Tagundnachtgleiche im März 2020: Nördlicher Frühling und südlicher Herbst

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Tagundnachtgleiche im März 2020: Nördlicher Frühling und südlicher Herbst

Im Jahr 2020 fällt die Tagundnachtgleiche im März auf Freitag, den 20. März, um 3:50 GMT, das heißt auf Donnerstag, den 19. März, 22:50 Uhr EDT. Hier erfahren Sie alles, was Sie über dieses Ereignis wissen müssen.

Was ist die Tagundnachtgleiche und warum findet sie statt?

Auf der Erde gibt es innerhalb eines Jahres zwei Tagundnachtgleichen, und zwar im März und September. Die Tagundnachtgleichen werden durch die Neigung der Erde um ihre eigene Achse und die ständige Bewegung auf der Umlaufbahn verursacht. Unser Planet umkreist die Sonne normalerweise auf einer um 23,5 Grad geneigten Achse, wobei das Tageslicht ungleichmäßig über den gesamten Planeten verteilt ist. Abhängig davon, wo sich die Erde auf ihrer Umlaufbahn um die Sonne befindet, erhält die nördliche bzw. die südliche Hemisphäre mehr Sonnenenergie.

Zweimal im Jahr kombinieren sich die Erdumlaufbahn und die Neigung der Erdachse so (senkrecht zur Sonne), dass die Sonne direkt auf den Äquator scheint und die Erde in der nördlichen und südlichen Hemisphäre gleichermaßen beleuchtet wird. Zu diesem Zeitpunkt ist die Erdachse weder von der Sonne weg noch zur Sonne hin geneigt. Diese Momente werden als Tagundnachtgleichen bezeichnet und markieren den Wechsel der Jahreszeiten.

Tagundnachtgleiche im März

Die März-Tagundnachtgleiche markiert den Zeitpunkt, an dem die Sonne den Himmelsäquator auf ihrer Reise von Süden nach Norden überquert. In der nördlichen Hemisphäre markiert die März-Tagundnachtgleiche das Ende des Winters und den Beginn des astronomischen Frühlings und wird als Frühlingspunkt bezeichnet. In der südlichen Hemisphäre, wo die Jahreszeiten umgekehrt sind, wird die März-Tagundnachtgleiche als Herbst-Tagundnachtgleiche bezeichnet und markiert das Ende des Sommers und den Beginn des Herbstes.

Wussten Sie das?

  • Die Zeitpunkte der Tagundnachtgleichen können variieren. Die März-Tagundnachtgleiche fällt jedes Jahr auf den 19., 20. oder 21. März, während die September-Tagundnachtgleiche am 21., 22., 23. oder 24. September stattfinden kann.
  • Zur Tagundnachtgleiche sind die Länge von Tag und Nacht weltweit fast gleich, nämlich 12 Stunden. Aus diesem Grund wurde dieser Tag „Äquinoktium“ genannt, was aus dem Lateinischen abgeleitet „gleiche Nacht“ bedeutet.
  • Am Tag der Tagundnachtgleiche geht die Sonne, unabhängig davon, wo Sie leben, im Osten auf und im Westen unter. Die Ausnahmen sind der Nord- und der Südpol, da es dort keinen Osten oder Westen gibt.
  • Alle Planeten im Sonnensystem erleben Tagundnachtgleichen und haben daher Jahreszeiten. Einige von ihnen haben, ähnlich wie die Erde, vier Jahreszeiten. Die Erde wird sich am 20. März zu Venus und Jupiter als die einzigen Planeten gesellen, auf denen jetzt ein nördlicher Frühling herrscht.
  • Für die Beobachtung der Polarlichter (Nordlicht oder Südlicht) in hohen nördlichen und südlichen Breitengraden sind die Tage um die Tagundnachtgleiche nahezu perfekt.
  • Viele Kulturen auf der ganzen Welt feiern die Tagundnachtgleiche. So wird in Japan während der März und September Tagundnachtgleiche der buddhistische Feiertag Higan gefeiert. Der Tag des christlichen Osterfestes ist mit dem Datum der März-Tagundnachtgleiche verbunden. Das iranische (persische) Neujahrsfest Nouruz findet nach dem persischen astronomischen Kalender an der März-Tagundnachtgleiche statt.

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Bild-Kredit:Vito Technology

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