Partielle Mondfinsternis 2026 in Deutschland: Uhrzeit, Sichtbarkeit und Karte

~15 min

Am 27.–28. August 2026 verdunkelt eine tiefe partielle Mondfinsternis fast den gesamten Mond. Sie wird beinahe wie eine totale Mondfinsternis aussehen: Der größte Teil der Mondscheibe erscheint dunkel, bräunlich oder kupferrot, während nur ein schmaler heller Rand verbleibt.

Die Mondfinsternis am 28. August wird in ganz Deutschland sichtbar sein, findet jedoch kurz vor dem Monduntergang statt. Die partielle Phase beginnt um 04:33 Uhr MESZ, das globale Maximum tritt um 06:12 Uhr MESZ ein. Zu diesem Zeitpunkt steht der Mond extrem tief über dem west-südwestlichen Horizont. Im Westen und Südwesten Deutschlands sind die Bedingungen am günstigsten, während das Maximum besonders im Norden und Osten nur schwer zu sehen sein wird. Mit Sky Tonight können Sie die genauen Uhrzeiten und die Mondposition für Ihren Standort prüfen.

Inhalt

Mondfinsternis am 28. August 2026: die wichtigsten Fakten

Beim Maximum befinden sich etwa 96,2 % der sichtbaren Fläche der Mondscheibe im dunklen Kernschatten der Erde, während die Kernschatten-Magnitude etwa 0,93 beträgt. Diese Werte messen unterschiedliche Dinge: Der Bedeckungsgrad bezieht sich auf die verfinsterte Fläche der Mondscheibe, die Kernschatten-Magnitude dagegen auf eine lineare Messung anhand des Monddurchmessers. Beide Werte beschreiben dieselbe Finsternis und widersprechen einander nicht.

Bedeckungsgrad und Kernschatten-Magnitude der Mondfinsternis
Die Grafik vergleicht einen Bedeckungsgrad von 96,2 % mit einer Kernschatten-Magnitude von 0,93: Der Bedeckungsgrad gibt den Anteil der verfinsterten Fläche an, die Kernschatten-Magnitude den Anteil des Monddurchmessers, der in den Kernschatten eingetaucht ist.

Die Finsternis findet während des Augustvollmonds statt, der traditionell Störmond genannt wird. Es handelt sich nicht um einen echten Blutmond, da die Finsternis nicht total ist. Der verfinsterte Teil kann dennoch rot oder kupferfarben erscheinen. Mehr über diesen Namen erfahren Sie in unserem Ratgeber zum Störmond.

Mondfinsternis in Deutschland: die wichtigsten Fakten

  • Datum in Deutschland: 28. August 2026
  • Wichtigste Uhrzeiten: Die partielle Phase beginnt um 04:33 Uhr MESZ; das globale Maximum ist um 06:12 Uhr MESZ
  • Beste Beobachtungszeit: ungefähr 04:30–05:30 Uhr MESZ
  • Sichtbarkeit: Die partielle Phase ist bundesweit sichtbar; beim Maximum steht der Mond extrem tief und kann bereits vom Horizont verdeckt sein
  • Am günstigsten gelegene Regionen: Saarland, Rheinland-Pfalz, westliches Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg sowie weitere westliche und südwestliche Gebiete
  • Blickrichtung: kurz vor dem Monduntergang tief im Westsüdwesten
  • Augenschutz: Keine Sonnenfinsternisbrille erforderlich

Partielle Mondfinsternis im August 2026 weltweit: die wichtigsten Fakten

  • Art und Datum: tiefe partielle Mondfinsternis am 27.–28. August 2026
  • Maximum: 28. August um 04:12 Uhr UTC
  • Partielle Phase: 02:33–05:52 Uhr UTC; Dauer etwa 3 Stunden 18 Minuten
  • Gesamte Finsternis: 01:23–07:01 Uhr UTC; Dauer etwa 5 Stunden 38 Minuten
  • Beste Sichtbarkeit: Nord- und Südamerika

Um wie viel Uhr ist die Mondfinsternis in UTC?

Zeitleiste der partiellen Mondfinsternis 2026: Wichtige Phasen und maximale Finsternis
Dieses Diagramm zeigt, wie sich der Mond während der partiellen Mondfinsternis im August 2026 durch den Erdschatten bewegt. Der dramatischste Moment tritt um 04:12 GMT ein, wenn der Mond am tiefsten in den Kernschatten eintaucht und fast vollständig verdunkelt aussieht.

Weltweit dauert die Halbschattenfinsternis von 01:23 bis 07:01 Uhr UTC, die deutlich sichtbare partielle Phase von 02:33 bis 05:52 Uhr UTC. Das Maximum der Finsternis tritt um 04:12 Uhr UTC ein. Die erste Verdunkelung durch den Halbschatten ist nur schwer wahrzunehmen. Deutlich auffälliger wird das Ereignis, sobald der Mond in den dunklen Kernschatten der Erde eintritt.

UhrzeitPhase
01:23 UTCHalbschattenphase beginnt
02:33 UTCPartielle Phase beginnt
04:12 UTCMaximum
05:52 UTCPartielle Phase endet
07:01 UTCHalbschattenphase endet

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Mondfinsternis in Deutschland am 28. August 2026: Uhrzeit und Sichtbarkeit

Partielle mondfinsternis 2026: Zeit in Deutschland
Die Mondfinsternis am 28. August 2026 wird in Deutschland in den frühen Morgenstunden sichtbar sein. Die Karte zeigt für ausgewählte Städte die Ortszeit des Monduntergangs sowie die Höhe des Mondes über dem Horizont zum Zeitpunkt des Maximums der Finsternis. Das Maximum findet um 06:12 Uhr MESZ statt.

In Deutschland findet die Mondfinsternis in den frühen Morgenstunden des Freitags, 28. August, statt. Im ganzen Land ist der Beginn der partiellen Phase zu sehen, wenn der Mond noch hoch genug steht, um den vorrückenden Schatten deutlich zu erkennen. Das globale Maximum fällt fast mit dem Monduntergang zusammen, weshalb sich die tatsächlichen Beobachtungsbedingungen von Westen nach Osten stark verschlechtern.

Wann beginnt die Mondfinsternis in Deutschland und wann ist ihr Höhepunkt?

Die wichtigsten Uhrzeiten der Mondfinsternis in Deutschland:

  • 03:23 Uhr MESZ: Die Halbschattenfinsternis beginnt; die Veränderung ist zunächst noch schwer zu erkennen
  • 04:33 Uhr MESZ: Die partielle Mondfinsternis beginnt; eine dunkle „Kerbe“ wird auf dem Mond sichtbar
  • 06:12 Uhr MESZ: globales Maximum; etwa 96 % des Mondes sind bedeckt
  • 07:52 Uhr MESZ: Die partielle Finsternis endet, doch der Mond steht dann in ganz Deutschland bereits unter dem Horizont
  • 09:01 Uhr MESZ: Die Halbschattenfinsternis endet unter dem Horizont

Für die meisten Beobachter in Deutschland liegt der zuverlässigste Beobachtungszeitraum zwischen 04:33 und etwa 05:30 Uhr. Der Kernschatten wird immer deutlicher, während der Mond noch mehrere Grad über dem Horizont steht. Im Westen und Südwesten Deutschlands können Beobachter mit vollkommen freier Sicht zum west-südwestlichen Horizont die Finsternis bis zum Maximum um 06:12 Uhr verfolgen. In anderen Regionen sollten Sie schon früher mit der Beobachtung beginnen und nicht erst auf den Höhepunkt warten.

Partielle Mondfinsternis 2026: Was wird von Deutschland aus tatsächlich zu sehen sein?

Zu Beginn der partiellen Phase steht der Mond in den hier behandelten deutschen Städten noch etwa 13°–18° hoch. Bei klarem Himmel sollte sich der dunkle Kernschatten daher gut verfolgen lassen.

Beim globalen Maximum steht der Mond nur noch etwa 0,3°–4,8° über dem Horizont. In Berlin befindet er sich fast genau am Horizont; selbst in Saarbrücken steht er weniger als 5° hoch. Morgendämmerung, Dunst, tiefe Wolken, Gebäude, Bäume und Hügel können den stark verfinsterten Mond bereits vor dem berechneten astronomischen Monduntergang verdecken.

Im Verlauf der Finsternis wandert der Mond vom Südwesten zum Westsüdwesten. In der Nähe des Maximums liegt sein Azimut je nach Standort bei ungefähr 248°–253°.

Wo lässt sich die Mondfinsternis in Deutschland am besten beobachten?

Die besten Bedingungen herrschen im Allgemeinen im Westen und Südwesten Deutschlands, insbesondere an Orten mit einem tiefen, freien Horizont.

  • Das Saarland und der äußerste Südwesten sind am günstigsten gelegen. In Saarbrücken steht der Mond beim Maximum etwa 4,8° hoch und geht rund 37 Minuten später unter.
  • Das Rheinland und der Westen Nordrhein-Westfalens bieten ebenfalls vergleichsweise günstige Bedingungen. In Köln steht der Mond beim Maximum etwa 4,2° hoch.
  • In Baden-Württemberg und im Westen Hessens ist das Maximum bei einer Mondhöhe von etwa 3°–4° zu sehen. Hügel in der Umgebung können die Sicht dennoch versperren.
  • In Bayern, Niedersachsen und Hamburg ist die Finsternis sichtbar, doch der Mond steht beim Maximum vielerorts nur etwa 2° hoch.
  • Berlin, Sachsen, Brandenburg und andere östliche Regionen haben die schwierigsten Bedingungen. Beim Maximum befindet sich der Mond fast am Horizont und kann im Dunst oder hinter Hindernissen verschwinden.

Eine Küste, eine weite Ebene, ein offenes Tal oder ein hoch gelegener Aussichtspunkt kann helfen, Hindernisse in der Nähe zu umgehen. Die Höhenlage vergrößert die astronomische Höhe des Mondes jedoch nicht wesentlich – entscheidend bleibt daher eine wirklich freie Sicht zum west-südwestlichen Horizont.

Uhrzeiten, Mondhöhe und Monduntergang in deutschen Städten

Beim Maximum steht der Mond in Saarbrücken (4,8°) am höchsten, gefolgt von Köln (4,2°), Stuttgart (3,7°) und Frankfurt (3,5°). Tiefer steht er in München (2,4°), Hamburg (1,7°), Leipzig (1,1°) und Berlin (0,3°). In diesen Städten geht der Mond zwischen 06:17 und 06:49 Uhr MESZ unter, während die partielle Finsternis weltweit noch bis 07:52 Uhr MESZ andauert. In allen acht Städten steht der Mond beim astronomischen Maximum rechnerisch noch über dem Horizont, doch in keiner ist das Ende der partiellen Phase zu sehen.

In allen Städten der Tabelle gilt am 28. August die MESZ (UTC+2). Die Angaben entsprechen der Ortszeit im 24-Stunden-Format.

StadtBeginn¹Partielle Phase beginntMaximumEnde²Mondhöhe beim Maximum
Saarbrücken03:2304:3306:1206:494,8°
Köln03:2304:3306:1206:474,2°
Stuttgart03:2304:3306:1206:413,7°
Frankfurt03:2304:3306:1206:413,5°
München03:2304:3306:1206:322,4°
Hamburg03:2304:3306:1206:291,7°
Leipzig03:2304:3306:1206:231,1°
Berlin03:2304:3306:1206:170,3°

¹ Beginn der Halbschattenfinsternis. Die dunklere partielle Phase beginnt um 04:33 Uhr.

² Monduntergang; die Finsternis setzt sich unter dem Horizont fort. Die partielle Phase endet weltweit um 07:52 Uhr MESZ, die Halbschattenphase um 09:01 Uhr MESZ.

So prüfen Sie die Sichtbarkeit für Ihren genauen Standort

Sichtbarkeitsprüfung der partiellen Mondfinsternis 2026 in Sky Tonight
Sky Tonight macht es einfach, Ihre persönliche Sicht auf die Finsternis zu prüfen. Suchen Sie nach der Mondfinsternis, öffnen Sie die Ereignisseite und sehen Sie die lokale Sichtbarkeitszeit für Ihren Standort.

Die App Sky Tonight zeigt die lokalen Uhrzeiten der Finsternis, die sichtbaren Phasen und die Mondposition für Ihren genauen Standort.

  • Suchen Sie nach „Mondfinsternis“ und öffnen Sie das Ereignis im August 2026.
  • Prüfen Sie unter dem Ereignisbild das lokale Sichtbarkeitsintervall.
  • Öffnen Sie die Sichtbarkeitskarte, um zu sehen, welche Phasen beobachtbar sind.
  • Ermitteln Sie mit der Himmelskarte und dem Kompassmodus die Richtung zum Mond.
  • Stellen Sie den Zeitschieber auf 04:33, 05:30 und 06:12 Uhr, um zu prüfen, ob Hindernisse in der Nähe die Sicht versperren könnten.
Eclipse Guide: Lokale Zeiten für die partielle Mondfinsternis im August 2026
Eclipse Guide berechnet die Finsterniszeiten für Ihren ausgewählten Standort, sodass Sie UTC nicht manuell umrechnen müssen. Wählen Sie in der App Ihren Standort aus, um zu sehen, wann jede Phase beginnt, wann die Finsternis ihr Maximum erreicht und welche Teile des Ereignisses von Ihrem Standort aus sichtbar sind.

Einen Zeitplan für jede einzelne Phase erhalten Sie mit Eclipse Guide. Wählen Sie Ihren Standort aus. Die App berechnet Beginn, Maximum, Ende, Dauer und den lokal sichtbaren Teil der Finsternis, ohne dass Sie UTC manuell in die Ortszeit umrechnen müssen.

Mondfinsternis August 2026: Wo ist sie sichtbar? Karte der Sichtbarkeit

Partielle Mondfinsternis im August 2026: Sichtbarkeitskarte
Diese Karte zeigt, wo die partielle Mondfinsternis vom 27.–28. August 2026 sichtbar sein wird. Amerika hat die beste Sicht, während Europa und Afrika die Finsternis nahe dem Monduntergang sehen. In Asien und in nahegelegenen Regionen außerhalb der Sichtbarkeitszone wird der Mond während des Ereignisses unter dem Horizont stehen.

Anders als eine Sonnenfinsternis folgt eine Mondfinsternis keinem schmalen Pfad über die Erde. Sie ist überall dort zu sehen, wo sich der Mond während der Finsternis über dem Horizont befindet.

In Nord- und Südamerika lässt sich die Mondfinsternis im August 2026 insgesamt am besten beobachten. In Europa und Afrika findet das Ereignis nahe dem Monduntergang statt, während die partielle Phase in den meisten Teilen Asiens und Australiens ausfällt, weil der Mond unter dem Horizont steht.

Sichtbarkeit in Europa

Sichtbarkeitskarte der partiellen Mondfinsternis 2026 für Europa
In Europa findet die Finsternis niedrig am westlichen Himmel nahe dem Monduntergang statt. Westeuropa hat die besten Chancen, die tieferen Phasen zu sehen, während weiter östlich der Mond früher untergeht. Ein freier westlicher Horizont ist entscheidend.

Westeuropa ist am günstigsten gelegen, weil der Mond dort länger höher am Himmel bleibt. Die besten Bedingungen herrschen in Portugal und Spanien, gefolgt von Irland, dem Vereinigten Königreich und Westfrankreich. In Deutschland und dem übrigen Mitteleuropa steht der Mond beim Maximum sehr tief. Weiter östlich kann er bereits vor der tiefsten Phase untergehen.

Unter den ausgewählten europäischen Städten steht der Mond beim Maximum in Lissabon (19,7°), Madrid (15,2°) und Dublin (10,3°) am höchsten. In London und Paris erreicht er etwa 8°, in Mailand 4,7° und in Rom 3,6°.

Da in diesen Städten unterschiedliche Zeitzonen gelten, enthält die Zeitzonenspalte auch die Abweichung von UTC. Alle Angaben entsprechen der Ortszeit im 24-Stunden-Format.

Stadt, LandZeitzoneBeginn¹Partielle Phase beginntMaximumEnde²Mondhöhe beim Maximum
Lissabon, PortugalWESZ (UTC+1)02:2303:3305:1207:1019,7°
Madrid, SpanienMESZ (UTC+2)03:2304:3306:1207:4615,2°
Dublin, IrlandIST (UTC+1)02:2303:3305:1206:3810,3°
London, Vereinigtes KönigreichBST (UTC+1)02:2303:3305:1206:157,8°
Paris, FrankreichMESZ (UTC+2)03:2304:3306:1207:097,6°
Mailand, ItalienMESZ (UTC+2)03:2304:3306:1206:464,7°
Rom, ItalienMESZ (UTC+2)03:2304:3306:1206:373,6°

¹ Beginn der Halbschattenfinsternis.

² Monduntergang; die Finsternis setzt sich unter dem Horizont fort.

Sichtbarkeit in Österreich, der Schweiz, Liechtenstein und Luxemburg

Die Finsternis wird auch im übrigen deutschsprachigen Europa sichtbar sein, doch die Bedingungen unterscheiden sich von Westen nach Osten erheblich. Luxemburg und die Westschweiz bieten die besten Aussichten. In den Alpen kann das Gelände den Mond lange vor seinem berechneten astronomischen Untergang verdecken, während er in Wien unmittelbar vor dem globalen Maximum untergeht.

Beim Maximum steht der Mond in Bern 5,3°, in Luxemburg 5,2°, in Basel 5,0°, in Zürich 4,5° und in Vaduz 4,0° hoch. In Innsbruck (2,8°) und Salzburg (1,6°) steht er tiefer. In Wien tritt der tiefste lokal sichtbare Moment gegen 06:08 Uhr MESZ ein, wenn der Mond nur 0,3° hoch steht; er geht kurz vor dem globalen Maximum um 06:12 Uhr unter.

An allen Orten in der Tabelle gilt am 28. August die MESZ (UTC+2). Da die Städte in verschiedenen Ländern liegen, ist das jeweilige Land hinter dem Stadtnamen angegeben. Die Angaben entsprechen der Ortszeit im 24-Stunden-Format.

Stadt, LandBeginn¹Partielle Phase beginntMaximumEnde²Mondhöhe beim Maximum
Bern, Schweiz03:2304:3306:1206:515,3°
Luxemburg, Luxemburg03:2304:3306:1206:525,2°
Basel, Schweiz03:2304:3306:1206:495,0°
Zürich, Schweiz03:2304:3306:1206:464,5°
Vaduz, Liechtenstein03:2304:3306:1206:424,0°
Innsbruck, Österreich03:2304:3306:1206:342,8°
Salzburg, Österreich03:2304:3306:1206:261,6°
Wien, Österreich03:2304:3306:1206:12−0,3°

¹ Beginn der Halbschattenfinsternis. Die dunklere partielle Phase beginnt um 04:33 Uhr.

² Monduntergang; die Finsternis setzt sich unter dem Horizont fort. In Wien geht der Mond kurz vor dem globalen Maximum unter; die tiefste lokal sichtbare Phase tritt gegen 06:08 Uhr ein.

Die besten Beobachtungsbedingungen weltweit

  • Südamerika: hervorragende Bedingungen auf dem größten Teil des Kontinents; die gesamte Finsternis ist bei hoch am Himmel stehendem Mond sichtbar.
  • Zentrales und östliches Nordamerika: sehr gute Bedingungen; an vielen Orten sind das Maximum und der vollständige Verlauf zu sehen.
  • Westliches Nordamerika und Teile des Pazifiks: Der Mond geht erst nach Beginn der Finsternis auf, doch das Maximum bleibt vielerorts sichtbar.
  • Grönland und Antarktika: In einigen Gebieten ist die gesamte Finsternis sichtbar.
  • Afrika: In Westafrika herrschen die besten Bedingungen; nach Osten verschlechtert sich die Sicht, da sich der Mond seinem Untergang nähert.
  • Asien und Australien: In den meisten Teilen dieser Regionen ist die partielle Phase nicht sichtbar. Einige westliche Gebiete können möglicherweise nur einen Teil der Halbschattenphase beobachten.
Partielle Mondfinsternis 2026: Sichtbarkeit von großen Städten aus
Dieses Diagramm zeigt, wie hoch der Mond zum Maximum der Finsternis in verschiedenen Teilen der Welt über dem Horizont stehen wird. Südamerika bietet insgesamt die beste Sicht, auch Nordamerika genießt günstige Bedingungen, während Europa und Afrika den Mond niedriger am Himmel sehen werden, oft nahe dem Monduntergang.

Ist die Mondfinsternis am 28. August ein Blutmond?

Nicht ganz. Der Begriff Blutmond bezeichnet gewöhnlich eine totale Mondfinsternis, bei der der gesamte Mond in den Kernschatten der Erde eintritt. Am 28. August bleibt ein schmaler Teil des Mondes außerhalb des Kernschattens. Das Ereignis ist daher offiziell eine partielle Mondfinsternis.

Dennoch wird sie fast wie eine totale Mondfinsternis aussehen. In der Nähe des Maximums kann der größte Teil des Mondes dunkelrot, braun oder kupferfarben erscheinen, während ein dünner heller Rand weiterhin direkt von der Sonne beleuchtet wird.

Warum kann der verfinsterte Mond rot aussehen?

Während einer Mondfinsternis durchquert ein Teil des Sonnenlichts die Erdatmosphäre, bevor es den Mond erreicht. Die Atmosphäre streut einen Großteil des blauen Lichts und lenkt das verbleibende rote und orangefarbene Licht in den Erdschatten. Aus demselben Grund erscheinen Sonnenuntergänge häufig rot.

Eine kräftige Färbung ist nicht garantiert. Staub, Wolken, Rauch und andere Bedingungen in der Erdatmosphäre beeinflussen den Farbton. In Deutschland können die Morgendämmerung und der Dunst am Horizont das Rot schwächer erscheinen lassen als in Nord- und Südamerika, wo der Mond höher an einem dunkleren Himmel steht.

Warum bleibt die Finsternis bei 96,2 % Bedeckung partiell?

Eine Mondfinsternis ist nur dann total, wenn sich 100 % der sichtbaren Mondscheibe im Kernschatten der Erde befinden. Am 28. August sind beim Maximum etwa 96,2 % der Fläche der Mondscheibe bedeckt, doch ein schmaler sonnenbeschienener Rand bleibt außerhalb des dunklen Schattens. Da selbst dieser kleine Teil nicht vom Kernschatten verfinstert wird, gilt das Ereignis als partielle Mondfinsternis.

Was ist der Unterschied zwischen Bedeckungsgrad und Kernschatten-Magnitude?

Der Bedeckungsgrad gibt an, welcher prozentuale Anteil der Fläche der sichtbaren Mondscheibe im Kernschatten liegt. Die Kernschatten-Magnitude ist dagegen eine lineare Messgröße: Sie beschreibt anhand des Monddurchmessers, wie tief der Mond in den Kernschatten eintaucht. Fläche und lineares Maß verändern sich nicht im selben Verhältnis. Deshalb kann diese Finsternis gleichzeitig einen Bedeckungsgrad von 96,2 % und eine Kernschatten-Magnitude von etwa 0,93 haben.

So beobachten Sie die Mondfinsternis am 28. August 2026

Eine Mondfinsternis gehört zu den am einfachsten zu beobachtenden großen Himmelsereignissen. Sie benötigen weder einen Ort mit besonders dunklem Himmel noch eine präzise Ausrichtung oder einen speziellen Augenschutz. Entscheidend sind klares Wetter und freie Sicht auf den Mond.

Wann ist die Mondfinsternis zu sehen und wohin sollten Sie schauen?

  • Prüfen Sie die örtliche Mondposition, bevor Sie sich auf den Weg machen.
  • Kommen Sie früh genug, um den Horizont zu überprüfen und Ihre Ausrüstung aufzubauen.
  • Blicken Sie in Europa und Afrika vor dem Monduntergang nach Westen oder Westsüdwesten.
  • Blicken Sie im Westen Nordamerikas nahe dem Mondaufgang zum östlichen Horizont.
  • Wenn Sie verfolgen möchten, wie sich die partielle Phase entwickelt, beginnen Sie beim Eintritt des Mondes in den Kernschatten, anstatt nur auf das Maximum zu warten.
  • Prüfen Sie kurz vor dem Ereignis die aktuelle Vorhersage für Wolken, Nebel und bodennahen Dunst.

Welche Ausrüstung benötigen Sie?

Die Finsternis lässt sich gefahrlos mit bloßem Auge beobachten. Verwenden Sie keine Sonnenfinsternisbrille: Sie ist unnötig und lässt den Mond zu dunkel erscheinen, um ihn deutlich zu erkennen.

  • Bloßes Auge: genügt, um den vorrückenden Schatten und die allgemeine Farbveränderung zu verfolgen.
  • Fernglas: verbessert den Blick auf die Schattengrenze und die Strukturen der Mondoberfläche.
  • Kleines Teleskop: zeigt mehr Details, doch ein ausreichend großes Gesichtsfeld ist wichtiger als eine extreme Vergrößerung.
  • Kompass oder Astronomie-App: hilfreich, um den tief stehenden Mond bei einem unübersichtlichen Horizont zu finden.

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Besondere Beobachtungstipps für Deutschland und andere Regionen Europas mit tief stehendem Mond

In Deutschland ist ein freier Horizont wichtiger als ein möglichst dunkler Ort außerhalb der Stadt. Beim Maximum steht der Mond überall im Land weniger als eine Faustbreite über dem Horizont, wenn Sie den Arm ausstrecken; in den meisten Regionen sogar weniger als eine halbe Faustbreite.

  • Besuchen Sie den Beobachtungsort im Voraus und prüfen Sie die Sicht zwischen Südwesten und Westen.
  • Wählen Sie möglichst ein offenes Feld, ein breites Tal, eine Küste, ein Seeufer oder einen erhöhten Standort ohne Bergrücken im Westen.
  • Verlassen Sie sich nicht auf die berechnete Zeit des Monduntergangs, wenn Gebäude, Bäume, Hügel oder Berge über Ihren Horizont hinausragen.
  • Beobachten Sie auch die frühere partielle Phase, wenn das Maximum wahrscheinlich verdeckt sein wird.
  • Tiefe Wolken und Dunst können einen stark verfinsterten Mond leichter verdecken als einen normalen Vollmond.

So fotografieren Sie die Mondfinsternis am 28. August

Diese Finsternis bietet in Deutschland eine ungewöhnliche Gelegenheit zum Fotografieren: Der Mond steht sehr tief und lässt sich daher zusammen mit einer Skyline, einem Kirchturm, einem Hügel, einem Windrad, einem Baum, einem See oder einem Küstenhorizont ins Bild setzen. Der Nachteil ist, dass atmosphärischer Dunst und das Licht der Morgendämmerung den Kontrast verringern können.

So fotografieren Sie die Mondfinsternis mit dem Smartphone

  • Stabilisieren Sie das Smartphone auf einem Stativ, in einer Klemme oder auf einer festen Unterlage.
  • Verwenden Sie, sofern Ihr Smartphone diese Möglichkeit bietet, den optischen Zoom statt eines starken Digitalzooms.
  • Tippen Sie auf den Mond, um den Fokus zu fixieren, und reduzieren Sie die Belichtung, bis Details der Oberfläche sichtbar werden.
  • Schalten Sie den Blitz aus.
  • Machen Sie bei wechselnder Helligkeit wiederholt Aufnahmen; eine einzige Belichtungseinstellung eignet sich nicht für die gesamte Finsternis.
  • Beziehen Sie ein Motiv im Vordergrund ein, statt zu versuchen, den gesamten Bildausschnitt mit dem Mond zu füllen.

Kameraeinstellungen und Tipps zur Bildgestaltung

  • Verwenden Sie ein Stativ und einen Fernauslöser oder Selbstauslöser.
  • Fotografieren Sie, wenn möglich, im RAW-Format.
  • Stellen Sie manuell auf den Mondrand scharf und kontrollieren Sie die Schärfe während des Ereignisses erneut.
  • Verwenden Sie für Details der Mondoberfläche ein Teleobjektiv oder für eine Landschaftsaufnahme ein Weitwinkelobjektiv.
  • Wählen Sie eine ausreichend kurze Belichtungszeit, um Bewegungsunschärfe zu vermeiden – insbesondere bei langen Brennweiten.
  • Erstellen Sie nahe dem Maximum eine Belichtungsreihe, da sich der helle unverfinsterte Rand und der dunkle verfinsterte Bereich in ihrer Helligkeit stark unterscheiden.
  • Fotografieren Sie in regelmäßigen Abständen, wenn Sie eine Bildfolge erstellen möchten, die das Fortschreiten des Schattens zeigt.

Ausführlichere Tipps für Kamera und Smartphone finden Sie in unserem vollständigen Ratgeber zum Fotografieren einer Mondfinsternis.

Was ist während der Finsternis noch in der Nähe des Mondes zu sehen?

Was nahe der partiellen Mondfinsternis im August 2026 zu sehen ist
Der verfinsterte Mond steht im Wassermann, umgeben von hellen Orientierungspunkten und lichtschwächeren Deep-Sky-Zielen. Suchen Sie nach dem Asterismus Wasserkrug, der mit dem Mond eine lustige „YO“-Form bildet, und entdecken Sie anschließend Fomalhaut darunter sowie Saturn in den Fischen mit bloßem Auge. Für Neptun, den Helixnebel, M2 und andere lichtschwache Objekte in der Nähe sollten Sie ein Fernglas oder ein Teleskop mitnehmen.

Der verfinsterte Mond befindet sich im Sternbild Wassermann. Was außerdem zu sehen ist, hängt stark von Ihrem Standort ab: Beobachter in Nord- und Südamerika haben einen dunkleren Himmel und einen deutlich höher stehenden Mond, während in Deutschland die Morgendämmerung und der tiefe Horizont viele nahe gelegene Objekte verbergen.

  • Der Asterismus Wasserkrug im Wassermann befindet sich etwa 8° vom Mond entfernt.
  • Der Helixnebel und der Kugelsternhaufen M2 sind etwa 13° entfernt, erfordern jedoch optische Hilfsmittel und einen dunklen Himmel. Von Deutschland aus werden sie während der Morgendämmerung äußerst schwer zu sehen sein.
  • Enif und der Kugelsternhaufen M15 im Pegasus befinden sich etwa 20° vom Mond entfernt.
  • Fomalhaut im Sternbild Südlicher Fisch steht ungefähr 20° unterhalb des Mondes und befindet sich während der Finsternis von Deutschland aus gesehen unter dem Horizont.
  • Saturn ist von günstig gelegenen Standorten aus im Sternbild Fische sichtbar. Für den lichtschwächeren Neptun ist ein Fernglas oder Teleskop erforderlich.

Wann ist die nächste Mondfinsternis?

Die Antwort hängt davon ab, ob Sie die nächste Finsternis irgendwo auf der Erde, die nächste von Deutschland aus sichtbare oder die nächste totale Mondfinsternis meinen.

Wann ist die nächste Mondfinsternis in Deutschland nach dem 28. August 2026?

Die nächste von Deutschland aus sichtbare Mondfinsternis ist eine Halbschatten-Mondfinsternis am 20.–21. Februar 2027. Sie fällt wesentlich unauffälliger aus als das Ereignis im August, weil der Mond nur den helleren Halbschatten der Erde durchquert.

Wann ist der nächste Blutmond in Deutschland?

Die nächste von Deutschland aus sichtbare totale Mondfinsternis findet am 31. Dezember 2028 statt. Die totale Phase dauert ungefähr von 17:16 bis 18:27 Uhr MEZ und bietet in Deutschland wesentlich günstigere Beobachtungsbedingungen als die tief stehende Mondfinsternis im August 2026.

Wann war die letzte Mondfinsternis in Deutschland sichtbar?

Die letzte von Deutschland aus sichtbare Mondfinsternis fand am 7. September 2025 statt. Es war eine totale Mondfinsternis, wobei der Mond in weiten Teilen des Landes erst während des Ereignisses aufging.

Weitere bevorstehende Termine finden Sie in unserer regelmäßig aktualisierten Infografik zu den nächsten fünf Sonnen- und Mondfinsternissen.

Mondfinsternis August 2026: häufig gestellte Fragen

Ist die Mondfinsternis am 28. August 2026 in Deutschland sichtbar?

Ja. Die partielle Phase beginnt um 04:33 Uhr MESZ und ist in ganz Deutschland sichtbar. Das globale Maximum tritt um 06:12 Uhr ein, doch der Mond steht dann überall im Land weniger als 5° hoch und befindet sich in Berlin und anderen östlichen Regionen fast am Horizont. Beginnen Sie früher mit der Beobachtung und wählen Sie einen Ort mit vollkommen freier Sicht zum west-südwestlichen Horizont.

Findet die Mondfinsternis am 27. oder am 28. August statt?

Beide Daten werden verwendet, da das lokale Datum von der Zeitzone abhängt. In Deutschland und im übrigen Europa finden alle sichtbaren Phasen nach Mitternacht am 28. August statt. In Teilen Nord- und Südamerikas beginnt die Finsternis am Abend des 27. August und dauert bis zum 28. August an.

Ist die Finsternis am 12. August dasselbe Ereignis?

Nein. Die Finsternis am 12. August 2026 ist eine Sonnenfinsternis, bei der sich der Mond vor die Sonne schiebt. Das Ereignis am 28. August ist eine Mondfinsternis, bei der der Mond den Erdschatten durchquert. Für die Sonnenfinsternis am 12. August ist eine Sonnenfinsternisbrille erforderlich, für die Mondfinsternis am 28. August dagegen nicht.

Warum dauert die Finsternis noch an, nachdem der Mond in Deutschland untergegangen ist?

Der zeitliche Ablauf einer Finsternis ist weltweit derselbe, doch die Sichtbarkeit an einem bestimmten Ort endet, sobald der Mond dort unter den Horizont sinkt. Von Deutschland aus gesehen geht der Mond unter, während die partielle Finsternis noch andauert. Unter dem Horizont setzt sie sich fort, bis die partielle Phase um 07:52 Uhr MESZ und die Halbschattenphase um 09:01 Uhr MESZ endet.

Partielle Mondfinsternis 2026: Zusammenfassung

Die tiefe partielle Mondfinsternis am 27.–28. August 2026 bedeckt etwa 96 % des Mondes und kann den größten Teil der Mondscheibe dunkelrot oder kupferfarben erscheinen lassen. Die Finsternis erreicht ihr Maximum um 04:12 Uhr UTC und ist am besten von Nord- und Südamerika aus zu sehen.

In Deutschland beginnt die partielle Phase um 04:33 Uhr MESZ, das globale Maximum tritt um 06:12 Uhr MESZ ein. Zu diesem Zeitpunkt steht der Mond bereits extrem tief. Beginnen Sie daher frühzeitig mit der Beobachtung und wählen Sie einen Ort mit vollkommen freier Sicht zum west-südwestlichen Horizont. Im Westen und Südwesten Deutschlands herrschen die besten Bedingungen, doch nirgendwo im Land ist das Ende der partiellen Phase über dem Horizont zu sehen.

Prüfen Sie vor dem Aufbruch mit Sky Tonight die genauen Ortszeiten, die Richtung und Höhe des Mondes sowie die Sichtbarkeit an Ihrem Standort.

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