Der strahlende „Morgenstern“ Venus strahlt jetzt am hellsten

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Der strahlende „Morgenstern“ Venus strahlt jetzt am hellsten

Im Zeitraum vom 8. bis 11. Juli 2020 haben Himmelsbeobachter die Gelegenheit, am Himmelsgewölbe die leuchtende Venus zusammen mit dem Stern Aldebaran und den Plejaden zu beobachten. Lesen Sie weiter und finden Sie heraus, wie man dieses astronomische Ereignis verfolgen kann und was Sie erwartet.

Venus erreicht ihre höchste Leuchtkraft

Am 8. Juli 2020 um 11:51 Uhr UTC (07:51 Uhr EDT) erreicht die Venus in diesem Jahr bei ihrem morgendlichen Auftritt den Mittelpunkt des Bereichs der höchsten Leuchtkraft. Der Planet strahlt mit einer Größe von -4,5. Die Größe ist eine von Astronomen verwendete logarithmische Helligkeitsskala. Niedrigere Zahlen bedeuten hellere Objekte und negative Zahlen kennzeichnen extrem helle Objekte.

Die Definition der Helligkeit dieses Himmelskörpers beruht auf der Nähe und der Phase des Planeten zur Erde. Die Venus erreicht ihre Helligkeit durch die Halbmondform, weniger als die Hälfte der Scheibe ist erleuchtet, da sich der Planet in dieser halbmondförmigen Phase näher an der Erde befindet, als zu irgendeinem anderen Zeitpunkt.

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Venus erreicht die höchste Leuchtkraft

Am 10. Juli 2020 erreicht die strahlende Venus ihre höchste Leuchtkraft. An diesem Tag leuchtet sie am hellsten. Da die Umlaufbahn der Venus eine Stufe näher an der Sonne verläuft als die der Erde, ähneln die Phasen dieses untergeordneten Planten denen des Mondes. Eine halbmondförmige Venus kann man beobachten, wenn ihre Tageseite von der Erde abgewandt ist. Die höchste Leuchtkraft besitzt die Venus, wenn die Tagesseite des Planeten beim Erscheinen sowohl am Morgen als auch am Abend einen größeren quadratischen Bereich abdeckt als zu irgendeiner anderen Zeit. Venus ist nach der Sonne und dem Mond der dritthellste Planet und daher immer extrem hell, aber zur Zeit ihrer größten Leuchtkraft strahlt sie etwa zweieinhalb Mal heller als zu irgendeiner anderen Zeit, daher ist sie auch am Tageshimmel mit bloßem Auge sichtbar.

Venus strahlt gleich neben Aldebaran und den Plejaden

Venus durchwandert im Juli und Anfang August das Sternbild Stier. Am Morgenhimmel des 11. Juli 2020 findet man die Venus auf der oberen linken Seite des hellen Sterns Aldebaran, dem leuchtenden Auge des Stiers. Vor der Dämmerung hat der Planet eine unglaubliche Leuchtkraft; richten Sie Ihr Fernglas auf die Venus, um Aldebaran zu finden, da er durch das Licht der Morgendämmerung unsichtbar werden könnte. Aldebaran wird als Stern der ersten Größenordnung eingestuft, aber er verblasst immer noch im Vergleich zur Venus, die über hundertmal heller als der hellste Stern der Konstellation leuchtet.

Die Plejaden, ein offener Sternenhaufen im Nordwesten des Sternbilds Stier, funkeln in diesen Tagen zusammen mit Venus und Aldebaran. Die Plejaden, auch bekannt als die sieben Schwestern, wurden nach den sieben Töchtern des Titanen Atlas und der Meeresnymphe Pleione benannt. Eine alte Legende besagt, dass der Jäger Orion die Schwestern jagte und diese die Götter anflehten, sie zu beschützen. Zeus verwandelte sie in Sterne des Sternbilds Stier und bestrafte Orion, indem er ihn in die Sternenkonstellation selbst verwandelte, wo er dazu verdammt ist, die Schwestern bis in alle Ewigkeit vergeblich zu verfolgen.

Wir wünschen fröhliches Sterngucken!

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Bild-Kredit:Vito Technology

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