenommen.

Seine historische Bezeichnung bezog sich allgemein auf einen indigenen Menschen, dem europäische Entdecker begegnet waren, und nicht auf eine bestimmte mythologische Gestalt oder Kultur. Daher ist mit dem Indianer kein traditioneller griechischer oder römischer Mythos verbunden.

Delfin

  • Helligkeit:
  • Sichtbarkeitsbereich: 90° N bis 70° S
  • Hellster Stern: Rotanev (3,6 mag)
  • Bemerkenswertes Deep-Sky-Objekt: NGC 6934 (8,8 mag)
Sternbild Delfin
Der Delfin ist ein kleines Sternbild in der Nähe des Adlers. Seine vier Hauptsterne bilden einen kompakten Asterismus, der als Hiobs Sarg bekannt ist.

So findest du den Delfin im September

Der Delfin ist klein und lichtschwach, doch seine kompakte Form ist überraschend leicht zu erkennen. Vier Sterne bilden eine kleine Raute, die als Hiobs Sarg bekannt ist, während ein weiterer Stern von ihr ausgeht und den Schwanz des Delfins bildet.

Auf der Nordhalbkugel suchst du zunächst Altair im Adler und blickst dann etwa 10° — ungefähr eine Faustbreite — ostnordöstlich davon nach dem kleinen rautenförmigen Asterismus. Von vielen Standorten in mittleren nördlichen Breiten aus erscheint der Delfin hoch am südlichen Himmel.

So findest du den Delfin auf der Nordhalbkugel
Suche von der Nordhalbkugel aus zunächst Altair und dann etwa eine Faustbreite ostnordöstlich davon nach der kleinen Sternraute, die den Delfin markiert.

Auf der Südhalbkugel blickst du nach Norden und nutzt Altair als Orientierungspunkt. Der Delfin erscheint tiefer als für Beobachter auf der Nordhalbkugel, ist aber dennoch von den meisten südlichen Breiten aus sichtbar.

Delfin: Mythologie

Eine griechische Sage verbindet den Delfin mit dem Dichter und Musiker Arion. Während einer Seereise planten Seeleute, ihn auszurauben und zu töten. Arion bat darum, ein letztes Lied singen zu dürfen, und sprang anschließend über Bord. Ein Delfin, der von seiner Musik bezaubert war, brachte ihn sicher ans Ufer.

Eine andere Überlieferung erzählt von einem Delfin, der Poseidon half, Amphitrite zu finden und sie davon zu überzeugen, seine Frau zu werden. Aus Dankbarkeit versetzte Poseidon den Delfin an den Sternenhimmel.

Pfeil

  • Helligkeit:
  • Sichtbarkeitsbereich: 90° N bis 70° S
  • Hellster Stern: Gamma Sagittae (3,5 mag)
  • Bemerkenswertes Deep-Sky-Objekt: Kaiserfisch-Sternhaufen (8,2 mag)
Sternbild Pfeil
Der Pfeil ist ein kleines, lichtschwaches Sternbild in der Nähe des Adlers. Seine Hauptsterne bilden einen schmalen Pfeil, der unter einem dunklen Himmel am leichtesten zu erkennen ist.

So findest du den Pfeil im September

Der Pfeil ist das drittkleinste Sternbild am Himmel. Seine wenigen Hauptsterne bilden einen einfachen Pfeil: Zwei Sterne markieren das hintere Ende, während eine kurze Linie den Schaft bildet. Gamma Sagittae, der hellste Stern des Sternbilds, liegt nahe der Pfeilspitze.

Auf der Nordhalbkugel suchst du Altair und blickst nach Norden in das Gebiet zwischen Adler und Schwan. Der Pfeil liegt entlang der Milchstraße, nahe bei Delfin und Füchschen.

So findest du den Pfeil auf der Nordhalbkugel
Suche von der Nordhalbkugel aus Altair und etwa eine Faustbreite nördlich davon nach der winzigen pfeilförmigen Figur des Pfeils entlang der Milchstraße.

Auf der Südhalbkugel blickst du nach Norden und suchst Altair. Der Pfeil befindet sich in der Nähe, etwa eine Faustbreite weiter in Richtung des nördlichen Horizonts.

Pfeil: Mythologie

Mit dem Sternbild Pfeil werden mehrere griechische Sagen in Verbindung gebracht. Einer Überlieferung zufolge handelt es sich um den Pfeil, mit dem Herakles den Adler tötete, der Prometheus quälte. Andere Erzählungen sehen darin einen von Apollon abgeschossenen Pfeil oder einen der Pfeile Amors.

Füllen

  • Helligkeit:
  • Sichtbarkeitsbereich: 90° N bis 80° S
  • Hellster Stern: Kitalpha (3,9 mag)
  • Bemerkenswertes Deep-Sky-Objekt: NGC 7040 (15 mag)
Sternbild Füllen
Das Füllen ist nach dem Kreuz des Südens das zweitkleinste Sternbild am Nachthimmel. Es lässt sich am besten von der Nordhalbkugel aus beobachten.

So findest du das Füllen im September

Das Füllen ist nach dem Kreuz des Südens das zweitkleinste Sternbild. Es enthält keine hellen Sterne, und seine Hauptfigur ist eher eine kleine, unregelmäßige Gruppe als ein klarer Umriss.

Auf der Nordhalbkugel suchst du Altair und die nahe gelegene Raute des Delfins. Suche dann das leicht erkennbare Große Herbstviereck. Das Füllen liegt zwischen dem Delfin und dem Großen Herbstviereck, etwa 8° vom Delfin entfernt — etwas weniger als eine Faustbreite bei ausgestrecktem Arm.

So findest du das Füllen auf der Nordhalbkugel
Suche zuerst den hellen Altair und dann das kleine Sternbild Delfin in der Nähe. Weiter östlich findest du das wesentlich größere Große Herbstviereck. Das Füllen liegt zwischen dem Delfin und dem Großen Herbstviereck.

Auf der Südhalbkugel blickst du nach Norden und nutzt den Delfin und das Große Herbstviereck als Orientierungspunkte. Das Füllen liegt zwischen ihnen, wesentlich näher am Delfin. Von weit südlichen Breiten aus bleibt es relativ niedrig, wähle daher einen Standort mit freier, unverstellter Sicht auf den nördlichen Horizont. Ein Fernglas kann dabei helfen, seine lichtschwachen Sterne zu erkennen.

Füllen: Mythologie

Eine griechische Überlieferung bringt das Füllen mit Celeris in Verbindung, einem schnellen Pferd, das mit Pegasus verwandt war und dem Helden Kastor vom Gott Merkur geschenkt wurde. Eine andere Sage verbindet das Sternbild mit Hippe, der Tochter des Kentauren Cheiron.

Füchschen

  • Helligkeit:
  • Sichtbarkeitsbereich: 90° N bis 55° S
  • Hellster Stern: Anser (4,4 mag)
  • Bemerkenswerte Deep-Sky-Objekte: NGC 6940 (6,3 mag), Hantelnebel (7,4 mag)
Sternbild Füchschen
Das Füchschen ist ein lichtschwaches Sternbild zwischen Schwan und Pfeil. Obwohl seine Sterne unscheinbar sind, enthält das Sternbild den berühmten Hantelnebel.

So findest du das Füchschen im September

Das Füchschen hat keine auffällige Figur, die sich mit bloßem Auge erkennen lässt. Es liegt in einem sternreichen Abschnitt der Milchstraße zwischen Schwan und Pfeil, daher ist ein Fernglas hilfreich.

Auf der Nordhalbkugel suchst du den Stern Albireo am Schnabel des Schwans und blickst nach Süden in Richtung Pfeil. Das Füchschen nimmt das Gebiet zwischen ihnen ein. Sein hellster Stern Anser ist lichtschwach und kann im Stadtlicht verschwinden.

So findest du das Füchschen auf der Nordhalbkugel
Suche Albireo am Schnabel des Schwans. Das Füchschen liegt in der sternreichen Milchstraßenregion zwischen Schwan und Pfeil.

Auf der Südhalbkugel blickst du nach Norden und nutzt Schwan, Altair und Pfeil, um das richtige Himmelsgebiet zu finden. Von südlichen Breiten aus erscheint das Sternbild tiefer am Himmel.

Füchschen: Mythologie

Der polnische Astronom Johannes Hevelius führte das Sternbild im späten 17. Jahrhundert ein. Ursprünglich nannte er es Vulpecula cum Ansere, was „das Füchschen mit der Gans“ bedeutet, und stellte einen Fuchs dar, der eine Gans im Maul trägt.

Später wurde der Name zu Vulpecula verkürzt. Das Sternbild besitzt keine antike Mythologie, obwohl sein hellster Stern noch immer den Namen Anser trägt, das lateinische Wort für „Gans“.

Mikroskop

  • Helligkeit:
  • Sichtbarkeitsbereich: 45° N bis 90° S
  • Hellster Stern: Gamma Microscopii (4,7 mag)
  • Bemerkenswertes Deep-Sky-Objekt: NGC 7060 (13,7 mag)
Sternbild Mikroskop
Das Mikroskop ist ein lichtschwaches südliches Sternbild. Ohne dunklen Himmel und freie Sicht auf den südlichen Horizont sind seine Sterne nur schwer zu erkennen.

So findest du das Mikroskop im September

Das Mikroskop ist eines der lichtschwächsten Sternbilder in diesem Guide. Keiner seiner Sterne ist heller als 4,7 mag. Beobachte es daher von einem dunklen Standort aus und verwende bei Bedarf ein Fernglas.

Auf der Nordhalbkugel blickst du nach Süden und suchst den Steinbock. Das Mikroskop liegt direkt darunter und bleibt in mittleren nördlichen Breiten niedrig über dem Horizont. Von weit nördlich gelegenen Orten aus ist es nicht sichtbar.

So findest du das Mikroskop auf der Nordhalbkugel
Blicke von der Nordhalbkugel aus nach Süden und suche den Steinbock. Das Mikroskop liegt direkt darunter, nahe am südlichen Horizont.

Auf der Südhalbkugel suchst du zuerst den Steinbock und blickst dann südlich davon nach der lockeren Sternfigur des Mikroskops. Aus mittleren südlichen Breiten erscheint das Sternbild deutlich höher.

Mikroskop: Mythologie

Der französische Astronom Nicolas-Louis de Lacaille führte das Mikroskop im 18. Jahrhundert ein, nachdem er den Südhimmel kartiert hatte. Das Sternbild stellt ein frühes zusammengesetztes Mikroskop dar.

Wie mehrere andere von Lacaille geschaffene Sternbilder würdigt das Mikroskop ein wissenschaftliches Instrument und keine mythologische Gestalt. Mit ihm sind keine antiken Legenden verbunden.

Tipps zur Beobachtung der Sternbilder im September

  • Beste Zeit: Beobachte die Sternbilder, sobald der Himmel vollständig dunkel ist, idealerweise gegen 21 Uhr Ortszeit. Dann stehen die in diesem Guide vorgestellten Sternbilder nahe ihrer höchsten Position am Himmel. Viele bleiben auch später sichtbar, sinken dann jedoch allmählich tiefer.
  • Mondphase: Wähle Nächte um den Neumond am 11. September 2026 oder Nächte, in denen nur eine schmale Mondsichel zu sehen ist. Die Nächte vom 10. bis 13. September eignen sich besonders gut für lichtschwache Sternbilder und Deep-Sky-Objekte. Prüfe die Mondphase für deinen Standort in unserem Mondkalender.
  • Standort: Suche einen dunklen Beobachtungsort fernab von Lichtverschmutzung. Beobachter auf der Nordhalbkugel, die nach Steinbock, Pfau, Indianer oder Mikroskop suchen, profitieren von einem freien Blick auf den südlichen Horizont.
  • Dunkeladaption: Gib deinen Augen mindestens 20 Minuten Zeit, sich an die Dunkelheit zu gewöhnen. Vermeide helle Smartphone-Displays oder verwende einen Rotlichtmodus.
  • Ausrüstung: Adler, Schwan und Pfau lassen sich leicht mit bloßem Auge erkennen. Auch Steinbock und Delfin sind unter einem dunklen Himmel ohne Hilfsmittel auszumachen. Ein Fernglas ist besonders hilfreich, um die lichtschwachen Figuren von Indianer, Pfeil, Füllen, Füchschen und Mikroskop zu erkennen und die Milchstraße in den Sternbildern Adler und Schwan zu erkunden.
  • Sternkarte: Verwende Star Walk 2, um lichtschwache Sternbilder an deinem Himmel zu finden.

Weitere Highlights am Nachthimmel im September 2026

  • Suche nach dem Sommerdreieck, das an Septemberabenden weiterhin auffällig am Himmel steht. Seine drei hellen Sterne — Wega, Deneb und Altair — markieren die Sternbilder Leier, Schwan beziehungsweise Adler. Die kleineren Sternbilder Pfeil, Delfin und Füchschen liegen in der Nähe.

  • Suche mit einem Fernglas den Verlauf der Milchstraße durch Schwan und Adler ab, um dichte Sternfelder, dunkle Staubbänder sowie zahlreiche Sternhaufen und Nebel zu entdecken.

  • Die Andromedagalaxie wird an Septemberabenden auf der Nordhalbkugel immer auffälliger und geht im Laufe des Monats zunehmend früher auf. Unter einem dunklen Himmel ist sie mit bloßem Auge als schwacher Lichtfleck zu erkennen; mit einem Fernglas lässt sie sich wesentlich leichter sehen. In niedrigen und mittleren südlichen Breiten suchst du sie in der Nähe des nördlichen Horizonts.

  • Halte um die Tagundnachtgleiche im September nach dem Zodiakallicht Ausschau, einem schwachen dreieckigen Leuchten, das entsteht, wenn Sonnenlicht an interplanetarem Staub reflektiert wird.

Im September 2026 finden mehrere bemerkenswerte Himmelsereignisse statt:

  • 8.–9. September: Der Mond zieht am Morgenhimmel nahe an Jupiter vorbei.
  • 11. September: Der Neumond sorgt für einen dunklen Himmel, der sich ideal für die Beobachtung lichtschwacher Sternbilder und Deep-Sky-Objekte eignet.
  • 14. September: Der Mond zieht am Abendhimmel nahe an der Venus vorbei. In Teilen Europas, Afrikas, Asiens und im Westen Russlands ist eine Venusbedeckung durch den Mond sichtbar.
  • 22. September: Die Venus erreicht mit −4,6 mag ihre größte Helligkeit des Jahres. Suche kurz nach Sonnenuntergang tief am westlichen Himmel nach dem strahlenden Planeten.
  • 23. September: Die Tagundnachtgleiche im September findet um 00:06 GMT/UTC (02:06 MESZ) statt und markiert den Beginn des astronomischen Herbstes auf der Nordhalbkugel und des astronomischen Frühlings auf der Südhalbkugel.
  • 26. September: Der Vollmond tritt um 16:49 GMT/UTC (18:49 MESZ) ein. Er ist als Erntemond bekannt und leuchtet in den Fischen nahe Saturn.

Weitere Ereignisse findest du in unserem vollständigen Guide zum Nachthimmel im September.

FAQ: Sternbilder im September

Welche Sternbilder kann ich im September von der Nordhalbkugel aus sehen?

Zu den auffälligen Sternbildern, die im September von der Nordhalbkugel aus sichtbar sind, gehören Schwan, Adler, Leier, Kassiopeia, Pegasus und Andromeda. Schwan, Adler und Leier sind besonders leicht zu finden, da ihre hellsten Sterne das Sommerdreieck bilden.

Je nach Breitengrad und Beobachtungszeit kannst du auch Delfin, Pfeil, Steinbock, Füchschen, Füllen und Mikroskop sehen. Weit südlich gelegene Sternbilder wie Pfau und Indianer sind von den meisten Standorten auf der Nordhalbkugel aus nur schwer oder gar nicht zu beobachten.

Welche Sternbilder kann ich im September von der Südhalbkugel aus sehen?

Zu den auffälligen Sternbildern, die an Septemberabenden von der Südhalbkugel aus sichtbar sind, gehören Pfau, Indianer, Schütze, Steinbock, Kranich und Südlicher Fisch. Der Skorpion kann am frühen Abend noch am westlichen Himmel sichtbar sein, während Pegasus und Wassermann weiter nördlich zu finden sind.

Adler, Delfin, Pfeil und Füllen sind ebenfalls von vielen südlichen Standorten aus zu beobachten. Schwan und Füchschen sind in Richtung des äußersten Südens immer schwieriger zu sehen.

Welche hellen Sterne kann ich im September sehen?

Zu den hellen Sternen, die an Septemberabenden sichtbar sind, gehören Wega, Altair und Deneb, die das Sommerdreieck bilden. Beobachter auf der Nordhalbkugel können am frühen Abend auch Arktur sehen, während Fomalhaut im Laufe der Nacht immer auffälliger wird.

Auf der Südhalbkugel gehören Peacock im Pfau, Fomalhaut im Südlichen Fisch und Achernar im Eridanus zu den bemerkenswerten Sternen im September. Auch Antares kann zu Beginn des Monats noch am westlichen Abendhimmel sichtbar sein.

Welches Sternbild ist im September am leichtesten zu finden?

Welches Sternbild am leichtesten zu finden ist, hängt von deinem Standort und der Beobachtungszeit ab. Auf der Nordhalbkugel ist der Schwan einer der besten Ausgangspunkte, da er den hellen Deneb und den markanten Asterismus Kreuz des Nordens enthält. Auch der Adler ist leicht zu finden, weil sein hellster Stern Altair zum Sommerdreieck gehört.

In weiten Teilen der Südhalbkugel ist der Skorpion am frühen Abend leicht am westlichen Himmel zu erkennen, obwohl er im Laufe des Septembers immer früher untergeht. Weiter im Süden ist der Pfau dank seines auffälligen Sterns Peacock ein weiterer guter Orientierungspunkt.

Wann kann man die Sternbilder im September am besten sehen?

Am besten beobachtest du die Sternbilder bei vollständig dunklem Himmel, ungefähr zwischen 21 Uhr und 2 Uhr Ortszeit. Gegen 21 Uhr stehen die in diesem Guide vorgestellten Sternbilder nahe ihrer höchsten Position am Himmel.

Wähle für die lichtschwächsten Ziele eine mondlose Nacht um den Neumond und gib deinen Augen mindestens 20 Minuten Zeit, sich an die Dunkelheit anzupassen.

Kann ich die Milchstraße im September sehen?

Ja. Der September ist weiterhin ein guter Monat, um die Milchstraße zu beobachten, besonders am frühen Abend und um den Neumond. Sie verläuft durch Adler, Pfeil, Füchschen und Schwan.

Von der Nordhalbkugel aus zieht sich dieses sternreiche Band hoch über den Abendhimmel. Auf der Südhalbkugel hängen seine genaue Ausrichtung und Höhe vom Breitengrad ab, doch die Region Schwan–Adler ist von vielen Orten aus sichtbar.

Die besten Sternbilder und Sterne im September: Fazit

Der September bietet Beobachtungsziele für Sternfreunde jeder Erfahrungsstufe. Auf der Nordhalbkugel beginnst du am besten mit den hellen Sternen Deneb und Altair, die dir helfen, Schwan und Adler zu erkennen. Diese Sterne des Sommerdreiecks dienen zugleich als nützliche Orientierungspunkte, um die kleineren nahe gelegenen Sternbilder Delfin, Pfeil und Füchschen zu finden. Steinbock und Mikroskop sind anspruchsvoller, da sie tief am südlichen Himmel bleiben.

Auf der Südhalbkugel beginnst du mit Peacock, dem hellsten Stern im Pfau, bevor du nach dem nahe gelegenen Indianer suchst. Steinbock und Mikroskop stehen für Beobachter auf der Südhalbkugel besonders günstig und hoch am Himmel. Auch Adler, Delfin, Pfeil und Füllen sind sichtbar, im Allgemeinen in Richtung Norden. Wo auch immer du beobachtest: Ein dunkler Himmel und ein freier Horizont erleichtern es erheblich, die lichtschwächsten Sternbilder im September zu erkennen.

Um eines dieser Sternbilder zu finden, öffne Star Walk 2, gib den Namen des Sternbilds in das Suchfeld ein und folge dem Pfeil auf der Himmelskarte.

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