Eine Rundreise über den dunklen südlichen Himmel

Dieses Wochenende bietet eine gute Gelegenheit zur sommerlichen Sternbeobachtung. Vom 2. bis 4. August sorgt ein zunehmender Halbmond dafür, dass unser Abendhimmel weltweit weitgehend von hellem Mondlicht verschont bleibt. Holen Sie also Ihre Teleskope heraus, denn die Zeit für die Beobachtung einiger interessanter lichtschwacher Objekte ist jetzt gekommen!

Sobald es schön dunkel geworden ist, blicken Sie nach Süden und suchen Sie nach der Milchstraße, die sich über dem südlichen Horizont zwischen Jupiter und Saturn erhebt. (Diese beiden Planeten werden nur noch in diesem Sommer die Milchstraße beiderseitig flankieren. Sie werden schon nächstes Jahr von uns aus gesehen östlich von ihr stehen.) Jedes Jahr gegen Ende Juli und Anfang August taucht die Milchstraße am südlichen Horizont auf, fast wie Dampf aus der Teekannen-förmigen Konstellation des Schützen. Der südliche Himmel ist dann um 22:30 Uhr Ortszeit mit interessanten lichtschwachen „Deep-Sky“-Objekten übersät, die sogar mit einem Fernglas sichtbar sind.

Wenn der Himmel ziemlich dunkel ist, können Sie die reichhaltigen Sternenfelder und Nebel erkunden, die entlang der Milchstraße über dem Schützen verstreut sind. Dieser helle Sternenhaufen, der als Ptolemäus-Haufen (oder auch als Messier 7 bezeichnet) bekannt ist, kann leicht mit bloßem Auge in der Nähe des Stachels des Himmelsskorpions gefunden werden. Es ist das südlichste Messier-Objekt am Himmel, mit einer visuellen Größe von 3,3. Mit der Sternenwolke des Schützen (Messier 24) und Messier 25 zusammen erscheinen sie im Fernglas als kompakte, helle und weiße Wolken.

Sie können auch nach den hellen Nebelknoten suchen, die den Lagunennebel (Messier 8), den Omega- oder Schwanennebel (Messier 17) und den Adlernebel (Messier 16) umfassen. Dieses Trio befindet sich auch in den reichhaltigen Sternenfeldern des Schützen-Gebietes der Milchstraße. Der Lagunennebel hat eine scheinbare Größe von 6,0 und sieht sowohl mit bloßem Auge als auch mit jedem Fernglas oder Teleskop gut aus. Für Beobachter in nördlichen Breiten sieht es aus wie ein großes ovales, wolkenähnliches Feld mit einem klar definierten Kern, das sich sehr hoch über den Horizont erhebt. Der M16, auch als Sternenkönigin-Nebel bekannt, liegt in der Nähe der Grenzen zu den Sternbildern Schütze und Schild. Der Omega-Nebel (Messier 17), auch Schwanennebel oder Hufeisennebel genannt, liegt südlich des M16.

Weiter oben werden Sie weitere gute Cluster entdecken, wie Messier 39 und Messier 29 im Sternbild Schwan (lateinisch: Cygnus), Caldwell 16 im Sternbild Eidechse (lateinisch: Lacerta), den Wildenten-Cluster (Messier 11) und Messier 26 in der Sternenwolke des Schildes (lateinisch: Scutum). Verwenden Sie den hellen Stern Deneb als Orientierungspunkt, um M39 zu finden. Dieser große dreieckige Haufen liegt etwa 9 Grad nordöstlich davon. Der diamantförmige M11 ist einer der am dichtesten besetzten offenen Cluster, die uns bekannt sind. Er enthält ungefähr 2.900 Sterne und kann auch mit dem bloßen Auge gesehen werden. Der M26 ist nicht weit von M11 entfernt, aber wie bei vielen anderen Nebeln könnte es eine kleine Herausforderung für Sie sein, ihn zu finden. „Star Walk 2“ hilft Ihnen bei der Identifizierung von Himmelsobjekten am Nachthimmel und unterstützt Sie dabei, die bestmöglichen Ansichten zu finden!

Vergessen Sie nicht, Ihr Teleskop einzusetzen, um einen genaueren Eindruck zu erhalten!

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Bild-Kredit:Vito Technology

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