Voller Schneemond 2020: Wird es ein Supermond sein?

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Voller Schneemond 2020: Wird es ein Supermond sein?

Je nachdem, wo sich Ihr Wohnort befindet, wird bei Ihnen am 8. bzw. 9. Februar 2020 Vollmond sein. Ist der Vollmond im Februar ein Supermond? Warum wird er als Schneemond bezeichnet? Lassen Sie es uns herausfinden!

Der zweite Vollmond des Jahres, der Februar-Vollmond, wird am 9. Februar um 7:33 Uhr (UTC) zwischen den Sternen des Sternbilds Löwe (Leo) am Himmel stehen, jedoch wird er mit bloßen Augen betrachtet sowohl am Samstag- als auch am Sonntagabend noch voll erscheinen. Mithilfe der „Star Walk 2“-App können Sie ganz einfach herausfinden, an welcher Stelle am Himmel er sich bei Ihnen befinden wird.

Warum wird er als Schnee- oder Hungermond bezeichnet?

Der Februar-Vollmond erhielt den Namen „Schneemond“, da es im Februar normalerweise viel schneit. Der andere Name, „Hungermond“, ist darauf zurückzuführen, dass das schlechte Wetter und die starken Schneefälle ehemals die Jagd und Nahrungsbeschaffung in dieser Jahreszeit sehr erschwerten.

Was ist ein Supermond und wann findet er statt?

Die Umlaufbahn des Mondes um die Erde ist kein perfekter Kreis, sondern eine Ellipse. Infolgedessen ist der Abstand zwischen Mond und Erde im Laufe eines Monats bzw. Jahres unterschiedlich. Wenn ein Vollmond stattfindet, während sich der Mond der Erde am nächsten befindet, spricht man von einem „Super-Vollmond“. Super-Vollmonde sehen im Vergleich zu gewöhnlichen Vollmonden um etwa 7 % größer und 16 % heller aus.

Der Begriff „Supermond“ wurde im Jahr 1979 vom Astrologen Richard Nolle geprägt. Er definierte einen Supermond als „einen Neu- oder Vollmond an oder in der Nähe (innerhalb von 90 %) seiner nächsten Annäherung an die Erde in einer bestimmten Umlaufbahn“.

Wird der Vollmond im Februar ein Supermond sein?

Wenn wir die ursprüngliche Definition von „Supermond “ heranziehen, die der Astrologe Richard Nolle 1979 bestimmt hat, lautet die Antwort „NEIN“. Er hatte einen Supermond nämlich als „einen Neu- oder Vollmond an oder in der Nähe (innerhalb von 90 %) seiner nächsten Annäherung an die Erde in einer bestimmten Umlaufbahn“ definiert.

Wenn wir, wie Nolle, die „gegebene Umlaufbahn“ das ganze Jahr über als Mondumlaufbahn betrachten, findet die höchste Annäherung (Perigäum) mit einer Entfernung von 356.908 km am 7. April und die geringste (Apogäum) mit einer Entfernung von 406.688 am 24. März statt. Daher gelten nur die Neu- und Vollmonde in einer Entfernung von weniger als 406.688 - 0,9 x (406.688 - 356.908) = 361.886 km als Supermonde. Im Februar beträgt die Entfernung zum Vollmond jedoch 362.479 km. Die Antwort ist also offensichtlich.

Wie macht man aus dem Vollmond dennoch einen Supermond?

Der andere beliebte Ansatz besteht darin, die aktuelle monatliche Umlaufbahn als „gegebene Umlaufbahn“ zu bestimmen. Für diese Umlaufbahn beträgt das Perigäum am 10. Februar 360.463 km und das Apogäum am 26. Februar 406.276 km. Daher beträgt die maximale Entfernung 365.044 km und der Februar-Vollmond wird zum Supermond.

Wie viele Supermonde wird es im Jahr 2020 geben? Wann findet der nächste statt?

Ein Trio echter Vollmond-Supermonde werden wir zwischen März und Mai erleben, d. h. am 9. März, 8. April und 7. Mai 2020. Der nächste und größte Supermond des Jahres findet in der Nacht vom 7. zum 8. April statt. Mit der Sternenbeobachtungs-App „Star Walk 2“ werden Sie rechtzeitig über diese astronomischen Ereignisse informiert werden.

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Bild-Kredit:Vito Technology

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