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Der Internationale Tag der Planetarien 2021 steht vor der Tür!

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Der Internationale Tag der Planetarien 2021 steht vor der Tür!

Jedes Jahr feiert die Welt am zweiten Sonntag im März den Internationalen Tag der Planetarien. Im heutigen Artikel erklären wir Ihnen, warum Planetarien so wichtig sind und wie Sie an der Feier teilnehmen können.

Eine kurze Geschichte des Ereignisses

Der Internationale Tag der Planetarien ist ein Feiertag, der jährlich am zweiten Sonntag im März stattfindet. Er feiert die Bedeutung von Planetarien als Bildungsinstrument, mit dem wir die Größe und Schönheit des Universums wertschätzen können. Das Hauptziel der Veranstaltung ist es, die Öffentlichkeit über die wichtige Rolle zu informieren, die Planetarien in Kultur, Wissenschaft und Bildung spielen, und den Menschen verständlich zu machen, dass Astronomie eine unterhaltsame und spannende Aktivität ist. Ein weiteres wichtiges Ziel des Internationalen Tages der Planetarien ist die Förderung der internationalen Zusammenarbeit zwischen Planetarien verschiedener Länder.

Die Italienische Vereinigung der Planetarien war die erste, die 1991 in Italien den Tag der Planetarien organisierte. Die International Planetarium Society (IPS) unterstützte diese Initiative. 1995 fand daraufhin zum ersten Mal weltweit der Tag der Planetarien statt. Ursprünglich wurde der Feiertag am Sonntag vor der Frühjahrstagundnachtgleiche gefeiert. Später wurde jedoch der zweite Sonntag im März festgelegt, damit Planetarien die Veranstaltung einfacher im Voraus planen können. Planetarien, die sonntags nicht geöffnet sind, veranstalten die Veranstaltung am Samstag. 2021 wird der Internationale Tag der Planetarien am 13. oder 14. März gefeiert.

Was ist ein Planetarium?

Ein Planetarium ist ein Theater, das gebaut wurde, um lehrreiche und unterhaltsame Shows über den Nachthimmel im Besonderen und die Astronomie im Allgemeinen zu präsentieren. In Planetarien werden in der Regel Szenen von Himmelsobjekten auf eine große kuppelförmige Leinwand projiziert. Diese Shows werden normalerweise von Vorträgen oder Musik begleitet.

Der Begriff „Planetarium“ kann auch verwendet werden, um andere Geräte zu beschreiben, die das Sonnensystem oder das Universum veranschaulichen, wie z. B. ein Sonnensystemmodell oder eine Computersimulation. Wenden wir uns nun der Geschichte zu, um mehr über die Vorgänger moderner Planetarien und ihre Entwicklung von primitiven Geräten zu den Wundern von Wissenschaft und Technologie zu erfahren.

Die Geschichte der Planetarien

Die Geschichte der Planetarien reicht bis in die Antike zurück. Die früheste bekannte Darstellung des Himmels wurde im Grab von Senenmut, einem alten ägyptischen Architekten, gefunden. Archimedes, ein griechischer Polymath, war der erste, der ein primitives Planetarium erstellte: Um 250 v. Chr. fertigte er eine Metallgusskugel an, die die Bewegungen der Planeten demonstrierte. Um 150 n. Chr. zeichnete der Mathematiker und Astronom Ptolemaios seine Entwürfe für einen Himmelsglobus auf. Obwohl dieser Globus nie gefunden wurde, sind Notizen über seinen Bau bis heute erhalten geblieben.

Im Mittelalter wurden in einigen Kathedralen astronomische Uhren verwendet, die die Positionen von Sonne, Mond, Tierkreiskonstellationen und Hauptplaneten anzeigten. 1584 baute der dänische Astronom Tycho Brahe den Himmelsglobus. Dieses Modell eines Himmelsglobus hatte einen Durchmesser von 1,5 Metern und zeigte Sterne, die mit bloßem Auge sichtbar waren. Einige Jahrzehnte später, 1654, wurde in Deutschland, der Gottorfer Globus gebaut. In diesem Globus mit einem Durchmesser von etwa vier Metern befand sich eine kreisförmige Bank für mehrere Personen. Die Sternenkarte mit astrologischen und mythologischen Symbolen wurde auf der Innenfläche des Gottorfer Globus abgebildet.

Einer der Vorgänger moderner Planetarien ist das Sonnensystemmodell (Engl.: Orrerey), ein mechanisches Modell des Sonnensystems, mit dem die Bewegungen der Planeten und ihrer natürlichen Satelliten um die Sonne nachgebildet werden. Das erste Sonnensystemmodell wurde 1704 von den Uhrmachern George Graham und Thomas Tompion hergestellt. Das Instrument wurde nach Charles Boyle, 4. Earl of Orrery, einem englischen Adligen und Förderer der Wissenschaften, benannt. Eise Eisingas Planetarium, das älteste funktionierende Planetarium (das eigentlich ein Sonnensystemmodell ist), wurde zwischen 1774 und 1781 in den Niederlanden gebaut.

Eine andere Möglichkeit, die Planetenbewegungen zu zeigen, gab es erst in den 1920er Jahren, als das erste Projektionsplanetarium von Carl Zeiss Company erfunden wurde. 1919 entwickelte Walther Bauersfeld, Chefdesigner der Carl Zeiss Company, die Idee, die Himmelsobjekte in einem dunklen Raum zu projizieren. Bauersfeld und eine große Anzahl von Wissenschaftlern und Ingenieuren verbrachten mehrere Jahre mit Berechnungen und Forschung, um die Idee umzusetzen. Als Ergebnis wurde das erste moderne Projektionsplanetarium gebaut, das es ermöglichte, die Vielfalt der Himmelskörper unseres schönen Universums zu demonstrieren.

In den 1980er Jahren entstanden die ersten digitalen Projektoren mit Computergrafiken, die die moderne Astrophysik der Öffentlichkeit zugänglich machten. Dank der Computergrafik und der Daten über das Universum, die nicht nur durch Teleskope, sondern auch von Raumsonden erhalten wurden, können wir heute von der Erde abheben und durch den Weltraum reisen, um andere Planeten und entfernte Sterne zu besuchen. Darüber hinaus gibt es viele tragbare Planetarien, die in Schulen, Universitäten und Ausstellungen weit verbreitet sind, sowie Planetarium-Apps, mit denen Astronomieliebhaber das Universum jederzeit und an jedem Ort erkunden können.

Wie feiert man den Internationalen Tag der Planetarien?

In Planetarien auf der ganzen Welt finden normalerweise verschiedene Bildungsveranstaltungen statt, beispielsweise Vorträge und Ausstellungen anlässlich des Internationalen Tages der Planetarien. Um so viele Besucher wie möglich anzulocken, bieten sie freien oder ermäßigten Eintritt an. Einige Planetarien bereiten eine ganze Woche voller Ereignisse vor, die am Internationalen Tag der Planetarien beginnen oder enden.

Unserer Meinung nach ist der beste Weg, an diesem großartigen Ereignis teilzunehmen und sich auf die wunderbare Welt der Astronomie einzulassen, das Planetarium in Ihrer Stadt zu besuchen oder den Weltraum bequem von zu Hause aus mit dem Sternbeobachtungsleitfaden Star Walk 2 zu genießen! Am 13. und 14. März bieten wir Rabatte von bis zu 70 % auf die Star Walk 2-App. (Beachten Sie, dass es inhaltlich keinen Unterschied zwischen Star Walk 2 und Star Walk 2 Free gibt, die kostenpflichtige Version jedoch keine Anzeigen enthält). Genießen Sie mit Ihrem virtuellen Planetarium Sterne, Planeten, Sternbilder, Satelliten und andere Weltraumobjekte am Himmel über Ihnen!

Viel Spaß bei der Sternbeobachtung!

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