Leitfaden für Meteorschauer im Dezember 2021

~3 min
Leitfaden für Meteorschauer im Dezember 2021

Im Dezember finden mehrere bemerkenswerte Meteorschauer statt, darunter die besonders aktiven Geminiden. Hier finden Sie eine Liste von neun Meteorschauern, die in diesem Monat ihren Aktivitätshöhepunkt erreichen.

Nehmen Sie an unserem Quiz teil, um Ihre Sternschnuppen-Fangfähigkeiten zu testen. Es enthält nützliche Tipps und allgemeine Informationen über Meteorschauer.

Wichtige Höhepunkte der Meteroidenschauer

14. Dezember: Geminiden

  • Zenitale stündliche Rate (ZHR): 150
  • Mondlicht: 81 %
  • Zeitraum der Aktivität: 4.-20. Dezember
  • Radiantenlage: Sternbild Zwillinge
  • Sichtbar von: überall

Der Geminiden-Meteorschauer, der zum Asteroiden 3200 Phaethon gehört, ist einer der stärksten Schauer des Jahres. Bei Dunkelheit kann man um den Höhepunkt herum 50 Meteore in einer Stunde sehen; in der Hauptnacht sind bis zu 150 Meteore pro Stunde möglich. Diese Meteore sind bevorzugt in der nördlichen Hemisphäre zu sehen, aber auch in südlichen Breitengraden. Die beste Zeit für die Beobachtung der Geminiden ist 2 Uhr morgens. Allerdings geht der zu mehr als 80 % erleuchtete Mond am 13. und 14. Dezember erst gegen 4 Uhr unter, so dass den Beobachtern ein paar Stunden Zeit bleibt, um die Meteore vor Sonnenaufgang zu beobachten.

22. Dezember: Ursiden

  • ZHR: 10
  • Mondlicht: 90 %
  • Zeitraum der Aktivität: 16.-26. Dezember
  • Radiantenlage: Sternbild Ursa Minor (Kleiner Bär)
  • Sichtbar von: Nordhalbkugel

Die Ursiden, deren Mutterobjekt der Komet 8P/Tuttle ist, erreichen ihren Höhepunkt immer um die Dezembersonnenwende. Normalerweise erzeugen sie maximal zehn Meteore pro Stunde; es wurden jedoch auch schon Phasen mit bis zu 100 Meteoren pro Stunde beobachtet. Die Beobachtung der Ursiden wird in diesem Jahr eine ziemliche Herausforderung sein: Die maximale Anzahl an Meteoren wird nur drei Tage nach dem Vollmond erreicht. Daher wird unser Erdtrabant in den Hauptnächten den Großteil der Meteore verdecken.

Höhepunkte der kleinen Meteorschauer

7. Dezember: Puppiden-Veliden

  • ZHR: 10
  • Mondlicht: 14 %
  • Zeitraum der Aktivität: 1.-15. Dezember
  • Radiantenlage: Sternbild Achterdeck des Schiffs (Puppis)
  • Sichtbar von: Südhalbkugel

Das Ursprungsobjekt der Puppid-Veliden ist unbekannt; dieser Meteorschauer ist kaum erforscht. Wie die Ursiden erzeugt auch dieser Schauer etwa zehn Meteore während seines Höhepunkts, aber in diesem Fall stört das Mondlicht nicht. Um den 7. Dezember herum kann man sogar eine helle Feuerkugel sehen, die für diesen Meteorschauer häufig berichtet worden ist. Obwohl er hauptsächlich von der südlichen Hemisphäre aus zu sehen ist, sollten Sie ihm auch eine Chance geben, wenn Sie im südlichen Teil der nördlichen Hemisphäre leben.

9. Dezember: Dezember-Monocerotiden

  • ZHR: 3
  • Mondlicht: 33 %
  • Zeitraum der Aktivität: 5.-20. Dezember
  • Radiantenlage: Sternbild Einhorn (Monoceros)
  • Sichtbar von: überall

Die Monocerotiden-Meteore im Dezember haben ihren Ursprung im Kometen C/1917 F1 (Mellish). Dieser Meteorstrom ist der weniger bekannte der beiden Schauer, die als Monocerotiden bezeichnet werden. In den meisten Jahren schwankt die Höchstzahl der erzeugten Meteore zwischen 2 und 3. Dieser Meteorschauer ist selbst nicht spektakulär, aber er erreicht seinen Höhepunkt gleichzeitig mit einem anderen Meteorstrom.

9. Dezember 9: Sigma-Hydriden

  • ZHR: 7
  • Mondlicht: 33 %
  • Zeitraum der Aktivität: 3.-20. Dezember
  • Radiantenlage: Sternbild Wasserschlange (Hydra)
  • Sichtbar von: überall

Der Höhepunkt eines weiteren Meteorschauers wird am 9. Dezember 2021 erreicht: die Sigma-Hydriden. Dieser Meteorschauer, dessen Mutterobjekt unbekannt ist, erzeugt regelmäßig helle Meteore. In diesem Jahr wird das Mondlicht kein großes Hindernis für die Beobachtung darstellen: Ideale Voraussetzungen für die Jagd nach den Sigma-Hydriden und den Dezember-Monocerotiden.

16. Dezember: Comae-Bereniciden

  • ZHR: 3
  • Mondlicht: 94 %
  • Zeitraum der Aktivität: 12.-23. Dezember
  • Radiantenlage: Haar der Berenike (Coma Berenices)
  • Sichtbar von: überall

Die Comae-Bereniciden sind ein schwacher Meteorschauer mit einem unbekannten Mutterobjekt. Im Jahr 2021 sind die Bedingungen für Beobachtungen ungünstig – in der Hauptnacht wird der fast vollständige Vollmond die Meteore überstrahlen.

19. Dezember: Dezember-Leonis-Minoriden

  • ZHR: 5
  • Mondlicht: 100 %
  • Zeitraum der Aktivität: 5. Dezember bis 4. Februar
  • Radiantenlage: Sternbild Kleiner Löwe
  • Sichtbar von: überall

Wie die Comae-Bereniciden ist auch der Dezember-Meteorschauer der Leonis-Minoriden ein schwacher Strom mit einem unentdeckten Mutterobjekt. Die Nacht, in der die Aktivität am größten ist, wird außerdem durch den hellen Vollmond getrübt. Eine gute Nachricht ist, dass die Dezember-Leonis-Minoriden lange anhalten. Man kann daher ihre Meteore auch später noch sehen, wenn der Mond weniger hell ist.

Variable Höhepunkte der Meteorschauer

Es folgen zwei weitere Meteorschauer, die im Dezember stattfinden. Ihre ZHR ist variabel, was bedeutet, dass sie regelmäßig Aktivitätsausbrüche verzeichnen, aber im Allgemeinen eher schwach und schwierig zu beobachten sind. Für das Jahr 2021 gibt es keine Vorhersagen für ihre höchste Aktivität.

2. Dezember: Phöniciniden

  • ZHR: Variabel
  • Mondlicht: 5 %
  • Zeitraum der Aktivität: 28. November bis 9. Dezember
  • Radiantenlage: Sternbild Phönix
  • Sichtbar von: Südhalbkugel

6. Dezember: Phi-Cassiopeiiden

  • ZHR: Variabel
  • Mondlicht: 7 %
  • Zeitraum der Aktivität: 1.-8. Dezember
  • Radiantenlage: Sternbild Kassiopeia
  • Sichtbar von: überall

Nun kennen Sie die Meteorschauer, die im Dezember ihre höchste Aktivität erreichen. Wählen Sie Ihr Ziel, prüfen Sie die Wettervorhersage in unserer Sky Tonight App für die besten Beobachtungszeitpunkte, und gehen Sie auf Meteorjagd! Vergessen Sie nicht, Ihre Erfahrungen mit uns in den sozialen Medien zu teilen.

Wir wünschen Ihnen einen klaren Himmel und schöne Beobachtungen!

Trustpilot