Helle Sterne und Asterismen am Nachthimmel im Oktober
Der Nachthimmel im Oktober bietet viele helle Sterne und gut erkennbare Sternmuster. Dieser Leitfaden hilft Ihnen, die schönsten davon zu finden. Wir zeigen, wann und wo Sie große Asterismen wie das Herbstviereck (Pegasusquadrat) und das Sommerdreieck sowie helle Sterne wie Fomalhaut, Arktur und Sirius sehen können. Tippen Sie in Sky Tonight auf das Teleskopsymbol, um die Übersicht der heute Nacht sichtbaren Objekte zu öffnen und zu sehen, was Sie von Ihrem Standort aus beobachten können.
Inhalt
- Was ist am Nachthimmel im Oktober zu sehen?
- Die schönsten Sternbilder im Oktober
- Die schönsten Asterismen im Oktober
- Helle Sterne im Oktober
- So finden Sie Sterne und Asterismen am Oktoberhimmel
- Häufig gestellte Fragen
- Sterne und Asterismen im Oktober: das Wichtigste
Was ist am Nachthimmel im Oktober zu sehen?
Der Oktoberhimmel verändert sich zwischen Sonnenuntergang und Morgendämmerung erheblich. Einige Sternmuster, die früher im Jahr besonders auffielen, sind nach Sonnenuntergang noch sichtbar. Andere helle Sterne gehen erst am späten Abend oder vor der Morgendämmerung auf. Die folgenden Richtungsangaben dienen als allgemeine Orientierung für mittlere nördliche und südliche Breiten. Nicht jedes Objekt ist von jedem Standort aus sichtbar.
Der Oktoberhimmel auf der Nordhalbkugel
| Objekt | Beste Beobachtungszeit | Blickrichtung |
|---|---|---|
| Sommerdreieck | Kurz nach Sonnenuntergang | Hoch am Himmel; im Laufe des Oktobers weiter westlich |
| Arktur | Anfang Oktober, kurz nach Sonnenuntergang | Tief im Westen oder Nordwesten |
| Teekanne | Anfang Oktober, kurz nach Sonnenuntergang | Tief im Südwesten |
| Pegasusquadrat | Abends | Hoch am Himmel |
| Wasserkrug | Abends | Südlicher Himmel |
| Fomalhaut | Abends | Tief im Süden |
| Capella | Später am Abend | Nordosten |
| Aldebaran | Später am Abend | Osten oder Nordosten |
| Sirius | Spät in der Nacht oder vor der Morgendämmerung | Südosten, später Süden |
Der Oktoberhimmel auf der Südhalbkugel
| Objekt | Beste Beobachtungszeit | Blickrichtung |
|---|---|---|
| Teekanne | Anfang Oktober, kurz nach Sonnenuntergang | Hoch am Himmel; im Laufe des Oktobers weiter westlich |
| Sommerdreieck* | Kurz nach Sonnenuntergang | Nördlicher oder nordwestlicher Himmel; in südlicheren Breiten tiefer |
| Arktur* | Anfang Oktober, kurz nach Sonnenuntergang | Sehr tief im Nordwesten |
| Fomalhaut | Abends | Hoch am Himmel |
| Wasserkrug | Abends | Hoch am nördlichen Himmel |
| Pegasusquadrat | Abends | Nördlicher Himmel; in südlicheren Breiten tiefer |
| Aldebaran | Später am Abend | Nordosten |
| Capella* | Spät in der Nacht oder vor der Morgendämmerung | Nördlicher Himmel; von mittleren südlichen Breiten aus sehr tief |
| Sirius | Spät in der Nacht oder vor der Morgendämmerung | Osten oder Südosten, später hoch am Himmel |
*Im Oktober lässt sich Arktur abends vor allem von tropischen und niedrigen südlichen Breiten aus sinnvoll beobachten. Capella ist nur von Orten nördlich von etwa 44° S sichtbar und bleibt nahe ihrer südlichen Sichtbarkeitsgrenze sehr tief über dem Horizont. Von weit südlich gelegenen Orten aus kann ein Teil oder das gesamte Sommerdreieck unter dem Horizont bleiben.
Die schönsten Sternbilder im Oktober
Sieben Sternbilder stehen an Oktoberabenden besonders günstig: Wassermann, Kepheus, Kranich, Eidechse, Oktant, Pegasus und Südlicher Fisch. Welche davon Sie sehen können, hängt stark von Ihrem Breitengrad ab.
- Nordhalbkugel: Von mittleren nördlichen Breiten aus steigen Pegasus, Kepheus und Eidechse hoch am Himmel auf. Der Wassermann erreicht eine mäßige Höhe, während der Südliche Fisch tief über dem Horizont bleibt. Der Kranich ist nur von niedrigeren nördlichen Breiten aus vollständig sichtbar. Der Oktant bleibt von fast der gesamten Nordhalbkugel aus unter dem Horizont.
- Südhalbkugel: Von mittleren südlichen Breiten aus steigen Kranich, Südlicher Fisch und Wassermann hoch am Himmel auf, während der Oktant den südlichen Himmelspol umkreist. Pegasus steht in südlicheren Breiten zunehmend tiefer. Kepheus ist von mittleren südlichen Breiten aus normalerweise unsichtbar, während die Eidechse sehr tief steht und teilweise unter dem Horizont liegen kann.
Andere Sternbilder sind von bestimmten Breiten aus das ganze Jahr über sichtbar. Ob ein Sternbild zirkumpolar ist, also stets über dem Horizont bleibt, hängt vom Beobachtungsort ab. Kassiopeia und Großer Bär können in ausreichend nördlichen Breiten zirkumpolar sein, Kreuz des Südens und Kiel des Schiffs dagegen in ausreichend südlichen Breiten.
Beschreibungen, Hinweise zum Auffinden und mythologische Hintergründe finden Sie in unserem ausführlichen Leitfaden zu den Sternbildern, die im Oktober am besten zu sehen sind.
Die schönsten Asterismen im Oktober
Ein Asterismus ist ein erkennbares Muster aus Sternen, das kein offizielles Sternbild bildet. Manche Asterismen liegen hauptsächlich innerhalb eines Sternbilds, andere verbinden Sterne mehrerer Sternbilder. Die folgenden Magnitudenwerte (mag) geben an, wie hell ein Objekt von der Erde aus erscheint: Je kleiner die Zahl, desto heller das Objekt.
Die Teekanne

- Sternbild: Schütze
- Beste Beobachtungszeit: kurz nach Sonnenuntergang, besonders Anfang Oktober
- Sichtbar von: beiden Erdhalbkugeln
Die Teekanne ist eines der am leichtesten erkennbaren Muster im Schützen. Kaus Media (2,7 mag), Kaus Australis (1,8 mag), Ascella (2,6 mag) und Phi Sagittarii (3,2 mag) bilden den Kannenkörper. Kaus Borealis (2,8 mag) markiert den Deckel. Alnasl (3,0 mag) bildet die Spitze des Ausgusses, während Nunki (2,1 mag) und Tau Sagittarii (3,3 mag) den Henkel nachzeichnen.
- Nordhalbkugel: Schauen Sie kurz nach Einbruch der Dunkelheit tief an den südwestlichen oder westlichen Himmel. Die Teekanne geht früh unter und wird im Laufe des Oktobers immer schwieriger zu beobachten.
- Südhalbkugel: Schauen Sie hoch an den Himmel. Die Teekanne steht meist deutlich günstiger als in nördlichen Breiten, geht im Laufe des Monats aber ebenfalls immer früher unter.
Unter einem dunklen Himmel können Sie vielleicht das helle Band der Milchstraße erkennen, das wie Dampf aus dem Ausguss der Teekanne aufsteigt.
Das Sommerdreieck

- Sternbilder: Leier, Schwan und Adler
- Beste Beobachtungszeit: nach Sonnenuntergang
- Sichtbar von: der Nordhalbkugel und einem großen Teil der Südhalbkugel
Das Sommerdreieck besteht aus drei hellen Sternen: Wega (0,0 mag) in der Leier, Deneb (1,3 mag) im Schwan und Altair (0,8 mag) im Adler. Es nimmt eine große Himmelsfläche ein und ist deutlich größer als das Pegasusquadrat.
- Nordhalbkugel: Schauen Sie nach Einbruch der Dunkelheit hoch an den Himmel. Das Dreieck wandert im Laufe des Abends nach Westen. Auch zur gleichen Uhrzeit steht es mit fortschreitendem Oktober immer weiter westlich.
- Südhalbkugel: Schauen Sie tief nach Norden oder Nordwesten. Das Dreieck erscheint gegenüber dem Anblick auf der Nordhalbkugel auf dem Kopf stehend. In hohen südlichen Breiten können Deneb und Wega äußerst tief stehen oder unter dem Horizont bleiben.
Das Pegasusquadrat

- Sternbilder: Pegasus und Andromeda
- Beste Beobachtungszeit: abends
- Sichtbar von: beiden Erdhalbkugeln
Das Pegasusquadrat ist eines der größten und am leichtesten erkennbaren Sternmuster an Oktoberabenden. Suchen Sie vier mäßig helle Sterne, die je nach ihrer Ausrichtung an Ihrem Himmel ein großes Quadrat oder eine Raute bilden.
Die Ecken markieren Scheat (2,4 mag), Markab (2,5 mag), Algenib (2,8 mag) und Alpheratz (2,1 mag). Obwohl Alpheratz das Pegasusquadrat vervollständigt, gehört er offiziell zum Sternbild Andromeda und nicht zu Pegasus.
Jede Seite erstreckt sich über etwa 13°–17°. Das entspricht ungefähr anderthalb Fäusten bei ausgestrecktem Arm.
- Nordhalbkugel: Schauen Sie nach Einbruch der Dunkelheit nach Osten oder Südosten. Das Pegasusquadrat steigt im Laufe des Abends höher und fällt von mittleren nördlichen Breiten aus besonders auf.
- Südhalbkugel: Schauen Sie nach Nordosten oder Norden. Das Muster steht tiefer als an nördlichen Standorten. In hohen südlichen Breiten kann es teilweise oder vollständig unter dem Horizont bleiben.
Der Wasserkrug

- Sternbild: Wassermann
- Beste Beobachtungszeit: abends
- Sichtbar von: beiden Erdhalbkugeln
Der Wasserkrug ist ein kleines Y-förmiges Muster aus Eta Aquarii (4,0 mag), Zeta Aquarii (3,7 mag), Pi Aquarii (4,6 mag) und Gamma Aquarii (3,9 mag). Er ist viel kleiner und lichtschwächer als das Pegasusquadrat. Wählen Sie deshalb einen Ort abseits heller Stadtlichter.
- Nordhalbkugel: Schauen Sie in den südlichen Teil des Himmels. Auf einer Sternkarte liegt der Wasserkrug südlich des Pegasusquadrats.
- Südhalbkugel: Schauen Sie nach Norden; der helle Fomalhaut befindet sich weiter südlich.
Das Pegasusquadrat hilft Ihnen, die richtige Region zu finden. Um die relativ lichtschwachen Sterne des Wasserkrugs zu unterscheiden, benötigen Sie möglicherweise eine Astronomie-App.
Helle Sterne im Oktober
Arktur

- Sternbild: Bärenhüter
- Scheinbare visuelle Helligkeit: −0,1 mag
- Beste Beobachtungszeit: kurz nach Sonnenuntergang, besonders Anfang Oktober
- Sichtbar von: der Nordhalbkugel und niedrigen südlichen Breiten
Arktur ist ein heller orangefarbener Riesenstern und der vierthellste Stern am Nachthimmel. Dank seiner warmen Farbe lässt er sich relativ leicht von den benachbarten weißen und bläulichen Sternen unterscheiden.
- Nordhalbkugel: Suchen Sie Arktur Anfang Oktober kurz nach Sonnenuntergang tief im Westen oder Nordwesten. Er geht jeden Abend früher unter und wird im Laufe des Monats immer schwieriger zu beobachten.
- Südhalbkugel: Arktur ist vor allem Anfang Oktober von tropischen und niedrigen südlichen Breiten aus ein Beobachtungsziel. Nach Sonnenuntergang steht er sehr tief im Nordwesten. Von mittleren südlichen Breiten aus kann er schon in der Dämmerung untergehen oder bereits unter dem Horizont stehen.
Wie gut kennen Sie helle Sterne und ihre Positionen? Testen Sie Ihr Wissen mit unserem Quiz zur Sternenerkennung!

Fomalhaut

- Sternbild: Südlicher Fisch
- Scheinbare visuelle Helligkeit: 1,2 mag
- Beste Beobachtungszeit: abends
- Sichtbar von: beiden Erdhalbkugeln
Fomalhaut ist ein heller weißer Stern in etwa 25 Lichtjahren Entfernung von der Erde. Er ist der achtzehnthellste Stern am Nachthimmel und der einzige besonders helle Stern im Südlichen Fisch.
- Nordhalbkugel: Suchen Sie Fomalhaut abends tief am südlichen oder südöstlichen Himmel. Er ist als „Herbststern“ bekannt, weil die Herbstabende auf der Nordhalbkugel die beste Beobachtungszeit bieten. Wählen Sie einen Ort mit freiem Südhorizont. Von weit nördlich gelegenen Orten aus geht Fomalhaut nie auf.
- Südhalbkugel: Fomalhaut steht deutlich höher und bleibt länger sichtbar. Je nach Breitengrad und Uhrzeit kann er nahe am Zenit vorbeiziehen, bevor er sich nach Westen bewegt.
Fomalhaut gehört zu einem weit auseinanderliegenden Dreifachsternsystem. Seine beiden Begleiter sind jedoch viel lichtschwächer, sodass er mit bloßem Auge nicht wie ein Dreifachstern aussieht.
Capella

- Sternbild: Fuhrmann
- Scheinbare visuelle Helligkeit: 0,1 mag
- Beste Beobachtungszeit: je nach Breitengrad abends oder spät in der Nacht
- Sichtbar von: der Nordhalbkugel und Orten auf der Südhalbkugel nördlich von etwa 44° S
Capella erscheint als heller gelblicher Stern und ist der sechsthellste Stern am Nachthimmel. Tatsächlich handelt es sich um ein Mehrfachsternsystem, dessen Licht hauptsächlich von zwei gelben Riesensternen stammt.
- Nordhalbkugel: Suchen Sie Capella, die im Laufe des Abends im Nordosten aufgeht. Während des Oktobers geht sie immer früher auf. In ausreichend hohen nördlichen Breiten kann sie die ganze Nacht über dem Horizont bleiben.
- Südhalbkugel: Capella ist von Orten nördlich von etwa 44° S sichtbar, darunter auch einige mittlere südliche Breiten. Sie geht deutlich später auf, bleibt tief im Norden und lässt sich möglicherweise spät in der Nacht oder vor der Morgendämmerung leichter erkennen. Von weit südlich gelegenen Orten aus ist sie nicht sichtbar.
Aldebaran

- Sternbild: Stier
- Scheinbare visuelle Helligkeit: 0,9 mag
- Beste Beobachtungszeit: später am Abend
- Sichtbar von: beiden Erdhalbkugeln
Aldebaran ist ein orangefarbener Riesenstern und der vierzehnthellste Stern am Nachthimmel. Er markiert das Auge des Stiers und scheint an einem Ende des V-förmigen Sternhaufens der Hyaden zu stehen. Er liegt jedoch näher an der Erde und gehört nicht zum Sternhaufen.
- Nordhalbkugel: Suchen Sie Aldebaran, der später am Abend im Osten oder Nordosten aufgeht. Er steigt im Laufe der Nacht relativ hoch und geht mit fortschreitendem Oktober immer früher auf.
- Südhalbkugel: Aldebaran geht ebenfalls im Nordosten auf, folgt aber einer niedrigeren Bahn durch den nördlichen Teil des Himmels. Gegen Ende Oktober lässt er sich schon früher in der Nacht gut beobachten.
Die orange Farbe Aldebarans hilft, ihn von den benachbarten Sternen der Hyaden zu unterscheiden.
Sirius

- Sternbild: Großer Hund
- Scheinbare visuelle Helligkeit: −1,5 mag
- Beste Beobachtungszeit: spät in der Nacht oder vor der Morgendämmerung
- Sichtbar von: beiden Erdhalbkugeln
Sirius ist der hellste Stern am Nachthimmel. Im Oktober ist er meist spät in der Nacht oder vor der Morgendämmerung sichtbar, geht im Laufe des Monats aber immer früher auf.
- Nordhalbkugel: Suchen Sie Sirius, der im Südosten aufgeht. Er folgt einer relativ niedrigen Bahn durch den südlichen Teil des Himmels, besonders von hohen nördlichen Breiten aus.
- Südhalbkugel: Schauen Sie nach Osten oder Südosten. Sirius steigt höher und kann von einigen südlichen Breiten aus nahe am Zenit vorbeiziehen.
Wenn Sirius tief über dem Horizont steht, können Luftturbulenzen ihn rasch in verschiedenen Farben aufblitzen lassen. Dieses starke Funkeln führt manchmal dazu, dass Beobachter ihn für ein Flugzeug oder ein anderes bewegtes Objekt halten. Mehr darüber, warum Sterne funkeln, erfahren Sie in unserem Artikel zum Thema.
Sie möchten noch mehr Sterne entdecken? Unsere farbenfrohe Infografik zeigt Ihnen die hellsten Sterne und ihre Sternbilder.

So finden Sie Sterne und Asterismen am Oktoberhimmel

Sie können diese Objekte mithilfe vertrauter Sterne und Muster finden. Das Pegasusquadrat weist Ihnen den Weg zum Wasserkrug. Fomalhaut hilft, die ansonsten eher lichtschwache Region des Südlichen Fisches und des Wassermanns zu erkennen.
Schriftliche Hinweise können jedoch nicht jeden Breitengrad, jedes Datum und jede Uhrzeit berücksichtigen. Für eine möglichst genaue Orientierung nutzen Sie eine Astronomie-App wie Star Walk 2 oder Sky Tonight. Suchen Sie nach einem Stern oder Asterismus und tippen Sie in Star Walk 2 auf das Suchergebnis oder in Sky Tonight auf das Zielsymbol daneben. Richten Sie Ihr Gerät auf den Himmel und folgen Sie dem Pfeil, um das Objekt zu finden.
Häufig gestellte Fragen
Welcher ist der hellste Stern im Oktober?
Sirius ist der hellste Stern am Nachthimmel. Suchen Sie ihn im Oktober spät in der Nacht oder vor der Morgendämmerung. Für Beobachter auf der Nordhalbkugel steht er tiefer am Südhimmel, während er für viele Beobachter auf der Südhalbkugel deutlich höher steigt.
Welcher Stern lässt sich im Oktober abends am leichtesten erkennen?
Fomalhaut gehört zu den am leichtesten erkennbaren Sternen am Abendhimmel, weil er in einer relativ leeren Himmelsregion leuchtet. Von mittleren nördlichen Breiten aus steht er tief im Süden, von vielen südlichen Orten aus deutlich höher. Beobachter in hohen nördlichen Breiten sollten ein anderes Ziel wählen, etwa Wega oder Capella.
Welche Sternmuster sind im Oktober am einfachsten zu finden?
Auf der Nordhalbkugel sind das Pegasusquadrat und das Sommerdreieck meist die am leichtesten erkennbaren großen Muster. Auf der Südhalbkugel ist es normalerweise die Teekanne, besonders Anfang Oktober. Auch das Pegasusquadrat lässt sich gut erkennen, obwohl es von südlicheren Breiten aus tiefer steht.
Kann man auf beiden Erdhalbkugeln dieselben Oktobersterne sehen?
Viele Sterne und Asterismen des Oktobers sind von beiden Erdhalbkugeln aus sichtbar, erscheinen aber in unterschiedlichen Höhen über dem Horizont und unter verschiedenen Winkeln. Fomalhaut und Sirius stehen meist von südlichen Breiten aus günstiger, während Capella, Arktur und das Sommerdreieck nördliche Beobachter begünstigen.
Sterne und Asterismen im Oktober: das Wichtigste
Beobachter auf beiden Erdhalbkugeln können den ganzen Oktober über helle Sterne und markante Muster genießen. Die besten Beobachtungsziele unterscheiden sich jedoch.
Suchen Sie auf der Nordhalbkugel kurz nach Sonnenuntergang das Sommerdreieck und Arktur, danach das Pegasusquadrat, Fomalhaut, Capella, Aldebaran und schließlich Sirius. Beginnen Sie auf der Südhalbkugel nach Sonnenuntergang mit der Teekanne und dem tief stehenden Sommerdreieck. Suchen Sie anschließend Fomalhaut, den Wasserkrug und das Pegasusquadrat. Aldebaran und Sirius gehen später in der Nacht auf. Auch Capella ist spät in der Nacht von Orten auf der Südhalbkugel nördlich von etwa 44° S aus sichtbar.
Prüfen Sie mit Star Walk 2 oder Sky Tonight die genaue Position jedes Objekts von Ihrem Standort aus. Weitere Anregungen für diese Jahreszeit finden Sie in unserem Leitfaden zu den Himmelsereignissen im Oktober.
