Internationale Mondbeobachtungsnacht 2026: Schauen Sie am 19. September nach oben

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Am 19. September blicken Menschen auf der ganzen Welt nach oben und feiern in der Internationalen Mondbeobachtungsnacht 2026 den nächsten Himmelsnachbarn der Erde. Sie brauchen weder ein Teleskop noch Fachwissen oder einen vollkommen dunklen Himmel, um mitzumachen: Der Mond ist selbst aus einer hell erleuchteten Stadt leicht mit bloßem Auge zu sehen. Hier erfahren Sie, wann Sie ihn beobachten sollten, worauf Sie achten können und wie Sie an diesem weltweiten Ereignis teilnehmen.

Möchten Sie wissen, wo der Mond gerade steht? Öffnen Sie die kostenlose App Sky Tonight, tippen Sie auf das Lupensymbol, suchen Sie nach dem Mond und prüfen Sie seine Position an Ihrem Himmel.

Inhalt

Wann findet die Internationale Mondbeobachtungsnacht 2026 statt?

Die Internationale Mondbeobachtungsnacht findet am Samstag, dem 19. September 2026, statt. Der Termin wird jedes Jahr so gewählt, dass er in die Nähe des Ersten Viertels fällt, wenn Strukturen auf der Mondoberfläche besonders gut zu sehen sind.

Es gibt keine einheitliche offizielle Beobachtungszeit. Sie können bereits am Nachmittag beginnen oder bis nach Sonnenuntergang am 19. September warten. An den meisten Orten bleibt der Mond den ganzen Abend sichtbar und kann bis in die frühen Morgenstunden des 20. September über dem Horizont stehen.

Wie wird der Mond am 19. September aussehen?

Der Mond am 19. September 2026
Am 19. September 2026 ist der zunehmende Dreiviertelmond zu etwa 60 % beleuchtet und befindet sich im Sternbild Schütze.

Der Mond erreicht das Erste Viertel am 18. September um 20:44 Uhr GMT. Während der Internationalen Mondbeobachtungsnacht 2026 befindet er sich kurz nach dem Ersten Viertel und ist zu etwa 60 % beleuchtet; der genaue Wert hängt von der Beobachtungszeit ab.

  • Mondphase: zunehmender Dreiviertelmond
  • Beleuchtung: etwa 60 %
  • Sternbild: Schütze
  • Beste Beobachtungszeit: von Sonnenuntergang bis zum späten Abend
  • Ausrüstung: keine erforderlich; mit einem Fernglas oder Teleskop erkennen Sie mehr Details

Für Beobachter auf der Südhalbkugel erscheint der Mond viel höher am Himmel. In mittleren nördlichen Breiten zieht er tief über den Südhimmel. Wählen Sie dort daher einen Ort mit freier Sicht in diese Richtung. In weit nördlich gelegenen Regionen kann der Mond extrem tief stehen oder gar nicht aufgehen.

Die Auf- und Untergangszeiten des Mondes hängen vom Standort des Beobachters ab. Um sie für den 19. September zu prüfen, öffnen Sie die kostenlose App Sky Tonight, tippen Sie auf das Kalendersymbol, öffnen Sie die Registerkarte Mond und wählen Sie das Datum. Dort sehen Sie auch Mondphase, Beleuchtung und weitere Angaben für Ihren Standort.

Warum eignet sich das Erste Viertel ideal zur Mondbeobachtung?

Obwohl der Vollmond auf den ersten Blick eindrucksvoller wirken kann, ist er nicht unbedingt die beste Phase, um die Mondoberfläche zu erkunden. Bei Vollmond fällt das Sonnenlicht fast senkrecht auf die der Erde zugewandte Seite, sodass Berge und Krater nur kurze Schatten werfen. Dadurch kann die Oberfläche vergleichsweise flach erscheinen.

Um das Erste und Letzte Viertel fällt das Sonnenlicht seitlich auf den Mond. Entlang des Terminators — der Grenze zwischen Tag und Nacht auf dem Mond — werfen Berge, Kraterränder und andere Erhebungen lange Schatten. Diese lassen die zerklüftete Mondlandschaft deutlich dramatischer erscheinen.

Das Erste Viertel steht außerdem günstig für Beobachtungen: Der Mond geht normalerweise gegen Mittag auf und gegen Mitternacht unter, sodass er am Nachmittag und Abend leicht zu sehen ist.

Mit unserem interaktiven Mondphasenkalender können Sie die wechselnden Mondphasen verfolgen und das Aussehen des Mondes für jedes beliebige Datum prüfen.

Was ist die Internationale Mondbeobachtungsnacht?

Die Internationale Mondbeobachtungsnacht ist eine jährlich stattfindende weltweite Feier der Mondbeobachtung sowie der Wissenschaft, Erforschung, Kunst und Kultur rund um den Mond. Sie wird jedes Jahr im September oder Oktober veranstaltet, wenn der Mond nahe dem Ersten Viertel steht. Alle sind eingeladen, den Mond zu beobachten, eine Veranstaltung zu besuchen oder auszurichten, mehr über die Mondforschung zu erfahren oder vom Mond inspirierte Fotos, Geschichten und Kunstwerke zu teilen.

Die Veranstaltung wird von der NASA-Mission Lunar Reconnaissance Orbiter und der Abteilung für Sonnensystemforschung am Goddard Space Flight Center der NASA getragen und von zahlreichen Organisationen weltweit unterstützt.

So nehmen Sie an der Internationalen Mondbeobachtungsnacht teil

Sie können auf verschiedene Weise mitfeiern:

  • Beobachten und fotografieren Sie den Mond vom Garten, Balkon, Fenster, Park oder einem anderen geeigneten Ort aus.
  • Laden Sie Freunde oder Familienmitglieder zur gemeinsamen Beobachtung ein.
  • Besuchen Sie ein Planetarium, eine Sternwarte, ein Museum, eine Schule oder einen Astronomieverein.
  • Nutzen Sie die Veranstaltungskarte der NASA, um ein registriertes Treffen in Ihrer Nähe zu finden.
  • Richten Sie Ihre eigene öffentliche oder private Veranstaltung vor Ort oder online aus. Sie können Ihre Teilnahme auf der offiziellen Website registrieren.
  • Teilen Sie Ihre Beobachtungen und Fotos mit #ObserveTheMoon in den sozialen Medien.
  • Erfahren Sie mehr über Mondforschung, Erkundung und Geschichte sowie über Kunst und kulturelle Traditionen rund um den Mond.

Sie müssen nicht exakt am offiziellen Termin teilnehmen. Falls der 19. September ungünstig ist, empfiehlt die NASA, den Mond so zeitnah zur Veranstaltung wie möglich zu beobachten.

Was ist am 19. September auf dem Mond zu sehen?

Betrachten Sie den Mond zunächst mit bloßem Auge und greifen Sie danach zu einem Fernglas oder Teleskop, falls vorhanden. Jede Vergrößerungsstufe zeigt etwas anderes.

Mit bloßem Auge

So sieht der Mond am 19. September 2026 mit bloßem Auge aus
Große dunkle Mondmeere und helles Mondhochland lassen sich mit bloßem Auge unterscheiden.

Mit bloßem Auge erscheint der Mond als helle, teilweise beleuchtete Scheibe mit dunkelgrauen Flecken und helleren Gebieten. Die dunklen Flecken werden Mondmeere genannt, lateinisch „Maria“. Frühe Astronomen vermuteten dort Wasser, doch tatsächlich handelt es sich um riesige Ebenen aus erstarrter vulkanischer Lava.

Am 19. September sollten Sie mehrere große Mondmeere unterscheiden können, darunter:

  • Meer der Ruhe (Mare Tranquillitatis)
  • Meer der Heiterkeit (Mare Serenitatis)
  • Meer der Fruchtbarkeit (Mare Fecunditatis)
  • Meer der Gefahren (Mare Crisium)
  • Regenmeer (Mare Imbrium), nahe dem Terminator teilweise beleuchtet

Die helleren Regionen sind das Mondhochland — alte, stark von Kratern bedeckte Teile der Mondkruste.

Der Mond kann auch gelb, orange oder sogar rot erscheinen, besonders wenn er tief über dem Horizont steht. Zudem wirkt er mitunter ungewöhnlich groß, obwohl sich seine tatsächliche Größe nicht verändert hat. Dieser Effekt ist als Mondtäuschung bekannt.

Mit einem Fernglas

Das sehen Sie am 19. September 2026 mit einem Fernglas auf dem Mond
Mit einem 10×-Fernglas können Sie markante Mondstrukturen wie Tycho, Plato, Alphonsus und die Apenninen erkunden.

Durch ein Fernglas verwandelt sich die scheinbar glatte Mondscheibe in eine Landschaft voller Krater, Gebirgsketten und Lavaebenen. Achten Sie besonders auf den Terminator: Der flache Einfallswinkel des Sonnenlichts erzeugt dort lange Schatten, die das zerklüftete Mondgelände leichter erkennbar machen.

Mit einem 10×-Fernglas können Sie — besonders wenn Sie es auf einer stabilen Unterlage abstützen — unter anderem folgende markante Ziele sehen:

  • Tycho, einen großen Krater im südlichen Mondhochland, dessen berühmte Strahlen weniger auffällig sind als um den Vollmond
  • Plato, einen großen Krater mit dunklem Boden nahe dem Nordrand des Mare Imbrium
  • Alphonsus, einen großen Krater nahe der Mitte der Mondscheibe
  • Apenninen, eine eindrucksvolle Gebirgskette, die einen Teil des Randes des Imbriumbeckens bildet

Wie viele Einzelheiten Sie erkennen können, hängt von der Qualität und ruhigen Haltung des Fernglases sowie von den atmosphärischen Bedingungen ab. Wenn Sie noch keine Erfahrung mit Fernglasbeobachtungen haben, lesen Sie unseren Leitfaden zu den besten Himmelsobjekten für das Fernglas.

Mit einem Teleskop

Selbst ein kleines Teleskop kann Kraterwände, Gebirgsketten, Täler und kleinere Einschlagkrater zeigen. Beginnen Sie mit einer niedrigen Vergrößerung, damit Sie einen größeren Teil des Mondes sehen, und erhöhen Sie sie anschließend, sofern die Atmosphäre ruhig ist.

Gehen Sie nicht davon aus, dass die höchste verfügbare Vergrößerung den besten Anblick bietet. Eine zu starke Vergrößerung macht das Bild häufig dunkler und unschärfer. Ein klares, ruhiges Bild bei mittlerer Vergrößerung zeigt meist mehr Einzelheiten.

Mit einem Teleskop können Sie außerdem ungefähr die Regionen ausfindig machen, in denen die Apollo-Astronauten landeten. Auf der NASA-Karte für 2026 sind vier während der Veranstaltung sichtbare Landegebiete markiert: Apollo 11, 15, 16 und 17. Die Flaggen, Mondlandefähren und sonstigen zurückgelassenen Geräte sind jedoch viel zu klein, um sie von der Erde aus mit einem Amateurteleskop sehen zu können.

Die NASA hat getrennte Mondkarten für 2026 für die Nord- und Südhalbkugel erstellt. Sie zeigen Mondlandschaften, Mondmeere und bemannte Landestellen, die während der Veranstaltung sichtbar sind.

Mit der App Star Walk 2 können Sie den Mond ebenfalls aus der Nähe erkunden. Der als In-App-Kauf erhältliche Mondatlas enthält ein detailliertes 3D-Modell, mit dem Sie Krater, Mondmeere, Berge und andere Strukturen erkennen können.

Erkunden Sie den Mond mit Star Walk 2
Nutzen Sie den Mondatlas in Star Walk 2, um ein detailliertes 3D-Modell des Mondes zu erkunden und Strukturen auf seiner Oberfläche zu bestimmen.

Welcher helle Stern steht am 19. September neben dem Mond?

Um den 19. und 20. September zieht der Mond sehr nahe an Nunki (Helligkeit 2,1 mag) vorbei, einem der hellsten Sterne im Schützen. Der Stern ist mit bloßem Auge sichtbar, doch im hellen Mondschein lässt er sich möglicherweise leichter mit einem Fernglas finden. Am 20. September um 06:46 Uhr GMT beträgt der geozentrische Abstand zwischen Mond und Nunki etwa 0,36° — weniger als der scheinbare Monddurchmesser. Der von einem bestimmten Ort aus sichtbare Abstand weicht aufgrund der Mondparallaxe davon ab.

Von Teilen des Südpazifiks aus zieht der Mond direkt vor Nunki vorbei und bedeckt den Stern kurzzeitig. In Neuseeland ereignet sich das Phänomen am 20. September etwa bei Sonnenuntergang. Daher kann ein Fernglas oder Teleskop nötig sein, um Nunki in der hellen Dämmerung neben dem Mond zu sehen. Andernorts zieht der Mond nahe an Nunki vorbei, ohne ihn zu bedecken.

Möchten Sie weitere helle Objekte neben dem Mond bestimmen? Lesen Sie unseren regelmäßig aktualisierten Leitfaden zu Planeten und Sternen in Mondnähe.

So fotografieren Sie den Mond

So fotografieren Sie den Mond mit einem Smartphone
Für ein ganz ordentliches Foto vom Mond reicht möglicherweise schon ein gewöhnliches Smartphone.

Der Mond ist hell genug, um ihn selbst aus einer lichtverschmutzten Stadt zu fotografieren, und Sie können ihn mit einem gewöhnlichen Smartphone aufnehmen. Wenn ein einzelnes Foto unscharf aussieht, probieren Sie den Serienbildmodus aus oder nehmen Sie ein kurzes Video auf und wählen Sie anschließend das schärfste Einzelbild. So erzielen Sie bessere Ergebnisse:

  • Tippen Sie auf dem Smartphone-Display auf den Mond, um scharfzustellen und den Fokus nach Möglichkeit zu sperren.
  • Verringern Sie die Belichtung, bis Einzelheiten auf der Oberfläche sichtbar werden.
  • Nutzen Sie ein Stativ, um das Smartphone ruhig zu halten.
  • Vermeiden Sie eine zu starke digitale Vergrößerung, da sie die Bildqualität mindert.

Sie können den Mond auch durch ein Fernglas oder Teleskop fotografieren, indem Sie die Smartphone-Kamera sorgfältig am Okular ausrichten. Ein Smartphone-Adapter erleichtert dies erheblich.

Tipps zu Kameras, Objektiven, Belichtung und weiterer Ausrüstung finden Sie in unserem vollständigen Leitfaden zur Astrofotografie für Einsteiger.

Was tun bei bewölktem Himmel?

Wolken müssen Sie nicht davon abhalten, an der Veranstaltung teilzunehmen. Wenn der Mond verborgen bleibt, können Sie auch drinnen feiern:

Sie können Ihre Beobachtung auch auf den nächsten klaren Abend verschieben: Rund um den 19. September bleibt der Mond mehrere Nächte lang ein hervorragendes Ziel.

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Siehe Infografik

Internationale Mondbeobachtungsnacht: häufig gestellte Fragen

Brauche ich ein Teleskop?

Nein. Die Mondphase, die dunklen Mondmeere und das helle Hochland sind alle mit bloßem Auge sichtbar. Ein Fernglas ist die einfachste Möglichkeit, den Anblick zu verbessern: Es zeigt viele Krater und behält zugleich den gesamten Mond im Gesichtsfeld.

Kann ich den Mond aus einer Stadt beobachten?

Ja. Der Mond ist hell genug, um selbst bei starker Lichtverschmutzung sichtbar zu sein. Sie müssen daher nicht zu einem Ort mit dunklem Himmel fahren. Freie Sicht auf den Mond ist wichtiger als ein dunkler Himmel.

Ist es sicher, den Mond durch ein Fernglas oder Teleskop anzusehen?

Ja. Sie können den Mond ohne besonderen Augenschutz gefahrlos beobachten, auch wenn er durch ein Teleskop unangenehm hell erscheinen kann. Ein Mondfilter kann die Blendung verringern, ist aber nicht erforderlich.

Wenn Sie den Mond tagsüber beobachten, richten Sie niemals ein Fernglas oder Teleskop auf die Sonne und schwenken Sie damit auch nicht durch den Himmel in ihrer Nähe. Falls Sie nicht genau wissen, wo die Sonne steht, warten Sie bis nach Sonnenuntergang. Ein Mondfilter bietet keinen Schutz für die Sonnenbeobachtung.

Warum sieht der Mond auf der Südhalbkugel anders aus?

Beobachter auf beiden Erdhalbkugeln sehen dieselben Mondstrukturen, doch der Mond erscheint gedreht. Während einer zunehmenden Phase liegt der beleuchtete Teil bei abendlicher Beobachtung in mittleren nördlichen Breiten normalerweise rechts und in mittleren südlichen Breiten links. Die genaue Ausrichtung hängt vom Standort und der Beobachtungszeit ab.

Wann finden die nächsten Internationalen Mondbeobachtungsnächte statt?

Nach der Veranstaltung 2026 lauten die nächsten offiziellen Termine:

  • 10. September 2027
  • 23. September 2028

Internationale Mondbeobachtungsnacht 2026: das Wichtigste

Die Internationale Mondbeobachtungsnacht findet am Samstag, dem 19. September 2026, statt. Suchen Sie den zu etwa 60 % beleuchteten Mond im Schützen von Sonnenuntergang bis zum späten Abend. Ihre Augen genügen zur Teilnahme, doch mit einem Fernglas oder Teleskop erkennen Sie eindrucksvolle Krater, Berge und Schatten entlang des Terminators.

Ob Sie allein beobachten, eine Astronomieveranstaltung besuchen, ein Foto aufnehmen oder einfach ein paar Minuten nach oben blicken: Sie feiern gemeinsam mit Menschen auf der ganzen Welt den nächsten Himmelsnachbarn der Erde. Finden Sie den Mond von Ihrem Standort aus mit Sky Tonight und planen Sie Ihre Internationale Mondbeobachtungsnacht.

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