Meteorschauer im Oktober 2026: Als Nächstes kommen Oktober-Camelopardaliden und Draconiden

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Im Oktober 2026 erreichen acht Meteorschauer ihr Aktivitätsmaximum. Die Höhepunkte sind die Draconiden am 8.–9. Oktober und die Orioniden am 21.–22. Oktober. Schwächere Ströme wie die Oktober-Camelopardaliden bieten im Laufe des Monats weitere Gelegenheiten, Sternschnuppen zu entdecken. Mit der App Sky Tonight finden Sie die Radianten am Himmel und können Erinnerungen an die besten Beobachtungszeiten für Ihren Ort einstellen.

Inhalt

Bevorstehende Meteorschauer im Oktober 2026: Das Wichtigste

Hier finden Sie einen kurzen Überblick über die Meteorschauer im Oktober 2026. Die stündlichen Raten sind ZHR-Schätzwerte: die Anzahl der Meteore, die unter ideal dunklem Himmel bei einem Radianten direkt im Zenit innerhalb einer Stunde sichtbar wären. Tatsächlich sieht man meist weniger.

  • Tages-Sextantiden — Maximum am 1. Oktober; schwach und wegen des sonnennahen Radianten schwer zu beobachten.
  • Draconiden — Maximum am 8.–9. Oktober mit etwa 5 Meteoren pro Stunde unter einem fast mondlosen Himmel.
  • Orioniden — Maximum am 21.–22. Oktober mit etwa 20 Meteoren pro Stunde; der zunehmende Mond stört in der ersten Nachthälfte.
  • Weitere schwächere Ströme erreichen ebenfalls ihr Maximum: Oktober-Camelopardaliden (6. Oktober), Delta-Aurigiden (11. Oktober), Südliche Tauriden (13. Oktober), Epsilon-Geminiden (18. Oktober) und Leonis-Minoriden (24. Oktober).

Die wichtigsten Meteorschauer im Oktober

Im Oktober lohnen sich vor allem zwei Meteorschauer: die Draconiden zu Beginn des Monats und die Orioniden im weiteren Monatsverlauf.

8.–9. Oktober: Maximum der Draconiden

  • Meteore pro Stunde: 5
  • Mondphase: schmale abnehmende Mondsichel
  • Aktiv: 6.–10. Oktober
  • Radiant: Sternbild Drache
  • Sichtbar von: Nordhalbkugel

Der Draconidenstrom ist unberechenbar. Die meisten Meteorschauer beobachtet man am besten vor der Morgendämmerung, die Draconiden dagegen am Abend. Ihre Meteore sind außerdem ungewöhnlich langsam und lassen sich dadurch leichter von vielen anderen Oktobermeteoren unterscheiden. Der Mutterkörper ist der Komet 21P/Giacobini-Zinner, weshalb der Strom auch Giacobiniden genannt wird.

In den meisten Jahren liefern die Draconiden unter dunklem Himmel höchstens zehn Meteore pro Stunde. Gelegentliche Ausbrüche können jedoch mehrere Hundert pro Stunde hervorbringen. So wurden 2011 etwa 300 Meteore pro Stunde erreicht; 2018 waren es vier Stunden lang rund 150 pro Stunde. Ein 2011 veröffentlichtes Modell sagt einen möglichen starken Ausbruch für 2062 voraus, schließt frühere Ausbrüche aber nicht aus.

Mehr erfahren: Draconiden-Meteorschauer.

Beobachtungsbedingungen für die Draconiden

Der Radiant der Draconiden
Der Radiant der Draconiden (der Punkt, von dem die Meteore scheinbar ausgehen) befindet sich im Sternbild Drache.

Die Beobachtungsbedingungen für die Draconiden sind 2026 ausgezeichnet, da das Maximum nahe dem Neumond liegt. Allerdings wird kein Draconiden-Ausbruch erwartet. Rechnen Sie daher mit einer typischen, bescheidenen Rate von etwa 5 Meteoren pro Stunde. Das beste Beobachtungsfenster reicht vom Abend des 8. Oktober bis in die frühen Stunden des 9. Oktober, wenn der Radiant im Drachen hoch am Nordhimmel steht.

21.–22. Oktober: Maximum der Orioniden

  • Meteore pro Stunde: 20
  • Mondphase: zunehmender Dreiviertelmond
  • Aktiv: 2. Oktober – 7. November
  • Radiant: Sternbild Orion
  • Sichtbar von: beiden Halbkugeln

Die Orioniden sind für ihre schnellen Meteore und gelegentliche helle Feuerkugeln bekannt. Die Teilchen treten mit 66 km/s (etwa 148.000 Meilen pro Stunde) in die Erdatmosphäre ein! Diese schnellen Meteore hinterlassen auch Spuren aus ionisiertem Gas, die mehrere Sekunden sichtbar bleiben. Die Orioniden zählen insgesamt zu den schönsten Meteorschauern des Jahres.

Mehr erfahren: Orioniden-Meteorschauer

Beobachtungsbedingungen für die Orioniden

Der Radiant der Orioniden
Der Radiant der Orioniden (der Punkt, von dem die Meteore scheinbar ausgehen) befindet sich im Sternbild Orion.

2026 fällt das Orionidenmaximum in die Zeit des zunehmenden Mondes, der die erste Nachthälfte deutlich aufhellt. Vor der Morgendämmerung sollte jedoch noch etwas mondfreie Beobachtungszeit bleiben. Auf beiden Halbkugeln erreicht der Radiant etwa ab Mitternacht Ortszeit eine brauchbare Höhe, auf der Nordhalbkugel etwas früher. Bis zur Morgendämmerung steigt er weiter an.

Die Orioniden zeigen nicht immer einen einzigen scharf ausgeprägten Gipfel. Mehrere kleinere Maxima sind möglich, und die Aktivität kann in mehreren aufeinanderfolgenden Nächten um das Hauptmaximum ähnlich hoch bleiben. Deshalb lohnt es sich auch, in den Nächten vor und nach dem 21.–22. Oktober Ausschau zu halten.

Schwächere Meteorschauer im Oktober

Im Oktober gibt es auch mehrere schwächere Meteorschauer mit jeweils nur wenigen Meteoren pro Stunde. Manche profitieren von dunklem Himmel, andere fallen durch helle, langsame Meteore auf.

1. Oktober: Maximum der Tages-Sextantiden

  • Meteore pro Stunde: 5
  • Mondphase: abnehmender Dreiviertelmond
  • Aktiv: 20. September – 6. Oktober
  • Radiant: Sternbild Sextant
  • Sichtbar von: beiden Halbkugeln

Die Meteore der Tages-Sextantiden sind relativ langsam: Sie treten mit 32 km/s in die Erdatmosphäre ein. Als möglicher Ursprungskörper dieses schwachen Stroms gilt der Apollo-Asteroid 2005 UD.

Beobachtungsbedingungen für die Tages-Sextantiden

2026 erreichen die Tages-Sextantiden ihr Maximum am 1. Oktober. Ihr Radiant liegt im Sternbild Sextant nahe der Sonne, weshalb sie nur kurz vor der Morgendämmerung sichtbar sind. Unter idealen Bedingungen sind zum Maximum bis zu 5 Meteore pro Stunde möglich, tatsächlich dürften visuelle Beobachter aber deutlich weniger sehen. Nutzen Sie das kurze Zeitfenster nach dem Aufgang des Radianten, bevor die Morgendämmerung zu hell wird.

6. Oktober: Maximum der Oktober-Camelopardaliden

  • Meteore pro Stunde: 5
  • Mondphase: abnehmende Mondsichel
  • Aktiv: 5.–6. Oktober
  • Radiant: Sternbild Giraffe
  • Sichtbar von: Nordhalbkugel

Der Ursprung der Oktober-Camelopardaliden ist rätselhaft. Ihre Bahnen deuten auf einen langperiodischen Kometen hin. Bisher ließ sich jedoch kein bekannter Komet als Ursprung des Stroms identifizieren. Der Mutterkomet könnte noch unentdeckt sein oder nicht mehr existieren.

Beobachtungsbedingungen für die Oktober-Camelopardaliden

Dieses Jahr sind die Beobachtungsbedingungen für die Oktober-Camelopardaliden relativ gut. Die abnehmende Mondsichel steht abends unter dem Horizont, geht aber nach Mitternacht auf und kann Beobachtungen vor der Morgendämmerung stören. Nördlich von etwa 11° nördlicher Breite ist der Radiant zudem zirkumpolar und bleibt die ganze Nacht über dem Horizont. Da der Strom von einem langperiodischen Körper stammen könnte und die dichteste Staubspur möglicherweise noch vor uns liegt, sind unerwartete Aktivitätsanstiege weiterhin möglich. Für 2026 wurde jedoch keine verstärkte Aktivität konkret vorhergesagt.

11. Oktober: Maximum der Delta-Aurigiden

  • Meteore pro Stunde: 2
  • Mondphase: schmale zunehmende Mondsichel
  • Aktiv: 10.–18. Oktober
  • Radiant: Sternbild Fuhrmann
  • Sichtbar von: Nordhalbkugel

Die δ-Aurigiden (Delta-Aurigiden) sind noch wenig erforscht. Die Informationen über diesen Strom stammen aus Videobeobachtungen der Internationalen Meteororganisation (IMO), die bis in die späten 1990er-Jahre zurückreichen. Neue Beobachtungen können helfen, ihn besser zu verstehen.

Beobachtungsbedingungen für die Delta-Aurigiden

Dieses Jahr sind die Beobachtungsbedingungen für die Delta-Aurigiden günstig, da das Maximum sehr nahe am Neumond liegt. Die Rate beträgt allerdings nur etwa zwei Meteore pro Stunde.

13. Oktober: Frühes Maximum der Südlichen Tauriden

  • Meteore pro Stunde: 5
  • Mondphase: zunehmende Mondsichel
  • Aktiv: 20. September – 20. November
  • Radiant: beim Oktobermaximum nahe den Grenzen von Fische, Walfisch und Widder; später in der Saison im Stier
  • Sichtbar von: beiden Halbkugeln

Die hellen, relativ langsamen Meteore der Südlichen Tauriden eignen sich gut für den Einstieg in die Meteorfotografie. Die niedrige, gleichmäßige Rate ist auch hilfreich, um das Einzeichnen beobachteter Meteorbahnen in eine Sternkarte zu üben. Der Ursprungskörper der Südlichen Tauriden ist der Komet 2P/Encke. Ihr Schwesterstrom, die Nördlichen Tauriden, ist vom 20. Oktober bis zum 10. Dezember aktiv und erreicht sein Maximum am 12. November.

Mehr erfahren: Tauriden-Meteorschauer

Beobachtungsbedingungen für die Südlichen Tauriden

Mit einer typischen Rate von etwa fünf Meteoren pro Stunde sind die Südlichen Tauriden ein schwacher Strom, der von beiden Halbkugeln sichtbar ist. 2026 könnte die Aktivität um dieses Oktobermaximum leicht über dem Durchschnitt liegen. Die hellen Meteore machen die Beobachtung trotz geringer Raten lohnend, besonders unter einem weitgehend mondlichtfreien Himmel. Auch das Hauptmaximum im November wird nicht durch Mondlicht gestört. Je nach Standort erreicht der Radiant um Mitternacht oder in den frühen Morgenstunden seinen höchsten Punkt. Dann lohnt sich die Sternschnuppensuche am meisten.

18. Oktober: Maximum der Epsilon-Geminiden

  • Meteore pro Stunde: 3
  • Mondphase: erstes Viertel
  • Aktiv: 14.–27. Oktober
  • Radiant: Sternbild Zwillinge
  • Sichtbar von: beiden Halbkugeln

Die ε-Geminiden (Epsilon-Geminiden) sind deutlich weniger aktiv als die Geminiden im Dezember. Mit etwa drei Meteoren pro Stunde können sie die Orionidenbeobachtung ergänzen, da beide Ströme ungefähr gleichzeitig ihr Maximum erreichen.

Beobachtungsbedingungen für die Epsilon-Geminiden

2026 sind die Beobachtungsbedingungen für die Epsilon-Geminiden recht günstig. Das Maximum liegt nahe dem ersten Mondviertel. Der Mond steht in der ersten Nachthälfte am Himmel, geht aber unter, bevor der Radiant höher steigt. Dadurch verbessert sich die Sichtbarkeit. Auf der Nordhalbkugel können Sie etwa um Mitternacht Ortszeit beginnen. Auf der Südhalbkugel bleibt der Radiant niedriger, deshalb lohnt sich ein späterer Beginn näher an der Morgendämmerung.

24. Oktober: Maximum der Leonis-Minoriden

  • Meteore pro Stunde: 2
  • Mondphase: heller zunehmender Dreiviertelmond
  • Aktiv: 19.–27. Oktober
  • Radiant: Sternbild Kleiner Löwe
  • Sichtbar von: Nordhalbkugel

Die Leonis-Minoriden wurden erstmals in fotografischen Meteordaten entdeckt. Unter dunklem Himmel sind ihre Meteore mit bloßem Auge sichtbar, wegen der niedrigen Rate aber schwer zu entdecken.

Beobachtungsbedingungen für die Leonis-Minoriden

2026 sind die Beobachtungsbedingungen für die Leonis-Minoriden ungünstig, da das Maximum nahe am Vollmond liegt. Selbst unter günstigen Bedingungen beträgt die maximale Rate nur zwei Meteore pro Stunde. Dieser Strom dürfte daher dieses Jahr weitgehend unbemerkt bleiben.

Wie beobachtet man einen Meteorschauer im Oktober?

Planen Sie Ihre Beobachtungen mit der Astronomie-App Sky Tonight:

  1. Ermitteln Sie Datum und Uhrzeit des Maximums.

Öffnen Sie den Kalender in Sky Tonight und wechseln Sie zum Bereich Meteore. Jeder Meteorschauer erscheint dort als farbige Linie; die Maxima sind mit Punkten markiert. Wählen Sie den gewünschten Strom und tippen Sie auf das Ereignis, um weitere Informationen zu erhalten.

  1. Finden Sie heraus, wann der Radiant hoch am Himmel steht.

Tippen Sie auf den Namen des Meteorschauers, der im Infobereich der Ereignisseite blau angezeigt wird. Öffnen Sie anschließend die Ereignisse und sehen Sie sich die sichtbaren Durchgänge an. Die mittlere Uhrzeit zeigt, wann der Radiant an Ihrem Standort am höchsten steht. Tippen Sie darauf, um seine Position zu diesem Zeitpunkt auf der Himmelskarte zu sehen.

  1. Prüfen Sie Wettervorhersage und Mondphase.

Im Bereich Heute Nacht sichtbar in Sky Tonight, erreichbar über das Teleskopsymbol auf dem Hauptbildschirm, finden Sie für ein bestimmtes Datum die Mondphase, die Wettervorhersage und weitere Beobachtungsinformationen.

Oktober Meteorschauer 2026 in der App Sky Tonight
In der App Sky Tonight finden Sie alle Informationen zu den kommenden Meteorschauern. Finden Sie das Spitzendatum in der Kalenderfunktion, sehen Sie in der Rubrik „Sichtbare Erscheinungen“, wann die Meteorschauer am Himmel am hellsten sein werden, und überprüfen Sie im Bereich „Heute sichtbar“ die Mondphase und die Wettervorhersage für das gewünschte Datum.

Weitere Tipps zur Beobachtung von Meteorschauern finden Sie in unserem ausführlichen Artikel. Wenn Sie sich gut vorbereitet fühlen, testen Sie Ihr Wissen mit unserem Quiz zur Sternschnuppenbeobachtung.

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Was gibt es am Oktober-Sternenhimmel zu sehen, während Sie auf Meteore warten?

Meteore zu beobachten erfordert Geduld. Zwischen den Sternschnuppen können Sie weitere Objekte und Ereignisse am Oktoberhimmel suchen:

  • Sternbilder im Oktober: Achten Sie besonders auf die Sternbilder, in denen die Radianten der Oktoberströme liegen.
  • Planeten im Oktober: Saturn ist der Planet des Monats. Er erreicht am 4. Oktober die Opposition und bleibt hell und die ganze Nacht sichtbar.
  • Besondere Himmelsereignisse im Oktober: Am 6. Oktober, etwa zum Maximum der Oktober-Camelopardaliden, können Sie den Mond nahe Jupiter mit bloßem Auge sehen.

Sternschnuppen im Oktober: Fazit

Im Oktober 2026 erwarten uns acht Meteorschauer, darunter die beiden wichtigsten: die Draconiden und die Orioniden. Die Draconiden dürften nur wenige Meteore liefern, erreichen ihr Maximum aber unter mondlosem Himmel. Bei den Orioniden steht dagegen ein heller zunehmender Dreiviertelmond am Himmel, der erst nach Mitternacht untergeht. Warten Sie deshalb am besten bis in die Stunden vor der Morgendämmerung, wenn der Himmel dunkler ist. Zu erwarten sind etwa 20 Meteore pro Stunde unter idealen Bedingungen.

Auch schwächere Ströme wie die Südlichen Tauriden und die Epsilon-Geminiden profitieren von dunklem Himmel, liefern aber nur wenige Meteore pro Stunde. Nutzen Sie den Astronomiekalender in Sky Tonight, um Ihre Beobachtungen zu planen.

Wir wünschen Ihnen klaren Himmel und viel Freude beim Beobachten!

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