Orioniden-Sternschnuppen im November 2026: Wann und wo zu sehen?

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Die November-Orioniden erreichen am 28. November ihren Höhepunkt. Verwenden Sie Sky Tonight, um herauszufinden, wann die Meteore am besten sichtbar sind. Lesen Sie weiter, um alle Details zu diesem astronomischen Ereignis zu erfahren!

Inhalt

November Orioniden 2026: Wo und wann zu sehen

  • Aktiv: 14. November – 6. Dezember
  • Höhepunkt: 28. November
  • Meteore/Stunde: 3
  • Mondbeleuchtung: 83 %
  • Radiantposition: Orion
  • Mutterkörper: unbekannt; möglicherweise Komet C/1917 F1 (Mellish)
  • Sichtbar von: beiden Hemisphären
  • Beschreibung: Die November-Orioniden sind ein schwacher Meteorschauer im Spätherbst, der in der Regel nur wenige Meteore pro Stunde hervorbringt. Ihr Radiant liegt im Sternbild Orion, und man nimmt an, dass sie von Trümmern eines Himmelskörpers vom Typ Halleyscher Komet stammen, der möglicherweise weitgehend zerfallen ist.

Sichtbarkeit der November-Orioniden 2026

Im Jahr 2026 erreichen die November-Orioniden ihr Maximum am 28. November, nur vier Tage nach Vollmond. Ein heller abnehmender Mond wird den Himmel fast die ganze Nacht über erhellen, sodass wahrscheinlich nur gelegentlich hellere Meteore zu sehen sein werden. In Kombination mit der geringen Rate von etwa 3 Meteoren pro Stunde wird die Beobachtung der November-Orioniden im Jahr 2026 eine ziemliche Herausforderung sein. Wenn Sie es dennoch versuchen möchten, sollten Sie sich auf die späten Nacht- bis frühen Morgenstunden konzentrieren, wenn der Radiant im Orion höher über dem Horizont steht und der Mond tiefer am Himmel steht.

Was sind die November-Orioniden?

Die November-Orioniden sind ein kleiner Meteorschauer, der jedes Jahr von Mitte November bis Anfang Dezember aktiv ist. Der Radiant dieses Meteorschauers liegt im Sternbild Orion, etwa 8° nördlich des roten Überriesensterns Beteigeuze. Da Orion entlang des Himmelsäquators positioniert ist, können die November-Orioniden von beiden Hemisphären aus beobachtet werden. Diese Meteore treten mit einer Geschwindigkeit von etwa 44 km/s in die Atmosphäre ein, haben eine durchschnittliche Geschwindigkeit und erzeugen selten helle Feuerbälle.

Über den Ursprung dieses Meteorschauers gibt es unterschiedliche Meinungen. Einige Forscher glauben, dass der Mutterkörper bereits zerfallen ist und nicht mehr identifizierbar ist, während andere vermuten, dass die November-Orioniden vom großen Kometen C/1917 F1 (Mellish) stammen. Staub und Trümmerteilchen dieses Kometen, sogenannte Meteoroide, erzeugen die November-Orioniden, die wir jedes Jahr am Himmel sehen.

Meteore beobachten: Was Sie wissen sollten

Um einen Meteorschauer richtig zu beobachten, sollten Sie Folgendes kennen:

  • Aktivitätszeitraum und Maximumnacht – die Nacht, in der Sie die meisten Meteore beobachten können.
  • Position des Radianten – der Punkt am Himmel, von dem die Meteore scheinbar kommen. Sie sind nur sichtbar, wenn der Radiant über dem Horizont steht. Sie müssen aber nicht direkt in diese Richtung schauen: Meteore können überall am Himmel auftauchen.
  • ZHR steht für „Zenithal Hourly Rate“ (Stündliche Zenitrate). Einfach ausgedrückt gibt diese Zahl an, wie viele Meteore pro Stunde unter idealen Beobachtungsbedingungen zu sehen wären.
  • Mondphase – starkes Mondlicht kann schwächere Meteore überstrahlen. Planen Sie Ihre Beobachtungen also am besten um den Neumond herum oder nach dem Monduntergang.

Diese Informationen finden Sie hier zu den November-Orioniden, aber Sie können in der Sky Tonight‑App jederzeit detaillierte Daten zu allen Meteorschauern abrufen. Die App bietet eine vollständige Liste aktiver Meteorschauer mit Aktivitätszeiträumen, Höchstzeiten, einem Mondkalender und einer interaktiven Sternkarte, mit der Sie den Radianten für Ihren Standort finden können.

Weitere Tipps zum Beobachten und Fotografieren von Meteorschauern finden Sie in unserer Infografik.

Meteor Showers: All You Need to Know
Sehen Sie sich diese Infografik an, um interessante Fakten über Meteorschauer zu erfahren. Holen Sie sich Tipps zum Beobachten und Fotografieren von „Sternschnuppen“.
Siehe Infografik

November-Orioniden 2026: Fazit

Die Beobachtungsbedingungen für die November-Orioniden werden dieses Jahr schwierig sein: Das Maximum tritt nur vier Tage nach Vollmond ein, sodass ein heller abnehmender Mond die meisten schwachen Meteore überstrahlen wird. Dennoch ist der Radiant im Orion für Beobachter auf beiden Hemisphären gut positioniert, insbesondere nach Mitternacht, wenn er höher am Himmel steht. Setzen Sie Ihre Erwartungen nicht zu hoch, wählen Sie einen möglichst dunklen Ort und betrachten Sie jede Orionide, die Sie im November sehen, als angenehme Überraschung und nicht als Selbstverständlichkeit.

Verwenden Sie eine Sternenhimmel-App wie Sky Tonight oder Star Walk 2, um den Radianten des Meteorschauers am Himmel über Ihnen zu finden und sich auf die Beobachtung vorzubereiten. Und wenn Sie noch mehr Meteore sehen möchten – lesen Sie unseren Artikel über die Meteorschauer im November.

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