Tag der Erde: Schutz unseres Heimatplaneten

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Tag der Erde: Schutz unseres Heimatplaneten

Am 22. April findet weltweit der Earth Day (Tag der Erde) statt. Dieser symbolische Geburtstag unseres Planeten erfüllt eine wichtige Mission – das Leben im Einklang mit der Natur zu fördern.

Inhalt

Geschichte der Veranstaltung

Der erste Tag der Erde wurde 1970 in den Vereinigten Staaten von Senator Gaylord Nelson abgehalten. Es wurde zu einer landesweiten Demonstration für Umweltbewusstsein. Später in diesem Jahr wurde auch die United States Environmental Protection Agency gegründet. Die Bewegung ist schnell gewachsen und heute nehmen, wie das offizielle Earth Day Network erklärt, jährlich etwa 1 Milliarde Menschen am Tag der Erde teil.

Inzwischen fand die Konferenz der Vereinten Nationen über die Umwelt des Menschen 1972 in Stockholm statt. Damit begann ein Zeitalter des globalen Bewusstseins. Zufällig oder nicht, hat die UN-Generalversammlung den 22. April zum Internationalen Tag der Mutter Erde 2009 erklärt. Der Tag der Mutter Erde stellt heraus, dass verschiedene Nationen die Erde üblich als ihre „Mutter“ bezeichnen, deshalb sind wir alle wie eine Familie. Beide Veranstaltungen zielen nun darauf ab, dem Klimawandel entgegenzutreten und die Menschen zu einem umweltfreundlichen Handeln zu inspirieren.

Wie bekämpft die Weltraumwissenschaft den Klimawandel?

Jeder Tag ist Tag der Erde vom Weltraum aus betrachtet. Es wird deutlich, dass Menschen ein winziger Teil des Universums sind und unsere Erde ein zerbrechliches Raumschiff ist, das wir schützen müssen. Außerdem, wenn man die Erde von oben sieht, hilft das ihre Probleme besser zu verstehen.

Die Weltraumwissenschaft trägt viel zur Verhinderung und Lösung von Klimaänderungen bei. Zum Beispiel, die von der NASA in Zusammenarbeit mit dem United States Geological Survey geflogenen Landsat-Missionen untersuchen den Zustand der Wälder der Erde. Die Daten, die sie über den Amazonas-Regenwald sammeln, helfen dabei, die Ursachen und Auswirkungen einer Brandsaison zu untersuchen und Entwaldungswarnungen zu senden. Eine weitere NASA-Mission, die Suomi National Polar-orbiting Partnership Mission (Suomi NPP), verfolgt ebenfalls thermische Anomalien. Darüber hinaus überwacht sie Veränderungen der globalen Eisbedeckung, die Gesundheit der Ozonschicht, Luftverschmutzung und andere Erdbedingungen.

Die von der Europäischen Weltraumorganisation gestarteten Copernicus Sentinels der Europäischen Union sammeln ebenfalls Daten über die Gesundheit der Erde. Sie messen das Verhalten der Ozeane, Land und Atmosphäre und geben einen Überblick über das Notfallmanagement, um Erdbeben und Tornados vorherzusagen. Selbst dichte Ansammlungen von Plastik im Meer lassen sich von oben erkennen – wie Copernicus Sentinel-2 bewies, dessen Daten nun für diesen Zweck verwendet werden. Und dies sind nur wenige Beispiele dafür, wie die Weltraumwissenschaft uns hilft, die Erde zu schützen. Für Weltraummissionen entwickelte grüne Technologien dienen auch dem Alltag, wie wiederverwendbare Wasserflaschen mit integriertem Filter, oder flexible Sonnenkollektoren. Dutzende Satelliten im Orbit untersuchen zusammen mit Astronauten auf der Internationalen Raumstation die Erde von oben, während Wissenschaftler die Aufzeichnungen analysieren und Lösungen vorschlagen. Obwohl die bereitgestellten wissenschaftlichen Daten ohne öffentliches Engagement nicht helfen würden.

Was müssen wir jetzt für die Erde tun?

Man braucht kein Astronaut oder Wissenschaftler zu sein, um den Tag der Erde sinnvoll zu feiern. Hier ist eine Liste von Aktivitäten, die Sie am Tag der Erde beginnen und dann weitermachen können:

  • Müll beim Spaziergang sammeln;
  • Licht ausschalten wenn er nicht genutzt wird;
  • Wasser sparen;
  • Einen Baum pflanzen oder für ein Wiederaufforstungsprojekt spenden;
  • E-Books statt Papierbücher wählen;
  • Überwiegend pflanzliche Lebensmittel wählen;
  • Wiederverwendbare Trinkflaschen benutzen;
  • Glas- oder Papierprodukte kaufen;
  • Umweltfreundliche Reinigungsmittel verwenden;
  • Wiederverwendbare Taschen benutzen;
  • Als Volunteer in einem ökologischen Projekt sich engagieren.

Zum Abschluss: Die Mission des Tages der Erde ist es, uns daran zu erinnern, dass Natur und Mensch untrennbar miteinander verbunden sind. “Betrachten wir die Erde vom All aus, sehen wir uns selbst als Ganzes… ein Planet, eine Menschheit.” – eine solche Botschaft zum Tag der Erde wurde am 22. April 2020 von der ESA und der Stephen Hawking Foundation übermittelt. Menschen aus aller Welt sind durch unseren Mutterplaneten Erde verbunden. Und wir alle können uns bemühen, sie zu einem besseren Ort zum Leben zu machen. Also machen wir's!

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